<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss'><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800</id><updated>2009-12-31T01:11:33.034-08:00</updated><title type='text'>Franco Parpaiola navem solvere vela dare</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default?orderby=updated'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>23</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-5070580807636821252</id><published>2009-12-31T01:10:00.000-08:00</published><updated>2009-12-31T01:11:33.044-08:00</updated><title type='text'>TANJA</title><content type='html'>Aus “DER FALL MS. EL CASTILLO“ ISBN 3-86516-375-0&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen nach dem Frühstück im Hotel gingen wir beide los, auf Entdeckungsreise durch die Stadt, wo ich für die nette und zuvorkommende Sekretärin einen Blumenstrauß kaufte. Vorsichtshalber hatte ich Tanja vorher darüber aufgeklärt, für wen die Blumen waren und warum, denn ich wollte an dem Tag auch noch kurz beim Agenten vorbeischauen und Auf Wiedersehen sagen.&lt;br /&gt;Wir brauchten aber nicht bis zum Agentenbüro zu gehen, denn den trafen wir gerade, als er aus der Kaffeebar neben dem Biergarten am Hafen rauskam, und er lud uns zu einem Espresso ein.&lt;br /&gt;»Gut, dass ich Sie treffe, Chief, denn ich wollte Sie sowieso heute bitten, mal kurz bei mir im Büro vorbeizuschauen, da hätte ich ein paar Fragen in Bezug aufs Schiff an Sie zu richten.«&lt;br /&gt;Tanja merkte sofort, dass es um Arbeit ging und mit dem Vorwand, am Zeitungskiosk nebenan ein paar Ansichtskarten kaufen zu wollen, ließ sie uns zur großen Erleichterung des Agenten diskret allein.&lt;br /&gt;»Was glauben Sie, was mit dem Schiff geschehen wird, Chief?«, fragte er in seiner direkten Art und Weise, sobald wir uns an einen Tisch gesetzt hatten.&lt;br /&gt;Er hatte für mich einen Espresso bestellt und schaute mich fragend an.&lt;br /&gt;»Abwarten, ich würde einfach in meinem Büro sitzen und warten, die Operation wird ganz bestimmt aufgrund des Zustands des Schiffes abgeblasen werden. Dieser Flug nach Rotterdam, um Sachen zu kaufen, die wir hier auch kaufen können, ist in meinen Augen nur ein Vorwand, mich loszuwerden. Der Kapitän hat keine andere Wahl mehr, entweder Kaufen oder Abblasen, er weiß, dass ich mich nicht für irgendeine andere Sache abgeben würde, also weg bin ich, und ich bin sogar sehr froh darüber.«&lt;br /&gt;Er nickte vielsagend und wartete, bis der Kellner, der mir den Espresso brachte, wieder wegging &lt;br /&gt;»Was würden Sie persönlich mit so einem Schiff machen, außer verschrotten natürlich?«, fragte er weiter.  &lt;br /&gt;»All die Schiffszertifikate sind dank dem einen Lloyds-Register-of-Shipping-Inspektor in Cabo Verde, für die nächsten vier Jahre auf dem Wrack für gültig gekürt worden. Also, ich würde das Schiff in dem Inselverkehr einsetzen und falls das Schiff nach einer Ladung Marmorböcke aus Kawallas zum Beispiel ein Leck bekommt und in zweitausend Meter Wassertiefe verschwindet, wird die Versicherung zahlen müssen. LRoS in Cabo Verde hat es ja bestätigt, dass das Schiff seetüchtig ist. Es wäre also ein „Act of God“, wie die Herren es in solchen Fällen zu formulieren pflegen, nicht wahr?«, antwortete ich eiskalt.&lt;br /&gt;»Wie viel würden Sie für so ein Schiff zahlen, Chief?«, forschte der Agent weiter.&lt;br /&gt;»30.000 US-Dollar wären fast viel zu viel, auf jedem Fall genug«, antwortete ich.&lt;br /&gt;Der Hauch eines enigmatischen Lächelns ging über sein Gesicht, als er ein paar Drachmen auf dem Tisch legte und aufstand. &lt;br /&gt;»Hier«, sagte ich, »ich habe mir erlaubt, für Ihre Sekretärin diesen Blumenstrauß zu kaufen, würden Sie bitte so nett sein, ihn ihr zu geben«, sagte ich, als ich ihm die Blumen überreichte. &lt;br /&gt;Er nahm nickend die Blumen an sich: »Leben Sie wohl, Chief, schade, dass ich für Sie keine Verwendung habe, sonst würde ich Sie hier behalten wollen, glauben Sie mir«, sagte er noch und ging weg, gerade als Tanja wiederkam.&lt;br /&gt;Mit ihr war ich kurz darauf wieder auf der Straße, wir hatten kein genaues Ziel, keine Eile, warum denn auch, so schlenderten wir langsam die Hauptstraße entlang, dort, wo die Geschäfte waren. Ohne Eile bummelten wir an den Schaufenstern entlang, bis wir an einem Herren- und Damenbekleidungsgeschäft standen und dort lotste ich sie hinein.&lt;br /&gt;»Was sollen wir hier?«, fragte sie verdutzt. &lt;br /&gt;»Etwas Schönes für dich kaufen, junge Dame. Was möchtest du denn haben, Jeans oder ein Kleid? &lt;br /&gt;»Jeans wären mir lieber, denn Kleider kann ich mir selbst nähen«, erwiderte sie und peilte prüfend in die Gegend, bis sie die Damenabteilung fand und wie ein Kind in einem Spielwarengeschäft freudestrahlend dorthin ging.&lt;br /&gt;Sie wusste, was sie wollte, in kurzer Zeit hatte sie sich ein paar rote Jeans ausgesucht und auch anprobiert.&lt;br /&gt;»Passt genau«, sagte sie, als sie aus der Ankleidekabine rauskam und, um es mir zu zeigen, sich kokett um ihre eigene Achse drehte.&lt;br /&gt;»Für schöne Frauen wie du, die in solchen engen Jeans durch die Straßen marschieren, sollte man am besten den Waffenschein einführen«, bemerkte ich bewundernd, »du siehst fabelhaft aus, Kleines, ich würde aber noch eine gelbe und eine schneeweiße dazu holen, die passenden Jacken und T-Shirts aber auch«, munterte ich sie auf.&lt;br /&gt;Strahlend vor Freude und im Einkaufsfieber ging sie wieder los und dieses Mal nahm sie sich Zeit. Am Ende hatte sie alles ausgesucht und ausprobiert, mir alle drei Garnituren vorgeführt und nach meiner Meinung gefragt.  &lt;br /&gt;»Märchenhaft«, das war alles, was ich sagen konnte. &lt;br /&gt;Tanja war es mir wert, und das war mein Weg, es ihr zu sagen. Für mich, da ich keinen Platz mehr in meiner Reisetasche hatte, kaufte ich nichts, ich nahm aber von ihr zwei Unterwäschegarnituren an, die waren mir zu bunt und besonders die Unterhosen ganz bestimmt zu eng.&lt;br /&gt;Die nahm ich aber dankend an, weil die von ihr kamen und sie die auch ausgesucht hatte. &lt;br /&gt;Mit unseren Einkauftaschen gingen wir sofort zurück ins Hotel, wo sie die neue Sachen noch einmal anprobierte wollte. &lt;br /&gt;Die Zeit, die ich mit ihr zusammen verbringen durfte, verging wie im Flug, wir gingen durch die Stadt, gingen irgendwo Eis essen, einmal brachte ich sie auch in die kleine Fischerkneipe am Hafen, um gebratenen Fisch und Muscheln zu essen, die Stunden aber gingen immer zu schnell vorbei.&lt;br /&gt;Am Sonntagmorgen gegen neun Uhr schaffte es eine widerspenstige Tanja sogar, mich aus dem Bett zu werfen und in eine Kirche zu schleppen.&lt;br /&gt;Sie bestand darauf, weil es eben Sonntag war, und so fanden sich eine russische Orthodoxin und ein römischer Christ an dem Morgen in einer griechisch-orthodoxen Kirche im Gebet vereint.&lt;br /&gt;»Beichten gehen wir aber nicht«, hatte ich ihr ins Ohr geflüstert, als wir die Kirche betraten. &lt;br /&gt;Als Antwort bekam ich ihren Ellbogen auf meinen Rippen zu spüren, so hielt ich von da an vorsichtshalber die Klappe.&lt;br /&gt;Zu Mittag aßen wir im Hotel, das auch eine sehr gute Küche vorweisen konnte, erst spät am Abend gingen wir, um wieder Kräfte zu sammeln, zurück ins Restaurant am Hafen, um wieder gleich nach dem Essen zurück ins Hotel zu gehen, denn wir waren wie voneinander besessen und konnten nie genug voneinander bekommen.&lt;br /&gt;Unser letzter gemeinsamer Tag fing für mich mit einem kleinen Schock an, denn als ich gegen halb zehn aufwachte, lag Tanja nicht wie gewohnt neben mir, und ich musste wieder mal nachdenken, wo zum Teufel ich war. &lt;br /&gt;Erst als ich den Zettel auf ihrem Kopfkissen fand und ihn las, erinnerte ich mich, wo ich war und warum. Sie war kurz ins Dorf gefahren, um ihre restlichen Sachen zu holen, so stand es auf dem Zettel, da wurde ich wieder ruhig und schlief sofort wieder ein.&lt;br /&gt;Erst gegen Mittag, gerade als ich rasiert und geduscht aus dem Badezimmer kam, betrat Tanja unser Zimmer wieder. Sie hatte einen großen Koffer bei sich, den sie neben die Tür stellte. Danach hängte sie das „Bitte nicht stören“-Schild draußen an die Tür und machte das Schott hinter sich dicht.&lt;br /&gt;»Hallo, alter Bär, hast du mich vermisst?«, fragte sie lächelnd, als sie sich an mich schmiegte.&lt;br /&gt;»Nicht nur das, Kleine, als ich aufwachte und du nicht da warst, wusste ich für einen Moment noch nicht mal, wo ich war. Jetzt, wo du hier bist, ist aber alles wieder in Ordnung«, antwortete ich und streichelte ihr sanft übers Haar.   &lt;br /&gt;»Ich hab schnell meine Sachen im Dorf geholt, ich war auch kurz bei Stella, sie und deine Freunde lassen dich grüßen«, sagte sie, bevor sie sich blitzschnell auszog und mich wildentschlossen aufs Bett drückte.&lt;br /&gt;»Heute gehen wir beide nirgendwo mehr hin, ich will nur noch mit dir allein sein«, wisperte sie mir ins Ohr.&lt;br /&gt;»Das überlebe ich nicht«, dachte ich und schloss sie in meine Arme.&lt;br /&gt;Wir ließen erst gegen 18 Uhr voneinander ab, wir hatten Hunger, und so ließ ich uns das Abendbrot aufs Zimmer bringen. &lt;br /&gt;Später noch, gegen 22 Uhr, bestellte ich beim Zimmerservice eine Flasche Sekt und zwei Pizzas, wir waren ruhig geworden, wir wussten, dass unsere gemeinsame Zeit unwiderruflich für immer bald zu Ende sein würde, und das stimmte uns beide ein bisschen traurig.&lt;br /&gt;Es war schön mit ihr gewesen, fast so unrealistisch wie die ganze El Castillo-Geschichte, mir war vollkommen klar, dass unsere Wege sich für immer trennen würden und mussten, aber ich wünschte mir trotzdem, dass ich, wenn auch nur ein paar Tage noch, die Kraft gehabt hätte, die Zeit stoppen zu können.&lt;br /&gt;Mit meinen Gedanken spielte ich die Möglichkeit durch, sie noch für ein paar Tage für mich zu behalten, mit ihr nur für eine Weile noch durch Athen auf Entdeckungsreise zu gehen, ihr die Akropolis zu zeigen.&lt;br /&gt;Dafür brauchten wir nur bei Olympic Airways anzurufen und unsere Flüge umbuchen zu lassen.&lt;br /&gt;Sie aber wollte nach Hause und hatte bestimmt Heimweh, sie war seit über sechs Monaten von zu Hause weg, und mir war klar, dass sie nur noch heim wollte, zu ihren Eltern, ihren Freunden, und warum denn nicht, auch zu ihrem gleichaltrigen Andrej, den sie bald heiraten wollte. &lt;br /&gt;Ein Kind von Traurigkeit war sie nicht.&lt;br /&gt;Sie war aber geblendet worden und falls sie wiederkommen würde, was ich aber keineswegs mehr glaubte, dann wäre sie dort gelandet, wo die Biedermänner und Moralprediger dieser Welt − je nach sozialem Status − sich immer treffen, um ihren Perversitäten an Mädels wie ihr freien Lauf zu gewähren.&lt;br /&gt;Zuerst in den Foyers guter Hotels, dann als letzter Zuflucht auf der Straße in billigen Absteigen und Bahnhofshinterhöfen.&lt;br /&gt;Der Zufall hatte uns zusammengeführt: Der gestrandete Seemann auf Heimreise und die UNO-Zwangshure auf dem Heimweg hatten sich getroffen, der Zufall hatte sie für eine Weile zusammengeführt und das Leben brachte sie auseinander.&lt;br /&gt;»Ich bin wirklich kein gutes Mädchen gewesen, Franco, meine Mutter würden mich umbringen, wenn sie erfahren würde, dass ich für Geld mit Männern geschlafen habe, ich dachte, ich sollte als Kellnerin arbeiten. Am Anfang war es auch so, am Ende aber landete ich als Hure für UNO-Soldaten und zahlungskräftige Dorfpaschas im Bett. Nur mit dir war es schön, alter Bär, du hast mir wieder Hoffnung gegeben und meine Ehre für mich wiedergefunden. Nein, mach dir keine Sorgen um mich, Franco, Andrejs Freunde beim Zoll am Flughafen, die warten schon auf mich, mir wird nichts geschehen, ich werde nicht zurückkommen. «&lt;br /&gt;Die Hure und der Seemann waren im Grunde genommen gleich, sie waren beide in einen Teufelskreis geraten, und obwohl beide dabei gut verdient hatten, hatten sie sich beide gegen den Teufelskreis gestemmt und wollten nun gemeinsam wieder rausgehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erzählte ihr von mir, von meinem Leben auf See, und wie ich fast nur von den Schiffen und für die Schiffe gelebt hatte, wie ich alles hinter mir ließ und in den Eingeweiden der Seefahrt verschwand.  &lt;br /&gt;Wie ein Spiel fing mein Leben auf dem Meer an, ich erklärte ihr, wie wir alle, meine Kollegen und ich, von einer Unzahl Seefahrtszuhältern tag¬aus, tagein ausgenutzt und ohne Gnade ausgenommen worden waren und alles im Namen der christlichen Seefahrt. Und nun, wo es fast keine traditionsreichen Reedereien mehr gab, benahmen wir uns auch wie ein Haufen Huren, die ihren Körper an den Meistbietenden verkaufen. Wir waren im Grunde genommen auch ohne Halt, unsere Würde hatte man uns seit Langem schon abgenommen und weggeworfen. Wir waren auch nur noch Mittel zum Zweck für Banken, fragwürdige Schiffs¬makler und Schiffsmanagements, lästige, notwendige Huren, Spielbälle ihrer Geldsucht und nicht mehr als das. &lt;br /&gt;Spät am Abend schliefen wir wie Bruder und Schwester brav und friedlich nebeneinander ein, in dieser, unserer letzten gemeinsamen Nacht dachten wir nicht an Sex. Tanja würde ein neues Leben anfan¬gen, wo kein Platz mehr für alte Bären war und ich war mit meinen Gedanken nur Gott weiß wo, so leer und ohne Perspektive kam ich mir vor. Rechtzeitig waren wir beide gegen 10 Uhr morgens am Flughafen. Nach dem Frühstück im Hotel an der Rezeption, als ich meine Rechnung begleichen wollte, hatte ich eine angenehme Überraschung, denn die Rechnung war von dem Agenten übernommen worden, er ließ uns beiden einen angenehmen Flug und alles Gute wünschen und das war‘s. &lt;br /&gt;In einen Briefumschlag hatte ich 500,- DM gesteckt und ihn Tanja ge¬geben, sie wollte das Geld nicht haben, als ich ihr aber erklärte, dass das Geld für ihr Brautkleid gedacht war, bekam sie kurz Tränen in den Au¬gen und küsste mich sanft auf den Mund und nahm es an. &lt;br /&gt;Der kurze Flug nach Athen startete planmäßig und verlief ruhig, nach der Landung brachte ich Tanja zur Passkontrolle. Unser Abschied war knapp und schmerzlos. &lt;br /&gt;»Ich werde dich nie vergessen, du alter Bär«, hatte mir Tanja mit Tränen in den Augen gesagt. &lt;br /&gt;»Ich dich auch nicht, Kleines«, hatte ich ihr, nicht ganz Herr über meine Stimme, geantwortet. &lt;br /&gt;Das Allerletzte, was ich von ihr sah, war ihr blondes Haar, das im Gewühl der anderen Fahrgäste verschwand. Das war Tanja, meine Tanja, die mit erhobenem Haupt ihrem neuen Leben entgegenging.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Mein Flug nach Amsterdam dauerte knapp zwei Stunden und gegen 18 Uhr landeten wir auf Schiphol. &lt;br /&gt;In der sicheren Annahme, dass, sobald ich am Tag danach nach Amsterdam anrufen würde, man mir von dem Abruf der Operation Bescheid geben würde, ging ich, sobald ich in Rotterdam war, direkt mit dem Taxi zur Algarve Pension und nicht in die Verschwiegenheit eines Novotel, sowie der Eumel mir das vorgeschlagen hatte. &lt;br /&gt;Von wegen, in dem Bermudadreieck war ich sicher, dort hatte ich viele Freunde und im Algarve-Hotel, im Bermuda-Dreieck, war ich noch sicherer als in Abrahams Schoß. &lt;br /&gt;Diese gewaltige Stadt, diese wunderbare Hure, diese pulsierende Me¬tropole hatte mich wieder, wenn auch nur für ein paar Tage war ich mittendrin in diesem grandiosen Puff und ich freute mich sehr darüber. &lt;br /&gt;An dem Abend ging ich nirgendwohin, ich blieb im Hotel an der Bar und erst gegen 23 Uhr dann, nach einem kleinen Imbiss, ging ich schlafen. &lt;br /&gt;Alter Bär hin oder her, Tanja hatte mich ganz schön abgeschafft und für eine winzig kleine Sekunde fühlte ich mich ohne sie, wie seit einigen langen Ewigkeiten nicht mehr, allein und verwundbar. &lt;br /&gt;Im Stillen wünschte ich ihr noch einmal alles Gute und schlief ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ENDE&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-5070580807636821252?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/5070580807636821252/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=5070580807636821252' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/5070580807636821252'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/5070580807636821252'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/12/tanja_31.html' title='TANJA'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-1596910475142821375</id><published>2009-12-03T15:37:00.000-08:00</published><updated>2009-12-03T15:38:19.342-08:00</updated><title type='text'>TANJA</title><content type='html'>Aus MSKPT n° 1 DER FALL MS. EL CASTILLO. ISNB 3-86516-375-0&lt;br /&gt;Aus der Reihe: Ein Haufen von Vollidioten ist am Werk.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;»Wir benehmen uns wie ein altes routiniertes Ehepaar, du alter Bär«, sagte &lt;br /&gt;sie, als sie sich ganz fest an mich presste.&lt;br /&gt;»Ich fühle mich bei dir geborgen, jetzt, wo ich hier bei dir bin, hab ich &lt;br /&gt;keine Angst mehr, du musst dich aber jetzt unbedingt rasieren, dein Bart ist &lt;br /&gt;zu lang.«&lt;br /&gt;Sie ließ von mir ab und singend ging sie aus dem Zimmer und schloss die Tür &lt;br /&gt;hinter sich zu.&lt;br /&gt;Fein rasiert kam ich kurze Zeit später aus dem Badezimmer, Tanja saß auf dem &lt;br /&gt;Bett und schaute sich MTV an, so dachte ich zuerst, dann, bei näherem &lt;br /&gt;Betrachten, merkte ich, dass die Kleine vorm Fernseher mit der Fernbedienung &lt;br /&gt;in der Hand eingeschlafen war.&lt;br /&gt;Es war noch früh am Tag, es war gerade 16 Uhr, also legte ich mich auch aufs &lt;br /&gt;Bett, ließ aber die Glotze an und nach einer Weile war ich auch &lt;br /&gt;eingeschlafen.&lt;br /&gt;Ich erwachte erst gegen 20 Uhr, als Tanja aufstand, um ins Badezimmer zu &lt;br /&gt;gehen.&lt;br /&gt;Sie blieb vor der Tür stehen und lächelte mich an.&lt;br /&gt;»Hast du auch Hunger, Franco?«, fragte sie.&lt;br /&gt;»Und wie, Tanja, wir sollten doch irgendwo essen gehen.«&lt;br /&gt;In der Tat, ich hatte einen Mordshunger und erst dann merkte ich, dass ich &lt;br /&gt;immer noch in Unterhosen war und dass mir kalt war.&lt;br /&gt;»Ich mach mich nur ein bisschen frisch, dann können wir losgehen«, erklärte &lt;br /&gt;sie mir, als sie im Badezimmer verschwand.&lt;br /&gt;Das „Ein-bisschen-frisch-Machen“ dauerte bei Tanja eine glatte halbe Stunde, &lt;br /&gt;ich hatte mich mittlerweile angezogen und in der Zwischenzeit zwei &lt;br /&gt;Zigaretten geraucht, als sie endlich aus dem Badezimmer kam.&lt;br /&gt;Das Warten hatte sich aber wirklich gelohnt, denn sie hatte sich in der &lt;br /&gt;kurze Zeit von einer hartgesottenen Bardame für UNO-Matrosen auf Landgang zu &lt;br /&gt;einer feinen unbekümmerten jungen Dame gewandelt.&lt;br /&gt;Sie hatte sich die Haare zum Pferdeschwanz zurecht gemacht, sich leicht &lt;br /&gt;geschminkt und hatte auf ihren Lippen einen hauchdünnen leicht roten &lt;br /&gt;Lippenstift aufgetragen, sie sah blendend und jung aus, so jung und so &lt;br /&gt;frisch, dass mir fast der Hunger verging.&lt;br /&gt;Ich stand aus dem Sessel auf und ging auf sie zu, ich wollte sie umarmen, &lt;br /&gt;gekonnt ging sie aber beiseite, mit ihrer linken Hand öffnete sie die &lt;br /&gt;Badezimmertür, mit der rechten zeigte sie mir lächelnd und ohne ein Wort zu &lt;br /&gt;sagen den Weg ins Zimmer. Ohne zu knurren und ebenfalls lächelnd ging ich &lt;br /&gt;hinein, um mich selbst etwas zu erfrischen.&lt;br /&gt;Fünf Minuten später war ich wieder bei ihr und wollte sie wieder umarmen, &lt;br /&gt;aber auch dieses Mal ging sie flink beiseite.&lt;br /&gt;»Ich dachte, dass wir jetzt essen gehen wollten, njet, Liebe, du musst &lt;br /&gt;essen, sonst gehst du mir heute Nacht noch kaputt, du alter Bär«, hatte sie &lt;br /&gt;gesagt, als sie den Fernseher ausschaltete, ihre Handtasche nahm und &lt;br /&gt;energisch zur Tür ging.&lt;br /&gt;Was blieb mir anders über, als ihr zu folgen?&lt;br /&gt;»Du kleine Tiger, du hast gewonnen und ich freue mich, dass du hier bist«, &lt;br /&gt;flüsterte ich ihr ins Ohr, als wir im Lift waren und ich sie sanft ins Ohr &lt;br /&gt;küsste.&lt;br /&gt;»Wo gehen wir hin?«, fragte mich das strahlende Biest, als wir im Fahrstuhl &lt;br /&gt;unterwegs nach unten waren. «Kräfte sammeln, du kleine Tiger«, hatte ich ihr &lt;br /&gt;lächelnd geantwortet, und darauf fingen wir beide an zu lachen.&lt;br /&gt;Die Kleine hatte doch unseren kleinen harmlosen Flirt von eben gewonnen, und &lt;br /&gt;sie wusste das. »Ich freue mich aber am meisten.« Ich freue mich aber am &lt;br /&gt;meisten, hatte sie mir immer noch freudestrahlend gekontert.&lt;br /&gt;»Du bist nun mal ein kleiner Tiger, Tanja, du weißt genau, dass du mich &lt;br /&gt;zerfleischen kannst, darum freust du dich.«&lt;br /&gt;Lächelnd krallte sie ihre Hände vor meinem Gesicht, küsste mich sanft auf &lt;br /&gt;die Wange und fauchte ebenso wie ein kleiner Tiger mir leise ins Gesicht.&lt;br /&gt;»Lass uns essen gehen, Franco, ansonsten überleben wir es beide nicht«, &lt;br /&gt;sagte sie gerade noch, als der Lift unten bei der Rezeption stehen blieb. &lt;br /&gt;Beim Hinausgehen wechselte ich an der Rezeption500 DM in Drachmen, da die &lt;br /&gt;Banken so spät am Abend geschlossen waren, und gleich darauf waren wir auf &lt;br /&gt;der Straße.&lt;br /&gt;Hand in Hand wie zwei sorglose Kinder gingen wir auf Entdeckungsreise zum &lt;br /&gt;Hafen runter und ließen uns von dem Abendleben der Stadt einfach treiben.&lt;br /&gt;Ohne Eile gingen wir an den vielen Geschäften vorbei, Tanja blieb fast bei &lt;br /&gt;jedem der Schaufenster stehen, meistens aber bei Schuhen und Damenbekleidung&lt;br /&gt;Anbieter von Schmuck und teuren Damentaschen schienen nicht ihr Interesse zu &lt;br /&gt;erwecken, denn an diesen zog sie nach einem kurzen Blick einfach vorbei. Sie &lt;br /&gt;ging immer sehr nah an die Schaufenster heran, erfasste all die Sachen mit &lt;br /&gt;einem kurzen Blick und schaute sich kritisch nur die Teile an, die sie &lt;br /&gt;wirklich interessierten und das waren einfach viele.&lt;br /&gt;Farbige Sommerkleider, Hosen und T-Shirts, Miederwäsche und Dessous aller &lt;br /&gt;Art schienen es ihr besonders angetan zu haben, denn sie blieb bei jedem &lt;br /&gt;dieser Geschäfte − und da waren doch einige − einfach stehen.&lt;br /&gt;Fasziniert schaute sie sich nur die besten Stücke an und zog dann mit mir im &lt;br /&gt;Schlepptau weiter zu dem nächsten Laden.&lt;br /&gt;Kurz vor dem Hafen kamen wir an einem Brautkleidergeschäft vorbei, ich &lt;br /&gt;persönlich hätte das noch nicht mal gemerkt, sie aber blieb wie vom Blitz &lt;br /&gt;getroffen vor dem großen Schaufenster stehen.&lt;br /&gt;Dass etwas Merkwürdiges in ihr vorging, merkte ich erst, als sie meine Hand &lt;br /&gt;auf einmal ganz fest drückte und mit weit aufgerissenen Augen die festlich &lt;br /&gt;angezogenen Puppen anschaute.&lt;br /&gt;Ein Schleier der Wehmut schien sich auf die junge Frau niederzulegen, sie &lt;br /&gt;blieb für eine Weile da, unbeweglich wie eine Marmorstatue, mit ihren weit &lt;br /&gt;aufgerissenen grünen Augen wie an das Brautkleid angeklebt und ging in &lt;br /&gt;Gedanken durch diese weiße Kaskade von Seide und Chiffon, so schien es mir, &lt;br /&gt;vielleicht bei ihr zu Hause, wo ihr Freund auf sie wartete.&lt;br /&gt;Obwohl ich alter Hammel ein bisschen eifersüchtig auf jenen Unbekannten war, &lt;br /&gt;spürte ich doch, dass die Mama-san im Dorf den Kampf um Tanja noch nicht für &lt;br /&gt;sich entschieden hatte.&lt;br /&gt;Tanja war bestimmt kein Kind von Traurigkeit, und wenn ich ehrlich sein &lt;br /&gt;sollte, die Kleine war auf dem besten Weg, eine ausgekochte Lebedame zu &lt;br /&gt;werden. Und Männer wie ich waren nicht ganz unschuldig daran, falls sie zu &lt;br /&gt;einer werden würde. Ich könnte sie nicht für mich behalten, dafür war ich zu &lt;br /&gt;bodenlos, ja, und auch zu alt und ohne allzu viel Zukunftsperspektive.&lt;br /&gt;Diese Erkenntnis schmerzte mich ein bisschen, ich wollte sie aber nicht &lt;br /&gt;kampflos in die Hände einiger skrupelloser Mädchenhändlerbanden überlassen, &lt;br /&gt;die junge Frauen wie sie aus dem Osten mit falschen Versprechungen hier in &lt;br /&gt;den Westen lockten, um sie dann erbarmungslos den obszönen Wölfen unserer &lt;br /&gt;biederen Gesellschaft zum Fraß vorzuwerfen.&lt;br /&gt;Langsam ließ der Druck auf meine Hand nach, ich hatte sie wieder, sie setzte &lt;br /&gt;sich in Bewegung, wortlos und leise zog sie mich an der Hand hinterher.&lt;br /&gt;»Du hast eben an Andrej gedacht, nicht wahr, Tanja?«&lt;br /&gt;»Der Idiot«, antwortete sie nur leise, »aber heute bist du bei mir und ich &lt;br /&gt;bin froh, dass es dich gibt, du alter Bär. Vergessen wir also Andrej, oder &lt;br /&gt;bist du etwa auf ihn eifersüchtig?«, sagte sie mit ihrer jungen und &lt;br /&gt;fröhlichen Stimme.&lt;br /&gt;Mannomann, das kleine Biest blieb auf einmal mitten auf dem Bürgersteig &lt;br /&gt;stehen und ohne auf die vielen Menschen, die am uns vorbeizogen, zu achten, &lt;br /&gt;drehte sie sich zu mir und legte ihre Arme um meinen Hals herum.&lt;br /&gt;»Mein alten Bär ist eifersüchtig«, hauchte sie mir ins Gesicht. Ihre Augen &lt;br /&gt;strahlten, und ihr Gesicht erhellte sich, als sie mich sanft und kurz auf &lt;br /&gt;den Mund küsste, zu einem breiten Ausdruck der Freude.&lt;br /&gt;»Ich mag dich, du alter Bär, für die nächsten Tage bist du mein Mann und ich &lt;br /&gt;bin mächtig stolz, wenn auch für ein paar Tage nur deine Frau zu sein.«&lt;br /&gt;Und die Leute zogen an uns vorbei und wir schämten uns nicht, unsere &lt;br /&gt;gegenseitige Zuneigung zu zeigen.&lt;br /&gt;Am Hafen dann hatten wir uns eins der viele Lokale längs der Pier ausgesucht &lt;br /&gt;und an einem Tisch draußen unter dem Laubendach Platz genommen.&lt;br /&gt;Für uns hatte ich ein Drei-Gänge-Menü zusammengebastelt. Als Vorspeise hatte &lt;br /&gt;ich eine Serie von verschiedenen Muscheln in allen Variationen, die das Haus &lt;br /&gt;zu bieten hatte, gewählt.&lt;br /&gt;Danach Fischsuppe und weiter einen großen Teller gegrillte Fische bestellt, &lt;br /&gt;dazu den üblichen Salat mit Oliven und Feta-Käse.&lt;br /&gt;Zum Trinken ließ ich mir vom Kellner einen leichten Weißwein empfehlen, und &lt;br /&gt;als Aperitif nahmen wir beide einen Wodka mit frisch gepresstem Orangensaft.&lt;br /&gt;Der Hafen war um die Zeit leer, alle Boote waren draußen aufs Meer zum &lt;br /&gt;Fischfang gefahren, auch die italienische Jacht war nicht an ihrem &lt;br /&gt;Ankerplatz, es war schon dunkel geworden, und der Abend war wie erwartet &lt;br /&gt;recht angenehm warm.&lt;br /&gt;Fast alle Tische im Lokal waren besetzt, mit dem bevorstehenden Osterfest &lt;br /&gt;hatte der Touristenstrom angefangen, viele Leute spazierten wohl auf der &lt;br /&gt;Suche nach einem freien Platz zum Essen hin und her, und auch die Promenade &lt;br /&gt;am Hafen war genauso wie die Restaurants rammelvoll.&lt;br /&gt;Die Menschen hatten aber die Qual der Wahl, es gab viele gute Restaurants, &lt;br /&gt;und obwohl im Grunde genommen alle dieselben appetitlichen und einladenden &lt;br /&gt;Speisen boten, die Preise waren nicht gerade, besonders wenn die &lt;br /&gt;Urlaubskasse kurz bemessen war, als appetitlich einladend zu bezeichnen, &lt;br /&gt;denn die waren genauso unverschämt teuer wie in Nordeuropa.&lt;br /&gt;Mir war es aber egal, dem zum einen hatte ich Tanja bei mir, und zweitens &lt;br /&gt;hatte ich ja das nötige Kleingeld dafür in meiner Tasche, also zum Kuckuck &lt;br /&gt;noch mal, wozu knauserig sein?&lt;br /&gt;»Es ist schön hier mit dir zu sein«, bemerkte Tanja, als sie sich neugierig &lt;br /&gt;umschaute, »ich bin zum ersten Mal hier, denn abends hatte ich nie Zeit &lt;br /&gt;auszugehen, so habe ich es mir aber vorgestellt, hier ist es ganz anders als &lt;br /&gt;bei mir zu Hause, dort ist alles so dunkel, und die Menschen trinken zu &lt;br /&gt;viel« ,sagte sie noch mit leiser Stimme.&lt;br /&gt;»Es ist aber nicht immer so, dieser Menschen hier sind Touristen. Sie kommen &lt;br /&gt;überwiegend aus dem Norden Europas und genauso wie bei dir zu Hause haben &lt;br /&gt;die auch nicht immer so ein herrliches Wetter und die können es sich daheim &lt;br /&gt;auch nicht jeden Tag leisten, im Restaurant essen zu gehen. Für ein paar &lt;br /&gt;Wochen Urlaub haben die alle das ganze Jahr hart gearbeitet und gespart, &lt;br /&gt;manche haben sogar, um hierher kommen zu können, einen Kleinkredit bei ihrer &lt;br /&gt;Bank aufgenommen, das kannst du mir ruhig glauben, Tanja, es ist nicht alles &lt;br /&gt;aus purem Gold, was glänzt.«&lt;br /&gt;»Hier ist es aber alles viel besser als bei mir zu Hause«, antwortete die &lt;br /&gt;Kleine trotzig.&lt;br /&gt;»Ja, das mag sein, und in vielen Einsichten hast du ja sogar Recht, lass dir &lt;br /&gt;aber nicht von all diesen bunten Lichtern den Kopf verdrehen, Kind, schau &lt;br /&gt;mal lieber auf das, was die Leute essen, was siehst du da? Es sind lauter &lt;br /&gt;billige Pizzas, Salate mit Käse, billige offene Weine und reichlich Brot mit &lt;br /&gt;Kräuterbutter, mehr nicht, es gibt ein paar Gäste, die sogar Pizza mit Brot &lt;br /&gt;und Kräuterbutter als Beilage bestellt haben, diese letzten sind allerdings &lt;br /&gt;Engländer«, bemerkte ich noch amüsiert, als ich sah, dass in der Tat einige &lt;br /&gt;Gäste Pizza mit Brot und Kräuterbutter als Beilage bestellt hatten.&lt;br /&gt;Sie trank einen Schluck aus ihrem Glas, und während sie sich eine Zigarette &lt;br /&gt;anzündete, schauten sie sich ein bisschen um.&lt;br /&gt;»Du hast Recht, Franco, so hatte ich das nicht gesehen«, gab sie nach einem &lt;br /&gt;flüchtigen Blick durchs Lokal zu.&lt;br /&gt;»Besonders, bevor ich hierher kam«, setzte sie fort, »glaubte ich, dass die &lt;br /&gt;Menschen hier im Überfluss leben, dass hier für wenig Geld alles zu haben &lt;br /&gt;sei, dass die Leute hier auch Sorgen und Problemen wie wir im Osten haben &lt;br /&gt;könnten, schien mir unrealistisch, fast unmöglich zu sein.«&lt;br /&gt;Nachdenklich trank sie noch ein bisschen aus ihrem Glas und schaute sich &lt;br /&gt;wieder die Menschen im Lokal genau an.&lt;br /&gt;»Morgen Mittag werden wir hier im Hafen in einer Lokalkneipe essen gehen, &lt;br /&gt;dort wirst du die wahren Gesichter von den Einheimischen kennen lernen, &lt;br /&gt;jetzt ist der Hafen leer, morgen Mittage aber wirst du den Hafen voll mit &lt;br /&gt;Booten finden. Nachts sind die alle draußen zum Fischen, die werden erst &lt;br /&gt;morgen früh zurück sein, um wieder mal morgen Abend aufs Neue auszulaufen, &lt;br /&gt;und das jeden Tag, das ganze Jahr hindurch.«&lt;br /&gt;»Genauso wie bei mir zu Hause«, bemerkte sie, »ich glaube, ich begreife, was &lt;br /&gt;du mir sagen willst, Franco, du meinst, obwohl hier im Westen alles zu haben &lt;br /&gt;ist, nicht jeder sich all das leisten kann. Auch bei mir zu Hause ist es &lt;br /&gt;seit einiger Zeit so: Alles ist zu haben, aber nur die wenigsten können sich &lt;br /&gt;das leisten. Ist es das, was du mir sagen willst, alter Bär? «&lt;br /&gt;Die Kleine war jetzt wirklich am Nachdenken, und das war gerade das, was ich &lt;br /&gt;bei ihr erreichen wollte. »Du willst also, dass ich nicht wiederkomme, nicht &lt;br /&gt;wahr? Du willst, dass ich zu Hause bleibe und Andrej heirate und nicht mehr &lt;br /&gt;die Hure spiele, ist ess nicht so?&lt;br /&gt;»Noch bist du keine Hure, Tanja.«&lt;br /&gt;»Ich stehe aber kurz davor, eine zu werden.«&lt;br /&gt;»Falls du wiederkommst, dann bist du verloren.«&lt;br /&gt;Der Kellner brachte uns den Wein und beendete somit für eine Weile unser &lt;br /&gt;Gespräch. Er öffnete die Flasche bei uns am Tisch, schnupperte kurz am &lt;br /&gt;Korken und ging wortlos mit der Flasche zurück ins Lokal.&lt;br /&gt;»Und wo geht er jetzt damit hin?«, fragte sie leise ziemlich überrascht und &lt;br /&gt;belustigt, als sie dem Kellner nachschaute, der samt Flasche im Lokal &lt;br /&gt;verschwunden war.&lt;br /&gt;»Der Korken, der hat bestimmt nach Essig gerochen, der wird gleich mit einer &lt;br /&gt;anderen Flasche wiederkommen«, erklärte ich ihr gerade, als der Mann erneut &lt;br /&gt;mit einer Flasche in der Hand bei uns an den Tisch kam.&lt;br /&gt;Die zweite Weinflasche war in Ordnung, gut temperiert und richtig leicht und &lt;br /&gt;süffig, genauso, wie ich es mir gewünscht hatte. Nach der Kostprobe nickte &lt;br /&gt;ich dem Kellner dankend zu und bat ihn, als ich mit meiner Hand auf Tanjas &lt;br /&gt;Glas zuerst zeigte, uns die Gläser aufzufüllen.&lt;br /&gt;Wir hatten gerade etwas von dem Wein getrunken, als derselbe Kellner dieses &lt;br /&gt;Mal mit unserem Essen wieder zu uns an den Tisch kam.&lt;br /&gt;Er schob einen Rolltisch vor sich her, und Tanja schaute überrascht zu, wie &lt;br /&gt;der Mann ein paar dampfende Schüsseln voll mit Muscheln aller Art vor uns &lt;br /&gt;auf den Tisch stellte. Einige Schüsseln mit verschiedenen Soßen kamen noch &lt;br /&gt;dazu, zusammen mit einem leeren Teller für die Muschelschalen.&lt;br /&gt;Unser Tisch war aber zu klein, so ließ er kurzerhand den rollenden Tisch &lt;br /&gt;neben unserem stehen, wo sich noch eine Flasche Mineralwasser, das Brot und &lt;br /&gt;die Kräuterbutter zusammen mit unseren Wassergläser befanden und schon &lt;br /&gt;hatten wir einen größeren Tisch.&lt;br /&gt;Erst dann merkte der Gute, dass wir weder Essbesteck noch Teller vor uns &lt;br /&gt;hatten. Etwas verlegen marschierte er wieder ins Lokal und kam kurz darauf &lt;br /&gt;mit unserem Essgeschirr zurück. Unser Tisch war somit gedeckt, ich bedankte &lt;br /&gt;mich, er wünschte uns guten Appetit und ließ uns allein.&lt;br /&gt;»Bei mir zu Hause hätten die Männer bestimmt nicht zugelassen, dass der &lt;br /&gt;Kellner die Weinflasche vorhin weggenommen hätte, die hätten den Wein &lt;br /&gt;trotzdem getrunken«, bemerkte Tanja mit Humor, als sie noch etwas von ihrem &lt;br /&gt;Wein trank, dann aber nahm sie gekonnt meinen Teller und legte mir wahllos &lt;br /&gt;einige Löffel Muscheln drauf.&lt;br /&gt;Da war wirklich fast alles, was das Mittelmeer an Schalentieren zu bieten &lt;br /&gt;hat, alles in Tomatensoße gekocht oder gedünstet, ich hatte die Soßen in den &lt;br /&gt;Schalen kurz vorher geschmeckt und Tanja wegen ihrer Schärfe gewarnt. »Mach &lt;br /&gt;dir keine Sorgen, alter Bär, meine Großmutter stammt aus Ungarn«, hatte sie &lt;br /&gt;mir darauf lächelnd geantwortet, als sie mir den gefüllten Teller zurückgab.&lt;br /&gt;Bevor wir zu essen anfingen, tranken wir unsere Weingläser leer und als der &lt;br /&gt;Kellner, der gerade vorbeikam, das sah, füllte er sie uns sofort wieder auf &lt;br /&gt;und stellte daneben auch zwei Gläser mit Mineralwasser.&lt;br /&gt;»Mein Magen ist richtig am Knurren«, ließ Tanja mich wissen, bevor sie sich &lt;br /&gt;über ihre Muschel hermachte.&lt;br /&gt;Sie ließ es sich besonders schmecken, sie war wie elektrisiert, sie wirkte &lt;br /&gt;fröhlicher und ausgelassener als sonst, sie wirkte nicht mehr wie eine &lt;br /&gt;Bardame, die für Geld mit UNO-Soldaten trank und schlief, nein, die Kleine &lt;br /&gt;strahlte auf einmal Zufriedenheit und Zuverlässigkeit zugleich aus, sie &lt;br /&gt;wirkte wie jede junge Dame dieser Welt, wenn sie sich geborgen und sicher &lt;br /&gt;fühlt.&lt;br /&gt;Die Kleine musste wirklich einen Mordshunger gehabt haben, denn ich hatte &lt;br /&gt;grade die Hälfte meiner Muscheln gegessen, als sie ihren Teller schon wieder &lt;br /&gt;mit Lust und gute Laune auffüllte.&lt;br /&gt;»Die da«, sagte sie belustigt und freudig zugleich, »diese kleinen Weißen &lt;br /&gt;da, die schmecken mir am besten.« Sie zeigte dabei auf zwei kleine &lt;br /&gt;Perlmuscheln auf meinem Teller und wie ein kleines Mädchen kichernd fischte &lt;br /&gt;sie eine davon auf.&lt;br /&gt;Mit Genuss aß sie die kleine Muschel auf und holte sich gleich darauf &lt;br /&gt;lächelnd die zweite von meinem Teller.&lt;br /&gt;So merkte ich, dass sie gerne Schalentiere aß und beschloss daraufhin, das &lt;br /&gt;Menü zu wechseln.&lt;br /&gt;Der Kellner kam auf mein Zeichen zu uns an den Tisch, zuerst orderte ich &lt;br /&gt;noch eine Flasche von demselben Weißwein, danach bestellte ich die &lt;br /&gt;Fischsuppe und die gegrillten Fische ab und bestellte stattdessen einen &lt;br /&gt;Teller Hummerschwänze und noch mehr Muscheln für uns.&lt;br /&gt;Als der Kellner mit der neuen Bestellung wegging, widmete ich mich meiner &lt;br /&gt;neuen Lieblingsbeschäftigung, nämlich Tanja beim Essen zuzusehen.&lt;br /&gt;»Schade, dass du Montag wegfliegst, wir hätten ansonsten bis Dienstag &lt;br /&gt;zusammenbleiben können, nicht wahr?«&lt;br /&gt;»Bist du sicher, dass du Dienstag wegfliegst, Tanja?«&lt;br /&gt;»Ja, das bin ich, der Flug ist für Dienstagmorgen schon gebucht worden und &lt;br /&gt;das Ticket liegt schon am Flugschalter«, bestätigte sie mir.&lt;br /&gt;»Ja, dann werden wir wohl zusammen bis Athen fliegen, ich habe heute bei &lt;br /&gt;Stella in der Alexandra Bar mit dem Agenten telefoniert und meinen Flug von &lt;br /&gt;Montag auf den Dienstag umbuchen lassen.« Sie schaute mich nur an, blieb für &lt;br /&gt;einen Moment stumm, dann aber wurde sie ernsthaft, nicht erbost, nur ernst.&lt;br /&gt;»Und das sagst du mir erst jetzt, einfach so beim Essen? Ich war fast den &lt;br /&gt;ganzen Abend innerlich traurig, weil ich der Meinung war, dass du Montag &lt;br /&gt;wegfliegen würdest und ich alleine hier blieb. Das war nicht nett von dir. &lt;br /&gt;Franco, du hättest es mir auch gleich heute Morgen sagen können, nicht wahr? &lt;br /&gt;«&lt;br /&gt;»Ich wollte dir nur nett überraschen«, antwortete ich etwas verwirrt&lt;br /&gt;»Ach so, du wolltest mich überraschen? Gratuliere, alter Bär, das hast du &lt;br /&gt;geschafft, diese angenehme Überraschung ist dir restlos gelungen, und ich &lt;br /&gt;muss dir sagen, dass ich mir sehr darüber freue«, sagte sie, während sie &lt;br /&gt;überm Tisch meine Hand streichelte.&lt;br /&gt;»Du freust dich also?«, fragte ich vorsichtig.&lt;br /&gt;»Und wie! Wir sind einen Tag und eine Nacht länger zusammen, klar, dass ich &lt;br /&gt;mich freue, Franco, wo denkst du denn hin?«&lt;br /&gt;»Ja, dann ist ja alles klar«, antwortete ich nicht so ganz überzeugt.&lt;br /&gt;»Du klingst aber nicht so ganz überzeugt, alter Bär, was ist mit dir auf &lt;br /&gt;einmal los?«, fragte sie lächelnd.&lt;br /&gt;»Ich weiß es nicht so genau, Tanja, aber ich glaube, dass du etwas im &lt;br /&gt;Schilde führst.«&lt;br /&gt;Die Kleine hatte sich, während wir sprachen, noch einen Teller Muschel &lt;br /&gt;genehmigt und schaute mich, während sie aß, über ihren Tellerrand hinweg &lt;br /&gt;neugierig an.&lt;br /&gt;»Du magst Überraschungen, nicht wahr, Franco?« Ich hielt es für besser, &lt;br /&gt;jetzt die Klappe zu halten, so nickte ich nur und wartete ab.&lt;br /&gt;»Gut, du alter Bär, ich auch und ich habe jetzt eine tolle Überraschung für &lt;br /&gt;dich. Was würdest du sagen, wenn ich heute Nacht njet sagen würde?« Das &lt;br /&gt;sagte sie einfach so, während sie ihre Muscheln aß und mich dabei über den &lt;br /&gt;Tellerrand hinweg mit ganz unschuldigen Augen anschaute.&lt;br /&gt;»Und du würdest dich dabei freuen?«, antwortete ich geistesgegenwärtig.&lt;br /&gt;Lächelnd nahm sie meinen Teller, der leer vor mir stand, füllte ihn mit &lt;br /&gt;reichlichen Muscheln und stellte ihn wieder vor mir auf den Tisch.&lt;br /&gt;»Komm, alter Bär, iss, denn du musst zu Kräften kommen,« sagte das kleine &lt;br /&gt;Biest immer noch lächelnd.&lt;br /&gt;Anerkennend klatschte ich ihr leise Beifall, und während ich unsere Gläser &lt;br /&gt;noch einmal nachfüllte, schenkte ich ihr über den Tisch hinweg einen kurzen &lt;br /&gt;kleinen dankenden Kuss.&lt;br /&gt;»Komm bloß nie wieder hierher, Tanja, tu uns das bitte nicht an, dafür bist &lt;br /&gt;du viel zu schade«, beschwörte ich sie.&lt;br /&gt;»Du machst dir wirklich um mich Sorgen, nicht wahr, Franco?«&lt;br /&gt;»Ja, Tanja, ich mach mir wirklich Sorgen um dich, ich will dich auf dem Flug &lt;br /&gt;zurück nach Hause sehen, auch darum bleibe ich hier bei dir, bist du im &lt;br /&gt;Flieger sitzt und dass du mir ja nicht wiederkommst, okay?«&lt;br /&gt;Die Kleine nahm ihr Weinglas und prostete mir zu, ich tat dasselbe mit &lt;br /&gt;meinem und wir tranken von dem frischen Wein, ohne uns aus den Augen zu &lt;br /&gt;lassen.&lt;br /&gt;»Andrej wird den wahren Grund, warum er mich so schnell heiraten kann, &lt;br /&gt;niemals erfahren, denn du bist der Grund, du alter Bär, du hast mich &lt;br /&gt;überzeugt. Nein, ich werde nicht wiederkommen, das verspreche ich dir«, &lt;br /&gt;sagte sie leise, während sie unsere Weingläser wieder auffüllte.&lt;br /&gt;»Meine wilde Zeit geht mit dir zu Ende, zu Hause will ich nur noch Ehefrau &lt;br /&gt;und vielleicht Mutter sein. Mein Medizinstudium werde ich auch aufnehmen, du &lt;br /&gt;bist hier im Westen mein letzter Mann, Franco.«&lt;br /&gt;»Dann hat der Schock mit mir doch gewirkt, nicht wahr, Tanja?«, antwortete &lt;br /&gt;ich ganz trocken.&lt;br /&gt;Sie überlegte kurz, was ich wohl damit meinen könnte, brach dann aber im &lt;br /&gt;Restaurant in ein schallendes, ein helles, frisches Lachen inmitten der &lt;br /&gt;Gäste aus, und jeder, Personal inklusive, drehte sich um, um diese junge &lt;br /&gt;Frau zu bewundern, die, mit ihrem Kopf nach hinten gelegt, mit Tränen in den &lt;br /&gt;Augen, so herzhaft jung und frei lachen konnte.&lt;br /&gt;Nach und nach wurden unsere restlichen Bestellungen serviert, eine war &lt;br /&gt;besser als die andere, beim Essen nahmen wir uns Zeit, denn die hatten wir &lt;br /&gt;ja.&lt;br /&gt;Am Ende hatten wir drei Flaschen Wein getrunken, und beim Kaffee und Cognac &lt;br /&gt;waren wir restlos zufrieden.&lt;br /&gt;Gegen elf Uhr gingen wir langsam zurück ins Hotel, denn wir wollten nur noch &lt;br /&gt;allein sein.&lt;br /&gt;»Ich will nur noch deine Frau sein, Franco, für nur drei Tage und in alle &lt;br /&gt;Ewigkeit«, hauchte mir Tanja ins Ohr, als wir nach einem Bad im Bett lagen. &lt;br /&gt;Und die wunderbare Verschwiegenheit der Nacht umhüllte uns und schirmte uns, &lt;br /&gt;während wir uns in die Arme nahmen, von dem Rest dieser Welt ab.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Fortsetzung folgt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-1596910475142821375?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/1596910475142821375/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=1596910475142821375' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1596910475142821375'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1596910475142821375'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/12/tanja.html' title='TANJA'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-4617304273668618309</id><published>2009-10-31T20:05:00.000-07:00</published><updated>2009-10-31T20:06:19.834-07:00</updated><title type='text'>TANJA</title><content type='html'>Aus MSKPT n° 1 DER FALL MS. EL CASTILLO. ISNB 3-86516-375-0&lt;br /&gt;Aus der Reihe: Ein Haufen von Vollidioten ist am Werk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie aus einer langen Ekstase erwacht ließen wir widerwillig voneinander ab, als jemand wieder an die Tür klopfte, auf dass Tanja, ohne sich was anzuziehen, aufstand und sie öffnete, gerade eben einen kleinen Spalt. &lt;br /&gt;Ihre Freundin stand wieder davor, kichernd sagte sie etwas auf Russisch zu ihr, daraufhin machte sie die Tür ganz auf, und beide kamen ins Zimmer. &lt;br /&gt;Scheiße, mir stockte fast der Atem, denn das war für einen älteren Seemann oder gerade deswegen wirklich des Gutes zu viel. &lt;br /&gt;Verdammt noch mal, ich hatte in meinem Leben einige sehr schöne Frauen gesehen und geliebt, es lag aber schon in weiter Ferne, sie waren fast alle im Nebel meines Gedächtnisses verschwunden, ich konnte mich nur noch vage daran erinnern, so lange war das schon her.&lt;br /&gt;Diese beiden Himmelsgestalten aber übertrafen alles, an was ich mich erinnern konnte, sie waren einfach schön, sie wussten es und sie schämten sich nicht, ihre Schönheit zu zeigen. &lt;br /&gt;Ihre Freundin, nackt, wie sie neben dem Bett stand, nahm einige Zigaretten aus der Packung, die auf dem Nachttisch lag und sie wünschte mir dabei artig und brav auf Englisch einen wunderschönen guten Morgen, sie küsste noch kichernd ihre Freundin flüchtig auf die Wange und ging von dannen.&lt;br /&gt;Und ich? &lt;br /&gt;Ich alter Sack lag immer noch da, ich wurde so dermaßen von ihrer unerwarteten Erscheinung überrascht, dass ich sogar vergaß, mich zu bedecken, völlig verblüfft lag ich da mit meinem Talent in Halbsiebenstellung und konnte mich wie gelähmt und hypnotisiert zugleich nicht rühren.   &lt;br /&gt;»Es ist schön mit dir, du alter Bär«, sagte sie, als sie wieder neben mir im Bett lag. Sie hatte sich fest an mich gekuschelt und ihren Kopf auf meine Brust gelegt. Wir lagen da wie hungrige Löwen nach einer Fressorgie, ruhig, abgekämpft und gesättigt, und doch fieberten wir schon unserem nächsten Liebesrausch, unserer nächsten Fressorgie entgegen.&lt;br /&gt;»Dienstagmorgen fliege ich aber nach Hause, warum bist du bloß nicht früher gekommen, Franco? Wir hätten so eine wunderschöne Zeit zusammen haben können«, sagte sie traurig.&lt;br /&gt;Tanja hatte in der Tat Recht, warum bloß nicht, warum war ich die ganze Zeit allein an Bord geblieben?&lt;br /&gt;Warum war ich nur zusammen mit Bernt bei Stella am Tresen geblieben, hatte mich dort voll mit Bier gepumpt und mir über ein Schiffswrack Gedanken gemacht, oder mich auf Sachen eingelassen, von denen ich nicht viel wusste und die sehr gefährlich waren?&lt;br /&gt;»Ich will dir reinen Wein einschenken, Tanja, der wahre Grund, warum ich nicht zu dir gekommen bin, ist, dass ich Angst wegen unseres Altersunterschieds hatte. Ich bin für zu lange Zeit schon allein gewesen, und über fünfzig bin ich auch schon, wenn ich mich in dich verknallt hätte, so wär ich ziemlich dumm dagestanden, begreifst du das, Mädel?«, antwortete ich etwas unbeholfen, als ich sie sanft auf ihre Haare küsste.&lt;br /&gt;»Seid ihr Männer aber blöd«, sagte sie nur kopfschüttelnd.&lt;br /&gt;»Blöd oder nicht blöd, junge Dame«, antwortete ich spontan, während ich sie losließ und nach den Zigaretten auf dem Nachttisch fischte, »ich mach dir einen Vorschlag. Montagmorgen werde ich nach Amsterdam fliegen, lass uns mal das Wochenende gemeinsam in der Stadt verbringen, wir nehmen uns ein Hotelzimmer und sind doch letztendlich für ein paar Tage zusammen, einverstanden?« &lt;br /&gt;Mit einem kleinen lustigen Schrei der freudigen Überraschung glitt die Kleine wie eine Gazelle aus dem Bett und fing an, mit langen Schritten im Zimmer auf und ab zu gehen.&lt;br /&gt;Sie war aufgeregt, man konnte es ihr ansehen, sie ging hin und her, sprach leise auf Russisch vor sich hin und skandierte dabei jedes Wort, das sie aussprach, mit beiden Fingern in der Luft.&lt;br /&gt;Himmel, war sie schön, mittlerweile kannte ich jeden Millimeter dieser russischen Göttin, die vor meinen Augen hin und her tanzte. &lt;br /&gt;Dieses wunderschöne Wesen hatte wahrscheinlich die Kraft, Tote zu erwecken, denn ich wollte sie wieder in meinen Armen haben, deshalb stand ich auf und ging auf sie zu.&lt;br /&gt;Sie sah meine Erregung und blieb lächelnd vor der Fensterbank stehen, Sie legte ihre Arme um mich und drückte sich mit all ihrer Kraft an mich, lehnte sich auf die Fensterbank und öffnete ihre Beine.&lt;br /&gt;»Spasiba stasny Niedzwiec, wir werden bis Montag zusammenbleiben«, hauchte sie mir ins Ohr, bevor wir wieder eins wurden.&lt;br /&gt;Sie hielt sich mit beiden Händen auf der Fensterbank gestützt und hatte ihren Kopf weit nach hinten gelegt, ihr blondes Haar hatte sich mit dem Rot der Vorhänge vermischt, ihr Busen hob und senkte sich im frenetischen Rhythmus ihres Atems, wie eine wilde Katze saß sie da und schaute mich mit halb geöffneten Augen an.&lt;br /&gt;»Was habe ich bloß in all der Zeit vermisst und nur wegen der Scheiß Seefahrerei, ich Idiot, ich bin wirklich dumm gewesen, nur an Schiffe gedacht zu haben, Tanja.«&lt;br /&gt;Sie antwortete nicht, stattdessen presste sie mich noch einmal ganz fest an sich und blieb für einige wunderbar lange Sekunde ganz ruhig, in Schweiß gebadet und schwer atmend hielt sie mich fest an sich, und ich kam mir vor wie ein Gummiball auf hoher See inmitten eines tosenden himmlischen Orkans. &lt;br /&gt;»Da! Du alter Bär, du bist zwar nicht mehr der Jüngste, aber stark wie ein Bär. Lass uns jetzt ein Bad nehmen, sonst kommen wir überhaupt nicht mehr weg von hier, Franco«, flüsterte sie mir außer Atem ins Ohr.&lt;br /&gt;Selbst außer Atem ließ ich ihre Beine los, blieb aber vor ihr stehen. Sie saß immer noch auf der Fensterbank mit ihren Beinen um mich geschlungen.&lt;br /&gt;Sie legte dann ihre Beine wieder auf den Boden und richtete sich auf. &lt;br /&gt;»Komm, Franco, lass uns von hier weggehen, nimm mich bitte mit, weg von hier, lass uns aus diesem Haus endlich verschwinden.«&lt;br /&gt;Wir hatten uns nach unserem gemeinsamen Bad angezogen und wollten gerade aus dem Zimmer gehen, um bei Stella an der Bar zu frühstücken, als wieder mal jemand an ihre Tür klopfte. Kurz davor hatte ich ihr 300 DM geben wollen, sie aber hatte nur einhundert davon genommen, um den Fürst Metternich bei der Mama-san zu bezahlen und mir den Rest zurückgegeben. &lt;br /&gt;»Nein, Tanja, der Rest ist für dich, kauf dir etwas Schönes dafür«, hatte ich ihr gesagt.&lt;br /&gt;»Njet!«, hatte sie mir daraufhin geantwortet, »ich hab's hier mit all den anderen nur für Geld gemacht, ich hab die Augen zugemacht, es geschehen lassen und dabei wie tot dagelegen und nichts dabei gespürt. Es gab Momente, wo ich mich vor mir selbst geschämt habe, es gab aber auch einige schöne und nette junge Männer dabei, die haben mich angehimmelt, einige davon waren sogar in mich verliebt, sie bedeuteten mir aber nichts. Sie alle bedeuteten mir nichts, mit dir ist es was anderes, du kannst mir selbst in der Stadt was kaufen, von dir will ich kein Geld, alter Bär, ich hab's hier nur fürs Geld gemacht, jetzt tue ich es, weil ich es will, und ich will es mit dir tun.«&lt;br /&gt;Darauf hatte ich sie sanft auf die Stirn geküsst und das Geld wieder weggesteckt, mir aber vorgenommen, ihr doch in der Stadt etwas Nettes zu schenken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Henk stand vor der Tür, er war auch frisch gebadet und bereit, wieder an Bord zu gehen, er winkte dabei mit seiner leeren Packung Zigaretten und ich gab ihm meine.&lt;br /&gt;»Wir müssen uns rasieren, Chief«, sagte er, nachdem er sich eine Zigarette angezündet und gierig daran gezogen hatte. &lt;br /&gt;»Aber erst gehen wir drüben zur Stella zum Frühstücken«, antwortete ich, nachdem ich mir selbst eine Zigarette angesteckt hatte. &lt;br /&gt;»Soll ich mitkommen, oder soll ich erst gleich ein paar Sachen packen und wir treffen uns dann bei Stella, Franco?«, fragte Tanja unschlüssig. &lt;br /&gt;»Pack dir mal ruhig etwas ein und komm dann gleich mit deiner Tasche zu Stella, ich werd so lange dort auf dich warten«, hatte ich ihr geantwortet und flüchtig ihre Wange geküsst, als sie mich strahlend vor Freude daraufhin aus dem Zimmer geschoben hatte.&lt;br /&gt;»Dann raus mit dir, alter Bär«, sagte sie noch und leise vor sich singend machte sie die Tür hinter mir zu.&lt;br /&gt;»Hallöchen, Kinder, was geht hier mit euch beiden vor?«, fragte Henk überrascht. &lt;br /&gt;»Komm, Henk, ich erklär dir das gleich beim Kaffee«, antwortete ich und ging die Treppen hinunter. Er folgte mir und unterwegs zur Alexandra Bar erklärte ich ihm, was ich vorhatte, er fand das gut und meinte auch, dass es für mich besser gewesen wäre, fürs Wochenende mit Tanja ins Hotel zu ziehen als an Bord zu bleiben.&lt;br /&gt;Der Rest unsere Truppe war überraschenderweise noch nicht da, die Stella war an dem Morgen alleine im Lokal. Das wunderte mich zwar, fand es aber, insbesondere was Bernts morgendliche Saufereíen betraf, vollkommen in Ordnung. &lt;br /&gt;Henk bestellte gleich zwei Cappuccini und zwei Brötchen mit Schinken und ohne Zeit zu verlieren rief ich den Agenten an und bat seine Sekretärin, mir ein Zimmer für zwei Personen in einem guten Hotel zu reservieren.  &lt;br /&gt;Dabei bat ich sie auch nachzusehen, ob es möglich war, meinen Flug von Montag auf Dienstag umzubuchen, sie stellte keine Fragen, sie bat mich nur, sie in zehn Minuten wieder anzurufen und erst dann setzte ich mich neben Henk an die Theke, wo mein Frühstück schon auf mich wartete.  &lt;br /&gt;Die effiziente und kompetente Dame hatte zehn Minuten später nicht nur ein Hotelzimmer für mich, sondern auch meinen auf den Dienstagmorgen umgebuchten Flug nach Athen und von dort aus zwei Stunden später weiter nach Amsterdam parat. Ich bedankte mich und versprach ihr vor meinem Abflug, mich noch kurz bei ihr im Büro zu melden.&lt;br /&gt;Beim Frühstück schien Henk in Gedanken abwesend zu sein, dann aber kam point-blank die Frage, von der ich wusste, das sie zwangsläufig kommen musste.&lt;br /&gt;»Bevor du von Bord gehst, möchte ich von dir gerne wissen, ob du auch wieder zurückkommst, Franco.« &lt;br /&gt;Seine Frage war ehrlich, und da ehrliche Fragen auch eine ehrliche Antwort verlangten, sagte ich ihm endlich, was ich von dieser ganzen Geschichte hielt.&lt;br /&gt;»Das steht wohl in den Sternen, Henk, das gesamte Unternehmen ist so unrealistisch, aber so was von bestialisch schwachsinnig, dass ich, falls ich nicht dabei wäre, es gar nicht glauben würde.&lt;br /&gt;Es kann nicht wahr sein, denn alles, was wir brauchen, aber auch alles, Henk, können wir bei dem Eisenwarenhändler hier im Dorf finden, alles, verstehst du nicht? Der Mann hat alles in seinem Laden, wozu denn nach Rotterdam fliegen, um etwas zu kaufen, das wir hier im Dorf kaufen können? Und die Tanks können wir auch selbst bauen, die hätten sogar schon lange im Cabo Verde gebaut werden können, wozu denn die Tanks aus Rotterdam kommen lassen? Das alles hier ergibt keinen Sinn, Henk, denn diese Reise ist nicht machbar. Henk, sag du mir lieber, was ich von dem alles hier denken soll«, fragte ich gleich hinterher.&lt;br /&gt;Er trank seinen Kaffee mit Milchschaum, aß sein Brötchen, zündete sich dann eine Zigarette an und bestellte sich gleich darauf noch ein Brötchen. Erst dann spürte ich selbst Hunger und fing, während ich auf seine Antwort wartete, in aller Ruhe an zu frühstücken.&lt;br /&gt;»Auch eine Mittelmeerreise nicht, Chief?«, fragte er mich nachdenklich.&lt;br /&gt;»Das Schiff ist alles, denn es ist nicht der Schiffsrumpf, der mir Sorgen macht, das gesamte Rohrwerk im Maschinenraum ist auch alle, du hast es selbst erfahren, wie es ist, wenn ein Seewasserrohr im Maschinenraum auf See zu Bruch geht. Ihr habt Schwein gehabt, denn ihr wart auch dicht unter Land und noch was, Henk, wir haben alle Seeventile dicht, wir hören nirgendwo im Maschinenraum Wasser laufen, aber das Wasser steigt in den Bilgen. Also haben wir entweder ein Rostfraßloch im Rumpf oder eine Schweißnaht hat einen Riss, wie auch immer, es wird mit der Zeit noch größer werden. Bekommt das Schiff aber noch einen Rohrbruch dazu, dann ist es eigentlich egal, wo du bist, im Indischen, im Atlantischen Ozean, hier in der Bucht oder an der Pier, das Schiff kann dadurch absaufen. Der einzige Unterschied ist, dass du hier vor der Haustür bessere Überlebenschancen haben wirst als in Antarktika.«&lt;br /&gt;Um ehrlich zu sein, ich spürte keine Lust mehr, immer und immer wieder dieselben Fragen beantworten zu müssen. &lt;br /&gt;Immer und immer wieder dieselbe Erklärungen und Vorschläge abzugeben. &lt;br /&gt;Mir stand alles bis zum Hals, ich wollte nur noch weg, weg von hier, weg für ein paar Tage mit Tanja und danach nach Rotterdam fliegen. Dort wollte ich für eine Weile in dem Algarve Hotel bleiben, wo, so war ich mir sicher, mich die Nachricht von dem Aus und Vorbei des gesamten Deals erreichen würde − ich hatte schlicht und einfach die Schnauze voll.&lt;br /&gt;Henk hatte sehr aufmerksam zugehört, er schaute sich unschlüssig um, er wollte etwas sagen, das war mir klar, es schien mir aber auch, dass er nicht so recht wusste, wie er damit anfangen sollte, dann aber kam er doch damit raus.&lt;br /&gt;»Du hast Recht, Chief, dies hier scheint doch ein verkapseltes Spiel zu sein, ich hab mir auch meine Gedanken darüber gemacht, ich glaube, dass ich mir noch eine Woche diese Sache hier ansehe, dann aber werden Joss und ich nach Hause fliegen. Dieses Schiff ist gefährlich, wir werden irgendwo mit all den Ratten jämmerlich absaufen. Der Kapitän soll gefällig selbst zusehen, wie er aus dieser Scheiße hier rauskommt. Wahrscheinlich hast du selbst mit deinen Frischwasser- und Schmierölanfragen das Unternehmen zu einem schnellen Ende gebracht. In der Tat, Franco, keiner von uns hat noch nicht mal im Traum gedacht, dass so ein erfahrener Mann so einen Schrotthaufen, der noch nicht mal genügend Schmieröl und Frischwasser bunkern kann, kaufen würde.«&lt;br /&gt;»Du hast den Proviant vergessen«, erinnerte ich ihn. Er schaute mich nur an und fing an zu lachen.&lt;br /&gt;Wir blieben für eine Weile einfach da sitzen ohne zu sprechen. Stella hatte, wie immer um die Zeit, sich ans Fenster gesetzt und las ihre Zeitung und kam nur rüber zu uns, wenn wir etwas bestellten.&lt;br /&gt;Henk und ich wussten auch nicht so recht, wie wir unsere Begegnung beenden sollten, so verrückt war diese Geschichte.&lt;br /&gt;»Hat einer der Inspektoren dich nach deiner Adresse gefragt?«, wollte er auf einmal wissen.    &lt;br /&gt;»Ja, das hat er«, hatte ich ihm geantwortet und ebenfalls erklärt, dass der Wirt von La Grotte, meiner Stammkneipe in Rotterdam, fast immer wusste, wo ich zu finden war.&lt;br /&gt;»Wenn das so ist, dann bestelle bitte Kelly viele Grüße von mir, Chief, dort werden wir auch nach dir suchen und uns irgendwann auch dort vielleicht wiedersehen.«&lt;br /&gt;»Der alte Sack scheint fast wie ein Erkennungswort zu sein«, sagte ich daraufhin lächelnd und war überhaupt nicht erstaunt, dass Henk Kelly kannte.&lt;br /&gt;»In der Tat, Franco, Kelly kennt viele Leute, aber er hat nur wenige Freunde«, bestätigte er daraufhin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;»Bis heute sind um die 600.000 DM für das Schiff ausgegeben worden und was wir dafür bekommen haben, ist ein Totenschiff. Die Auftraggeber werden ganz bestimmt auch Fragen stellen und der Deal irgendwann abblasen, da bin ich mir jetzt fast ganz sicher, Chief, dieses Spiel hier ist der glatte Wahnsinn.«&lt;br /&gt;»Ich weiß es nicht so recht, Henk«, gleichzeitig gab ich Stella ein Zeichen, uns mit noch zwei Brötchen und Cappuccini zu versorgen und zündete mir eine Zigarette an.&lt;br /&gt;»Das begreif ich jetzt nicht, was meinst du damit?«, fragte Henk etwas perplex.&lt;br /&gt;Nun war es so weit, denn ich wusste nun, dass ich als Kellys Freund sein Vertrauen hatte, wie er wiederum als sein Freund meins hatte. So konnte ich ihm sagen, was mir seit einiger Zeit schon durch den Kopf ging und ich zu niemandem, noch nicht mal zu Bernt, gesagt hatte.&lt;br /&gt;»Dies hier ist ein meisterhaft inszeniertes Tarn- und Täuschungsspiel, Henk, nenn es Theater, nenn es Zirkus, dies hier ist für mich ein Luftballon. Zuerst fing der Cesar an, mehr Geld hier im Dorf auszugeben als manche hier noch nicht mal im Monat verdienen, und das jeden Tag, tagaus, tagein, und zu sprechen, Henk, jeder im Dorf weiß nun, was das Schiff tun soll, er hat' s herumerzählt, Henk. Gestern Abend sind wir alle mehrmals fotografiert worden, einige der Leute, die uns geknipst haben, waren Truppenbetreuer, Henk, keine blauäugigen Jungs, es waren Nachrichtenoffiziere, Militärnachrichtendienst, Henk, einer davon war Israeli, okay, Henk? Und so, denke ich, während wir uns hier auf dieses Schiff konzentrieren und jeder hier auf uns die Augen draufhält, was macht der Kapitän? Er lässt das wahre Schauspiel über eine andere Bühne mit einem besseren Schiff laufen, ich bin mir sicher, dass, sobald ich mich von Rotterdam aus melden werde, man mir alles Gute wünschen und Tschüss sagen wird. Es ist vorbei, Henk, das hier ist und war von Anfang an ein totgeborenes Kind,« sagte ich mit felsenfester Überzeugung.&lt;br /&gt;»Deine Vermutung über ein Doppelspiel habe ich schon einmal gehört, Franco, vor ein paar Wochen, nämlich in Amsterdam. Sollte das hier wirklich der Fall sein, dann hat unser lieber Herr Kapitän ein Problem am Hals, ein sehr große sogar«, antwortete er sofort ohne Wenn und Aber.&lt;br /&gt;Wir machten eine Pause, was hätten wir uns noch sagen können? Er, der Waffenschmuggler, und ich, der gestrandete Seemann, was könnten wir uns noch sagen?&lt;br /&gt;Henk schaute nachdenklich nach draußen und ich beobachtete ihn. Ich sah zu, wie er bei Stella zwei Biere bestellte, wie er sich eine Zigarette drehte, wie er sich die Zigarette anzündete und wusste nach all den Wochen, die wir uns kannten, immer noch nicht, was ich von diese Mann um die fünfzig halten sollte.&lt;br /&gt;Ehemann, Familienvater, anständiger, sein Vaterland liebender Holländer und königshaustreu, aber auch Waffenschmuggler und eventueller internationaler Terroristenhandlanger und -helfer zugleich. &lt;br /&gt;Mein Gott, was für eine gebündelte Mischung aus gutbürgerlichem Leben und politischer Kriminalität in ihm vereint war.&lt;br /&gt;Parteipolitisch, so schien mir, war er neutral, er hatte keine politischen Ideale, er war Holländer, er liebte sein Land über alles, und das war für ihn genug. &lt;br /&gt;Politik oder sozialpolitische Probleme waren nicht sein Bier, er war Holländer und basta − wie und wo er sein Geld verdiente, waren nach seiner Auffassung einzig und allein seine Säcke. &lt;br /&gt;Er träumte, sich eines Tages ein eigenes Schiff kaufen zu können, und jedes Mittel war ihm recht, um an das nötige Geld ranzukommen, sein Recht.&lt;br /&gt;All die anderen, die „wahren“ Täter und ihre Opfer waren ihm schnuppe. Dafür hätte ich ihn verachten müssen, ihm meinen Ekel für seine Handlungen und Gedankenweisen ins Gesicht schleudern. Ich konnte es aber nicht, denn ich war derjenige, der mit allen Mitteln versuchte, das Schiff seeklar zu machen. &lt;br /&gt;Denn so wie er der Mittel zum Zweck einiger islamischer Terroristen war, so war ich sein Mittel zum Zweck, um die Unternehmung erst recht zu ermöglichen, darum konnte ich nicht den ersten Stein werfen.&lt;br /&gt;Sollte ich mir aber aus meiner Gedankenfolge eine Entschuldigung oder einen Grund für meinen Willen dieser Reise nach Bosnien doch mit meiner Arbeit, zu ermöglichen, so würde es mir in Anbetracht der dortigen Situation gar nicht mal allzu schwer fallen.   &lt;br /&gt;Ich fand die NATO-UNO-Blockade um Jugoslawien, die ausschließlich den Serben half ihren Völkermord an den Bosniaken weiter, zu führen, der vor den Augen der gesamten Welt stattfand und erst recht ermöglichte, ein Verbrecher gegen die Menschheit. &lt;br /&gt;Jedes Volk hatte das Recht auf Selbstverteidigung, auch das bosnische.&lt;br /&gt;Hätte ich ein gutes Schiff gehabt, so hätte ich die Reise gemacht, und das aus Überzeugung und nicht nur des Geldes wegen. &lt;br /&gt;Was mich an ihm störte, war seine Bereitschaft, eventuell, falls die Reise für Bosnien abgeblasen werden würde, für Herren wie Gaddafi und seinen Sozius, den Arafat, zu arbeiten, quasi nach dem Motto: Noch ein bisschen Sprengstoff nach Europa, damit noch ein Passagierflugzeug im Flug explodieren kann oder eine Diskothek − oder wie wär‘s mit einem Supermarkt oder einer Synagoge? Noch eine Ladung Waffen für die IRA in Irland oder die Basken in Spanien, und weil wir gerade dabei sind, warum nicht einen Abstecher nach Korsika machen? Die Leute dort werden bestimmt über kurz oder lang weiteren Nachschub brauchen.  &lt;br /&gt;Dies alles natürlich im Namen der Freiheit, der Freiheit der Terroristen, der Freiheit der Anarchisten oder die der Willkür der Diktatoren.&lt;br /&gt;Egal, wie ich es drehte, ich konnte Henk nicht anklagen, nein, ich konnte den Mann nicht anklagen, ansonsten hätte ich mich selbst und mit uns beiden die gesamte Menschheit anklagen müssen.&lt;br /&gt;Sind wir, die westlichen Nationen, mit unseren nationalpolitischen Interessen, mit unseren Politikern, die auch Leuten wie Arafat die Hände schütteln und ihm einen Nobelpreis verpassen, nicht alle wie Henk?&lt;br /&gt;Versuchen unsere Staatsmänner etwa nicht, ihre Handlungen, ihre persönlichen und partitokratischen Belange mit dem Schleier der nationalen Interessen zu verschleiern, indem sie Arafat unterstützen? &lt;br /&gt;Sind die nicht allesamt wie Henk?&lt;br /&gt;Wo zum Teufel noch mal ist der Unterschied zwischen Henk und den linken politischen Puritanern dieser Welt, die das Bombardieren des Gaddafi-Palastes in Tripolis durch die USA-Flugzeuge nach dem La-Belle-Attentat in Berlin und der Zerstörung der PAN-AM-Maschine über Schottland ein Verbrechen nannten? &lt;br /&gt;Man müsste jetzt die Meinung der Kinder dieser Welt hören und zwar auf beiden Seiten, auf dieser sowie auf der anderen Seite, von den ideologischen Barrieren. &lt;br /&gt;Wir müssten die Kinder Jugoslawiens, die Kinder Israels, die Kinder Palästinas und die aus Angola und Mosambik fragen, was die von uns denken, denn in meinen Augen können nur die uns anklagen, aber nicht nur den Henk oder mich, sondern uns alle. &lt;br /&gt;Wir Christen und wir Muslime, wir westlichen und wir abendländischen Völker, denn alle gemeinsam sind wir nichts anderes als die vielen namenlosen Henks. Gefangene der Lichter unserer Städte, Opfer und Schuldige zugleich, Treiber und Gejagte und über Kinderleichen hinweg, Macher und Zerstörer unserer Zivilisationen und das alles, verdammt noch mal, verschleiert durch den Schleier der nationalen Interessen oder denen des Glaubens, aus reiner, purer Geld- und Machtgier.&lt;br /&gt;Nur die Kinder dieser Welt könnten uns anklagen, denn all die anderen, die sogenannten Erwachsenen, die Zivilisierten, die guten Christen und guten Muslime sollten, alle wie die da sind, gefälligst ein für allemal die Schnauze halten.&lt;br /&gt;In tiefer Demut sollten sie alle zu Gott beten, damit sich das Blatt nicht wendet, denn sollten Herren wie Gaddafi und Arafat eines Tages die Oberhand gewinnen, würden es viele von uns, wie Fälle wie Lockerbie in Schottland und La Belle in Berlin es uns zum Beispiel so brutal zeigten, noch nicht mal überleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fortsetzung  folgt&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-4617304273668618309?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/4617304273668618309/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=4617304273668618309' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/4617304273668618309'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/4617304273668618309'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/10/tanja_31.html' title='TANJA'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-7082405973762380249</id><published>2009-10-01T00:15:00.000-07:00</published><updated>2009-10-01T00:16:17.183-07:00</updated><title type='text'>TANJA</title><content type='html'>Aus MSKRP n° 1 „DER FALL MS. EL CASTILLO“  ISNB 3-86516-375-0&lt;br /&gt;Aus der Reihe: Ein Haufen von Vollidioten ist am Werk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;….Wenn das Dante-Inferno irgendwo eine feuchte Ecke hat, so müsste das sein, wie die Hollywood-Bar in Sousa auf der nordwestlichen Spitze Kretas sich gegen 2 Uhr morgens präsentierte.&lt;br /&gt;Die Bude war rammelvoll und wir, die Möchtegern-Waffenschieber, UNO-Blockadebrecher und eventuellen islamischen Terroristenhelfer zugleich, umringt von gut und gern 50 UNO-NATO-Soldaten, tranken um die Wette, während die blauen Jungs mit ihren Fotoapparaten auf Teufel komm raus Erinnerungsfotos knipsten.&lt;br /&gt;Die knipsten das Lokal, unsere „Reederei“-Inspektoren, den „Kapitän“ mit uns, mit jedem, und auch den Cesar, unseren indonesischen Motormann, der sich, angetan von so vielen knackigen jungen Ärschen, selig und wonnig in der Gegend umschaute.&lt;br /&gt;Schlagartig, wie sie zu später Stunde mit ihren Bussen aus den Sehenswürdigkeiten Kretas gekommen waren, so schnell verschwanden die blauen Jungs auch wieder, und gegen 3 Uhr waren alle weg.&lt;br /&gt;»Die müssen spätestens um 4 Uhr an Bord sein«, erklärte uns die Mama-san des Lokals und erst dann merkte ich, dass unsere Kameraden sich auch still und leise irgendwann aus dem Staub gemacht hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Hollywood-Bar herrschte in den frühen Morgenstunden nach einer wirklich teuflischen Nacht wieder Ruhe im Puff.&lt;br /&gt;Die britischen UNO-Marine Infanteristen auf Urlaub von ihren Einsätzen in Jugoslawien sowie die Matrosen der Royal Navy, die die lachhafte Seeblockade an Jugoslawien aufrecht hielten, waren an Bord ihrer Schiffe am Anker in die Bucht zurückgefahren, sodass wir nun die Bar für uns alleine hatten.&lt;br /&gt;Gerade hatte ich die beiden Inspektoren aus Holland verabschiedet, nachdem ich denen klar gemacht hatte, dass den 45 Jahren Alte MS. El Castillo auf gar keinem Fall das geeignete Schiff war, um Waffen nach Jugoslawien zu den Bosniaken zu schmuggeln, und denen nahe gelegt hatte, sich ein besseres Schiff zu besorgen und nicht ein Wrack, das zwar mit funkelnagelneuen Zertifikaten versehen worden war, aber einfach nicht fahren könnte, weil die gesamte Anlage schlicht Schrott war.&lt;br /&gt;Die hatten uns 500,- DM zum Weitersaufen gegeben und waren zurück nach Chaniá gefahren, von wo aus sie am nächsten Tag über Athen zurück nach Holland flattern wollten.&lt;br /&gt;Wir, Hans und ich, saßen nun alleine an der Theke, unsere Kollegen waren vor einigen Stunden schon wieder an Bord getorkelt, wir beide hatten aber noch keine Lust schlafen zu gehen und so genehmigten wir uns den berühmt-gefürchteten „One for myself and one for the road“-Drink.&lt;br /&gt;Die beiden hübschen Mädchen aus Russland, mit denen wir uns einige Male schon in den vergangenen zwei Monaten unterhalten hatten, waren immer noch beschäftigt, mit ihrer griechischen Mama-san das Lokal wieder auf Vordermann zu bringen, sie ließen uns nicht aus den Augen und waren sofort zur Stelle, für Nachschub zu sorgen, sobald unsere Gläser leer waren.&lt;br /&gt;Seit einigen Stunden schon hatte ich von Bier auf Wodka mit Orangensaft umgeschaltet, das mache ich immer, denn das ist eine gesunde Gewohnheit von mir, denn wenn ich merke, dass ich mal langsam besoffen werde oder gar schon geworden bin, dann steige ich sofort auf die rettende und unterstützende Mischung aus viel Wodka auf Eis mit Orangensaft um - und je mehr ich davon trinke, desto nüchterner werde ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tanja, das Mädchen, mit dem ich mich immer gerne unterhielt, kam an die Theke, als sie alle mit der Ordnungsmacherei fertig waren, und setzte sich auf den Hocker neben mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;»Warum bist du nicht wie versprochen vorige Woche zu mir gekommen, Franco?«, fragte sie mich vorwurfsvoll, als sie ihre Ellbogen leicht in meine Rippen haute.&lt;br /&gt;»Warum bloß nicht, gefalle ich dir vielleicht nicht?« fragte sie noch.&lt;br /&gt;Ohne auf ihre Frage einzugehen, drehte ich mich auf meinem Hocker nach ihr um, sie tat das Gleiche auf dem ihren, unsere Knie berührten sich. &lt;br /&gt;Ich hatte sie nun sitzend vor mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie mit ihrem kurzen schwarzen Kleid.&lt;br /&gt;Sie mit ihren wohlgeformten nackten Beinen.&lt;br /&gt;Sie mit ihrem sündhaft tiefen Ausschnitt, ihrem prallen Busen, ihrem langen blonden Haar.&lt;br /&gt;Sie mit ihrer Jugend.&lt;br /&gt;Sie hatte sich mit dem linken Arm auf den Tresen gestützt und schaute mich erwartungsvoll, sinnlich und herausfordernd zu gleich an. &lt;br /&gt;Meine Gedanken an eine ruhige Nacht verschwanden langsam in weiter Ferne, bis sie fast nicht mehr vorhanden und wahrzunehmen waren, denn Tanja war wirklich mehr als eine Sünde wert.&lt;br /&gt;Ich legte meine weit geöffneten Hände auf ihre einladenden Schenkel und schob sie langsam nach oben, ganz hoch zum Eingang ihres Schoßes, ich beugte mich zu ihr und küsste sie sanft auf die Stirn.&lt;br /&gt;»Ich hatte viel Arbeit zu erledigen, Tanja, darum konnte ich nicht zu dir kommen«, sagte ich leise, während meine Hände wie von einem Magnet magisch angezogen sich ihren Weg zwischen ihre Beine bahnten.&lt;br /&gt;»Njet robotti, alter Bär, du hast nur gesoffen, ich weiß es«, antwortete sie mir mit Nachdruck.&lt;br /&gt;Sie richtete sich wieder auf und legte ihre Hände auf die meinen zwischen ihre halbgeöffneten Schenkel, sie drückte meine Hände tief in die einladende Wärme ihres Schoßes und presste dann ihre Beine zusammen.&lt;br /&gt;Währen das ganze Lokal sie wie in ein Wechselbad aus Lichtern und Musikklängen umhüllte und die bunten Lichter der Tanzfläche auf ihrem blonden Haar tanzten, wurde mir klar, dass ich ihr hoffnungslos ausgeliefert war und, dass es mir verdammt schwer fallen würde, von ihr wegzukommen, wenn überhaupt.&lt;br /&gt;Sie öffnete kurz ihre Beine wieder und gab unsere Hände frei und ich nahm ihr Gesicht zwischen meine Hände und küsste sanft ihren feuchten Mund.&lt;br /&gt;»Bleib bei mir, lass mich heute Nacht nicht allein«, flüsterte sie.&lt;br /&gt;»Tanja, versuch bitte, mich jetzt zu begreifen, du bist ein sehr schönes Mädchen und ich mag dich sehr, aber ich habe mich seit drei Tagen nicht mehr duschen können, weil wir auf eine neue Wasserpumpe warten, morgen aber gehe ich bei Niko ins Hotel duschen, dann komme ich zu dir, Okay?«&lt;br /&gt;»Njet«, sagte Tanja resolut, sie sprang von ihrem Hocker, ging mit langen Schritten hinter den Tresen, von dort nahm sie eine Flasche Sekt, danach kam sie wieder an mir vorbei und ging langsam bis zur Tanzfläche, wo sie unter der drehenden Lichterkugel stehen blieb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein fast unrealistisches Bild entstand vor meinen Augen, und während Tanja stehen blieb wie eine Statue unter der bunten Lichtquelle unter den tanzenden Lichtern, die wie sanfte Hände diese makellose Erscheinung liebkosten und wie berauscht um sie und an ihr wie kleine, lustige Kobolde, die sich an ihrer guten Fee erfreuen und dabei blitzschnell ihre Farbe von Indigo zu Grün von Gelb zu Knallrot wechseln, schien alles in mir zu explodieren, und als sie sanft meinen Namen rief, folgte ich, fast von den bunten Lichtern getragen, ihrem Ruf.&lt;br /&gt;»Komm mit, du alter Bär, du brauchst ein Bad«, hauchte sie mir ins Ohr, als ich bei ihr war, um mich zusammen mit den bunten Lichtern mit ihr zu berauschen.&lt;br /&gt;Wir liebten uns nicht an dem Morgen oder besser gesagt, wir liebten uns schon, aber ohne Sex.&lt;br /&gt;Wir tranken nach einem wunderschönen, langen, gemeinsamen Bad unsere Flasche Sekt leer, danach lagen wir eng umschlungen im Bett.&lt;br /&gt;Dort hörte ich ihr zu, wie sie mir von ihrer Heimat erzählte. &lt;br /&gt;Sie sprach von ihrem Freund, dass Sie daheim in Russland bald heiraten wollte, von ihrem Willen, ihr Studium wieder aufzunehmen, um Kinderärztin zu werden und dass Sie selbst irgendwann einige Kinder haben wolle.&lt;br /&gt;Ohne falsche Scham erzählte sie mir auch von ihrer Arbeit in der Hollywood-Bar und wie sie dazu gekommen war, wie toll, wie wunderschön hier im Westen alles für sie war.&lt;br /&gt;Sie wollte auch irgendwann zusammen mit ihrem Freund mal nach Rom, nach Venedig, nach Paris fahren, einmal auch Berlin und den Rest von Deutschland besuchen, und ich lag nur da und hörte, , ergriffen, wortlos, ja, aufmerksam hörte ich zu, wie diese Fabelerscheinung von sich und ihren Wünschen sprach, und ich konnte nicht genug davon bekommen.&lt;br /&gt;Der Klang ihre Stimme, das rhythmische Schlagen ihres Herzens, die Geborgenheit ihrer Arme, ihre Wärme, all das war wie Erlösung für meine Seele.&lt;br /&gt;Nach all den Nächten an Bord der El Castillo, in Gesellschaft dicker fetter Ratten, einem fast alkoholisierten Kumpel und einer schmierigen kleinen indonesischen Tunte als Motormann, fühlte ich mich endlich wieder als Mensch.&lt;br /&gt;Nach all den Ängsten und Hoffnungen der vergangenen Zeiten hatten die paar Stunden, die ich in ihren Armen verbrachte, mir wieder Mut und Hoffnung gegeben und ich war ihr sehr dankbar dafür.&lt;br /&gt;Irgendwann schliefen wir doch ein, die lange Nacht, die vielen Drinks, die wir gehabt hatten, die Biere, die Wodkas mit Orangensaft und der Schampus, dies alles hatte uns jeglichen Willen abgenommen, geraubt und zerstört zu gleich.&lt;br /&gt;Wir waren nur noch müde, voll wie tausendundeine Russin und wollten nur noch pennen.&lt;br /&gt;Gemeinsam erwachten wir gegen Mittag, als jemand an die Zimmertür klopfte. Widerwillig zog sich Tanja das Nachthemd an, das am Boden, neben dem Bett lag, und ging schlaftrunken zur Tür.&lt;br /&gt;Ihre Freundin stand davor, ebenfalls im Nachthemd, sie hatte zwei Tassen Kaffee mitgebracht, die beide unterhielten sich leise miteinander für ein paar Momente auf Russisch, dann kam Tanja wieder ins Zimmer zurück.&lt;br /&gt;»Hans schläft noch«, sagte sie mir, als sie mir die Tasse Kaffee gab, ich trank gierig aus der lebensspendenden heißen Tasse, das tat mir gut, jedoch hatte ich nur noch Augen für diese makellose junge Frau, die auf der Bettkante neben mir mit ihrem durchsichtigen Nachthemd saß.&lt;br /&gt;Im gedämpften Licht ihres Zimmer, als ich an dem Morgen Tanja sah, erwachte ich wie aus einem langen, nutzlosen, unsinnigen Winterschlaf, und ich wollte sie nur noch liebkosen und lieben und nie wieder allein sein.&lt;br /&gt;Sie stellte ihre Kaffeetasse auf die Nachtkommode, zündete dann gleichzeitig zwei Zigaretten an und gab mir eine davon.&lt;br /&gt;Für eine Weile tranken und rauchten wir, ohne ein Wort zu sagen, wir schauten uns nur an, so wie zwei Raubtiere sich vor einem Kampf um Leben und Tod belauern und überprüfen, so schauten wir uns an.&lt;br /&gt;Wortlos und unbeweglich, unsere Zeit war gekommen, das wussten wir, wir hatten aber keine Eile, wir wollten nichts überstürzen, es war einfach zu schön, so wie es war, wir waren zusammen, wir wussten, dass wir uns gleich lieben würden, aber wir warteten ab, so als ob wir beide die gleiche Angst spüren würden, denselben Gedanken hatten. Nämlich, dass eine falsche Bewegung, ein falsches Wort uns diesen wunderbaren Moment der gegenseitigen Begierde für immer rauben und einfach zerstören würde.&lt;br /&gt;Tanja nahm dann meine Zigarette aus meiner Hand und drücke sie zusammen mit der ihren in dem Aschenbecher aus.&lt;br /&gt;Ohne mich aus den Augen zu verlieren, stand sie auf und ließ ihr Nachthemd über ihre Schulter gleiten und zu Boden fallen.&lt;br /&gt;Sie war einfach wunderschön, sie wollte geliebt werden und sie ließ es mich auf diese wunderbare Weise wissen.&lt;br /&gt;Sie sank zu mir ins Bett und mit ihr versank um uns der gesamte Planet, es gab nur noch uns und niemand anderen mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nix finito, von wegen hier finto, fortsetzung folgt, aber langsam, piano, piano, ein alter Mann ist ja doch kein D-Zug, oder?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-7082405973762380249?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/7082405973762380249/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=7082405973762380249' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/7082405973762380249'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/7082405973762380249'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/10/tanja.html' title='TANJA'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-1306488532658028542</id><published>2009-09-14T14:32:00.000-07:00</published><updated>2009-09-14T14:34:20.151-07:00</updated><title type='text'>UND SIE SCHÄMEN SICH NICHT MAL.</title><content type='html'>Die gute Nachricht ist, dass man beschlossen hat, mit vereinigten Kräften einen Plan zur Rettung der Deutsche Werften auszuarbeiten. &lt;br /&gt;Toll!&lt;br /&gt;„Man“, das sind EU-Kommissar Herr Günter Verheugen als eventueller Geldesel des Bundes und der Europäischen Union für die leidgeprüfte deutsche Werft-Industrie, die Werftmanager Deutschlands und der Manager der Fincantieri aus Italien, der zu seiner Zeit bei der Lloyd Werft in Bremerhaven hätte einsteigen wollen.&lt;br /&gt;Von italienischem Knowhow nach vorne getrieben, schnappten sich die pfiffigen Werft- und Seefahrtexperten Deutschlands aber die Idee meines geistreichen und wortgewandten Landsmannes und machten es sich zu eigen.&lt;br /&gt;Am Tag danach meldeten die „Bremer Nachrichten“, dass sogar der Bremer Wirtschaftssenator nun erwartete, dass die Bundesregierung endlich handele.&lt;br /&gt;Es ist uns nicht zu wissen gegeben, was der Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg oder die maritime Koordinatorin des Bundes, Frau Dagmar Wöhrl, zu sagen hatten, man hat aber gehört und gelesen, dass die an dem Tag in Bremerhaven mit von der Partie waren.&lt;br /&gt;Leider haben es weder „buten und binnen“, das regionale Programm der ARD für das bremische Land, noch die „Bremer Nachrichten“ als lokales Presseorgan Bremens, für nötig gehalten, danach zu fragen, wie hoch die Abwrackprämie pro Schiff sein sollte - schade, jedoch uns ist klar geworden, dass die sogenannten hohen Herren gar keine so hohen Herren sind und dass die da oben überhaupt keine zivilen Schamgefühle mehr kennen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn in der Tat, im Kielwasser der Abwrackprämie für die leidgeprüfte Autoindustrie schlug der ausgefuchste Fincantieri-Manager das Gleiche für die Seefahrtindustrie vor.&lt;br /&gt;Demzufolge also sollte Vater Staat gefälligst für jedes abgewrackte Schiff eine Prämie zahlen, wie viel, das hat uns der illuminierte Werftmanager aus Italien nicht wissen lassen wollen, es dürften aber nach vorsichtigen Schätzungen und kühnem Kalkül etwas mehr als 2.500,- € pro Schiff sein, nicht wahr?&lt;br /&gt;Nun will man also die alten Fähren und Pötte und alten Gurken abwracken und der Bund, sprich der Steuerzahler, soll dafür wieder mal zur Kasse gebeten werden.&lt;br /&gt;Der deutsche Michel hat aber schon einmal für die Schiffe bezahlt, nämlich mit den Subventionen für die Seefahrt, die am 31. Dezember 2000 auf UE gehisst in Deutschland abgeschafft worden sind, nicht wahr?&lt;br /&gt;Der deutsche Steuerzahler zahlt nämlich heute noch für alle Schiffe, die bis zu dem damaligen Zeitpunkt auf Kiel gelegt worden sind, und heute noch im Ausland gebaut werden, während die Werften hierzulande reihenweise Pleite gehen oder zu einem späten Zeitpunkt, höchstwahrscheinlich nachdem die gegenwärtige Wirtschaftskrise vorbei ist, gebaut werden sollen. &lt;br /&gt;Oder wie war das noch?&lt;br /&gt;Wobei natürlich hier noch zu prüfen wäre, ob der Dreh mit der Auslandsbauerei überhaupt verfassungskonform gewesen wäre.&lt;br /&gt;Ich glaube, dass der gesamte Subventionszirkus in vielen Fällen, besonders dann, wenn die Schiffe im Ausland gebaut worden und nicht zuerst deutsches Personal (sprich Hartz-IV-Empfänger) an Bord angeheuert worden sind, sogar verfassungswidrig war.&lt;br /&gt;Deutschland hat um die 3.300 Schiffe, wobei über 85 % davon unter den so genannten „Billigflaggen“ fahren, hierzu zählt natürlich auch das zweite deutsche Seefahrtregister.&lt;br /&gt;Italien ist mit seinen 2.900 Einheiten auch nicht weit davon entfernt.&lt;br /&gt;All die Schiffe sind kaum älter als 15 Jahre, nun aber sollen viele davon abgewrackt werden, um eine eventuelle Abwrackprämie vom Bund einzusacken.&lt;br /&gt;Zuerst also bietet man durch den Bund den Michel zur Kasse.&lt;br /&gt;Der Bund zahlte, damit Arbeitsplätze für die Werften und die Seefahrt geschaffen werden.&lt;br /&gt;Es wurden aber Unsummen deutscher Steuergelder ins Ausland exportiert und tausende Arbeitsplätze hierzulande vernichtet, nicht wahr?&lt;br /&gt;Die Amigos des Verbandes Deutscher Reeder baute vorliegend seine subventionierten Schiffe im Ausland und anstatt Deutschen heuerten sie asiatisches und osteuropäisches Seefahrtpersonal an.&lt;br /&gt;So war es doch, oder?&lt;br /&gt;Nun soll der gleiche deutsche Michel für das Abwracken von Schiffen noch einmal zur Kasse gebeten werden - sag mal, spinnt ihr alle oder was zum Teufel glaubt ihr eigentlich tun zu können?!&lt;br /&gt;Und das soll verfassungskonform sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr habt um die 100.000 Arbeitsplätze in der Seefahrt zerstört.&lt;br /&gt;Ihr habt um die 25.000 Arbeitsplätze bei den Werften vernichtet und manchen, nämlich fast alle, in die Insolvenz getrieben.&lt;br /&gt;Ihr habt all die Schiffe, die der deutsche Michel euch fast geschenkt hat, im Ausland bauen lassen und somit um die 25.000 Werftarbeiter arbeitslos gemacht - wie viele davon wieder einen Job gefunden haben, sei erst mal dahingestellt.&lt;br /&gt;Ihr bildet fernöstliches Seepersonal aus und schert euch einen Dreck, dass tausende Seeleute hierzulande von Hartz IV leben müssen, gleichzeitig, ohne euch zu schämen, habt ihr auch noch die Courage, nach Abwrackprämien zu fragen.&lt;br /&gt;What the fuck, Wahnsinn!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kürzlich sagte ein Reeder aus Ostfriesland, dass die Werften in Vietnam näher dran seien, als man denkt. &lt;br /&gt;Sicher, mit dem Flieger aus Bremen ist man fast schneller in Vietnam als ein alter Mann mit dem Fahrrad von Leer zur Lloyd Werft in Bremerhaven, zum Beispiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe hierzu auch folgende Posten:&lt;br /&gt;NON DEMISSUS von 02. 08. 07 &lt;br /&gt;HIC MANEBIMUS OPTIME von 13. 07. 07&lt;br /&gt;HIC MANEBIMUS OPTIME II von 22.10. 07&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-1306488532658028542?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/1306488532658028542/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=1306488532658028542' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1306488532658028542'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1306488532658028542'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/09/und-sie-schamen-sich-nicht-mal.html' title='UND SIE SCHÄMEN SICH NICHT MAL.'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-1834273291012302216</id><published>2009-08-31T15:32:00.000-07:00</published><updated>2009-08-31T15:33:24.080-07:00</updated><title type='text'>QADRUVIUM TRE</title><content type='html'>Aus MSKRPT N° 5 „DIE WERFT“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dämlich manche Menschen waren bei mir im Dorf, das nun kein Dorf mehr ist, weil es auf dem Papier eine Stadt geworden war, bekam ich abermals zu spüren, als ich die Clique der Tocai eines schönen Mittags in unserem Stammlokal traf.   &lt;br /&gt;»Von dir sagt man nun, dass du für die CIA in Jugoslawien arbeitest, Franco«, begrüßte mich einer von meinen Tocai freunden an dem Tag kurz vor Mittag, als er mich sah. &lt;br /&gt;»Ach, wo denn, das stimmt doch gar nicht, denn ich habe gehört, dass Franco als Freischärler für den Bosniaken tätig ist«, sagte ein anderer.&lt;br /&gt;»Gut für mich, dass ihr die Geschichte von El Castillo nicht kennt«, dachte ich grinsend.&lt;br /&gt;»Du fährst mit dem Zug immer nur bis Wien, und dort wirst du von einem slowakischen Taxi abgeholt, das beflügelt die Fantasie der Idioten hier im Dorf. Darum darfst du dich nicht wundern, wenn die anfangen, Geschichten über dich zu erzählen«, erklärte mir der Dritte im Bunde.&lt;br /&gt;»Nanu, wer hat euch das gesagt?«, fragte ich überrascht&lt;br /&gt;»Einer aus dem Dorf hat dich am Hauptbahnhof in Wien erkannt und zugesehen hat, wie du von einem Mann dort erwartet wurdest und wie du mit ihm in ein Taxi aus der Slowakei eingestiegen und weggefahren bist.« &lt;br /&gt;»Warum hat er denn mir nicht‚ Guten Tag gesagt, wenn der Idiot mich gefragt hätte, dem hätte ich gesagt, was ich dort zu suchen hatte. Wer ist er denn?«, fragte ich neugierig. &lt;br /&gt;»Den kennst du bestimmt nicht, Franco, denn er kommt aus dem Süden, er ist Vertreter und erst seit ein paar Monaten hier bei uns. Er ist irgendein Feldwebel in Rente, der als Lebensmittelvertreter seine Rente aufbessert.« &lt;br /&gt;»Am Fiskus vorbei und daher schwarz natürlich, das sind die Richtigen, die Schweinehunde, die schmecken mir am besten«, verbesserte der TH-Professor in Pension, schimpfend, der am liebsten, alles, was mit Polizei und Staatsmacht zu tun hatte, in der Hölle schmoren lassen würde.     &lt;br /&gt;Mit ein paar Wörtern erklärte ich denen, was ich in die Slowakei tat und warum ich in Wien immer das Taxi aus Komárno kommen ließ. &lt;br /&gt;Sie alle hörten aufmerksam zu, sie sagten auch nichts dazu, dafür aber sprachen ihre Gesichter Bände, denn keiner von denen glaubte mir ein Wort. &lt;br /&gt;Wie denn auch? Wie könnte ich denen und all den anderen Helden klarmachen, dass die Scheißhausparolen, die über mich seit einigen Jahren schon im Dorf kursierten, mir bestens bekannt waren? Dass solche Geschichten nur aus dem faulen Humus, der von einige trübsinnigen Dorftrotteln als Gehirnmasse bezeichnet wird und in ihrem Kürbis spazieren getragen wurde, entsprangen? &lt;br /&gt;Wie denn? &lt;br /&gt;Als ich bei dem Holländer war und monatlich nach West Afrika flog, ging ich oft und noch öfter meine Eltern besuchen.&lt;br /&gt;In Lagos, wo ich unsere Schiffe betreute und aufpasste, dass alles mit rechten Dingen vor sich ging, hatte ich immer genügend US-Dollars bei mir, um den Agenten und sonstige Unkosten zu bezahlen. &lt;br /&gt;Dort bei der KLM Nigeria bestellte ich auch all die Flugtickets, die mein damaliger Arbeitgeber mir aufgelistet hatte, und zahlte sie mit der landesüblichen Währung, in Naira also, die ich vorher in dem Bristol Hotel, von unserem Valuta Schwarzmarkthändler für einige Hundert Dollars, je nach Bestellung und Bedarf, zu mir ins Hotel gebracht bekam.&lt;br /&gt;KLM Holland war zwar natürlich nicht allzu begeistert davon, konnte aber nichts dagegen tun, denn es war alles bestens und legal, weil ich als Käufer immer unsere nigerianische Niederlassung angab, und die offizielle Währung in Nigeria ist nun mal die Naira und nicht der US-Dollar.&lt;br /&gt;Als ich dann eines Tages im Reisebüro bei mir im Dorf einen Flug von Triest nach Amsterdam via Mailand buchte und ein Flugticket, das mich von Lagos aus nach Amsterdam via Mailand und Triest und wieder via Triest und Mailand nach Amsterdam zum Weiterflug nach Lagos in Nigeria zurückbeförderte, auf den Tisch legte, da wurde die junge Dame hinter der Theke des Reisebüros, zumal das Flugticket cash und in nigerianischen Naira bezahlt wurde, erst mal blass.&lt;br /&gt;Sie war fast unter Schock, sie schaute mich mit weit geöffneten Augen an, und ich war so von ihrer Überraschung amüsiert, dass ich mir nicht verkneifen könnte, ihr noch ein paar solche offenen Tickets zu zeigen, die mich immer „within the mileage“ von Lagos aus via Amsterdam, in alle Himmelrichtungen befördert hätten. &lt;br /&gt;Solche Flugtickets hatte sie noch nie gesehen, auch die anderen Angestellten nicht, wie denn auch, von wem denn?   &lt;br /&gt;Nur CIA-Agenten, Freischärler und Söldner konnten an so etwas rankommen, normale Seeleute nicht, sagten alle Dorfdeppen, als sich die Geschichte mit den Flugtickets herumsprach, denn ich war der einzige zwielichtige Mensch in dem Scheißdorf, der für so etwas in Frage kam.&lt;br /&gt;Man munkelte zwar schon seit Langem, dass mit dem Franco etwas nicht ganz astrein sein konnte, dass er doch in dunkle internationale Waffengeschäfte verwickelt sein musste, aber für wen, wenn nicht für die Amis? « dachten die Dämlichen und die Deppen des Dorfes.&lt;br /&gt;Damals, als ich noch bei den Amis in der Nordsee tätig war, fingen die Idioten schon an zu munkeln und dämlich zu labern. &lt;br /&gt;Als ich dann bei derselben Reederei, aber diesmal in der mexikanischen Bucht anfing, wurde das Gelaber noch schlimmer und lachhafter und noch dämlicher als üblich.&lt;br /&gt;»So etwas gibt’s nicht, es kann nicht angehen, dass ein Emigrant bei den US-Amerikanern in den Vereinigten Staaten auf US-amerikanischen Schiffen als leitender Maschinist beschäftig ist.«&lt;br /&gt;Hätte es einen Sinn gehabt, all den Dorfbanausen zu erklären, dass die Schiffe zwar in den VS waren, dass die zwar irgendeiner US-Reederei oder Firma gehörten und dass sie, wie sie da lagen, unter Bahamas Flagge fuhren?&lt;br /&gt;Nein, es hätte keinen Sinn gehabt, denn die hätten es nicht geglaubt. &lt;br /&gt;Die hätten es nicht geglaubt, weil die in ihrer geistigen Kurzsichtigkeit als eingebildete, böswillige, besserwissende und blasierte Arschlöcher es nicht glauben wollten, so einfach war das. &lt;br /&gt;Hinzu kam, dass mich mein Personalchef an einem Morgen, als ich bei meinen Eltern zu Besuch war, kurz bevor ich zum zweiten Mal nach Komárno fahren sollte, anrief und mich bat, für ein paar Tage schnell nach Miami in Florida rüber zu flattern. &lt;br /&gt;Dort als Chief auf einem unserer Schiffe war ein junger Mann tätig, man hatte in Ostfriesland aber nicht gemerkt, dass sein Patent kein Jahr alt war, also nicht voll ausgefahren; die US-Hafenbehörden aber schon und hatte infolgedessen das Schiff kurzerhand festgehalten. &lt;br /&gt;Es war 9 Uhr morgens, als er anrief und um halb zwölf ging an dem Tag mein Flug von Venedig nach Amsterdam, von wo aus ich nach Miami hätte weiterfliegen sollen.&lt;br /&gt;Das Kuhdorf, das kein Dorf mehr ist, sondern eine Stadt und keine Dorfkirche, sondern eine Kathedrale vorweisen kann, hatte kein Taxi und das war Scheiße.  &lt;br /&gt;Beziehungsweise ein einziges Taxi kann die Stadt Codroipo schon vorweisen, dem Fahrer war aber die schnelle Fahrt nach Venedig so früh am Tag zu lang, und er lehnte es gerade deswegen ab, mich dorthin zu fahren.&lt;br /&gt;Die blöde Kuh, die meine Schwägerin ist, erklärte vorweg, dass sie keine Zeit hätte, mich zum Flughafen zu fahren. Umsonst hätte sie es nicht tun müssen, denn ich hätte ihr die Fahrt bezahlt wie einem Taxi, denn es war ja Reederei Arbeit, aber so ist es nun mal im Leben: Ein Mann kann sich seine Freunde aussuchen, seine Verwandten aber nicht; so stand ich da mit meinem Talent, in einem Dorf, das zur Stadt samt Kathedrale hochstilisiert wurde, und ich kam nicht weg, weil die Stadt nur ein einziges Taxi vorweisen konnte, das angeblich so viel und so gut verdiente, dass er sogar eine gute Taxifahrt von 120 km abschlagen konnte.   &lt;br /&gt;Die Zeit rannte mir davon, und keiner wollte mich nach Venedig zum Flugplatz fahren. Zuge fuhren um die Zeit auch nicht, denn nur regionale Züge halten in der Stadt Codroipo an, aber nicht um die Zeit, wer will schon aus einer modernen Stadt um 9 Uhr morgens wegfahren? &lt;br /&gt;Zum Glück kannte ich einen Mann, der manchmal Taxifahrer spielte, und den rief ich an, er erklärte sich bereit, mich nach Venedig zu fahren und kam auch sofort zu mir nach Hause, und wir fuhren gleich los.&lt;br /&gt;Eine Woche später, nachdem die Fahrtzeit des Kollegen ausgefahren war und sein Patent somit gültig wurde, war ich wieder im Dorf.&lt;br /&gt;»So was gibt es gar nicht, ist doch sonnenklar, dass er ein CIA-Agent ist! Den haben sie heimgerufen, um ihm neue Einweisungen für Jugoslawien zu geben; von wegen hier auszufahrende Patente und solche Scherze, wir sind doch nicht blöd«, blökten all die neuerkorenen Städter im Chor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade wegen des blöden Gelabers der Helden des Dorfes und nur deswegen wurden die anständigen Frauen und christlichen Mütter der Stadt auf mich aufmerksam; die sahen in mir etwas Übersinnliches, etwas Sublimes, etwas exquisit Raues, süß und derb, bestialisch wild, zügellos wüst, abenteuerlich hemmungslos, in der Tat sie fanden mich, meiner Bierwampe und Glatze zum Trotz, unheimlich sexy, Begehrens- und Bumswert zugleich.&lt;br /&gt;Scheiße!&lt;br /&gt;Meine Fresse, Kinder, gerade dank der böswilligen Dämlichkeit der Neustädter hätte ich schon mit der Hälfte der Damen der Stadt bumsen können. &lt;br /&gt;Aber wie in Teufelsnamen soll ein anständig versauter Seemann, wie ich es nun mal bin, anständige Damen bumsen, deren Herren Ehemänner den Autostrich der Nutten aus Albanien und Jugoslawien, oder, je nach sozialem Status, den etwas billigeren Strich der Viados und Zwitter aus Brasilien hinter den Böschungen längs den Tagliamento Fluss zu besuchen pflegen?&lt;br /&gt;Daher bumst ein Seemann nicht die Ehefrauen von Männern, die auf den Billigstrich der Nutten aus Albanien und Jugoslawien oder zu den brasilianischen Tunten gehen, der will sich doch nicht an Ehefrauen, deren Männer fremdgehen, die Pest an den Hals holen, oder?&lt;br /&gt;Das Tollste an dieser ganzen Geschichte über meine CIA- oder Söldner- oder weiß der Kuckuck, was für eine Tätigkeit mir die Makaken des Dorfes je nach Laune oder Tocai Pegel im Blut mir andichteten, bekam ich einmal mehr mit, als ich den Zug nach Udine nahm, um von dort wieder über Wien nach Komárno auf die Werft zu fahren. &lt;br /&gt;Mitunter war am Bahnhof ein Oberfeldwebel der Carabinieri, ein Maresciallo, also, mit einigen seiner Untergebenen in Kampfuniform und Stahlhelm auf dem Kopf. &lt;br /&gt;»Da ist er, Signor Maresciallo, der fährt bestimmt nach Jugoslawien zurück«, bemerkte einer der Feldjäger, als er mich sah.&lt;br /&gt;»Warum verhaften Sie ihn nicht?«, fragte erstaunt ein anderer von den Helden.&lt;br /&gt;»Es gibt keinen Haftbefehl gegen ihn, sobald es einen geben wird, werde ich es tun«, antwortete der Maresciallo leise. &lt;br /&gt;Meine Augen sind etwas schwach geworden, darum trage ich seit einigen Jahren eine Brille, meine Wampe ist gar nicht mal so schlecht geformt, und meine Knabberleiste, die wackelt ein bisschen, mein Gehör aber ist in bestem Zustand, ich sagte jedoch nichts dazu. &lt;br /&gt;In vorbei gehen grüßte ich sie brav und artig, ich grinste denen ins Gesicht und zog weiter, ich fuhr zurück zu meinem Schiff nach Komárno in die Slowakei, und die Welt war für mich wieder in Ordnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Non ti curar di loro ma guarda e passa.&lt;br /&gt;Dante. Inferno.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-1834273291012302216?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/1834273291012302216/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=1834273291012302216' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1834273291012302216'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1834273291012302216'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/08/qadruvium-tre.html' title='QADRUVIUM TRE'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-6684941173480293026</id><published>2009-08-01T23:22:00.000-07:00</published><updated>2009-08-01T23:23:48.178-07:00</updated><title type='text'>QUADRUVIUM Due</title><content type='html'>Aus MSKP N° 5 "DIE WERFT"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;…..Folglich erfuhr ich, als ich dann zwei Monate später übers Wochenende nach Hause auf Besuch kam, dass das Monument schon gebaut und eingeweiht worden war.&lt;br /&gt;Der Depp hatte sich in seiner Wahnvorstellung von Monumenten und Emigrantenschicksal eine mannsgroße Bronzestatue ausgedacht, die am Bahnhof, als Wendepunkt vieler friaulischer Emigrantenleben und Schicksale in der Welt, anzusehen war. &lt;br /&gt;Wobei am Fuß der Statue ein einfacher Koffer, der mit einem Strick zusammengehalten sein sollte, nicht fehlen durfte. &lt;br /&gt;Das alles aus Bronze, versteht sich. &lt;br /&gt;Die mannsgroße Bronzestatue sollte nach Norden mit einem Arm weisend in alle Ewigkeiten die zukünftigen Generationen an das harte Los ihrer Vorväter erinnern, die in der Dunkelheit der Fremde ziehen mussten, um denen, die daheim geblieben waren, eine bessere Zukunft zu ermöglichen. &lt;br /&gt;What the fuck!&lt;br /&gt;Meine Fresse, da war wirklich was los gewesen, es wurde, wie man mir sagte, verbissen darüber diskutiert, in jeder Osteria, in jeder Bar, überall sprach man nur noch von dem Monument an die Emigranten.&lt;br /&gt;Jeder Arsch im Dorf sprach darüber, nur die Emigranten nicht, denn die fanden das Ganze einfach lächerlich.&lt;br /&gt;Man ließ es auch sein, uns danach zu fragen, denn mehr als einer dieser Pro-Monumentum-Deppen wusste allzu genau, dass der eine oder der andere einen Tritt in den Hintern oder ein schnelles Eintauchen in den Bach, der durch das Dorf schlingerte, um ihre Ideen zu erfrischen, insbesondere von mir persönlich, riskiert hätte. &lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz wurde das Monument letztendlich doch gebaut, aber nicht eine mannsgroße Bronzestatue mit dem Kartonkoffer, der mit Schnur zusammengehalten war und brav bei Fuß und dem weisenden Weg nach Norden zeigend, so wie der eine Depp es sich in seinen Wahnvorstellungen erträumt hatte. Nein, das nicht, das konnte sich nämlich die Pleite gegangene Kommune überhaupt gar nicht leisten. Der Pleitegeier war da auf dem Dach des Rathauses, das Geld war alle, kein Geld, keine Statue, so einfach war das und so begab man sich, in den leeren Gemeindekassen auf die Suche nach Geld.&lt;br /&gt;Am Ende des mühseligen Ergründens fand man doch ein bisschen Geld, nicht viel, aber genug, um davon einen ein Meter hohen Granitblock zu ergattern und diesen von erhabener akademischer Bildhauerhand mit ein paar akademischen Hammerschlägen veredeln zu lassen.&lt;br /&gt;Nicht am Bahnhof, nein, denn allen Edelgedanken des Oberdorftrottels dem harten Emigrantenlos zum Trotz konnte das Monument nicht am Bahnhof gebaut werden, denn sonst wären dort die Parkplätze für die Anlieger noch spärlicher geworden. &lt;br /&gt;Bei der alten Grundschule im Vorgarten, unter den Bäumen, dort wo die Vöglein zwitschern und Generationen von zukünftigen Emigranten als ABC-Schützen so wie ich, Lesen und Schreiben lernten, dort fand der von akademischer Hand mit ein paar Hammerschlägen somit Geadelte und auf so nobles Gedankengut designierte Granitklotz seinen von Gott und den Deppen des Dorfes rechtmäßigen vorbestimmten Platz. &lt;br /&gt;Die hatten es tatsächlich getan, diese Vollidioten, bei der monumentalen historischen Monumenteneinweihung sollen sogar ein paar Dussel aus der regionalen Verwaltung aus Udine und, so meinten später böse Zungen, allesamt dicke und fette Freunden des Architekten gewesen sein.&lt;br /&gt;Schulkinder, urbane Ordnungshüter, einige, die noch alle Tassen im Schrank hatten aus Neugier, der Rest der festlichen Menge, die Schwachköpfe des Dorfes eben als solche, nämlich als amtlich anerkannte Dorfdeppen, als stolze Vollidioten.&lt;br /&gt;Die Dorffanfare, sagte man mir, die war nicht dabei, nein, die konnte nicht dabei sein, weil es seit einigen Jahren schon gar keine Dorffanfare mehr gab, und für ein Stadtorchester hatte man kein Geld. &lt;br /&gt;Außerdem waren all die Musikinstrumenten, wie man so hörte, schon vor langer Zeit an besser stehende Kommunen der Umgebung verkauft worden, um an Bargeld ranzukommen. &lt;br /&gt;Für das Monument musste auch einen Baum Federn lassen, der Baum war mindestens 90 Jahre alt, und ein unterirdisches Telefon- oder Stromkabel musste auch deswegen umquartiert werden. &lt;br /&gt;Der Preis? 60.000 DM, so viel Geld schien noch da gewesen zu sein.&lt;br /&gt;Wer sucht, der findet, so sagt man  doch, oder?&lt;br /&gt;Es muss so sein, denn die Archäologen des Geldes im Rathaus mussten bei ihrer akribischen Geldsuche so erfolgreich gewesen sein, dass die noch mehr Geld gefunden haben müssen.&lt;br /&gt;Anders kann es nicht sein, denn sonst kann ich mir nicht vorstellen, woher das Geld kam, das die Kommune ausgab, um die Piazza Garibaldi mit teurem Granitkopfsteinpflaster zu bepflastern, vorher aber musste der zwar ausbesserungsbedürftige, aber keineswegs marode Asphalt ausgetragen werden und das muss, vor allem in der Entsorgung, sehr teuer gewesen sein.&lt;br /&gt;Das muss teuer gewesen sein, weil kurz darauf, wie meine Freunde mir später berichteten, der kommunale Zirkus seinen totalen endgültigen Bankrott erklärte, und der Bürgermeister trat zurück.&lt;br /&gt;Die täglichen administrativen Dienste an die Bevölkerung, dem aufrichtigen Pflichtbewusstsein der kommunalen Angestellten sei Dank, gingen aber reibungslos weiter. &lt;br /&gt;Die Bürgerschaftsmitglieder, ein bunter zusammengeworfener Haufen Gehirnamputierter aus 1000 und einer Partei, diskutierten wie konspirative Anarchisten fortan tagtäglich bis tief in die Nacht über eventuelle Notmaßnahmen. &lt;br /&gt;Über alle möglichen und unmöglichen bequemen Zeitallianzen, um sich die Behaglichkeiten einer weiteren Mitgliedschaft in der Bürgerschaft zu sichern, kämpften die mitein- und gegeneinander, fast bis aufs Messer.&lt;br /&gt;Um ihren schamlosen verantwortungslosen Umgang mit öffentlichen Geldern weiter treiben zu können, tagten die, bis ihre leeren Köpfe qualmten.&lt;br /&gt;Es nützte Gott sei es gedankt alles nichts, denn es war schon seit langem zu spät, der Pleitegeier hatte seiner Bankrotteier gelegt und ließ sich nicht mehr wegscheuchen und außerdem, war die kommunale Kasse so oder so leer.&lt;br /&gt;Wo kein Geld zu verwalten ist also, kann auch, weil es nichts zu verwalten gibt, nicht verwaltet werden, daher braucht man auch keine Verwaltung mehr.&lt;br /&gt;Als die per Verfassung festgelegte Frist, um einen neuen Mann zu finden, der verwalten sollte, was nicht mehr in der kommunalen Kasse zu finden war, nämlich Penunzen, verstrichen war, löste sich die Bande der Geldanarchisten auf, und aus Rom kam ein Kommissariatsverwalter. &lt;br /&gt;Man weiß bis heute nicht so genau, was der höher Verwalter aus Rom in Codroipo bei Udine verwalten sollte, er war aber nun mal da, und etwas verwalten musste ja der Onkel, sonst wäre er doch kein Verwalter gewesen, nicht wahr? &lt;br /&gt;Er kam also, er sah sich um und fing an zu verwalten.&lt;br /&gt;Als erstes Opfer der verwaltenden Sparmaßnahme des hohen Verwalters bewies der hohe Verwalter aus Rom kühne Intelligenz und eiskalten Verstand, um wenigstens ein paar nicht existierende Lire retten zu können &lt;br /&gt;Anstatt den Emigrantengranitklotz an den nächstbesten bietenden Steinmetz zu verkaufen und somit wenigsten etwas Bares für die leeren Kassen des Dorfes zu ergattern, fiel der Zuschuss der Kommune für das jährliche Schutzpatronfest des Dorfes unter seinem roten Filzstift als Erstes weg. &lt;br /&gt;So, das war seine erste Amtshandlung.&lt;br /&gt;Kraft seines Amtes machten seine drakonischen Sparmaßnahmen noch nicht mal vor unserem Heiligen Simon halt. &lt;br /&gt;Seitdem tanzte der Heilige alte Simon an seinem Namenstag nur noch im Regen. Er war sowieso ziemlich verwirrt über die Tatsache, dass man ihm damals ein kleines Bauerdorf anvertraut hatte und er nun auf eine Stadt voll von Dorftrotteln bei gleich bleibendem jährlichen Tribut aufzupassen hatte und deswegen ziemlich sauer auf seinen Boss sein musste.&lt;br /&gt;Seine Schützlinge hatten kein bajuwarisches Bier und kein Tanzzelt mehr und keiner von denen, gerade weil Bankrotteure kein Wortrecht haben, muckste auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Scheißdorf, das kein Dorf mehr ist, wird auch immer seltener geheiratet, dem ungeachtet, oder gerade deswegen, ist das Dorf in meinen Augen das größte Puff in ganz Friaul geworden. &lt;br /&gt;In Puff- und in Nuttenbeurteilung bin ich als Seemann Weltmeister, daher weiß ich, wovon ich rede, denn ich erkenne eine Nutte, sobald ich eine sehe. &lt;br /&gt;Ich rieche einen Puff meilenweit gegen den Wind, und sobald ich in der Nähe bin, weiß ich, mit was für einem Puff ich es zu tun habe, und Codroipo in Friaul ist ein Scheißpuff. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meiner Jungendzeit hier im Dorf war ein Mann ein Mann.&lt;br /&gt;Arschlecker und Arschkriecher gab es damals auch, aber nicht so viele. Faule Säcke gab es damals auch, aber nur ein paar, wirklich nur ein paar.&lt;br /&gt;Heutzutage ist das ganze verdammte Dorf eine riesengroße Kloake aus zynischen persönlichen Interessen, aus geistiger Prostitution, aus Servilismus und aasigen Lakaien geworden. &lt;br /&gt;In dieser Gegend, während es viele Männer hinzieht zu den albanischen oder brasilianischen Nutten und Zwitterbanden, die ihre Geschäftsstellen längst des Tagliamento-Flusses hinter den Büschen im Flussbett oder am Straßenrand aufgemacht haben, während manch andere zu den besseren Puffs in Jugoslawien fahren und sich die Pest am Arsch holen und viele Weiber im Dorf sich anderswie helfen, wächst im Dorf eine ratlose Jugend heran, die sich nur an den Beispielen, die sie vor Augen hat, orientieren kann und das wiederum, verspricht nichts Gutes.&lt;br /&gt;Wahrheitsgemäß muss man aber auch sagen, dass sich seit einiger Zeit, so wie man hört, einigen Jugendgruppen zusammengetan haben, um die alten Traditionen des Dorfes wieder aufleben zu lassen und es sieht so aus, dass der Pleitegeier auf dem Rathausdach seine Koffer zu packen gedenkt.&lt;br /&gt;Time will tell.&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;Mit meinem Dorf, das nur noch dienstags wieder zu erscheinen vermochte, war ich aber trotzdem innerlich fertig. &lt;br /&gt;Aus meinen Jugendfreunden war ein Haufen resignierter alter Säcke oder geldgieriger Kleinkramhändler geworden.&lt;br /&gt;Die paar Tage, die ich noch im Dorf blieb, verbrachte ich fast nur noch zu Hause und ließ alle links liegen.&lt;br /&gt;Mit der Runde der Tocai Freunde traf ich mich auch nur noch ein- oder zweimal, mehr nicht, denn letztendlich waren wir zu verschieden, zu anders geworden, zu weit voneinander entfernt, uns verband die Erinnerung an das verschwundene Dorf, mehr nicht.   &lt;br /&gt;Von all den anderen blieb ich fern, denn hier so wie in Bremen bekomme ich in Gesellschaft solcher Bazillen immer die Krätze und das mag ich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Köchin in Komárno hatte ich Gemüsesamen und Gewürze aus dem Friaul versprochen, die besorgte ich mir an dem Dienstag vor meiner Abreise auf dem wöchentlichen Freimarkt und ein paar Tüten mit Blumensamen nahm ich ihr auch mit.&lt;br /&gt;Am Tag vor meiner Abfahrt traf ich auf dem Markt auch ein paar alte Bauern von damals, die ich schon lange tot geglaubt hatte. &lt;br /&gt;Es war mir eine wahre Freude, diese alten Menschen mit dem markanten, wie aus Granitfelsen gemeißelten Gesicht und dem festen wohlmeinenden Händedruck, wie ihn damals die Menschen hatten, zu einem Glas Tocai einzuladen und als sie dann langsam nach Hause gingen, kam es mir so vor, dass mit denen gemeinsam auch das Dorf wieder verschwand.&lt;br /&gt;Zu Hause war alles bestens, meine Eltern genossen immer noch beste Gesundheit, den paar Leuten, die mir im Dorf noch etwas bedeuteten, ging es auch nicht schlecht. &lt;br /&gt;Hoch lebe das Dorf also. &lt;br /&gt;Frühmorgens am nächsten Tag am Bahnhof, zwischen all den Studenten, die nach Udine zu Schule fuhren, saß ich alter Sack mit meiner Reisetasche in der Hand, mit den Gewürzen, den Blumen und Gemüsesamen für die Köchin, dem Grappa-Schnaps für den morgendlichen Kaffee bei mir im Büro mit Jan, mit dem Käse und der Salami, den warmen Wollsocken und dem Pullover, den Mutter mir vorsorglich eingepackt hatte, als der Zug ankam, da hätte ich fast lauthals lachen müssen. &lt;br /&gt;Da kam ich mir wirklich wie ein alter Emigrant vor, der schweren Herzens zu dem kalten und fremden Norden zieht, um für sich und seine Familie eine bessere Zukunft zu gestalten. &lt;br /&gt;Da grinste ich aber nur und im Stillen wünschte ich den großkotzigen Schweinehunden, die das Dorf zerstört hatten, den Dünnschiss an den Hals. &lt;br /&gt;Als der Zug sich in Bewegung setzte, wurde ich auf einmal fast schlagartig in Gedanken wieder auf die Werft bei meinem Schiff an Bord katapultiert. &lt;br /&gt;Das Dorf, das kein Dorf mehr sein konnte, weil es auf dem Papier eine Stadt geworden war und keine Dorfkirche, sondern auf einmal eine Kathedrale vorweisen konnte, verschwand langsam hinter mir in die Ferne.&lt;br /&gt;Es würde fortan nur noch in meinen Erinnerungen gegenwärtig bleiben, denn ich war damit endgültig innerlich fertig, ich hatte mich davon nach so vielen Jahren endlich voll abnabeln können, das Dorf und meine Heimat würden fortan nur noch in meinen Erinnerungen weiter leben, wo es keinen Platz für Volkszuhälter, Kleinkramhändler und Dorfdeppen gab, und das war‘s eben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-6684941173480293026?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/6684941173480293026/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' 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Du denn das?“&lt;br /&gt;„Wir haben dort eine Waschmaschine, Mutter.“&lt;br /&gt;„Geh morgen zu Frisör.“&lt;br /&gt;„Mach ich, Mutter.“&lt;br /&gt;„Mutter, ich hab Hunger.“&lt;br /&gt;„Nudeln, wie immer.“&lt;br /&gt;„Ja, bitte.“&lt;br /&gt;„Du und deine Spaghetti! Soll ich dir auch ein Kotelett machen?“&lt;br /&gt;„Nein, danke, die Spagetti werden mir reichen.“&lt;br /&gt;Damit war der Begrüßungsritus zwischen mir und meiner Mutter beendet.&lt;br /&gt;Mit Vater war es einfacher. &lt;br /&gt;Er würde ein knappes „Alles klar, Junge?“ von sich hören lassen, ich würde mit einem „Ja, Vater, alles bestens“ antworten, und die Begrüßungszeremonie zwischen mir und meinen Eltern war gelaufen.&lt;br /&gt;Nach dem Abendbrot würde sie beide die Wettervorhersage im Fernsehen ansehen, danach die Nachrichten und der Tag war für die beiden praktisch somit zu Ende.&lt;br /&gt;Mutter würde sich danach in die Küche setzen und irgendetwas lesen, Vater würde Besitz von der Fernbedienung des Flimmerkastens nehmen und im Fünf-Sekunden-Takt von Kanal zu Kanal springen. Erst nach dem abendlichen TV-Marathon durch alle Kanäle und erst recht nach dem allabendlichen Satz „Nur Schrott, es gibt nur noch Schrott im Fernsehen“ setzte er sich zu Mutter an den Tisch.&lt;br /&gt;Mutter würde dann Tee zubereiten, und das allabendliche Ritual konnte beginnen.&lt;br /&gt;Zuerst würde das Wetter des Tages durchgesprochen werden, danach das des ankommenden Tages, wobei je nach Jahreszeit auch die Möglichkeit einer Fahrradtour durch die Botanik der Umgebung für den nächsten Tag in Erwägung gezogen würde, etwas später je nach Lust und Laune würden die beiden Karten spielen oder bis es Zeit war schlafen zu gehen, einfach da sitzen und leise über irgendetwas reden.   &lt;br /&gt;Es war jeden Abend so, und mir tat es gut, den beiden Achtzigjährigen zuzuhören, einfach da zu sitzen und nichts sagen, einfach nur zuzuhören.&lt;br /&gt;Das waren wertvolle Momente, denn es war mir vollkommen klar, dass der Tag nicht mehr fern sein könnte, an dem ich eines Tages zu Hause anrufen würde und einer von den beiden - oder beide - nicht mehr da sein würden.&lt;br /&gt;So kam es auch, Vater starb ein Jahr später, ich erfuhr es aber erst einige Wochen danach.&lt;br /&gt;Zu jener Zeit war ich auf der Donau unterwegs nach Konstanz mit dem letzten Schiff der Weserklasse, das gebaut wurde.&lt;br /&gt;Nun sitzt Mutter immer noch abends in der Küche, liest ihre Kirchenzeitschrift und wartet darauf, eines Tages wieder bei ihm zu sein.    &lt;br /&gt;Das Dorf, das kein Dorf mehr war, sondern auf dem Papier eine Stadt geworden war, gefiel mir seit langem schon nicht mehr. &lt;br /&gt;Mich kotzte die überhebliche Art und Weise an, wie sich die Menschen neuerdings benahmen, denn der Satz, der besagt, dass wenn es dem Esel zu gut geht, der sich aufs Eis begibt, schien hier bei vielen der Dorfbewohner seine endgültige Bestätigung gefunden zu haben.&lt;br /&gt;Mehr als Überheblichkeit, beim genauen Hinschauen dämmerte es mir langsam, dass sich hier eine gewaltige Portion Misstrauen unter den Einwohnern eingenistet hatte. &lt;br /&gt;Kein Schwein schien dem anderen zu trauen und die meistens von denen, auch die, die sich schon seit einigen Ewigkeiten kannten und zusammen aufgewachsen waren, betrachteten sich fast mit Argwohn und trauten sich gegenseitig nicht mehr über den Weg.&lt;br /&gt;In meiner sehr empfindlichen Nase stank das Ganze nach neureicher Kacke, nach verschimmelten Gehirnmassen, nach allem, was Menschen zu Leisetretern und Intriganten macht, bloß nicht mehr nach dem aufrichtigen Bauerdorf, das ich, seit meine Kindheit kannte.&lt;br /&gt;Nicht nur die Zeiten, auch die Menschen hatten sich verändert, negativ verändert, und der freundliche ehrliche Umgang untereinander war aus dem Dorf verschwunden. &lt;br /&gt;Mir schien sogar, dass das Dorf selber verschwunden war. &lt;br /&gt;Es lag Eifersucht in der Luft, die Leute an den Theken der 25 oder 26 Osterias, Pizzerias und Bars, die das Dorf aufweisen konnte, waren misstrauisch geworden. &lt;br /&gt;Sogar der Umgang zwischen alten Bekannten und Schulfreunden war distanziert und für mich als „Fremder“ fast unzugänglich geworden und nur auf ein paar nichtssagende Belanglosigkeiten beschränkt.   &lt;br /&gt;Es gab für mich nur noch eine kleine Handvoll Männer, mit denen es sich noch zu reden lohnte, es waren aber nur ein paar, es waren ehemalige Schulfreunde von mir und einige Hinzugereiste, allesamt dem Weißwein und dem fetten Essen wegen Leberzirrhose- oder Herzinfarktkandidaten und Frühtodanwärter.  &lt;br /&gt;Mit denen kam ich gut klar, auf unseren Mittagstouren durch die Osterias tranken wir gerne ein paar Schoppen Tocai zusammen. &lt;br /&gt;Das Problem war, dass es zu viele Osterias gab und alle hatten gute Weine vorzuweisen und wir alle wussten das ohne Weiteres zu würdigen. &lt;br /&gt;Gegen 14 Uhr dann war meistens Schluss mit lustig, denn wir alle hatten das Mittagessen verpasst und jeder in Form von nörgelten Ehefrauen oder Müttern hatte da nun ein Problem. &lt;br /&gt;Dies aber konnte uns natürlich nicht am Tag danach abhalten, das gesamte Prozedere wie am Tag zuvor wieder zu inszenieren.&lt;br /&gt;Wir waren Dorfgespräch, die Bigotten und Besserwisser des Dorfes mieden uns, ihre großmütige Einbildungskraft verbat denen, sich mit uns zu unterhalten.&lt;br /&gt;Wir waren die Außenseiter des Dorfes und ihrer nicht würdig.    &lt;br /&gt;Normalerweise für mich war ab 14 Uhr meistens Feierabend, denn für den Rest des Tages blieb ich zu Hause, selten, sehr selten war ich in all den Zeiten, in denen ich im Dorf war, abends ausgegangen, und wenn meistens im Sommer, um Eis für mich und meine Eltern zu besorgen. Ansonsten war für mich tagtäglich kurz nach dem Mittag immer Sabbat und ich blieb zu Hause.&lt;br /&gt;Die Dienstage waren meine Lieblingstage im Dorf, immer wenn ich konnte, hatte ich meine Abreise nie an einem Dienstag angetreten, denn dienstags war Freimarkttag und an dem Tag erschien das verschwundene Dorf, das ich so sehr vermisste, immer wieder aufs Neue.  &lt;br /&gt;Damals als ich noch ein Kind war, gab es auch einen Tiermarkt, da gab es Kühe und Pferde, Esel und Maulesel und jede Menge Federviecher.&lt;br /&gt;Nach dem Krieg bis weit in die fünfziger Jahre war der Tiermarkt sehr bekannt und gut besucht, so gut, dass das Dorf sogar als das Eseldorf in der gesamten Region bekannt wurde.&lt;br /&gt;Aus der Umgebung kamen Bäuerinnen und boten ihren Überschuss an Frischgemüse an, mit dem verdienten Geld kauften sie dann Klamotten für ihre Kinder oder Stoff, aus dem sie Kleider nähten, und alle waren fröhlicher, ehrlicher und ausgelassener im Umgang miteinander.&lt;br /&gt;Zu Mittag dann trafen sich die Erwachsenen in den Osterias zum Mittagessen, da gab es Hühnersuppe oder Trippa, deftige gesunde friaulische Hausmannskost und hausgemachten Wein mit frisch gebackenem Brot mit Käse oder Salami, wobei auch das Stockfischgulasch mit Polenta nicht fehlen durfte. &lt;br /&gt;Das war gutes einfaches gesundes Essen, das kein Sodbrennen oder eine Leberzirrhose mit sich brachte, am allerschlimmsten einen Herzinfarkt oder ein Hirnschlag, des fetten Essens wegen, sonst nichts.&lt;br /&gt;Na ja, Leberzirrhosen und hohe Cholesterinwerte gab es damals auch, man kannte aber diese modernen Begriffe nicht, die Menschen damals waren aber viel, viel gesünder als die heutigen hochempfindlichen Mimosen. &lt;br /&gt;Heute isst man Industriekost und trinkt Industriewein dazu. Fast jeder hat Sodbrennen oder ne Leberzirrhose oder sonst noch was am Hals und zu hohe Cholesterinwerte mit drohendem Herzinfarkt oder Gehirnschlag als Beilage am Arsch.   &lt;br /&gt;Der Tiermarkt ist seit langem schon abgeschafft worden, nur der Rest des Marktes mit seinen fliegenden Händlern war geblieben. &lt;br /&gt;An jedem Dienstag verwandelt sich das Dorf vom Bahnhof bis zum Kindergarten (und das sind gut und gern um die 1000 Meter) in einen ausgedehnten Supermarkt, wo alles zu kaufen gibt.&lt;br /&gt;Da gibt‘s einfach alles: vom „frischen“ Rotbarschfisch aus Island am Fischstand am Bahnhof bis zum Käse aus Holland an den Käsestanden bei dem Kindergarten. &lt;br /&gt;Dazwischen wühlen sich die Menschen hindurch, und das verschwundene Dorf lebt dann wieder auf. &lt;br /&gt;Fast jeder kauft etwas und jeder kennt auf einmal wieder jeden, vieles ist billiger als anderswo und besonders die Hausfrauen aus den umliegenden Dörfern erledigen dort ihre Wochengroßeinkäufe. &lt;br /&gt;Die Kneipen sind dann brechendvoll, und alle lachen und freuen sich des Lebens, gegen 14 Uhr dann ist wie auf Kommando alles vorbei, die Menschen verschwinden aus der Piazza und aus den Kneipen und nur die üblichen bleiben über. &lt;br /&gt;Die Straßenfeger fangen dann mit der Arbeit an, und es kommt mir immer wieder so vor, dass sie mit jedem Besenschlag die fröhliche Zugehörigkeit, das freundliche Zusammensein, das die Menschen in der Vormittagszeit zusammen geschmiedet hatte, wegfegen würden und das Dorf wieder verschwinden ließen. &lt;br /&gt;Nach dem fegen blieb dann, das kleinkarierte zynische armselige Etwas, zurück, das niemals mein Dorf war, das nun auf dem Papier eine Stadt geworden ist, sogar die Dorfkirche ist keine Kirche mehr, denn Kirchen, die gibt es nur in Bauerdörfern, in einer Stadt gibt es Kathedralen. &lt;br /&gt;Das hatten die nämlich auch gemacht, auch die Kirche wurde emanzipiert und ganz auf die Schnelle kurzerhand zur Kathedrale hochgekürt.   &lt;br /&gt;Beim näheren Betrachten der Straßenfeger wurde mir niemals klar, wer da wen führte - war es der Straßenfeger, der den Besen hielt und das Sagen hatte, oder war es doch der Besen, der den Straßenfeger aufrecht hielt und gleichzeitig die Straße vom Bahnhof bis zum Kindergarten - die Piazza Garibaldi inbegriffen, von all dem guten alten Traditionen und  Folklore leer fegte? &lt;br /&gt;Who cares? &lt;br /&gt;Am Ende, bis zum nächsten Dienstag, blieb nur noch das lethargische bissige Dorf übrig, nur das Dorf, das kein Dorf mehr ist, sondern auf dem Papier eine Stadt geworden war, und die Menschen auf den Straßen grüßten sich und kannten fast nicht mehr.&lt;br /&gt;Nur wir, die Mittagsbande des Tocai oder des Merlot mit Salami und Grana-Padano-Käse oder fingerdicke Mortadellascheiben auf Tomatensoße als bescheidene Beilage, hielten von da an die Stellung und schienen bis zum nächsten Dienstagmorgen die einzigen Lebendigen in einem Haufen von Stadtzombies zu sein.&lt;br /&gt;Auch diesmal hatte sich im Dorf nichts wesentlich verändert, alles war wie die sechs Monate davor geblieben und wie in den anderen sechs Monaten noch davor und wie in all den anderen Jahren noch davor, alles war das Gleiche geblieben.&lt;br /&gt;Es gab ja hier und dort ein paar Veränderungen, die waren aber alle negativ und haarsträubend.&lt;br /&gt;Die Rentnerzahl, besonders die Rentnerzahl aus dem Frührentnerkreis der staatlichen Angestellten, war schamlos gestiegen.&lt;br /&gt;Schamlos, weil viele der ehemaligen Staatsdiener, wenn auch in Rente, aufgrund ihrer Seilschaften gut bezahlte Stellen nahmen und viele junge Leute, die mehrere und bessere Qualifikationen vorweisen konnten, einfach an die Wand drückten und arbeitslos machten.&lt;br /&gt;Eine Unterwäschefabrik war Pleite gegangen, die Belegschaft, meistens Frauen, hatte seit Monaten kein Geld mehr gesehen und auch auf dem Dach des Rathauses hatte der Pleitegeier seit Jahren schon sein ständiges Domizil gefunden, der großen Arbeitslosigkeit wegen, aber auch, weil fast kein Schwein mehr, geholfen so wie man so hörte, von willigen ehemaligen Staatsdienern seine rechtmäßigen Steuern zahlte.&lt;br /&gt;Das Dorf, das kein Dorf mehr ist, sonder auf dem Papier eine Stadt geworden war, lebte fast nur noch vom Kleinhandel, von handwerklichen Betrieben aller Art, aber meistens auf Pump und gerade in dieser Hinsicht schienen die alle Weltmeister zu sein.  &lt;br /&gt;Manche mittelständischen Betriebe wurden seiner Zeit subventioniert und alle machten kurz darauf Pleite, als die Subventionen aufgebracht worden waren.  &lt;br /&gt;Was zurück blieb, waren noch mehr Arbeitslose und leere, nach dem letzten Schrei der modernen architektonischen Baukunst gebaute Schuppen, kommunale und regionale Kassen, immer fetter werdende Lokalpolitiker und Schlawiner aller Art, und eine immer größer werdende Arbeitslosenzahl.  &lt;br /&gt;Deppen gibt es nicht nur in Bremen, nein, Deppen in Hülle und Fülle gibt es auch in Ostfriesland, die ganze Welt ist voll von Deppen. &lt;br /&gt;Die werden sogar immer mehr, immer frecher, immer unverschämter, immer impertinenter und größenwahnsinniger. &lt;br /&gt;Folglich gibt es Deppen überall, Deppen gibt es dementsprechend auch in Codroipo bei Udine im Friaul also. &lt;br /&gt;Das Dorf, das kein Dorf mehr ist, sondern auf dem Papier eine Stadt geworden war und keine Kirche mehr, sondern eine stolze Kathedrale, so eine in der Art von einer Mini Westminster aufweisen konnte, war keine Ausnahme, es hatte auch seine Dorfdeppen, und leider, wie sich herausstellte, gar nicht mal so wenige.&lt;br /&gt;Einer dieser Dorftrottel kam eines Tages auf die Idee, dass Codroipo als Stadt eigentlich ein Monument brauchte.&lt;br /&gt;Nennenswerte Helden gab es im Dorf nicht, wie denn auch?&lt;br /&gt;Es gab nur normale Sterbliche, die jeden Tag ihre Heldentaten verbrachten, indem sie ihr Leben zu meistern versuchten. &lt;br /&gt;Sie brauchen aber kein Monument, denn dafür gibt es ja bekanntermaßen Friedhöfe und dort hätten sie alle irgendwann ihre ganz persönlichen Monumente bekommen. &lt;br /&gt;Große Dichter und Denker konnte das Dorf auch nicht aufweisen, keine jedenfalls, die ein Monument verdient hätten und wenn doch, eben dann höchstens auf dem Friedhof. &lt;br /&gt;Das Dorf brauchte aber als neu gekürte Stadt ein Monument, und das war sein Dilemma. &lt;br /&gt;Aber für wen? Wer zum Teufel sollte da mit einem Monument verewigt und veredelt werden?  &lt;br /&gt;Da gab es zwar hier und dort einige Gedenktafeln und bei den Nonnen im Kindergarten ein Monument, das an die Toten des Zweiten Weltkriegs erinnerte, aber kein richtiges modernes Monument und das war, dem einen Dorfdeppen folgend, nicht ausreichend und für die neu erkorene Stadt nicht repräsentativ genug.&lt;br /&gt;„Franco, man will dir ein Monument bauen“, so wurde ich eines Tages kurz vor Mittag empfangen, als ich einen der jovialen Kumpanen der Tocai-Runde auf der Straße traf.  &lt;br /&gt;Zur Vertiefung und Erläuterung seiner Aussage gingen wir gleich in die nächste Osteria, wo wir noch ein paar Freunde aus der Tocai-Runde trafen, die, bis unsere tägliche Tocai-Frühschoppenschlacht richtig beginnen würde, schon kräftig am Üben waren.&lt;br /&gt;„Man will den Emigranten ein Monument errichten“, erklärte mir mein Freund aus der Tocai-Runde, „und da du ein Emigrant bist, will man dir infolgedessen ein Monument machen“, fügte er noch grinsend hinzu.&lt;br /&gt;Zuerst nippte ich an einem der Weingläser, das man uns, als wir an der Theke standen, vor die Nase gesetzt hatte, und prostete allen zu.&lt;br /&gt;„Ich dachte, dass all die Dorfdeppen gezählt worden waren, habt ihr jemanden vergessen?“, fragte ich in die Runde.&lt;br /&gt;„Das Problem ist, dass jeden Tag neue hinzukommen, wir können fast gar nicht mehr mitzählen und der da, der muss uns entgangen sein.“&lt;br /&gt;„Errare humanum est“, dozierte gleich der Hochschuldozent in Pension los, der ein fester Bestandteil unserer Runde war.&lt;br /&gt;„So was kann passieren, Franco, mach uns bitte keinen Vorwurf deshalb, wir versprechen dir, dass wir in Zukunft besser aufpassen werden. Das Ding mit dem Monument ist aber wahr, man will euch Emigranten als Dank, dass ihr in die Fremde verschwunden seid, ein Monument errichten“, echote ein anderer von achtern.&lt;br /&gt;„Die haben schon in der Bürgerschaft darüber gesprochen“, erklärte ein anderer.&lt;br /&gt;„Da wird nichts draus, so dämlich können die doch nicht sein und außerdem, von wo soll das Geld kommen? So viel mir bekannt ist, ist die Kommune pleite“, sagte ich, und als unsere Gläser leer waren, bestellte ich eine neue Runde.  &lt;br /&gt;„Sei da bloß nicht so sicher, Franco, denen ist alles zuzutrauen“, belehrte mich der pensionierte TH-Professor, dessen Abneigung gegenüber allen Politikastern dieser Welt, außer Marx und Lenin, Rosa Luxemburg und Mao, uns allen bestens bekannt war.   &lt;br /&gt;Von dem Tag an, wo das Monument zur Sprache kam und auf Wochen hinaus, spaltete das Dorf sich in zwei Hälften. &lt;br /&gt;Auf einer Seite reihten sich hinten dem einen Oberdorftrottel alle seine Gleichgesinnten, und das waren viele. &lt;br /&gt;Auf der anderen Seite waren alle, die noch alle Tassen im Schrank hatten, und die waren leider in einer Stadt von gerade ein paar tausend Menschen zu wenig.&lt;br /&gt;vf&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-1582982237475499690?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/1582982237475499690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=1582982237475499690' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1582982237475499690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1582982237475499690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/07/quadruvium.html' title='QUADRUVIUM'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-5618472335647244370</id><published>2009-06-01T14:24:00.000-07:00</published><updated>2009-06-01T14:26:59.766-07:00</updated><title type='text'>DIE SCHULD DER UNSCHULDIGEN</title><content type='html'>IN DUBIO PRO REO?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schuldig oder nicht schuldig und wenn schuldig, wie schuldig ist schuldig?&lt;br /&gt;Der Fall der MS Coral Sea, wo in Griechenland bei einer Routinedurchsuchung Drogen an Bord gefunden worden waren und der Kapitän, der Erste Offizier und der Bootsmann des Schiffs verhaftet und erst fast zwei Jahre später aus der Untersuchungshaft entlassen worden waren, zwingt uns über diese Frage nachzudenken und obendrein,  darüber zu sprechen. &lt;br /&gt;Gerade in Fällen, bei denen Drogen an Bord im Spiel sind, hat einer es leider immer sehr schwer, seine Unschuld zu beweisen. &lt;br /&gt;Im Grunde genommen man ist an Bord immer der Dumme, daher stellt sich wieder die Frage, wie schuldig eigentlich die Unschuldigen sind.&lt;br /&gt;Der Fall der MS Coral Sea bringt dieses immer wiederkehrende Dilemma der Seefahrt aufs Neue auf die Tagesordnung und alle Propheten der Seefahrt, insbesondere die der Gewerkschaften und die des VDR, stehen Schlange, um ihre Meinung unisono zu verkünden und die lautet: nicht schuldig.&lt;br /&gt;Inwiefern nicht schuldig? Bessere wäre zu sagen: „in dubio pro reo“, denn so lange die Schuld der einen oder der anderen nicht bewiesen worden ist, ist man, wenn auch noch unschuldig, zumindest verdächtig, schuldig zu sein. &lt;br /&gt;Insbesondere dann, wenn Geld, viel bares Geld, im Spiel ist, liegt es nah, jeden der Beteiligten als schuldig zu betrachten und nicht pauschalisierend die ermittelnden Behörden, Drogen- und Zollfahnder zugleich, als irrational und abwegig abzustempeln, oder wie war das noch?&lt;br /&gt;Sind wir denn tatsächlich so weit, dass man nun, nachdem die Gewerkschaften samt der Seemannsmissionen der Welt, es sang- und klanglos zugelassen und tatenlos zugesehen haben, wie die Reedereien die Seefahrt hierzulande ruiniert haben, nun auch noch sang und klanglos  wie immer, es einfach zulassen, dass manche Amigos hier zu Lande, nun auch noch die ermittelnden Behörden und internationalen Drogenfahnders, als irrational abstempeln?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was war da mit der „Hebel Spirit“, dem Tanker, der irgendwo längs der südkoreanischen Küste von einem Schleppzug gerammt und leckgeschlagen worden war?&lt;br /&gt;Wo war da die Brückenwache an Bord der Tanker, zum Beispiel?&lt;br /&gt;Ein Schiff, wenn am Anker, auch einen großen Tanker, kann man auch, „fast“ wie auf dem Teller drehen, nicht wahr?&lt;br /&gt;Eine Hauptmaschine, wenn sie, wie es sein sollte, ordnungsgemäß und vorschriftsmäßig auf Stand-by gehalten wird, kann in wenigen Sekunden gestartet werden, sodass ein Ausweichmanöver eingeleitet werden kann, oder wie war das noch, verdammt noch mal!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Fällen wie Drogenschmuggel oder blinden Passagieren an Bord ist es verdammt schwer, die Schuld oder die Unschuld einiger Besatzungsmitglieder festzustellen.&lt;br /&gt;Denn jeder ist käuflich und alle haben, wenn es um Geld geht, eine Schmerzensgrenze, die mit dem nötigen Kleingeld schnell gefunden und quacksalbert werden kann. &lt;br /&gt;Dies gilt sowohl für Kapitäne als auch für seine Offiziere, bis unten, zum allerletzten Tellerwäscher an Bord.&lt;br /&gt;Es ist jedoch tragisch, ansehen zu müssen, wenn Schiffoffiziere von den ermittelnden Behörden, die im Grunde genommen im Rahmen der gesetzlichen festgelegten Normen nur ihre Pflicht ausführen, wie Verbrecher behandelt werden. &lt;br /&gt;Dies zeigt nur, wie gefährdet der Beruf des Seemanns wirklich ist. &lt;br /&gt;Solche Justizexzesse nützen keinem Menschen, weder Justitia noch dem Staat, der sie anwenden muss. In solchen Fällen scheint ein sicherer Hausarrest angemessener zu sein, bis die Frage der direkten Schuld oder Unschuld geklärt worden ist oder das Maß einer eventuellen Schuld festliegt und ein eventuelles Urteil rechtskräftig geworden ist.&lt;br /&gt;Es ist nicht genug, dass die Heuer der betroffenen Seeleute auch während der Untersuchungshaft weiter bezahlt werden, internationale Regelungen müssen her, um solchen Fällen absolute Priorität zu geben damit sie in Zukunft schneller bearbeitet werden können.&lt;br /&gt;Vielleicht wäre ein internationales Seegericht hierfür eine Lösung.&lt;br /&gt;Dies wäre eine der vielen sich hier bietenden Möglichkeiten, den zu See fahrenden Menschen einen besseren juristischen Beistand zu leisten und ihn nicht pauschal zu kriminalisieren. &lt;br /&gt;Die IMO-Mitgliedstaaten, die verschiedenen P&amp;I und VDRs sollten sich endlich auf internationaler Basis einigen um ein pauschales Kriminalisieren der Seeleute sowie die Zerstörung deren Existenzen, zu vermeiden. &lt;br /&gt;Problematisch finde ich auch, wie die Presse hier zu Lande mit der Seefahrt im Allgemeinen zu Werke geht und mit welcher unverfrorenen Sorglosigkeit halbe Wahrheiten Spinartig synthetisiert und verdreht werden.&lt;br /&gt;Die Presse hat in der Tat als Ersatz für berufliche Ethik, die bequeme und massenbewegende, emotive Welle dem blinden Servilismus den anschlägigen Seefahrtschlawinern gegenüber zu reiten gewählt, ohne die Probleme rational und fachmännisch zu betrachten und das ist peinlich, fast unerträglich.&lt;br /&gt;Es ist schwer zu sagen, woher diese Pauschaljustiz und dieser Waschweiberjournalismus den Seeleuten gegenüber kommt, der in der Lage ist, die labilen Gehirne der Masse negativ zu beeinflussen und die kriminelle Machenschaften der Amigos der VDR, zu huldigen und verehelichen. &lt;br /&gt;Man kann auch nicht feststellen, wie gefährlich solche journalistischen Computertastatur-Masturbationen wirklich sind, dessen Wirkung aber, sieht man, an dem erbärmlicher desolaten Zustand der Internationale und insbesonders der Deutsche Seefahrt.&lt;br /&gt;Wahrscheinlich ist es nur die Folge von reiner Ignoranz und beruflicher Zwiespalt und Entfremdung, oder der drang zu Lakaientum der Beteiligten „Newsgauklers“, dass solche blasphemische und unethische benehmen mit sich bringt, schlimm wäre es, wenn das angeboren ist..&lt;br /&gt;Time will Tell.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Musik ändert sich auch nicht, wenn wir das Verhalten mancher hochpatentierten „Gondolieri“ bei schwerwiegenden Havarien oder Schiffskatastrophen mit menschlichen Opfern und schwerer Umweltverschmutzung auf See unter die Lupe nehmen.&lt;br /&gt;Schuldig oder nicht schuldig? Und, wenn ja, inwiefern man an Bord für die heutigen katastrophalen Missstände und Miseren der Seefahrt schuldig oder nicht schuldig ist, das ist schwer zu sagen.&lt;br /&gt;In meinen Augen war der Kapitän des MT Exxon Valdez unschuldig, der des MT Prestige oder der des MT Torry Canyons,  dagegen nicht.&lt;br /&gt;Schuldig ist der Kapitän, der in fremden Gewässern eine Abkürzung ohne Lotsenbeistand nimmt, wie im Fall der Torry Canyon. &lt;br /&gt;Der schneidige Gondoliere knallte mit der Gurke gegen die sieben Schwestern, wie man die Klamotten, bei Lands End an der westliche Südspitze Englands benennt, und indem er das tat wurde aus der Gurke Kleinholz, der wiederum die nette Gefälligkeit prompt erwidert und in null Komma nichts die erste Umweltkatastrophe in der Geschichte der Tankerfahrt verursachte, zum Beispiel.&lt;br /&gt;Schuldig ist der Kapitän der MT Prestige, der wohl wissend, dass sein Schiff reparaturbedürftig und marode war, trotzdem damit weiter zu See fuhr. &lt;br /&gt;Er führ solange, bis eines Tages bei grellem Sonnenschein und spiegelglatter See schlicht und einfach ein Stück vom Schiff in den Bach fiel, und schon war es wieder mal so weit, die Nordspanische Stränden versanken in Öl und keine füllte sich schuldig.&lt;br /&gt;Sie nannten es, Act of God.&lt;br /&gt;Bessere wäre es,  an Act of the Amrican Buro of Shipping, zu nennen.&lt;br /&gt;Schuldig ist der Brummifahrer, der mit seinem Lastwagen losfährt, wohl wissend, dass die Bremsen an seiner Kiste nicht richtig funktionieren oder die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert und gestaut worden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unschuldig ist der Kapitän, der Exon Valdez der beim Manövrieren aus einer engen Bucht in Alaska, ohne Schlepperbeistand, eben weil aus Kostengründen dort keine Schleppboote Stationiert waren, mit sein Schiff auf Grund lief und eine Umweltkatastrophe vom Zaum brach. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;But then again: Warum hat der gute Hochseegondoliere ohne Schlepperbeistand die vollbeladene Exon Valdez in Alaska in kniffligen Gewässern überhaupt bewegt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn so wie der Brummifahrer, der ohne Bremsen, aber wohl wissend der Gefahren und Konsequenzen, trotzdem losdonnert und einen Unfall verursacht, und daher als schuldig in den Knast wandert, hätte es auch der erhabene Gondoliere besser wissen müssen und auf Schleppboote beistand bestehen sollen.&lt;br /&gt;Agieren nach dem Safety-First-Prinzip aber, wenn es dem Reeder oder dem Charterer zu hohe Kosten verursacht, das bedeutet, entlassen zu werden.     &lt;br /&gt;Kann aber das Gespenst eine bevorstehende Entlassung, so einen groben Unfug und die dadurch entstandene, noch nie da gewesene Umweltkatastrophe rechtfertigen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Therefore: Wenn ein Schiffsoffizier an Bord opfer der induzierten fahrlässigen Handlung ist, kann man ihn dann immer noch als unschuldig betrachten, und wenn nein, wie hoch ist die Schuld des Unschuldigen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sind Kapitäne schuldig, die, wie im Fall der Kapitän des MS Zim Mexico im Hafen von Mobile in Alabama zum Beispiel, der, um ein Schiff von über einhundert Meter Länge zu wenden und dabei, um Hafenkosten zu sparen, konträr der Lotsenempfehlung, keinen Schlepper zu Hilfe nahm und während des Wendemanövers beim Bugstrahlruderausfall mit dem Bug des Schiffes einen Kran an der Pier umwirft, (ja, so was gibt es auch), der wiederum einen Mann in den Tod mitriss? Oder liegt die Schuld nur in den Händen des Reeders in Hamburg, der de facto zu sparsamem Umgang mit Reederei- und Chartergeldern mahnt? Oder sind sie alle schuldig?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von kriminellen Handlungen wie Drogen oder Menschenschmuggel abgesehen aber, man darf niemals vergessen, dass technische Havarien auf See, insbesondere die heutigen und gerade in solchem Umfang wie in dieser Zeit,  immer ihren Ursprung an Land und niemals auf See haben.&lt;br /&gt;Ein akkurater und gewissenhafter Brummifahrer aber, der während der Fahrt merkt, dass die Bremsen an seinem TIR nicht funktionieren, der parkt irgendwo, der fährt nicht weiter  und leitet die nötige Reparaturen ein. &lt;br /&gt;Warum fahren dann Schiffsoffiziere weiter, wenn sie merken, dass ihr Schiff  nicht Seetüchtig ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie schuldig sind die Unschuldigen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-5618472335647244370?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' 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wir er eine war, wurden im Laufe der Zeit durch wesentlich billigere Arbeitskräfte aus dem Fernen Osten ersetzt.&lt;br /&gt;Deswegen in der heutigen Zeit sind solche Fachkräfte wie Richy , an Bord deutsche Schiffe sehr rar geworden und der Beruf der Matrosen ist deswegen faktisch, als ausgestorben zu betrachten. &lt;br /&gt;Die Flatulenzen ähnliche Lamentos der VDR und dessen ehrenwerten Amigos, über mangel an qualifizierte Fachkräfte an Bord, obwohl gerade die, die Hauptschuldigen an die gegenwärtige Misere der Deutsche Seefahrt und weit über 100.000 verloren gegangenen Arbeitsplätzen klingen daher, wie die reinste  Blasphemie und Verarschung.&lt;br /&gt;All, dem wirtschaftlichen Schäden für Land und Leute, dass die Personalpolitik der VDR an Bord Deutschen unter Billigflaggen, aber von dem Deutsche Steuerzahler subventionierten, (sprich bezahlte) Schiffen verursacht haben, sind der beste beweis dafür.&lt;br /&gt;Der mangel an qualifizierten Personal on Bord ist die Hauptursache von steigenden Unfälle und Schiffshavarien auf See. &lt;br /&gt;Was P&amp;i Klubs und Versicherungen neulich beklagen, lassen und Düsteres erahnen, denn die nächste Schiffskatastrophe oder einen durch Inkompetenz an Bord, verursachte Supergau auf See, schaut ohne weiters schon um die Ecke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach seiner Ablösung durch Billigpersonal aus dem Fernen osten, war Richy, noch zu jung, um in Rente zu gehen, aber auch schon zu alt um einer vernünftigem Arbeitsplatz, an Land zu bekommen.&lt;br /&gt;Für einen voll ausgebildeten Berufsmatrosen konnte an Land keine Verwendung gefunden werden und wenn ja, höchstens als Tagelöhner, mehr aber auch nicht.&lt;br /&gt;In Hafenbetriebe ist es eventuell anders, aber auch dort, können Matrosen fast nur als Gelegenheitsarbeiter manchmal Arbeit finden, somit ist aber auch hier in diesem Bereich, das Ende der Fahnenstange schon erreicht worden.&lt;br /&gt;Dies führte dazu, dass Richard, wie auch Tausende seiner Kollegen auch, mit gerade einmal 40 Jahren, keine Arbeit oder handfesten Zukunftsperspektiven, mehr hatte.&lt;br /&gt;Er, so wie tausenden deutsche Matrosen und Schiffsoffizieren vor ihm, ging vom Schiff, während die VDR Amigos immer reicher und fetter wurden, direkt in die Arbeitslosigkeit, danach zum Arbeitslosenhilfeempfänger und später bis zum Tode, als Sozialhilfe Empfänger durch Leben.&lt;br /&gt;Man kann sich also nicht wundern wenn Menschen wie er, wenn allein gelassen und auf sich selbst angestellt, und seinem eigenen Schicksal wie lästigem Ballast aus dem Schiff des leben, sozusagen über Bord geworfen , zu Flasche greifen.&lt;br /&gt;Somit hat man nicht nur das Berufswissen einem ganzen Berufsstand das ruhig und ohne Sinn für Allüren, als tragender Säule der Deutsche Industrie betrachtet werden kann, zerstört.&lt;br /&gt;Man hat auch feine aufrichtige Männer, die noch vieles für das Land hätten tun können, einfach verschwändet und in Vergessenheit, gleiten lassen.&lt;br /&gt;Das akademische Wissen der Seefahrtschulen kann auf gar keinem Fall der Beruf des Seemanns zu junge Leute vermitteln oder beibringen, wie denn auch?&lt;br /&gt;Die Hochschulen der Seefahrt können nur technisches Wissen, an angehenden Schiffsoffizieren erfolgreich weiter vermitteln, nur dann, wenn die Studenten es schon in dem praktische Arbeit an Bord erlebt und geübt haben was die verschiedenen Dozenten in den Unterrichtsstunden denen erklären, anderes geht es gar nicht.&lt;br /&gt;Seefahrtschulen sind nicht da um Seeleute auszubilden, sondern Fachleute, zu unterrichten damit sie eines Tages, ihr Mitarbeiters an Bord besser und konsequent, ohne Unnötige gefahren leiten können, mehr nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Laufe seines Lebens bewies Richy nur zu oft, dass er ein zuverlässiger Kamerad war, auf dem man sich jederzeit stützen konnte.&lt;br /&gt;Er war wortkarg, aber nicht mürrisch.   &lt;br /&gt;Er war ruhig und wirkte manchmal distanziert, aber keineswegs gefühls- oder teilnahmslos seinen Mitmenschen gegenüber.&lt;br /&gt;Der Mensch Richard Deutsch war ein ruhiger Mensch, der aufgrund seiner ihm geklaute Zukunft, irgendwann aufgehört hatte, zu hoffen und zu erstreben.&lt;br /&gt;In einer solchen Situation, wo keinen haltenden Händen und keinen Horizonten mehr in Sicht sind, lassen sich Menschen wie Richy gehen und geben auf. &lt;br /&gt;Ihr letzter Zufluchtsort ist dann meistens die Theke, wo sie sogar aus dem Krankenhäuser fluchten, um bei eine allerletzten Glas Bier, fern von all den Heuchlern dieser Welt, in Würde und mit Hochachtendem bedacht, in ruhe sterben zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist egal, wer Richard Deutsch war und es ist ebenfalls, egal wie er war.&lt;br /&gt;Richy war einer von uns und er hat inmitten unter uns einen leeren Raum zurückgelassen, denn er war einer der Besten unter uns.&lt;br /&gt;Ein andere wird seinem Platz in unsere Reihen suchen und finden, daher werden wir, die Glorreichen 13 aus den Katakomben dem erste Etage des Seemannsheims zu Bremen bald wieder vollzählig sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist unbedeutend wer von uns, wer als Nächste ins Graß beißt und geht, denn es wird immer, der Besten von uns gewesen sein und seinem leeren Platz, die er zurück gelassen hat, wird für eine weile noch, wieder sofort besetzt werden. &lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;DIE DREI FREMDEN&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Normalerweise gehen wir sonntags nicht in di Kirche.&lt;br /&gt;Wir, die glorreichen 14 aus der erste Etage des Seemannsheim, schlafen am tag des Herren länger als sonst, denn es ist ja schließlich Sonntag ,und so war ich ziemlich überrascht, als ich an einem Sonntagnachmittag, mich unterwegs  zum Sankt-Petri-Dom befand.&lt;br /&gt;Was ich da genau beabsichtigte, war mir nicht klar, denn den lieben Gott, den kann ich überall finden, dafür brauch ich nicht, in eine Kirche zu gehen, trotzt dem war ich auf dem weg dorthin.&lt;br /&gt;Das Würde des Doms war überwältigend. &lt;br /&gt;Die Stille einfach himmlisch berauschend  und Ehrfurcht und Güte einfliesend, zu gleich.&lt;br /&gt;Ein junger Mann kniete auf eine der Bänke, tief versunken in seinem Gebet, neben ihm eine junge Frau und ein Kind, welche sich gelangweilt in der Gegend umschaute.&lt;br /&gt;Hier und dort saßen auch ein paar ältere Damen und einige Herren.&lt;br /&gt;Es herrschten Ruhe, Demut und friedliche, respektvolle Gelassenheit. &lt;br /&gt;Fast wäre ich mir in so eine friedliche Weltbild wie ein Ruhestörer vorgekommen und wollte nach dem kurzen guttuenden besuch gerade gehen, als ich drei gestalten, die sich langsam im Dom bewegte, meine Aufmerksamkeit erweckten.&lt;br /&gt;Neugierig und unauffällig nährte ich mich dem Trio und folgte ihnen aus sichere Entfernung.&lt;br /&gt;Die drei waren Asiaten und wie di angezogen waren, kamen sie mir vor wie, Seeleute auf Landgang.&lt;br /&gt;Ich war auf alles vorbereitet, denn man hört immer öfter, dass Überfälle, Besonders auf ältere Menschen an der Tagesordnung sind.&lt;br /&gt;Darum war ich bei mir Vorsicht angesagt, denn man kann nicht der Dom, wegen ein paar Diebe, gleich auf dem Kopf stellen, nichts wahr?&lt;br /&gt;Einer von denen sah mich und nährte sich lächelnd, sofort ging ich mental in Kampfstellung und auf alles gefasst, wartete ich gespannt, auf wohl da geschehen wurde.&lt;br /&gt;Nett und freundlich, der junge Mann erklärte mir auf Englisch, dass er von den Philippinen stamme, dass er Seemann war und mit seine freunden auf Entdeckungstour durch Bremen sei.&lt;br /&gt;Das Trio sucht die Kirchenmaus im Dom und fragte mich ob ich wüsste wo sie sei. &lt;br /&gt;Ja, mit vereinigten kräfte, fanden wir die Maus in Dom und währen sie freudestrahlend einige Erinnerungsfotos knipsten, schämte ich mich ein wenig, denn ich hatte mich von ihrem äußerlichen Erscheinung verleiten lassen und sie falsch einzuschätzen, nur weil sie anders waren.&lt;br /&gt;Es waren keine Fremden, es waren Seeleute, wie ich es einmal war und im Grunde genommen, immer noch bin.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-3350187257954402743?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/3350187257954402743/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=3350187257954402743' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/3350187257954402743'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/3350187257954402743'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/05/1mai-2009.html' title='1.MAI 2009'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-8419608955961411534</id><published>2009-04-01T23:07:00.000-07:00</published><updated>2009-04-05T07:45:55.234-07:00</updated><title type='text'>MARITIME KONFERENZ</title><content type='html'>MAß HALTEN&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es hochkommt, so gibt gerade ein paar hundert Menschen auf dieser Welt, die uns, unterstützt von der rosaroten Blindheit der Politikanten, diese Wirtschaftskrise aufgetischt haben.&lt;br /&gt;Die Sümpfe der Hedge-fonds, die dubiosen Geschäfte der credit default swap, der Warentermin Geschäfte, die der Aktien, wurden sogar ahnungslosen Kleinsparern von fragwürdigen Bankberatern und Angestellten, sogar alten Omas und Opas aufgeschwatzt, und haben tiefe Wunden in der Bevölkerung interlassen.&lt;br /&gt;Viele ältere Ehepaare wurden sogar von denselben Banken und Sparkassen, wo sie ein Leben lang treue Kunden waren, um ihr Sterbegeld gebracht, so weit ist man schon.&lt;br /&gt;Es ist nicht nur schlimm, in meinen Augen ist es auch bewusste Irreführung und in vielen Fällen sogar strafbar, besonderes dann, wo bei ganz alten Menschen der gute Herr von der Bank, der, der immer so nett und zuvorkommend gewesen ist, der, der das Vertrauen der Leute missbraucht hat, ihnen durch Vorspielung halber Tatsachen faule Geldanlagen aufgeschwatzt hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hierzu passen die folgenden Seiten „EIN HAUFEN VON VOLLIDIOTEN IST AM WERK“&lt;br /&gt;Aus MSKR N° 5: VON ANDEREN GESCHISTTEN UND EPILOGEN – März 20003&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;… denn das bedeutet aber auch, dass die Demagogie des eigennützigen Denkens schon in den Gehirnen des kleinen Mannsbildes ungezügelt herumläuft.&lt;br /&gt;Das selbstische unterwürfige und meistens blauäugige Denken vernebelt aber das Urteilsvermögen des einfachen Volkes und es verliert somit jeden Horizont, so etwas kann man auch Sybillinische Zentralsteuerung nennen.&lt;br /&gt;Das Tor zu der Degenerierung der wirtschaftlichen Grundlage ist somit weit offen und die fundamentalen Werte der Gesellschaft verkrümmen außerhalb jeglicher menschlicher Vernunft zu den primitivsten Eigennützigkeiten des Denkens und des Handelns.&lt;br /&gt;Denn die Heuschrecken der Menschheit gedeihen nur, wenn die opportunistischen Lakaien gesättigt sind und die naiven Massen mit patriotischen Scheißhausparolen und machiavellischen Onkel Göbbels ähnlichen Einflüsterungen und Versprechungen von schnellem Geld in Schach gehalten und ausgeplündert werden. &lt;br /&gt;Heutzutage aber, gerade weil fast kein Schwein mehr auf Scheißhausparolen hören will, macht man’s, wie die römischen Kaiser es damals taten: Im alten Rom gab es für das Volk jede Menge „Panem et Circenses“, und das Volk war happy. &lt;br /&gt;Hartz Vier und Wetten, dass also!&lt;br /&gt;So kann man auch Gehirne wie am laufenden Band waschen, blank reiben und abstumpfen, wobei dann als logische Folge das Tor zur Wirtschaftsanarchie weit offen und ungeschützt bleibt. &lt;br /&gt;Der Auftakt zur Ausplünderungsorgie an dem Reichtum des Landes kann somit eingeläutet werden, und der Schafferschmaus kann beginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daraufhin verliert das beklaute und betrogene Land an Wohlstand und an Prestige in der Welt und erst dann scheint das hintergangene Volk sich aus ihrer gleichgültigen Lethargie zu lösen, wohlgemerkt aber nur und nur, weil die allgemeine Unsicherheit und das Unwohlsein, Hartz Vier und Wetten, dass zum Trotz, weit über die Schmerzensgrenzen ihrer ausgemergelten Ärsche hinausgewachsen ist, und nur deswegen.&lt;br /&gt;Demgemäß bejammert das Volk und jagt dem geklauten Wohlstand mit jedem ihm zur Verfügung stehenden Mittel nach und wird dabei zunehmend aufgewühlter, gefühlsmäßig irrational und abwegig.&lt;br /&gt;Ganz zum Schluss, so, als ob es in das Land nicht hingehöre, stirbt in so einer Gesellschaft die Demokratie, und die Verfassung verkommt.&lt;br /&gt;Ab dem Moment ist der sehr gefährliche und selbstzerstörerische Weg zum politischen Despotismus somit geebnet und frei. &lt;br /&gt;Denn wenn die so genannten Hohen Herren, die, die da oben irgendwo sitzen, geschützt von maßgeschneiderten Gesetzen und ministerialen Anordnungen, Patriotismus und Vaterlandliebe nur als transitives Mittel zum eigenen politischen Zweck und für die persönlichen wirtschaftspolitischen Interessen einer fragwürdigen so genannten Wirtschaftselite anwenden, dann ist es um das Land geschehen. &lt;br /&gt;Ausländische Investoren wandern aus und kommen nicht mehr zurück, andersrum kommen manche anderen überhaupt nicht.  &lt;br /&gt;Demzufolge steigt die Arbeitslosenzahl und das Land wird immer ärmer und handlungsunfähig. &lt;br /&gt;Zu guter Letzt wandern all diejenigen, und es sind Gottlob sehr viele, die sich nicht in der Rhetorik des politischen Hochmuts von einer Hand voll politischer Chauvinisten und neu gegründeten Parteien fangen lassen wollen, in Scharen aus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Menschen, die solche wirtschafts- und sozialpolitischen Katastrophen verursachen, sind keine Patrioten, sondern gewöhnliche vulgäre Schmarotzer, Zuhälter ihres eignen Landes und ihrer Mitbürger, Geld absahnendes, hochintelligentes akademisches Gesindel, alles, was man will, aber beileibe keine anständigen Bürger.&lt;br /&gt;Das ist der fruchtbare Boden, wo politische Despoten ihre willigen Helfer finden. &lt;br /&gt;Denn heutzutage, sei es nur um des rabiaten Selbstverherrlichungswillens wegen, wenn auch mit anderen Mitteln, heute genau so wie damals zu Onkel Göbbels Zeiten, scheint die Grundlage dieselbe geblieben zu sein, die Ziele der wenigen über die vielen die gleichen, nämlich Macht, diesmal aber die Macht des Geldes, denn die Macht des Geldes ist auch eine Form von Diktatur.  &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Daher spricht die Urdummheit der Vereinsmeierei heute wieder mal Deutsch, sie tut es aber mit der Sprache des „Panem et Circen“ und nicht mit der blindwütigen Verknechtung des eigenen Volkes, durch Gestapo ähnliche Behörden. &lt;br /&gt;Sie tut es mit der markwirtschaftlichen Erpressung anderer Länder und nicht mehr mit fliegenden Bombergeschwadern.&lt;br /&gt;Sie tut es mit der Einschusterung anderer Völker durch wirtschaftspolitische Arroganz, nicht mehr mit Panzerdivisionen.&lt;br /&gt;Sie tut es wieder, nur diesmal sie tut es anders.&lt;br /&gt;Das ist ein Sakrileg, ein infames Anathema angesichts des deutschen Volkes zu seinen Toten, zu seinen Hoffnungen und zu seinen Ängsten, zu seiner Anständigkeit. &lt;br /&gt;Denn eine „Pax-Urdummheit “ würde nur zum totalen politischen Chaos im Lande und in Europa führen. &lt;br /&gt;Europa hat das begriffen und es wendet sich langsam angewidert ab und schaut teilnahmslos zu, denn diese „Pax-Urdummheit“, sei es auf wirtschaftlicher oder politischer Ebene, hat nur noch Suizid zur Hand.&lt;br /&gt;Suizid - oder Wiederkehr zum aufrichtigen Schaffen, dass, das Deutschland der Nachkriegszeit, zu dem Land machte, das heute leider nur noch als Schatten von sich selbst zu betrachten ist, nämlich nicht mehr marktführend ist und Wegweiser des europäischen Denkens und Handelns.&lt;br /&gt;So wie es aussieht aber, hat dieses wirtschaftliche und politische Deutschland der flotten Manager und happy open Cashcounter, dem Beispiel des Verbandes Deutscher Reeder und der Deutschen Seefahrt folgend, Suizid gewählt.&lt;br /&gt;Ein Suizid des Wichtigtuers gewählt.&lt;br /&gt;Einen selbstaufrichtigen Suizid gewählt.&lt;br /&gt;Einen selbstglorifizierenden Suizid gewählt.&lt;br /&gt;Es wird ein sehr langer, sehr schmerzlicher Suizid werden, vor allem aber wird es ein sehr einsames und beängstigendes Sterben sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ENDE&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-8419608955961411534?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/8419608955961411534/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=8419608955961411534' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/8419608955961411534'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/8419608955961411534'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/04/maritime-konferenz.html' title='MARITIME KONFERENZ'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-3520512920162744603</id><published>2009-03-01T16:43:00.000-08:00</published><updated>2009-03-01T16:45:52.759-08:00</updated><title type='text'>DER STURM</title><content type='html'>Aus MSKRP N° 3, DER FALL MS CONDOR ex MS. MARKUS S.&lt;br /&gt;fortsetzung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... Viel zu viele Schiffe sind während solcher Stürme auf See gesunken. &lt;br /&gt;Viele, zu viele feine Männer haben dabei ihr Leben verloren, sind gestorben auf havarierten Schiffen, erfroren im eiskalten Wasser auf See, ertrunken im Sog des sinkenden Schiffes.&lt;br /&gt;Keiner dieser Männer hätte sterben müssen, nicht ein einziger, denn kein Schiff ist zum Sinken gebaut worden. &lt;br /&gt;Stürme kann man in den meisten der Fälle umgehen, und wenn nicht, bieten besonders die Küsten Europas für solch extreme Fälle weiß Gott genügend Landschutzmöglichkeiten, wo Schiffe einen sicheren Ankerplatz finden können.&lt;br /&gt;Es ist immer und nur der Mensch, der sich selbst und andere in Gefahr bringt, sei es aus purer Dummheit oder Unerfahrenheit, aus reiner Fahrlässigkeit oder aus Feigheit vor dem Reeder, der nur aus einem fahrenden Schiff Gewinn für sich selbst und seine Kommanditisten zu Buche schlagen kann.&lt;br /&gt;Die drei Ritter des Todes auf See heißen: Inkompetenz, Betriebsgewohnheit und Missmanagement.&lt;br /&gt;Bei uns an Bord erschienen die drei Ritter des Todes in Gestalt des Steuermannes, des Kapitäns und des Agenten in Holland, und sie setzten sich alle drei gleichzeitig zum Ernten bereit und schauten uns stumm zu. &lt;br /&gt;Der des Inkompetenten: Der Steuermann hatte die Pontons im Zwischendeck des schönen Wetters wegen nicht in Position gebracht, sondern nur notdürftig übereinandergestapelt, und obendrein nicht richtig gelascht.&lt;br /&gt;Der des Unachtsamen: Der Kapitän hatte seinem jungen und unerfahrenen Steuermann nicht über die Schultern geschaut und ihn nicht angewiesen, aufgrund der uns bevorstehenden langen Seereise die Pontons, wie es sich gehörte, auf ihre dazu vorgesehenen Positionen zu setzen.&lt;br /&gt;Der des Missmanagements: Welcher Trottel an Land hat bei einem 70-jährigen Kapitän so einen Grünschnabel von Steuermann zugelassen? &lt;br /&gt;Persönlich, wenn ich überhaupt für diesen Zustand mir einen Vorwurf hätte machen können, so hatte ich eventuell nur einen einzigen Fehler gemacht: Aus lauter Betriebsgewohnheit hatte ich mich auf alles und alle verlassen. &lt;br /&gt;Damals aber war der Markus als Kapitän an Bord, und der hatte seine Augen überall, mit ihm wäre das gewiss nicht passiert, denn er hätte bei so einem Fall den Steuermann in den Hintern getreten und ihn sofort angewiesen, die Pontons auf ihre Plätze zu setzen. &lt;br /&gt;Der Markus war aber nicht da, dafür jedoch waren wir an Bord tief in der Scheiße.&lt;br /&gt;Nachdem wir die Batteriekisten gut gelascht hatten, halb im Liegen, durch- und durchgenässt und halb erfroren, uns gegenseitig helfend, schafften wir es wieder, ohne Verletzungen vom Peildeck runter zu kommen und zurück ins Steuerhaus zu gelangen. &lt;br /&gt;Wir waren nicht nur nass, wir waren nicht nur vor Kälte am Zittern, wir waren auch stinksauer. &lt;br /&gt;Gerd hatte in der Zwischenzeit, wie auch immer, in der Kombüse für uns alle heißen Tee gemacht, und so empfing er uns damit, und das brachte uns sofort mehr oder weniger auf besseres und besonnenes Gedankengut.&lt;br /&gt;Erst nach der zweiten Tasse Tee dachte ich, dass es langsam Zeit war, im Maschinenraum eine Runde zu drehen. &lt;br /&gt;Der Fahrtstand auf der Brücke hatte zwar all die Parameter, die ich brauchte, um den Laufzustand der Anlage zu kontrollieren, aber ein Rundgang war sicherer. Mir war auch klar, dass die Alarmanlage in bester Ordnung war, aber ich bin nun mal ein alter Maschinenonkel, der sich immer vor Ort über den Zustand seiner Bullen vergewissern will. &lt;br /&gt;So sagte ich den Herren, dass ich mal kurz in den Maschinenraum gehen wollte.&lt;br /&gt;&gt;Bevor ich mich auch umziehen gehe, wollte ich noch mal mit Gerd kurz im Laderaum nach dem Rechten schauen, könntest du noch eine Weile hierbleiben, Meister?&lt;, fragte Peter. &lt;br /&gt;&gt;Klar, Peter, geh nur&lt;, antwortete ich.&lt;br /&gt;&gt;Aber ihr seid doch vor kaum einer Stunde dort gewesen, was soll denn das?&lt;, fragte der Kapitän trotzig. &lt;br /&gt;&gt;Verdammt noch mal, sind Sie denn so sicher, dass die Scheiß Pontons noch fest gelascht sind? Es ist doch Ihre Schuld, wenn wir in Seenot sind, und beten Sie zu Gott, dass, falls wir es schaffen, heil aus dieser Scheiße raus zu kommen, ich Sie nicht bei der Seefahrtsinspektion bei uns zu Hause anzeige&lt;, fauchte Peter ihn sofort auf Holländisch wieder an. &lt;br /&gt;Der alte Mann verstummte auf der Stelle. &lt;br /&gt;Während Peter und Gerd nach unten gingen, schenkte ich mir noch eine Tasse Tee ein und ging mit meiner Mock nach draußen auf das Steuerbord-Nock, um die beiden im Auge zu behalten.&lt;br /&gt;&gt;Wir haben noch ein paar Spannschrauben und noch ein paar Ketten angebracht, wir haben auch noch mehr Holzkeile und Brettern hingesetzt, das Ganze hatte sich doch etwas frei bewegt. Wir müssen am besten jede Stunde da unten nachschauen gehen, Meister&lt;, berichtete mir Peter eine halbe Stunde später, als er zusammen mit Gerd wieder auf die Brücke kam.&lt;br /&gt;&gt;Wir werden am besten Wachen aufstellen müssen, Kapitän. Ich schlage vor, dass Peter und Gerd sich jetzt schlafen legen, Martin und ich übernehmen die erste Laderaumwache bis zwanzig Uhr, danach sind die dann dran.&lt;&lt;br /&gt;&gt;Ja, Chief, machen wir es so, ich bleibe sowieso hier auf der Brücke&lt;, antwortete der Mann, der doch in ein paar Stunden um Jahre gealtert zu sein schien.&lt;br /&gt;Endlich konnten Peter und ich uns umziehen gehen. Martin hatte ich schon vorher, während die beiden im Laderaum waren, nach unten geschickt, wo er seine nassen Klamotten wechselte.  &lt;br /&gt;Gerd hatte sich noch, bevor er wieder auf die Brücke kam, schnell umgezogen, nun waren wir beide dran, und so gingen wir in unsere Kabinen.&lt;br /&gt;Schnell zog ich mich im Badezimmer aus, ließ die nassen Sachen auf den Boden fallen, trocknete mich fix ab und zog mir frische saubere und vor allem trockene Klamotten an. &lt;br /&gt;Luwala lag immer noch selig auf dem Rücken liegend in meiner Koje. &lt;br /&gt;Sie hatte sich zwischen der Matratze und dem Schott eingekeilt, sie musste aber irgendwann aus der Koje gekommen sein, denn sie hatte auf den Boden gepisst. &lt;br /&gt;&gt;Gut für dich, dass du nicht in die Koje gepisst hast, du alte Sau&lt;, sagte ich ihr und ohne mich um ihre treudoofen Augen zu kümmern, legte ich ein paar Putzlappen auf ihre Pisse drauf und ging in den Maschinenraum zu meinem deutschen Bullen. &lt;br /&gt;Dort war wie erwartet alles bestens. &lt;br /&gt;Vorsichtshalber aber tat ich etwas, das ich von Anfang an in unserer Misere aufgrund der übermäßigen Schaukelei hätte tun sollen, ich stellte nämlich den Schmierölseparator ab, ließ den zweiten Hilfsdiesel anlaufen und brachte ihn parallel zu dem anderen aufs Netz.&lt;br /&gt;Das hätte ich wirklich früher tun müssen, denn ein Black-out wäre wirklich das allerletzte gewesen, was wir in so einem Zustand hätten brauchen können.&lt;br /&gt;Danach erinnerte ich mich, dass ich seinerzeit am Schott im Maschinenraum neben der Ballastwasserpumpe an Steuerbord eine zehn Millimeter-Schraube eingeschraubt gesehen hatte.&lt;br /&gt;Dieser Schott ist die Trennung zwischen Maschinen- und Laderaum, und ich wunderte mich sehr, dass jemand so dämlich gewesen sein konnte, dort ein Loch zu bohren.&lt;br /&gt;Ohne lange zu zögern, schraubte ich den Bolzen raus und schon hatte ich eine Verbindung zum Laderaum.&lt;br /&gt;Welches wunderbare Arschloch auch immer das getan hatte, war mir wuscht, insgeheim aber bedankte ich mich bei ihm für seine Dämlichkeit, denn aus dem Loch kam kein Wasser, das Schiff war also noch dicht.&lt;br /&gt;Unterwegs nach oben traf ich Peter, der gerade mit einer Plastiktüte voll Wurstbroten aus der Kombüse kam. &lt;br /&gt;Den bat ich, kurz mit mir in den Maschinenraum zu kommen, dort zeigte ich ihm das Loch am Schott, und gleich darauf, wieder unterwegs nach oben, bat ich ihn, jede halbe Stunde während seiner Wache danach zu sehen, ob Wasser rauskommen würde.    &lt;br /&gt;&gt;Wenn ja, dann rufe ich dich&lt;, war seine lapidare Antwort auf meine Bitte.&lt;br /&gt;&gt;Eben, dann schauen wir mal nach, wie groß das Loch im Laderaum ist und springen eventuell alle gemeinsam samt dem Hund außenbords&lt;, hatte ich genauso selbstverständlich geantwortet.&lt;br /&gt;Als ich auf die Brücke kam, war mein erster Eindruck, dass der Sturm am Nachlassen war.&lt;br /&gt;Die Jungs hatten anscheinend ganz andere Sorgen im Kopf, denn als Peter denen sagte, dass er etwas zu essen mitgebracht hatte, stürzten sich die beiden wie hungrige Wölfe auf die Brote und fingen wie die Wilden an zu mampfen.&lt;br /&gt;&gt;Es lässt nach, Chief&lt;, sagte der Kapitän, nachdem er sich zum x-ten Mal bei Ushant Radio gemeldet hatte.&lt;br /&gt;&gt;Diesen Eindruck habe ich auch, Kapitän, es scheint nur noch so gute sieben bis acht da draußen zu pusten&lt;, pflichtete ich ihm bei.&lt;br /&gt;&gt;Es ist noch hell, wenn Sie möchten, könnten wir jetzt doch mal in den Laderaum gehen&lt;, schlug ich ihm vor. &lt;br /&gt;&gt;Dann nichts wie hin, Chief&lt;, antwortete er sofort, und ohne sich um den Steuermann zu kümmern, der immer noch wie angewurzelt neben der Tür zum Steuerbord-Nock stand, rief er Peter am Fahrtstand. &lt;br /&gt;&gt; Es liegen jetzt 315 Grad am Kompass an, sollte die Ruderanlage ausfallen, so geh sofort auf Handsteuerung, und versuche diesen Kurs, bis wir wiederkommen, bei zu halten.&lt; &lt;br /&gt;&gt;Das geht klar, Kapitän, 315 Grad liegen an&lt;, bestätigte Peter. Er nahm seine Stellung am Fahrtstand an, und wir gingen in den Laderaum.&lt;br /&gt;Auch dieses Mal schafften wir es, ohne Probleme dorthin zu gelangen. &lt;br /&gt;Wir bekamen noch nicht mal nasse Füße. &lt;br /&gt;Im Laderaum hatten auch die Geräusche des Schiffes im Sturm nachgelassen, der Hauptmotor jaulte zwar immer noch, aber nicht mehr so oft und nicht mehr so laut wie Stunden zuvor.&lt;br /&gt;Beim Anblick des Raums vorne wurde der Kapitän blass. &lt;br /&gt;&gt;Danke, Chief.&lt; Mehr sagte er nicht, für mich aber war das mehr als genug.&lt;br /&gt;Dort kontrollierte ich den Zustand der Spannketten und Schrauben, ich fand alles wie gehabt, und so zeigte ich dem alten Kapitän die abgerissenen Spannten. Nicht nur die 12 Stück an Steuerbord, sondern auch die 13 Stück an Backbord. Ich ließ ihn auch das abgerissene Ballastwassertankpeilrohr an Steuerbord nochmals begutachten und machte ihm klar, dass gerade das Rohr höchstwahrscheinlich dazu beigetragen hatte oder gerade das verhindert hatte, dass einer der Pontons uns nicht glattweg durch die Wand gegangen war. &lt;br /&gt;&gt;Wie konnte das bloß geschehen?&lt;, fragte der Mann fassungslos &lt;br /&gt;&gt;Sie sind immer auf Großer Fahrt gewesen, Kapitän, dort haben Sie immer gute Steuerleute, gute Bootsmänner und gute Matrosen gehabt. Hier an Bord haben Sie einen unerfahrenen Steuermann und zwei kaum 19 Jahre alte Jungs als Deckbesatzung, unser aller Betriebsgewohnheit tat den Rest, daran sind wir heute fast zugrunde gegangen&lt;, antwortete ich ihm.&lt;br /&gt;&gt;Bei achterlicher See ist dieses Schiff Weltmeister, das schaukelt zwar etwas, aber nicht so viel, die Pontons sind so weit gut gesichert, das Wetter hat merklich nachgelassen, meinen Sie nicht, dass wir doch beidrehen können und unter Landschutz fahren sollten?&lt;, fragte ich anschließend. &lt;br /&gt;&gt;Wie viel Zeit brauchen Sie, um die Pontons wieder in Position zu bringen, Chief?&lt;, wollte er noch wissen.   &lt;br /&gt;&gt;Normalerweise keine zwanzig Minuten, nun aber wird‘s wohl eine gute Stunde dauern, Kapitän, mehr nicht.&lt;&lt;br /&gt;&gt;Nur eine knappe Stunde Ruhe und wir könnten weiterfahren&lt;, murmelte der Alte vor sich hin.&lt;br /&gt;&gt;Es gab Leute auf See, die, um ihr Leben zu retten, nur noch weniger Augenblicke brauchten, die bekamen die aber nicht, eine Stunde dagegen sind viele Ewigkeiten, Kapitän. So ist nun mal das Leben, man fährt Tage und Jahre, sogar Jahrzehnte oder ein ganzes Leben zur See, um irgendwann festzustellen, dass man nur ein paar Atemzüge mehr gebraucht hätte, um weiterfahren und um weiterleben zu können. Ja, in der Tat bekamen viele von uns diese Handvoll Augenblicke nicht zugeschrieben.&lt;&lt;br /&gt;&gt;Gut, Chief, Danke noch mal, und nun lass uns nach oben gehen, wir wollen den Dampfer drehen, und hoffentlich behalten Sie auch dieses Mal Recht&lt;, sagte der Mann und ging mit müden Schritten aus dem Raum, nach oben zum Fahrtstand.&lt;br /&gt;&gt;Während ihr im Laderaum wart, hat sich der Steuermann hier beschwert, weil es heute weder ein warmes Mittag- noch ein Abendessen gab&lt;, informierte uns Peter, als wir wieder auf der Brücke waren.&lt;br /&gt;In der Tat, nun wo der Sturm sich langsam ausgepustet zu haben schien, schien auch der Steuermann erwacht zu sein, der den ganzen Nachmittag, aschgrau im Gesicht, verbissen, fast wie betäubt und apathisch, unbeachtet von uns allen neben dem Kartentisch gestanden hatte, der hatte Kohldampf gespürt, und als der Alte und ich im Laderaum waren, hatte der bei den Jungs seine Autorität kundgeben wollen.&lt;br /&gt;Während der Kapitän seinen Platz am Ruder einnahm und dabei den Steuermann der langsam wieder zum Leben erweckt worden war und von seinem Posten neben der Tür zum Radar gewechselt hatte, von oben nach unten fast verachtend anschaute, fragte ich Peter, was er dazu gesagt hatte.&lt;br /&gt;&gt;Nicht ich, Gerd, den hat er kurz am Hals gepackt und ihm gesagt, dass, falls er nur noch ein einziges Wort sagen würde, er ihn außenbords werfen würde&lt;, antwortete Peter in aller Ruhe. &lt;br /&gt;Aus den Augenwinkeln sah ich dann, wie der Kapitän sich schmunzelnd auf die bevorstehenden Manöver vorbereitete und ebenfalls lächelnd fragte ich Gerd, warum er das eigentlich nicht getan hatte.&lt;br /&gt;Bevor der Alte den Dampfer drehte, meldete er sich noch einmal bei Ushant Radio und gab unsere Position durch. Er gab sein Vorhaben an und fragte um Erlaubnis, unter Landschutz fahren zu dürfen. &lt;br /&gt;Das wurde ihm sofort gewährt. &lt;br /&gt;Ushant Radio wünschte uns nochmals eine gute Reise, und der Alte machte sich bereit, das Schiff zu drehen.&lt;br /&gt;Souverän schaute der alte Sack nach draußen zu den anrollenden Wellen, noch waren wir nicht so ganz aus dem Schneider, Rasmus da draußen aber hatte vorläufig aufgehört, den ganz wilden Onkel zu spielen. &lt;br /&gt;Er blies uns zwar immer noch seine guten sechs bis sieben Windstärken ins Gesicht, und das Meer war immer noch ziemlich rau, wir konnten aber bei so einem Wetter unser Schiff drehen, und das war die Hauptsache.&lt;br /&gt;&gt;Okay, es geht herum, meine Herren&lt;, warnte uns der Kapitän, als er den Fahrthebel bis zum Anschlag nach vorne drückte und das Ruder hart nach Backbord setzte.&lt;br /&gt;Daraufhin schien  die Condor, als meinem Bullen losbrüllten, sich  fast überrascht erst mal zu schütteln, , dann aber, zuerst fast zögernd, sozusagen diesen neuen Zustand erst mal testend, dann aber immer schneller, fast frenetisch, nahm sie Fahrt auf, und im Nu drehte sie sich wie auf einem Teller und zeigte alsbald dem Rasmus und seinem Sturm ihren breiten Hinter.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Kurze Zeit später, während Peter uns in der Kombüse ein warmes Abendbrot zubereitete, ließ ich Luwala, die bestimmt auch Hunger hatte, aus meiner Kammer raus. Bevor sie aber nach unten vor die Kombüse ging, marschierte sie schnurgerade bis zu der wasserdichten Tür zum Bootsdeck im Gang und blieb davor stehen.&lt;br /&gt;Als ich die Tür aufmachte, schaute sie sich erst mal, so wie es ihre Art war, vorsichtig um. Das Schiff schaukelte zwar noch etwas, das Rollen war jedoch erträglich und ungefährlich, fast gemäßigt und behaglich. Mit einem kurzen freudigen Schritt ging Luwala an Deck, und im Windschutz des Schornsteins kackte und pisste sie uns abermals das Deck voll, die alte Sau, die.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-3520512920162744603?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/3520512920162744603/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=3520512920162744603' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/3520512920162744603'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/3520512920162744603'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/03/der-sturm.html' title='DER STURM'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-171532338311040711</id><published>2009-02-01T00:44:00.000-08:00</published><updated>2009-02-01T00:46:38.139-08:00</updated><title type='text'>DER STURM</title><content type='html'>Aus MSKRT N° 3: Der Fall MS: CONDOR, ex Markus. S &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Die erste Sturmwarnung erreichte uns an Bord der MS Condor zwölf Stunden vor Ushant an der nordwestlichen Spitze Frankreichs, wo nach Westen fahrend die Biskaya anfängt. &lt;br /&gt;Bei wolkenlosem Himmel und steigendem Barometer fingen sämtliche Radiostationen in der Umgebung auf einmal an dem Sonntagmorgen an, im Halbstundentakt ihre Sturmwarnungen auszusenden.&lt;br /&gt;Der alte Kapitän deutete mit einem spöttischen Lächeln auf das Barometer, das auf fast 1.038 Millibar stand, und fragte sichtlich amüsiert, ob die Engländer und die Franzosen auf einmal nicht mehr ganz dicht wären.&lt;br /&gt;&gt;Seit Mitternacht sind die dabei, Sturmwarnungen rauszuposaunen, während der Barometer steigt&lt;, lästerte der Alte lachend, als ich an dem Sonntagmorgen gegen sieben Uhr während meines morgendlichen Rundgangs ums Schiff auf der Brücke erschien.&lt;br /&gt;Nur die Möwen in der unmittelbaren Umgebung von unserem Schiff lachten nicht, sie lagen fast apathisch alle im Wasser und alle in einer Richtung, nämlich nach Westen, und in diese Richtung fuhren wir auch. &lt;br /&gt;Nur gelegentlich paddelten einige davon fast irritiert schleunigst weg, wenn unser Schiff denen beim Fahren zu nah kam. Nur selten flogen einige von denen uns aus dem Weg, um sich wieder einige Meter weiter wieder ins Wasser zu legen.     &lt;br /&gt;Der alte Mann, der sich während der kurzen Fahrt von Amsterdam aus als ein vollkommener bürokratischer Trottel erwiesen hatte, lachte noch mehr, als die ersten Schiffe, die mit uns fuhren, sich bei Radio Ushant meldeten und um Landschutzfahrterlaubnis fragten.&lt;br /&gt;Die Küstenstation gab denen sofort und ohne zu zögern ihr Okay und wies all den Küstenmotorschiffen, die danach fragten, einen Ankerplatz unter Landschutz zu.&lt;br /&gt;Kurz vor Mittag waren wir auf breiter Flur die einzige Kümo, die, flankiert von einigen großen Fahrtschiffen, die ebenfalls nach Westen fuhren, noch nicht unter Landschutz vor Anker gegangen war. &lt;br /&gt;Und so, während der Kapitän sich immer noch köstlich zu amüsieren schien und lustig weiterfuhr, gingen wir dem stärksten und umfangreichsten Sturm, den ich in den letzten 25 Jahren auf See erleben - und Gott sei‘s gedankt, überleben dürfte - entgegen.&lt;br /&gt;Der Sturm erreichte uns mit voller Wucht kurz vor Mittag, kaum zehn Meilen nach Ushant.&lt;br /&gt;Das Barometer fing fast schlagartig an zu sinken, das Ding ging in kaum einer halben Stunde von 1.040 Millibar auf 1.000 und fiel, während der Himmel in der kürzesten Zeit rabenschwarz wurde, unaufhaltsam weiter ab. &lt;br /&gt;Das Meer fing an zu brodeln, und wir waren in der Scheiße.&lt;br /&gt;Die Biskaya hatte sich in kürzester Zeit von einem freundlich blauen Südseeähnlichen friedlichen Gewässer zu einer tobenden Bestie gewandelt. &lt;br /&gt;Es ging alles so schnell, und der alte Arsch wurde so dermaßen überrascht, dass er sogar vergaß, die Fahrt des Schiffes zu reduzieren.&lt;br /&gt;Die Condor, immer noch von meinem deutschen Bullen aus Deutzer Zucht, auf 80 % ihrer Leistung nach vorne getrieben, tanzte wild hin und her, sie bohrte sich ein paar Mal in gewaltige Wellen hinein, kam aber brav immer wieder raus.&lt;br /&gt;&gt;Wollen Sie den Motor kaputt fahren oder das Schiff versenken, Kapitän?&lt;, fragte ich scheinheilig, als ich sah, dass der Mann immer noch nicht mit der Fahrt runtergehen wollte und wie hypnotisiert nach draußen schaute.&lt;br /&gt;Vorsorglich hatte ich um zehn Uhr beim Kaffee in der Messe die Jungs und Peter gewarnt, sämtliche Schotten und Türen abzuschließen und dafür zu sorgen, dass in der Messe und in ihren Kammern alles, was auf dem Tisch lag, gut weggestaut und abgesichert wurde. &lt;br /&gt;Luwala, unsere Bordhündin, hatte ich in meiner Kabine eingeschlossen, ich hatte auch im Maschinenraum eine Runde gedreht, dort aber war für mich die Welt in Ordnung, denn ich hatte die Gewohnheit, niemals lose Gegenstände herumliegen zu lassen, von dort erwartete ich also keine Probleme.&lt;br /&gt;Mein Problem oder, besser gesagt, unser Problem kam in Person des Steuermannes, der kurz vor dem Rest der Bande auf der Brücke erschienen war und der dem Kapitän die Fahrt des Schiffes endlich auf 30 % zurückgestellt hatte. &lt;br /&gt;Er musste gegen irgendwas mit seinem Kopf gestoßen sein, denn auf seiner linken Stirnseite war eine große Beule zu sehen.&lt;br /&gt;&gt;Das ist die Strafe&lt;, murmelte er vor sich hin.&lt;br /&gt;&gt;Die Strafe für was denn, Steuermann?&lt;, fragte ich alarmiert.&lt;br /&gt;&gt;Die Zwischendeckpontons, Chief, ich hab sie aufgrund des schönen Wetters gestapelt gelassen und nicht in Position gebracht, die sind aber sehr gut gelascht worden&lt;, antwortete er mir kleinlaut. &lt;br /&gt;&gt;Du Vollidiot, was hast du dir denn dabei gedacht?&lt;, zischte ich ihm ins Gesicht. &lt;br /&gt;&gt;Jetzt haben wir aber eine schöne Scheiße am Hals&lt;, schimpfte Peter gleich los und schaute mich dabei kreidebleich an.&lt;br /&gt;&gt;Aber, meine Herren, ich bitte euch. Es gibt doch keinen Grund zur Panik. Der Sturm ist doch gleich wieder vorbei, und die Pontons im Laderaum sind gut gelascht worden&lt;, dekretierte der Kapitän.&lt;br /&gt;Mir reichte es, denn meine innere Warnanlage war wie von Sinnen am Bimmeln. &lt;br /&gt;Ich kannte den Klang meiner eigenen Alarmglocke in mir. Das letzte Mal, wo ich sie gehört hatte, war damals im Barbison Hotel, bevor ich auf dem Motorschiff El Castillo einstieg, nur das diesmal ihr Klang ein einziges Ding bedeutete, nämlich Tod.&lt;br /&gt;&gt;Nix da, mein lieber Kapitän, Sie gehen jetzt sofort auf ganz langsame Fahrt runter und Kopf auf See, und ich gehe in den Laderaum, ich will mir dort selbst ansehen, was Sache ist, denn ich habe keine Lust, in der Biskaya abzusaufen. &lt; &lt;br /&gt;Ohne lange herumzumäkeln, setzte der Alte den Bug gegen den Wind und reduzierte die Fahrt um einige Umdrehungen mehr.&lt;br /&gt;&gt;Weniger geht nicht, Chief, ich brauche Ruderwasser. Passen Sie bitte auf&lt;, mehr sagte der alte Mann nicht, und ich ging, gefolgt von Peter, nach unten. &lt;br /&gt;Von der Tür auf der Steuerbordseite zum Arbeitsdeck bis zur Einstiegstür zum Laderaum waren es gerade sechs Meter. Der Kapitän hatte das Schiff so manövriert, dass die Kondor mit ein paar für mich lebenswichtigen Graden rechts der Wellenrichtung lag. &lt;br /&gt;&gt;Pass bloß auf, Meister&lt;, bat mich Peter, der genauso wie ich durch das Bullauge an der Tür die Sequenz der Wellen beobachtete.&lt;br /&gt;Wir ließen uns Zeit, erst als ein paar größere Wellen an uns vorbeizogen und das Arbeitsdeck wieder frei von Wasser war, öffneten wir die Tür, und ich ging, während Peter hinter mir die Tür wieder schloss, an Deck. &lt;br /&gt;Wie ich es schaffte, in den Laderaum zu gelangen, ohne über Bord gespült zu werden, weiß ich bis heute nicht, ich weiß nur, dass ich es schaffte und dass ich heute, fast fünf Jahre später, darüber berichten kann. &lt;br /&gt;Mehr weiß ich nicht.&lt;br /&gt;&gt; Verdammt kurz und schnell, diese Wellen&lt;, dachte ich, als ich die Sprossenleiter zum Laderaum runterging. &lt;br /&gt;Unten im Zwischendeck waren das ganze Getöse des Sturms und das des gestressten Schiffes fast unerträglich. &lt;br /&gt;Die Gefährlichkeit und Mystik der Geräusche, die sich da abspielten, war mit all dem, was ich vorher auf See gehört hatte, nicht zu vergleichen. &lt;br /&gt;Es klang fast wie Musik, nein, es war Musik, eine tödliche Sinfonie, die mich fast das Blut in den Adern gefrieren ließ, spielte sich da in meinen Ohren ab, und für einen kürzesten Augenblick hörte ich gebannt, fast wie hypnotisiert, einfach zu. &lt;br /&gt;Erst danach schaute ich mich um. &lt;br /&gt;Die Pontons achtern waren im Laderaum zwar gestapelt, die lagen aber auch fest gegen die Aufbauten, die waren so gut einzeln am Schott gelascht worden, dass die nirgendwo hingehen konnten, so, als ob die ein fester Teil des Schiffes gewesen wären.&lt;br /&gt;Diese Deckel waren immer dort, so wie die waren und wurden in ihren jeweiligen Positionen in dem Zwischendeck eingesetzt, nur wenn es im Raum Teilladung zu stauen gab, sonst nicht.&lt;br /&gt;Was ich aber sah, als ich nach vorne schaute, raubte mir für einen kurzen ewigen Moment fast den Verstand.&lt;br /&gt;Die vordersten 12 Pontons, die man nur frei im Raum stapeln und laschen konnte, hatten ihre Ketten gesprengt und lagen über- und untereinander, durcheinander eingekeilt und gestapelt, Vorkante Laderaum Backbord und bewegten sich mit ihren scharfen Kanten stumpf und knirschend gegen den Schiffsrumpf.&lt;br /&gt;Fast wie in Trance schnappte ich mir von irgendwoher so viel Holzbretter, wie ich nur finden konnte und setzte sie, wohl achtend, wohin ich mit meinen Füßen ging, zwischen die scharfen Kanten der Pontons und der Schiffsaußenhaut. &lt;br /&gt;Mit Gottes Hilfe fand ich auch auf Anhieb einige größere Holzkeile und einen Vorschlaghammer, wie besessen hämmerte ich so viele von den Holzklötzen zwischen die eisernen Pontons und das Deck, wie ich nur konnte. &lt;br /&gt;Mir ging es primär darum, eine weitere Verschiebung der Teile zu vermeiden, und erst, als es mir schien, dass das Ganze, doch etwas ruhiger da lag, ging ich wieder nach oben, um Verstärkung zu holen.&lt;br /&gt;&gt;Ich machte mir langsam um dich Sorgen, Meister&lt;, sagte Peter zu mir, als ich wieder bei ihm war. &lt;br /&gt;Unterwegs nach oben informierte ich ihn, was im Laderaum los war und was ich getan hatte. Ich sagte ihm auch, dass wir gleich wieder da runter mussten, um die losen Pontons mit Ketten und Spannschrauben an den Spanten des Schiffes so zu verankern, dass die sich nicht mehr hätten bewegen können. &lt;br /&gt;Auf der Brücke war der alte Arsch gerade dabei, freudig und munter den Jungs und seinem Affen, der aschgrau im Gesicht war und sich stumpfsinnig, fast abwesend, krampfhaft am Kartentisch festhielt, eine Lehrstunde in Ozeankunde zu geben. &lt;br /&gt;Er erklärt denen gerade, wie sich die Wellen auf hoher See verhalten und wo der Unterschied zwischen einem Längst- und einem Querläufer zu sehen und wie dieser zu interpretieren war.&lt;br /&gt;&gt;Vorne haben die Pontons, die ihr so gut gelascht habt, ihre Laschketten gesprengt, meine Herren. Wir müssen in den Laderaum gehen, um die einzeln irgendwie zu sichern, sonst gehen die uns noch durch die Wand, und dann ist wohl Feierabend mit lustig, meine Herren, und wir gehen alle baden&lt;, erklärte ich denen.&lt;br /&gt;Der Kapitän schien nicht begriffen zu haben, was ich da gesagt hatte, denn als ob ich nicht da gewesen wäre, laberte und dozierte er weiter mit den Jungs über Wasser und Wellen. &lt;br /&gt;&gt;Sagen Sie mal, Kapitän, haben Sie mir überhaupt zugehört&lt;, fragte ich wütend den alten Sack, der immer noch am Schnacken war. &lt;br /&gt;&gt;Wie bitte?&lt;, fragte der alte Mann fast erschrocken. &lt;br /&gt;In aller Ruhe erklärte ich noch einmal, in welcher prekären Lage wir uns befanden und was ich dagegen tun wollte. &lt;br /&gt;&gt;Ja, Chief, wenn das so ist, dann haben Sie natürlich Recht. Ich will mir aber zuerst selber die Lage im Laderaum anschauen.&lt;&lt;br /&gt;&gt;Den Teufel werden Sie tun, mein Lieber. Sie bleiben hier auf der Brücke und gehen nirgends wohin&lt;, gab ich ihm zur Antwort, ohne ihn weiterreden zu lassen.&lt;br /&gt;&gt;Ich bin der Kapitän, und ich muss mir selber ein Bild über den Zustand meines Schiffes machen&lt;, antwortete mir der alte Sack trotzig.&lt;br /&gt;&gt;Falls Sie jetzt die Brücke verlassen, um in den Laderaum zu gehen, dann breche ich Ihnen ein Bein. Auf den Steuermann ist kein Verlass, Sie sind hier jetzt der einzige, der das Schiff in so einer Situation fahren kann, und ich brauche die Jungen und den Koch mit mir im Raum. Wir sind tief in der Scheiße, und alles, was ich zur Verfügung habe, sind zwei 18-jährige Jungs, die zum ersten Mal auf See sind und Peter. Hinzu kommen ein Steuermann, der von nichts eine Ahnung hat, und ein 70 Jahre alter Kapitän, der, obwohl er kaum auf den Beinen stehen kann, in den Laderaum gehen will, nur weil er den Kapitän spielen will. Und ich soll dem Mann kein Bein brechen?&lt;, fragte ich zum Schluss verbittert und angeekelt über seinen Hochmut und seine überhebliche Einstellung. &lt;br /&gt;Ohne mich weiter um den alten Mann zu kümmern, ging ich von der Brücke, um nach unten zu gehen, Peter und die Jungs folgten mir ohne Widerrede. &lt;br /&gt;Ein paar Minuten später waren wir alle vier zwar etwas nass und außer Atem, aber mit heilen Knochen bei den losen Pontons in dem Laderaum.&lt;br /&gt;Wir brauchten gut und gern zwei Stunden, um alle Pontons so zu sichern, dass die einigermaßen gut und fest an den Backbordspannten des Laderaums vorne gelascht worden waren. &lt;br /&gt;So was hört sich einfach an, es war aber nicht so, und ungefährlich war’s erst recht nicht. &lt;br /&gt;Wir befanden uns im vordersten Teil des Laderaumes, und das Schiff sprang wie ein wilder Mustang mit bis zu sechs Meter in die tiefen Wellentäler.&lt;br /&gt;Am Ende aber, ohne uns dabei die Knochen zu brechen, hatten wir es fertig gebracht, nicht nur jeden der losen Pontons an den Spannten des Schiffes fest zu laschen, wir hatten auch noch eine gehörige Portion Holzpolster zwischen die und die Schiffswand einsetzen können. &lt;br /&gt;Ganz felsenfest gelascht waren die nicht, wir hatten es nur geschafft, die alle so zu befestigen, dort wo die waren und so, wie die dort auch lagen. &lt;br /&gt;Mehr wäre in so einer Situation einfach nicht drin gewesen. &lt;br /&gt;Um zu vermeiden, dass die durch Eisen auf Eisen Reibung sich noch weniger bewegen konnte, waren wir außerdem in der Lage gewesen, eine gute Verkeilung hinzukeilen, nicht nur zwischen jeden einzelnen von denen, sondern auch zwischen die, die direkt an Deck lagen und dem Deck selbst.&lt;br /&gt;Damit hatten wir zur Rettung unserer Leben all das getan, was uns unter den gegebenen Umständen möglich worden war, der Rest lag nur noch in Gottes Hand. &lt;br /&gt;Mir ist es heute noch ein Rätsel, wie wir es immer schafften, von unserem Wohnbereich in den Laderaum zu gelangen und zurückzukommen, ohne dabei von den anrollenden Brechern über Bord befördert zu werden. &lt;br /&gt;Tatsache ist, dass wir es alle schafften und das alles ohne Verletzungen.&lt;br /&gt;Auf der Brücke dann berichte ich dem Kapitän, wie die Lage nun war, ich erklärte ihm, was wir getan hatten und was ich davon hielt. &lt;br /&gt;Dabei machte ich ihm klar, dass die Pontons keineswegs 100 % sicher waren, sondern dass die eben nur so sicher waren, wie das Schaukeln des Schiffes es eben zuließ, mehr nicht, denn mittlerweile hatte der Sturm erheblich an Stärke zugenommen. &lt;br /&gt;Der Sturm hatte sich so gegen 15 Uhr bei steifen neun mit bis zu guten zehn Windstärken eingependelt und schien es dabei belassen zu wollen.&lt;br /&gt;Die Condor schaukelte zwar im Sekundentakt mit bis zu 30 Grad Neigung wild hin und her, so lange wir aber Kopf auf See blieben, war das im Grunde genommen zwar verflixt unangenehm, man hätte es aber überleben können.&lt;br /&gt;Hinzu kam, dass das Gewicht der Pontons, die an Backbord gestapelt waren, uns zwangsläufig ein paar Grade willkommener Schlagseite in diese Richtung gaben und das half noch mehr, die Scheiß losen Deckel im Laderaum dort zu halten, wo die waren. &lt;br /&gt;Jeder Kapitän, den ich kenne, aber auch die blödesten unter denen (und davon gibt es viele), wäre nun weiter Kopf auf See geblieben, bis sich der Sturm beruhigt hätte. &lt;br /&gt;Nur dieses Arschloch von Kapitän nicht, nein, der Trottel schien nur diesen Teil meines Berichtes in sich aufzunehmen und zu begreifen, als er hörte, dass die Pontons im Laderaum befestigt worden waren,. &lt;br /&gt;&gt;Mensch, Chief, danke, das war gute Arbeit, jetzt kann ich wieder auf Kurs gehen und mich bei Ushant Radio abmelden.&lt; Das ist es, was der Herr Kapitän sagte. &lt;br /&gt;Meine Antwort kam postwendend. &lt;br /&gt;&gt;Wenn Sie es wagen, dieses Schiff auch nur einen einzigen Grad aus dem gegenwärtigen Kurs zu bringen, so schließe ich Sie in Ihre Kammer ein und übernehme das Schiff&lt;, mehr sagte ich nicht.&lt;br /&gt;&gt;Das ist ja Meuterei. Ich werde Sie ins Tagebuch eintragen&lt;, weiter kam er nicht. &lt;br /&gt;&gt;Machen Sie das ruhig, Kapitän, und da Sie dabei sind, setzen Sie gleich meinen Namen hinzu&lt;, schrie ihn Peter auf Holländisch sofort an, &gt;falls Sie lebensmüde sind, so springen Sie meinetwegen gleich außenbords. Dieses Schiff drehen Sie aber nicht, nicht jetzt, denn ich habe Frau und Kinder daheim, und die wollen mich wiedersehen. &lt;&lt;br /&gt;Peter als erfahrener Bootsmann/Koch hatte die Entsetzlichkeit unserer Lage sofort erfasst und war mir zu Hilfe gekommen.&lt;br /&gt;&gt;Es gibt manche Sturmböen da draußen, die fast Orkanstärke haben, wo wollen Sie eigentlich hin, Kapitän?&lt;, fragte ich, als der alte Mann, erschrocken über Peters Intervention, sprachlos geworden war. &gt;Ihre Pflicht ist es, Ushant Radio unsere Situation zu melden, wir sind faktisch in Seenot. Jede Minute kann sich einer der Pontons lösen, jede Minute kann einer davon durch die Schiffswand gehen, und wir saufen einfach ab, ohne dass es jemand merkt. Kapitän, melden Sie uns, bitte&lt;, setzte ich unvermindert fort.&lt;br /&gt;Der Mann, der nur an sich selbst und sein eigenes Prestige dachte, griff wortlos nach dem UKW-Mikrofon und rief Ushant Radio an. &lt;br /&gt;Ruhig, mit fast monotoner Stimme meldete er unsere Position und Schiffslage an und bat sie, wenn wir auch quer zum Fahrtweg standen, dort bleiben zu können, so wie wir waren. &lt;br /&gt;Er beantwortete all die Fragen, die Ushant Radio über Schiffsgröße, Tiefgang, Art der Ladung, Ausgang und Ankunftshafen sowie Reederei und Agentennamen ihm stellte, er gab alles durch, und am Ende verlangte die Küstenradiostation, nachdem sie uns auf ihrem Radar festgenagelt hatten, von ihm bis auf Weiteres im 15-Minuten-Takt eine Position- und Schiffszustandsmeldung.  &lt;br /&gt;Danach wünschten sie uns Hals- und Beinbruch und beendeten somit das Gespräch.&lt;br /&gt;Gerade als ich daran dachte, nach unten zu gehen, um mich abzutrocknen, fing am Peildeck über uns etwas an, gegen etwas anderes zu knallen. &lt;br /&gt;Die Schläge kamen im Rhythmus von dem rollenden Schiff und wurden immer lauter.&lt;br /&gt;&gt;Was zum Teufel soll denn das jetzt schon wieder sein?&lt;, fragte mich Peter, der genauso wie ich und die Jungs bis auf die Knochen nass und am Frieren war.&lt;br /&gt;&gt;Es gibt nur einen Weg, um das herauszufinden, Junge, lass uns nach oben gehen, und wir werden es wissen&lt;, antwortete ich. &lt;br /&gt;Ohne zu zögern ging ich von Steuerbord aus an dem teilnahmslosen Steuermann vorbei, der immer noch neben der Tür stand und geistlos, verbissen, fast wie hypnotisiert nach draußen schaute, gefolgt von Peter, an der Steuerbord Nock ins Freie. &lt;br /&gt;Das Peildeck ist das höchste Deck eines jeden Schiffs, höher als das sind nur noch der Kamin und die Masten.  &lt;br /&gt;Dort befinden sich auf fast jedem Schiff älterer Bauart in einer Holzkiste die 12-Volt-Notstromversorgungsbatterien für die Funkanlage des Schiffes. &lt;br /&gt;Gerade der Scheiß hatte sich teilweise losgerissen und knallte mit dem rollenden Schiff gegen die Reling.&lt;br /&gt;Wenn es schon nicht einfach gewesen war, aufs Peildeck zu gelangen, war es noch viel weniger einfach, die schwere Kiste wieder gegen die Reling zu bringen.&lt;br /&gt;Der Pendelweg des Schiffs dort oben ist am stärksten und sehr gefährlich. &lt;br /&gt;Mit vereinten Kräften, teilweise flach an Deck liegend, klitschenass und halb erfroren schafften Peter und ich es aber doch nach einer Weile, die schwere Kiste wieder gegen die Reling gedrückt zu halten. &lt;br /&gt;Daraufhin knallte ich meine 110 Kilo drauf, hängte irgendwie meine Beine und Arme über die Reling hindurch und schaffte es auch mit meinen fast eingefrorenen Arschbacken, die verdammte Kiste in Position zu halten, bis Peter aus dem Sanitärlüfterraum am Schornstein zum Glück genügend alte Wurfleinen fand, um die verflixte Kiste wieder an der Reling fest zu laschen.&lt;br /&gt;&gt;Falls die Reling auch noch nachgibt, so lade ich samt den Batterienvierkant in den Bach, und dann wird es das wohl gewesen sein&lt;, dachte ich grinsend, als ich wie ein Affe im Baum da an der Reling hing, während die Gischt der vorbeiziehenden Wellen mir die Fresse polierte.&lt;br /&gt;Wenn von dem Brückenfenster aus der Anblick des Sturms schon würdevoll und überwältigend war, so sah es vom Peildeck schlicht und ergreifend majestätisch und atemberaubend zugleich aus.&lt;br /&gt;Ergriffen, fast in der tiefsten Demut, lauschte ich dort dem Konzert aus rauschenden Wassermassen, dem Stampfen des Schiffes gegen die anrollenden Wellen, den Hunderten von Violinen und Posaunen, die die Windböen durch die Aufbauten des Schiffes hindurch spielen ließen.&lt;br /&gt;Aus dem manchmal ruhigen Lauf meiner deutschen Bullen, die ihren Lauf, skandiert durch die trockenen Luftschläge der Abgasturbine, schlagartig von einem „Andante con Brio“ zu einem „Andante Furioso“ änderten, sobald der Propeller aus dem Wasser kam, wurde mir auf einmal klar, dass kein Maler jemals in der Lage sein würde, solch ein Bild malen zu können. &lt;br /&gt;Kein Schriftsteller wäre in der Lage, so was in Worte auf dem Papier beschreiben zu können. &lt;br /&gt;Kein Musiker könnte je so eine Partitur komponieren. &lt;br /&gt;So etwas mit Farben, mit Noten oder mit Wörtern beschreiben zu wollen, wäre nichts anderes als purer dämlicher, menschlicher Hochmut, nicht mehr und nicht weniger als das.  &lt;br /&gt;So was muss man gesehen, gehört, erlebt und vor allem empfunden haben. Es beschreiben mit Musiknoten, es erklären mit Worten oder mit Farben, es im Nachhinein jemanden nachfühlen zu lassen, was man da sieht, erlebt und empfindet, das man kann nicht. &lt;br /&gt;&gt; Wie kam denn die alte Wurfleine in den Sanitärlüfterraum auf dem Peildeck?&lt;, fragte ich Peter, als wir wieder im Ruderhaus waren.&lt;br /&gt;&gt; Damit wollte ich mir eine Hängematte bauen, Meister, die hatte ich vor ein paar Tage dorthin gebracht&lt;, erklärte er mir lächelnd.&lt;br /&gt;&gt;Danke,Peter&lt; Fortsetzung folgt&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-171532338311040711?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/171532338311040711/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=171532338311040711' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/171532338311040711'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/171532338311040711'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/02/der-sturm.html' title='DER STURM'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-1065541894889340112</id><published>2009-01-02T13:08:00.000-08:00</published><updated>2009-01-02T20:48:37.813-08:00</updated><title type='text'>EINE BREMISCHE GESCHICHTE</title><content type='html'>Aus MSKRP N° 3. Der Fall MS. CONDOR. (1989)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bremen ist nicht meine Wahlheimat, meine Wahlheimat ist das Meer und mein Zuhause sind die Schiffe, auf denen ich fahre. &lt;br /&gt;Nein, Bremen ist nicht und wird nie meine Wahlheimat sein. Bremen ist meine Art und Weise zu leben, frei nach dem Motto: Alles oder nichts und immer nach vorne schauen.&lt;br /&gt;Alles oder nichts hat mit Geld wenig zu tun. &lt;br /&gt;Für mich bedeutet alles oder nichts weder Geld noch Macht oder Reichtümer. Für mich alles oder nichts bedeutet Leben, jetzt leben, sich nicht kleinkriegen lassen und um den Lebenswillen da zu sein. &lt;br /&gt;Um des Lebens willen da zu sein, auch dann, wenn die Weichen schlecht gestellt sind, sich einzusetzen, um zu verbessern und das aus reiner purer Lebenslust. &lt;br /&gt;Das ist Bremen für mich, und so bin ich.&lt;br /&gt;Fast hätte ich mich vor langer Zeit sogar in Bremen häuslich niedergelassen, natürlich in einem Hause mit allem Pipapo, das ein gutbürgerliches Leben ausmacht und nicht ins Seemannsheim. Ein Haus mit Wein, Weib und Gesang, dem ungeachtet, auch mit einem anständigen Badezimmer mit Badewanne und glänzendem feinen Klo, wo man auch in alle Ruhe, eine Zigarette beim Bildzeitungslesen qualmen kann und wo sich, gut, würdevoll und vornehm, kacken lässt.&lt;br /&gt;Dann wäre ich bestimmt, nicht ins Seemannsheim geblieben.&lt;br /&gt;Das alles wäre fast geschehen, wäre bloß nicht, der akute seemännische Scharfsinn in puncto Weiber in mir gewesen, der als ständige Begleiter, mich von ankommenden Gefahr warnt.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Das Weib, das meine längst vergessenen gutbürgerlichen Gefühle in mir wieder halbwegs erweckt hatte, arbeitete damals als Kellnerin in einer gut besuchten und gepflegten Kneipe unweit von Bremen.&lt;br /&gt;Sie muss um die 40 gewesen sein, vielleicht ein bisschen älter als das, aber keineswegs jünger und zwar, um ehrlich zu sein, ein bisschen zu alt, aber ihrem Alter zum Trotz gut erhalten, gut ernährt und mit einem vollständigen eigenen gelblichen Gebiss, ausgestattet. &lt;br /&gt;Ihre Raucher stimme gab ihr so eine Art von kriminal Tango Aura, die eigentlich in das vornehme Lokal gar nicht hineinpasste, aber grade das gab ihr der Schein der Sünde und zog die biederen Ehemänner der Umgebung, magisch an.  &lt;br /&gt;Sie trug zwar viel zu kurze Haare, so in etwa eher maskulin als weiblich, was ihren etwas zu klein geratenen Kürbis auf ihrem korpulenten Körper noch kleiner erschienen ließ, sie hatte auch eine sehr komische Art und Weise sich zu kleiden. Ihr Geschmack in puncto Klamotten war wirklich das Allerletzte, was man sich an einer reifen Frau vorstellen konnte. &lt;br /&gt;Persönlich fand ich ihre Vorliebe für Omas Klamotten einfach lächerlich, und wenn sie sich um ihren kurzem Hals auch noch ein palästinensisches Bettlaken schlang, das ihren kleinen Kürbis mit dem Kurzhaarschnitt auf ihrem korpulenten Körperbau noch kleiner erschienen ließ, dann war alles zu spät.&lt;br /&gt;Trotzdem fand ich die Alte nett, denn ich war mir sicher, falls es mit uns, was letztendlich keineswegs sicher war, geklappt hätte, ich schon Mittel und Wege gefunden hätte, ihr ihre geschmacklose Weise sich zu kleiden auszutreiben - notfalls mit ein paar auf die Schnauze.&lt;br /&gt;Irgendwie hätte ich sie bestimmt zur Räson gebracht, da bin ich mir ganz sicher. &lt;br /&gt;Mehrere Male schon hatte ich versucht, was in Anbetracht ihrer Camouflage-Phobie, wahrlich nicht gerade einfach gewesen war, mir die alte Sau hinter der Theke zurecht zu saufen.&lt;br /&gt;Nach mehreren anstrengenden Anläufen und mühevollen Versuchen, die mir wie Schwerstarbeit vorkamen, hatte ich es fast geschafft und sie mir so dermaßen gut zurechtgesoffen, dass sie mir in meinem Suff wunderschön vorkam.&lt;br /&gt;Für sie hatte ich mir nach willensstarken Anläufen und konsequentem Probieren endlich die passende Frisur zurechtgesoffen: eine lange füllige Haarpracht, eine Komposition, die ihren kleinen Kürbis unter ihrer Fülle verschwinden ließ. &lt;br /&gt;Ihre palästinensische Bettwäsche in den Mülleimer geworfen, ihre Klamotten der Heilsarmee geschenkt. &lt;br /&gt;Den Fensterkitt aus ihrem Gesicht abgeschabt. &lt;br /&gt;Sie in ein dezentes, aber sexy blaues Kostüm hineingequetscht und auf ihrem Gesicht eine hauchdünne Schicht Rouge aufgelegt, denn obwohl von stämmiger Bauart und kugelrund, sah sie letztendlich doch etwas blass aus.&lt;br /&gt;So in etwa sah in meinen Suffträumen meine Traumfrau aus, gewiss nicht gerade erste Auslese, nein, das war sie nicht, aber immerhin besser als vor dem Zurechtsauf-Experiment.&lt;br /&gt;Um ehrlich zu sein, man konnte doch in meinem Alter sich nicht allzu wählerisch anstellen, denn im Grunde genommen hatte ich auch nicht viel zu bieten, nicht wahr? Denn als Seemann, Ausländer, Sozialsäufer, weiberfaul und thekenaktiv, mit Bierbauch und ner Glatze und mit klapprigen und erneuerungsbedürftigen Knabberleisten obendrauf ist man auch nicht gerade ein blauer Prinz. &lt;br /&gt;Blau schon und das oft und richtig, aber Prinz? &lt;br /&gt;Nein, das bin ich wirklich nicht. &lt;br /&gt;Die Alte aber, so wie ich sie mir zurechtgesoffen hatte, hätte bestimmt ihren Zweck erfüllt, denn im Grunde genommen wäre das doch der Sinn der ganzen Übung gewesen, nicht wahr? &lt;br /&gt;Wie gesagt, fast hätte ich’s geschafft, wäre mir bloß nicht ihr dämlicher sturer Arsch in die Quere gekommen. Himmel, Gott ist mein Zeuge, dass ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln versucht habe, die einem Nilpferd ähnliche Protuberanz, die an ihrem Achtersteven hing, zurechtzusaufen. &lt;br /&gt;Es nutzte alles nichts, ihr alter Arsch blieb so, wie er war, im Gegenzug aber war ich jeden Tag nur noch besoffen.&lt;br /&gt;Fest entschlossen, doch noch einen passenden Arsch für ihren Achtersteven zurechtzuschustern, verpasste ich mir, sozusagen als zusätzliche Verstärkung und Reiz für meine stilistischen Eigenschaften, zu jedem Beck‘s einen Doppelkorn. &lt;br /&gt;Scheiße, von da an nahm das Unheil erbarmungslos seinen Lauf, denn nach ein paar Tagen anstrengender Versuche bekam ich gewaltige Magenschmerzen, meine Hände fingen an zu zittern, und ihr sturer Arsch schien mir noch größer und monströser geworden zu sein.&lt;br /&gt;Fast entmutigt, aber immer noch mit dem verbissenen Draufgängertum des erfahrenen Seemanns, wechselte ich kurzerhand von Bier und Doppelkorn zu Bier und Wodka.&lt;br /&gt;Es nutzte aber alles nichts, denn ihr Arsch wurde noch riesiger. &lt;br /&gt;Danach probierte ich es mit Bier und Cognac, da musste ich aber, als mein Magen mir fast um die Ohren flog, schleunigst meine zitternden Flossen davon lassen, sonst wäre ich auch noch jämmerlich am Tresen krepiert. &lt;br /&gt;Es war wirklich zum Verzweifeln, denn nie zuvor hatte mich so ein dämlicher Weiberarsch so viel Anstrengung, so viel Mühe und Not gekostet.  &lt;br /&gt;Einen halbwegs rettenden Einfall, um wenigstens zu retten, was noch zu retten war, bekam ich, als ein Bekannter von mir ins Lokal kam, von dem ich wusste, dass er gute Cocktails zubereiten konnte, und schon bat ich ihn, mir eine Bloody Mary zu machen. Sie, die meine verzweifelten Anstrengungen, ihr einen besseren Arsch verpassen zu wollen, zu schätzen und zu würdigen wusste, erklärte sich sofort bereit, mir selber eine Bloody Mary zuzubereiten. Ein Unterfangen, das ich, da ich ihr noch nicht so ganz übern Weg traute, sofort ablehnte.&lt;br /&gt;Daraufhin wurde das undankbare Geschöpf sauer, allen meinen Bemühungen zum Trotz, ihr eine bessere Figur verpassen zu wollen und sprach kein Wort mehr mit mir, und meine gutbürgerlichen Gefühle, beleidigt und verschämt, gingen sofort auf Tauchstation und schliefen ruck, zuck wieder ein. &lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz hatten die vielen Bloody Marys, die ich an dem Abend trank, eine magische Wirkung, denn je mehr ich davon trank, desto nüchterner wurde ich. Ich trank nur noch so viel, was auch nicht gerade einfach war, bis ich ganz nüchtern war, zahlte wieder mal eine gepfefferte Rechnung und ging auf Nimmerwiedersehen aus der Kneipe direkt ins Seemannsheim, schlafen, wo ich 24 geschlagene Stunden lang den Schlaf der Gerechten schlief.            &lt;br /&gt;Bevor ich aber in meiner Koje einschlief, fragte ich neugierig all die kleinen lustigen grünen Männchen, die mit ihren riesengroßen Nilpferdpeitschen um meine Koje tanzten, was die eigentlich in meiner Bude zu suchen hatten und bat sie, bitte schön, etwas leiser zu sein ...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-1065541894889340112?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/1065541894889340112/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=1065541894889340112' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1065541894889340112'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1065541894889340112'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2009/01/eine-bremische-geschiste.html' title='EINE BREMISCHE GESCHICHTE'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-8677056583967510187</id><published>2008-12-02T02:17:00.000-08:00</published><updated>2008-12-02T02:20:20.311-08:00</updated><title type='text'>WEIHNACHTEN 1989 IN PLYMOUTH</title><content type='html'>Aus MSKR N°3. „ Der Fall MS Condor.“ &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;... Jan und ich hatten in der Tiefkühltruhe eine Ente, die auf der Stelle zur Weihnachtsgans erkoren wurde, gefunden, und die wollten wir uns für unser Abendmahl braten.&lt;br /&gt;Nach reifer Überlegung, wie man eine Ente am besten zubereiten sollte, kamen Jan und ich zu dem Entschluss, den alten Geier, bevor er im Backofen brutzelte, erst mal voll zu stopfen, aber mit was?&lt;br /&gt;Wir hatten fast gar nichts an Bord, das unserer Meinung nach als Weihnachtsgeierfüllung durchgehen konnte. &lt;br /&gt;Nun standen wir da mit unserem Talent, mit dem noch gefrorenen Geier in einer Plastikschüssel im Waschbecken, mit Luwala, unsere Hündin, die vor der Kombüsentür Wache hielt und den Geier nicht für eine Sekunde aus den Augen ließ, und wussten nicht weiter. &lt;br /&gt;„Zuerst müssen wir von allen Dingen, die als Füllung in Betracht kommen könnten, Inventur machen“, schlug Jan vor.&lt;br /&gt;Wo nichts ist, kann man bekanntlich nichts machen, aber dann hatten wir doch etwas im Kühlschrank gefunden, womit wir glaubten, eine vernünftige Entenfüllung zusammenschustern zu können.&lt;br /&gt;Wir hatten: noch einen guten halben Liter dicke Bolognese-Soße, ein halbes Pfund gekochten Reis aus dem Nasi Goreng von neulich und etwas geräucherten Speck, sonst nichts.&lt;br /&gt;„Das muss reichen. Was wir hier haben, ist besser als gar nichts“, dekretierte Jan, der Bootsmann, mit fachmännischem Blick.&lt;br /&gt;Der Geier wurde von mir aus seiner Plastikfolie befreit, in einen Brattopf gesetzt und sofort für eine Weile in den Backofen zum Auftauen geschoben.&lt;br /&gt;Währenddessen hatte Jan die Spaghetti-Soße und den Reis vermengt und war dabei, ein gutes Pfund geräucherten Speck klein zu würfeln. &lt;br /&gt;Und die alte Sau schob immer noch, an unserem stillen und munteren Treiben sehr interessiert, vor der Kombüsentür Wache.&lt;br /&gt;Für die Füllung zerhackte ich noch eine große Zwiebel klein, und Jan mischte alles zu einem schönen Klumpen zusammen.&lt;br /&gt;„Falls das zu viel sein sollte und nicht alles in den Geier hineinpasst, können wir den Rest Luwala geben“, ließ Jan mich wissen, als er seine Weihnachtsgansfüllung mit kritischem Blick betrachtete. &lt;br /&gt;Danach nahm er die Plastikschüssel, wo der Geier vorher gelegen hatte, wusch sie kurz, knallte den Klumpen dorthin, versalzte, verpfefferte und vermengte das Ganze noch einmal und legte es in den Kühlschrank.&lt;br /&gt;Wir wollten uns gerade frischen Kaffee zubereiten, als jemand von Land aus nach uns rief.&lt;br /&gt;Es war ein Mitarbeiter des Hafenmeisters, der uns Bescheid sagen wollte, dass am Abend eine besonders niedrige und hohe Tide zu erwarten war. &lt;br /&gt;Er bat uns, auf unsere Leinen aufzupassen, danach wünschte uns der Mann ein frohes Weihnachtsfest und zog weiter.&lt;br /&gt;Zu der Zeit hatten wir fast Hochwasser, unsere Leinen vor und achtern waren in Ordnung, das Schiff lag gut an der Pier, zwar etwas weg davon, aber da wir keinen Besuch zu erwarten hatten, ließen wir es so und zogen die Leine, auch in Erwartung des abendlichen Niedrigwassers, nicht stramm.&lt;br /&gt;„Wir haben weder einen Weihnachtsbaum noch sonst was“, bemerkte ich, als wir kurz danach in der Messe beim Kaffee saßen. &lt;br /&gt;„Ich glaube, dass ich gleich losgehe und uns etwas Festliches besorge, womit wir uns heute Abend die Messe schmücken können.“ &lt;br /&gt;„Das ist gar keine schlechte Idee, Meister, aber was wollen wir zu Mittag essen?“   &lt;br /&gt;„Ich habe keinen Hunger, Jan.“ &lt;br /&gt;„Dann hab ich auch keinen Kohldampf.“&lt;br /&gt;„Soll ich uns doch Fisch and Chips von Land mitbringen?“&lt;br /&gt;„Menschenskind, Meister, ja, warum denn nicht? Das habe ich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gegessen.“&lt;br /&gt;„Okay, dann ich geh gleich los und bin in maximal zwei Stunden wieder zurück an Bord“, versprach ich.&lt;br /&gt;Und so kam es auch. &lt;br /&gt;Bei Woolworth kaufte ich uns einen kleinen Weihnachtsbaum aus Plastik, einen kleinen Adventskranz und ein paar Pfund Knabberzeug und einige Billigvideos kamen noch dazu. &lt;br /&gt;Beim Metzger besorgte ich auch einen riesigen Knochen für Luwala.&lt;br /&gt;Beim Bäcker eine Sahnetorte und frisches Brot und beim Inder um die Ecke Fisch and Chips. &lt;br /&gt;So bepackt war ich wie versprochen kaum zwei Stunden später wieder an Bord, wo Jan mit dem Geier im Gange war.&lt;br /&gt;Er hatte sich wirklich Mühe gegeben. &lt;br /&gt;Die gesamte Füllung war in dem Vogel verschwunden, und als ich in die Kombüse kam, war er gerade dabei, mit einer Segeltuchnähnadel und Garn den Geierarsch fachmännisch und gekonnt dicht zu nähen.&lt;br /&gt;Danach, so gegen sechs Uhr, verschwand unser zubereiteter Weihnachtsbraten im Ofen, und die alte Sau hielt immer noch stramm und neugierig vor der Kombüse Wache.&lt;br /&gt;Jan hatte auch eine Dose Rotkohl aufgemacht, er wollte uns noch dazu Stampfkartoffeln zubereiten, zuerst aber, bevor alles kalt wurde, aßen wir unsere Fisch and Chips, und Luwala bekam ihren Riesenknochen verpasst.&lt;br /&gt;Nach dem Essen begab sich Jan wieder in die Kombüse, und ich gab mir Mühe, unsere Messe festlich zu gestalten.&lt;br /&gt;In der Putzlappenkiste hatte ich vor Kurzem eine fast neue bunte Tischdecke gesehen, und die holte ich mir auch. Sie hatte zwar in der Mitte ein Loch, aber da setzte ich den Adventskranz drauf.&lt;br /&gt;Den kleinen Weihnachtsbaum stellte ich auf den Fernseher und schmückte ihn mit Lametta und paar bunten Kügelchen. &lt;br /&gt;Eine richtige Weihnachtsdekoration hatten wir zwar nicht, aber als ich fertig war, sah die Messe doch recht niedlich und festlich aus.&lt;br /&gt;Wir hatten, um unseren Weihnachtsabend einigermaßen menschlich zu gestalten, alles Mögliche getan, und während wir nun so in der Messe bei einem Tropfen guten Wein, den ich vorsorglich ebenfalls in der Stadt ergattert hatte, auf unseren Braten warteten, schauten wir uns eins der Videos an, die ich bei Woolworth gekauft hatte.&lt;br /&gt;Der Geier war gegen einundzwanzig Uhr gar, denn unser Ofen war nicht gerade der beste, und darum hatte es so lange gedauert.&lt;br /&gt;Jan hatte unseren Weihnachtsbraten aus dem Ofen geholt und behutsam, fast mit Ehrfurcht auf einen ovalen Teller gelegt.&lt;br /&gt;Er wollte gerade den Geier mit Rotkohl, der viel versprechenden Soße und dem Kartoffelpüree garnieren, als die Schiffsleinen laut zu knattern anfingen.&lt;br /&gt;„Scheiße, Meister, wir haben die Leinen vergessen“, rief Jan alarmiert aus.&lt;br /&gt;Wie auf Kommando sprinten wir los an Deck, um unsere veralteten Festmacherleinen zu retten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst fierten wir den achtern Leinen etwas ab, danach gingen wir nach vorne und taten dort dasselbe mit den restlichen vorderen Leinen. &lt;br /&gt;Dort auf der Back, bevor wir wieder nach achtern gingen, zündeten wir uns eine Zigarette an und schauten uns in der Kälte des Abends ein bisschen um.&lt;br /&gt;Vom Schiff aus sah die Stadt wie ausgestorben aus, da fuhr kein Auto, kein Mensch war weit und breit zu sehen. &lt;br /&gt;Wären die bunten Lichter, die vor fast jedem Fenster blinkten, nicht gewesen, wir hätten sagen können, dass wir in einer Geisterstadt gelandet waren. &lt;br /&gt;Gerade diese Lichter aber, die hinter den Fenstern leuchteten, erinnerten uns daran, dass der Abend ein ganz besonderer Abend war.&lt;br /&gt;In der schweigenden Ergriffenheit unserer Gefühle standen wir, von Gott und Mensch verlassene Relikte der christlichen Seefahrt, beide da auf der Back der MS. Condor und genossen in tiefer Demut die Stille des Heiligen Abends. &lt;br /&gt;Schweigend und rauchend, fast wie von der anderen Seite des Mondes aus, sahen wir die bunten Lichter hinter den Fenstern der umliegenden Häuser an und dachten fern.&lt;br /&gt;„Wo zum Teufel ist die Luwala, Jan?“, fragte ich auf einmal wie vom Blitz getroffen.&lt;br /&gt;„Wie bitte?“&lt;br /&gt;„Die alte Sau, Jan, wo ist sie?“, fragte ich noch einmal, und ich rief nach ihr.&lt;br /&gt;Totenstille! &lt;br /&gt;Die alte Sau, die normalerweise, sobald ich sie rief, besonders in der Dunkelheit, um mir klar zu machen, dass sie doch bei mir war, mich mit ihrer Schnauze am Schenkel schubste, war nicht da.&lt;br /&gt;„Jan, die alte Sau, die mampft uns den Geier weg.“&lt;br /&gt;„Dann werde ich heute Nacht zum Koreaner“, knurrte Jan und sprintete nach achtern. &lt;br /&gt;„Bloß das nicht“, dachte ich, als ich hinter ihm herlief. &lt;br /&gt;Dabei war ich mir nicht im Klaren, ob ich Jan als Koreaner oder die Luwala als Geierdiebin mit „bloß das nicht“ meinte, ich lief also Jan hinterher und hoffte nur Gutes. &lt;br /&gt;Scheiße! Die alte Sau war nicht vor der Kombüse, und der Geier war auch weg!&lt;br /&gt;Ich rief nach ihr, Jan rief nach ihr, nichts rührte sich. &lt;br /&gt;Die teuflische Diebin war mit dem Geier auf Tauchstation gegangen und ließ sich von unseren Rufen nicht beeindrucken.&lt;br /&gt;„Könnte es sein, dass sie mit ihrer Beute bei dir in der Bude ist, Meister?“ &lt;br /&gt;„Nein, die kommt nur zum Schlafen zu mir, Jan, die bringt kein Essen mit. Sie hat aber unter der Treppe zur Brücke am Bootsdeck ihren geheimen Schlupfwinkel. Die hat sich bestimmt dorthin verkrochen.“ &lt;br /&gt;So war es auch. &lt;br /&gt;Die feine Dame hatte sich mit unserem Weihnachtsbraten unter der Treppe zur Brücke verschanzt und schien von unserem plötzlichen Erscheinen erst mal gar nicht beeindruckt zu sein.&lt;br /&gt;Sie lag da auf dem kalten Deck, den noch warmen Geier zwischen ihren Vorderpfoten fest im Griff und tat so, als ob wir gar nicht da wären.&lt;br /&gt;Die alte Sau tat nur so, denn sie peilte uns beide genau an, mit sehr wachsamen Augen, während sie genüsslich an Geiers Arsch schnupperte, dort wo die warme Füllung aus Spaghetti-Bolognese-Soße, Reis, geräuchertem Speck und Zwiebeln langsam herauslief.&lt;br /&gt;Sie stand erst auf, als wir den für uns Normalsterbliche unsichtbaren Sicherheitsabstand überschritten, den jedes Raubtier auf dieser Welt hat. &lt;br /&gt;Auch ein verfluchter Straßenköter, auch eine gemeine, eine miese, eine hinterhältige Hündin, wie Luwala nun mal ist, hatte so ein für uns unsichtbares unmittelbares Grenzrevier. &lt;br /&gt;Und als wir dies brachen, stand sie auf.     &lt;br /&gt;Der Geier zwischen ihre Pfoten dampfte noch etwas, als sie aufstand. &lt;br /&gt;Sie legte ihre Schnauze einige Millimeter von Geiers Arsch entfernt und schaute uns, leise, aber unmissverständlich knurrend, an.&lt;br /&gt;„Rotkohl mit Stampfkartoffeln und Spiegeleiern soll auch gut sein, Meister“, beeilte sich Jan zwar kleinlaut, aber bestimmt zu sagen.&lt;br /&gt;Ich wollte natürlich mich sofort auf die alte Sau stürzen und ihr den Arsch aufreißen, ich ließ es aber sein.   &lt;br /&gt;„Was mich am meistens wurmt, Jan, ist das dämliche Grinsen an ihr, die alte Sau, sie lacht uns förmlich aus.“&lt;br /&gt;Es war in der Tat wahrhaftig so, die Luwala mit ihrem dämlichen Grinsen lachte uns einstudiert und unverschämt knurrend einfach aus.&lt;br /&gt;„Sie hat den ganzen Nachmittag darauf gewartet, dass wir aus der Kombüse gehen, um sich den Geier zu schnappen. Das war genau einstudiert und geplant“, bemerkte Jan, als Luwala uns, immer noch unverschämt grinsend, fast belustigt, anknurrte. &lt;br /&gt;Sie wusste, dass sie die Schlacht um den Weihnachtsgeier gewonnen hatte, und sie ließ uns mit ihrer dämlichen Kampfeinstellung, ihrem Grinsen und ihrem Dröhnen unmissverständlich wissen, dass sie auf gar keinen Fall ohne einen handfesten Streit bereit war, den Geier wieder herzugeben und das wir uns lieber hätten verziehen sollen.&lt;br /&gt;Wir zogen uns gerade einen halben Meter zurück. &lt;br /&gt;Die Diebin legte sich wieder hin und fing an, uns beide immer noch scharf im Visier haltend, mit wachsender Begeisterung den Scheiß gefüllten und gebratenen Scheißgeier am Arsch zu lecken.&lt;br /&gt;„Zum Glück habe ich ein paar Karbonaden im Kühlschrank. Es hat keinen Sinn. Frohe Weihnachten, du alte Sau. Komm, Meister, wir haben Hunger“, sagte Jan und ging nach unten in die Kombüse.&lt;br /&gt;„Komm du bloß heute Nacht in meine Bude, du mieses Stück“, drohte ich mit erhobenem Zeigefinger.&lt;br /&gt;Von wegen! Die alte Sau ließ sich nicht von mir beirren, sie schlürfte frohen Gemütes an Geiers Arsch, sicher gewonnen zu haben, genüsslich weiter und beachtete mich überhaupt nicht mehr.&lt;br /&gt;In der Kombüse fand ich einen halb fluchenden, halb lachenden Jan, der gerade dabei war, vier Karbonaden in die Pfanne zu hauen, und ich lachte und fluchte, halb belustigt und halb sauer auf Luwala, mit ihm munter mit.&lt;br /&gt;Unsere Kleine tauchte so eine halbe Stunde später wieder bei uns auf. &lt;br /&gt;Zuerst schaute sie nur mit dem Kopf, vorsichtig die Lage peilend, in die Messe herein, wir waren mit unserem Weihnachtsmahl auch fertig. &lt;br /&gt;Während wir in aller Ruhe beim Wein eine Zigarette rauchten, taten wir so, als ob sie gar nicht da wäre, und wir schauten, ohne sie zu beachten, weiter fern.&lt;br /&gt;Sie wollte zu uns in die Messe, das war uns klar. Luwala hatte sehr gut diniert, und draußen war es kalt, bei uns in der Messe aber war es schön warm, und sie hatte aber auch ihr Maul weit offen. Sie hatte also Durst und wollte trinken. &lt;br /&gt;Klar, dass sie Durst hatte, der Scheiß Geier war gut gewürzt und gebraten gewesen, klar, dass die alte Sau Durst hatte. So gab ich ihr zu trinken, als sie aber mit mir schmusen wollte, schob ich sie schroff beiseite und befahl ihr, nach oben zu gehen. &lt;br /&gt;Sie ging ganz ruhig, auf die Schnelle tapste sie die Treppen hoch und ging, nachdem sie mich von oben aus noch einmal angegrinst hatte, in die Wärme meiner Kammer schlafen.&lt;br /&gt;Später, als ich auch kurz nach Mitternacht schlafen ging, lag sie auf meinem Sofa und schmunzelte immer noch vor sich hin, unverschämt grinsend im Schlaf.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen schauten Jan und ich neugierig unter der Treppe zur Brücke nach. &lt;br /&gt;Sie hatte alles weggeputzt, nichts lag vom Geier mehr da, sogar den Reis und die Zwiebeln hatte sie aufgegessen, die alte Sau!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-8677056583967510187?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/8677056583967510187/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=8677056583967510187' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/8677056583967510187'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/8677056583967510187'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2008/12/weihnachten-1989-in-plymouth.html' title='WEIHNACHTEN 1989 IN PLYMOUTH'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-2459840260301227445</id><published>2008-11-04T14:09:00.000-08:00</published><updated>2008-11-04T14:10:30.335-08:00</updated><title type='text'>TERROR IN PLYMOUTH</title><content type='html'>Aus MSKR N° 3. Der Fall MS Kondor.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;... Auf der anderen Seite des Hafens, wo wir lagen, eingezäunt und schwer bewacht, befand sich der Marinestützpunkt der Royal Navy. &lt;br /&gt;Dort an der Pier lagen einige moderne Fregatten und Zerstörer, ein paar atomgetriebene U-Boote und mehrere Minensuchboote. &lt;br /&gt;Aus den Zeitungen und Fernseher hatte ich an dem Tag gehört, dass man in dem Marinehafen aufgrund angeblicher IRA-Drohungen die Wachposten verdoppelt und einen höheren Wachzustand angeordnet hatte.&lt;br /&gt;Auch die lokale Polizei sowie alle Sicherheitskräfte der gesamten Region waren alarmiert worden - kurz vor Weihnachten also herrschte in ganz England dicke Luft und die IRA war wieder mal schuld daran. &lt;br /&gt;Den Abend davor hatte ich zwar gemerkt, dass die Suchscheinwerfer des Marinestützpunktes das Hafengewässer öfter und intensiver als sonst anstrahlten, mir war auch aufgefallen, dass die Boote der Küstenwache ihre Runden im Hafen öfter und penibler als sonst drehten und dabei hatte ich mich gefragt, wie schnell und wie konsequent die Engländer reagieren würden, falls es im Hafen wirklich ernst werden würde. &lt;br /&gt;Wie schnell die Engländer auf eventuelle Drohungen reagieren konnten, wurde mir erst am nächsten Tag gegen vier Uhr morgens durch eine gewaltige Ballerei bewusst. &lt;br /&gt;Da knallte es wie damals in Beirut. &lt;br /&gt;Zuerst fing eine 1-Zoll-Remington-Flinte, die wir an Bord hatten, an zu ballern, gleichzeitig ließ auch die Neun-Millimeter-Star-Pistole, die wir auch an Bord hatten, von sich hören und dazwischen, als ob das nicht alles schon genug gewesen wäre, meldete sich die 30/30-Winchester zu Wort, die ebenfalls beim Kapitän im ehemaligen Zollwarenschrank lag,  der zur Waffenkammer umfunktioniert worden war. &lt;br /&gt;Was war da schon wieder geschehen?&lt;br /&gt;So wie ich am nächsten Tag von den Jungs hörte, war der Alte gegen zehn Uhr abends wieder an Bord gekommen und hatte die Jungs und Peter an Land zum Bier eingeladen. &lt;br /&gt;Jan und ich waren zu der Zeit schon in die Falle gegangen, und so bekamen wir, da die auf leisen Sohlen von Bord gingen, von der späten Einladung zur Party erst mal gar nichts mit. &lt;br /&gt;Die Luwala schon, aber da sie den Klang der Schritte an Deck kannte, war sie ruhig und friedlich auf dem Sofa liegen geblieben und hatte nicht geknurrt, wie sie es normalerweise sonst tat, wenn fremde Leute bei Nacht und Nebel an Bord kamen.      &lt;br /&gt;Sie blieb ruhig liegen, auch als die Helden der Nacht gegen vier Uhr morgens wieder an Bord kamen, denn sie kannte ja ihre Schritte. &lt;br /&gt;Sie muckte nicht auf, als die verdammte Ballerei anfing, denn das kannte sie nämlich auch.&lt;br /&gt;Nur die pingeligen Wachposten drüben beim Navy-Stützpunkt blieben nicht ruhig, nein, die wurden sogar hellwach und verdammt unruhig und wild.&lt;br /&gt;Im Hafen brach die Hölle los, denn als all die Waffen leer geschossen worden und neu aufgeladen waren, fing das Nachtkonzert, sozusagen als Zugabe, von vorne wieder an.&lt;br /&gt;Die Remington-Flinte eröffnete also sozusagen als Präludium das Knarren-Concerto um 4 Uhr morgens bei eisiger Kälte und kristallklarer Nacht im Freihafen von Plymouth neben dem Stützpunkt der Marine, der wegen der IRA in Alarmzustand war, als Erste.&lt;br /&gt;Es folgte der trockene sinistre Knall der Winchester 30/30.&lt;br /&gt;Die spanische Neun-Millimeter-Star-Parabellum-Pistole, während die anderen Waffen wieder beladen wurden, machte für einen kurzen Moment ihr Solodebüt und feuerte ganz allein ihre Neun-Millimeter-Patronen ins Wasser, danach war für einen kurzen Moment Ruhe.&lt;br /&gt;Grade als ich mit Luwala bei Fuß zum Bootsdeck rausging, erfasste uns einer der Scheinwerfer aus dem Marinestützpunkt an und ließ uns nicht mehr los. &lt;br /&gt;Währenddessen fingen die Helden, sobald sie ihre Waffen wieder geladen hatten, ihre Darbietung von vorne an, und ich setzte mich auf die Bank neben dem Kamin und zündete mir in aller Ruhe eine Zigarette an.&lt;br /&gt;Luwala sprang ebenfalls auf die Bank, sie legte ihren Kopf auf meinen Schoß und schien von allem, was um sie herum geschah, gar nicht beeindruckt zu sein.&lt;br /&gt;Belustigt und besorgt zugleich kraulte ich ihr Fell und schaute mich um. &lt;br /&gt;Unzählige Lichter gingen in der Dunkelheit der Häuser an, die gesamte Nachbarschaft schien durch die Schießwütigkeit der besoffenen Helden aus dem Schlaf gerissen worden zu sein, und ich konnte mir vorstellen, dass manche Bürger besorgt bei der Polizei und der Feuerwehr anriefen. &lt;br /&gt;Es klang wie ein Handfeuerwaffengefecht im Wilden Westen, so ein Art O. K. Corall um 4 Uhr morgens im Hafen von Plymouth. &lt;br /&gt;Von Land aus kamen einige Streifenwagen der Polizei mit heulenden Sirenen auf uns zugerast, von See aus setzten sich alle Küstenwacheboote der Welt auch in Bewegung,  und die kamen alle in unsere Richtung. Währenddessen schossen die Helden an Deck beharrlich weiter in den Bach hinein, so als ob wir mitten im Atlantik wären.&lt;br /&gt;Erst als sie aus einem der Boote eine ruhige Stimme per Lautsprecher höflich fragte, was zum Teufel sie wohl dachten, wo sie wären, hörten meine Helden auf herumzuballern. &lt;br /&gt;Aber da war auch schon die Polizei von Land aus an Bord.&lt;br /&gt;Höflich wie Engländer nun mal sind, baten die uns alle, in der Messe Platz zu nehmen, denn die wollten erst mal unsere Personalien aufnehmen. &lt;br /&gt;Da aber alle unsere Pässe und Seefahrtsbücher bei Markus im Safe waren, zogen wir alle nach oben und nahmen bei ihm im Büro Platz. &lt;br /&gt;Markus, der kaum auf den Füßen stehen konnte, bot denen einen Drink an, aber die lehnten ab. &lt;br /&gt;Peter bot denen einen Kaffee oder Tee an, aber die lehnten ebenfalls ab. &lt;br /&gt;Nein, die waren nicht zum Kaffeetrinken gekommen, sie waren zwar höflich, aber ihnen war gar nicht nach lustig zumute.  &lt;br /&gt;Ein paar der Polizisten kannte der Kapitän. &lt;br /&gt;Die kannten auch das Schiff, und die kannten die Jungs, darum nahm die Polizei den Fall so locker.&lt;br /&gt; Wie unter alten Freunden, während zwei von denen die Nummern der Waffen und die dazu gehörigen Zulassungsscheine überprüften, schrieben ein paar andere unsere Namen, Pass- und Seefahrtsbüchernummern auf.&lt;br /&gt;&gt;Verdammt, Markus, noch nicht mal in unserem Präsidium gibt es so viel Munition wie bei dir hier an Bord&lt;, sagte einer der Polizisten zu ihm.&lt;br /&gt;&gt;Mit allem Drum und Dran sind es 600 Schuss&lt;, antwortete mein Kapitän, als sei das die normalste Sache der Welt. &gt;Waffen sind mein Hobby&lt;, fügte er noch lächelnd hinzu. &lt;br /&gt;&gt;Mittlerweile sind es erheblich weniger geworden, Kapitän.&lt;&lt;br /&gt;&gt;Und jeder Schuss wird dich wohl verdammt teuer zu stehen kommen, mein Lieber&lt;, ergänzte sofort ein anderer der Polizisten in Zivil.&lt;br /&gt;Und dann kamen auch die Herren vom Marinestützpunkt an Bord. &lt;br /&gt;Die blauen Jungs waren nicht höflich, die waren nicht freundlich, die waren nur wutentbrannt und stinksauer.&lt;br /&gt;&gt;Sind die denn alle betrunken?&lt;, fragte der Leutnant, der in Begleitung von vier MP-Leuten an Bord gekommen waren.&lt;br /&gt;&gt;Lass mich euch etwas erklären, Herr Kapitän. Wäre ich zufällig nicht bei dem Wachposten, der euch als Erster lokalisiert hat, dabei gewesen, der hätte euch alle ohne Weiteres mit seiner MG niedergemäht, okay? Gut für Sie, dass ich gesehen habe, wie Sie sich eine Zigarette angesteckt haben und den Hund bei Fuß hatten&lt;, fauchte der Herr Leutnant mich an. &lt;br /&gt;&gt;Nix da&lt;, wehrte ich ab. &gt;Ich bin hier der Chief, das ist der Kapitän&lt;, sagte ich und zeigte dabei versehentlich auf Peter. &lt;br /&gt;&gt;Möchten Sie eine Tasse Tee?&lt;, lallte Peter in seinem Suff den „Man of war“ an. &lt;br /&gt;Der Leutnant fasste sich an den Kopf und für einige Sekunde blieb er da mitten im Raum regungslos stehen.&lt;br /&gt;&gt;Stellt euch mal das vor, ich habe den Wachposten ablösen lassen müssen, der hat vor Aufregung am ganzen Körper gezittert, Mannomann, wir sind alle der IRA wegen in erhöhtem Alarmzustand, verdammt noch mal, und diese Idioten hier, die feuern mit ihren Waffen mitten in der Nacht einfach so herum&lt;, donnerte der Leutnant los, ohne sich um Peters Einladung zu kümmern. &lt;br /&gt;&gt;Das war nicht nett von dir, Markus&lt;, sagte einer der älteren Bullen. &lt;br /&gt;Kurz darauf kamen auch noch mehrere Polizisten in Zivil an Bord, sodass die Bude breschenvoll wurde, und ich fragte, ob ich schlafen gehen könnte. &lt;br /&gt;Jan und ich, als einzige nüchtern und noch im Schlafanzug, konnten gehen, und das taten wir auch.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende dieser Fahnenstange konnte der Kapitän seine Waffen an Bord behalten, da wir im Freihafen waren, wurden die nicht beschlagnahmt und von der Polizei in Gewahrsam genommen, sie wurden nur weggeschlossen, und das Schloss wurde von der Polizei verplombt. &lt;br /&gt;Markus musste sich aber ein paar Tage später vor Gericht verantworten. &lt;br /&gt;Er bekam eine saftige Geldstrafe aufgebrummt, mehr nicht.&lt;br /&gt;Wie viel es war, weiß ich nicht, er hat mit mir nie darüber geredet, und ich habe auch nie danach gefragt, und Tageszeitungen brachten die Agenten von da an auch nicht mehr an Bord.&lt;br /&gt;Von da an hatten wir die Polizei jeden Tag an Bord, sie kamen und kontrollierten ihre Plombe am Waffenschrank, sie kamen immer morgens und manchmal auch am Abend.&lt;br /&gt;Und nein, Markus und seine Helden ballerten von da an nicht mehr mitten in der Nacht im Hafen von Plymouth herum.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-2459840260301227445?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/2459840260301227445/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=2459840260301227445' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/2459840260301227445'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/2459840260301227445'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2008/11/terror-in-plymouth.html' title='TERROR IN PLYMOUTH'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-2813848136172228877</id><published>2008-10-04T02:25:00.000-07:00</published><updated>2008-10-04T02:26:04.335-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Warum wir zu erst nach Palma de Mallorca fuhren und nicht, wie es mir logisch zu sein schien, nach Valencia, wurde mir nach unserem Festmachen in Las Palmas vom Kapitän höchstpersönlich erklärt.&lt;br /&gt;Also die Sache war die, Valencia wäre zwar der erste Hafen auf unserer Route gewesen, den konnten wir aber aufgrund der Stabilitätsberechnungen des Kapitäns nicht anlaufen. &lt;br /&gt;Durch die Beschaffenheit des Laderaums war es ihm in Wollgast möglich gewesen, den Raum nur durch 3 mit den Trennschotten, zu teilen.&lt;br /&gt;Die Räume vor und achter, waren mit je 1000 Tonnen Getreide belegt worden, währen der mittlere Teil mit die restliche 1500 belegt worden war.&lt;br /&gt;Nun, so der Kapitän, sein Problem war das, wenn er die 2000 für Valencia zu- erst gelöscht hätte, dann hätte sich der Dampfer in der Mitte gebogen.&lt;br /&gt;Meine Fresse, wir wären wegen ein paar jämmerliche Tonnen Restladung, wesen druck mittschiffs, er, auf Grund seine Berechnungen mit den fast 1200 Tonnen  Ballastwasser, die er zur Verfügung hatte, gar nicht kompensieren könnte, in dem Mare Nostrum abgesoffen, oder zu mindestens den Dampfer zu Schrott gefahren, sagte mir in seiner immensen Weisheit der Herr Kapitän.&lt;br /&gt;Fuck, war dieser Spinner von einem Kapitän auf Zack, der Affe war aber noch nicht mal der Schatten einem Argonuten.  &lt;br /&gt;Argonut sein heißt bei mir am Erste stelle Argonaut, ein Master Mariner and Commander, zu sein, ein Mensch der hohen Schiffbefähigungskunst also, der sich nur etwas später, sei es durch eigennütziges Denken oder Servilismus dem Reeder gegenüber, als gefährlicher und unberechenbarer Seefahrtzwitter entpuppte, als Argonut also. &lt;br /&gt;In Las Palmas beim Löschen, fickte der Arsch mir die Ballasttanks so der- maßen herum, dass ich am Ende selbst nicht mehr wusste, wo was war, sodass ich, um mir einen genaueres Bild des Ballast zustand des Schiffes verschaffen zu können, all die Ballasttanks Durchpeilen musste.&lt;br /&gt;Sauer auf den Mann wurde ich langsam auch, denn ich hatte keine Lust mehr wegen der Trottel, den ganzen Tag Hafenwasser umzuwälzen.&lt;br /&gt;&gt;So wie ihr den Dampfer löscht, wird es nicht gut gehen. Steuermann, so lassen uns die spanischen Hafenbehörden erstmal gar nicht auslaufen. Was Getreideladung betriff, dürfen Laderäume nur voll mit Bulkladung gefahren werden, ihr habt Restladung in alle 3 gelassen, das geht nicht gut. - &lt;&lt;br /&gt;Sagte ich zu dem Steuermann, als wir uns an Deck trafen.&lt;br /&gt;Was war geschehen?&lt;br /&gt; Nach der Durchpeilung der Ballasttanks, hatte ich aus lauter Neugier kurz über die Kante in Laderaum geschaut, und was ich da gesehen hatte, hatte mir nicht gefallen.&lt;br /&gt;Der Herr Kapitän, kraft seines Amtes als Oberaffe an Deck, hatte nämlich von allen 3 Teilräumen Ladung löschen lassen so- dass wir nun in jedem der Teilräume ein Freiraum von über 6 Metern, von der Restladung bis zur Oberkante Ladelukensüll vorweisen konnte.&lt;br /&gt;Wegen der Rutschgefahr des Getreides teilt man auf vielen Schiffen den großen Laderaum mit fahrbaren Schotten in kleinere Sektionen. &lt;br /&gt;Dieser Sektionen werden so eingeteilt, dass jeder von denen beim Laden, voll bis zur Oberkantenlippe wird. Damit verhindert man, dass das Getreide sich in den leeren Raum  schifftet und so, besonders bei Schlechtwetter wo diese Gefahr, der Schaukelei wegen am größten ist, das Schiff zum Kentern bringt, so wie im Fall des Segelschiff „Pamir“,  zum Beispiel.&lt;br /&gt;&gt;Das habe ich ihm auch erklärt Meister, er behauptet aber, das stabilitäts- mäßig alles in Butter sei. -&lt; Mehr sagte der erfahrener alte Großfahrtkapitän, der um seine magere Rente abzurunden, als Steuermann auf Kümos fuhr, nicht, es war aber genug.&lt;br /&gt;Der Herr Kapitän war also nicht nur in Sachen Getreideladen und Bulkladung ein ungeschriebenes Blatt, er schien auch, nicht nur beim Schlechtwetter ängstlich zu sein, sondern auch eine große Portion dreiste Ignoranz zu besitzen. &lt;br /&gt;Man spricht nicht von guter Stabilität eines Kümos, wenn man 1500 Tonnen Getreide wahllos in die drei Teilräume des Laderaums verteilt hat, denn sogar eine leichte Dünung, würde auf See das Schiff in Schwierigkeiten bringen.&lt;br /&gt;Schlimmer noch, der Steuermann bestätigte mir, dass der mittlere Teilraum einer Fassungsvermögen von genau 1500 Tonnen hatte, und dass der unerfahrene Kapitän, seinen Rat, den Mittlerraum voll zu belassen und nur die vorderen und hinteren Räume mit je 1000 Tonnen Getreide in Las Palmas zu löschen, in den Wind geschlagen hatte.&lt;br /&gt;Hinzu kam, dass die Ladung nicht gleichmäßig in den Räumen verteilt war, wobei so nach Augenmaß, von oben aus gesehen, in dem achterlichen Teil jedes Raums eine Ladungs- tiefe von ungefähr einem Meter, gegen die zwei Meter der vordere Teil, in etwa standen. &lt;br /&gt;Wäre die Ladung gleichmäßig im Raum verteilt gewesen, theoretisch, so der Steuermann, bei spiegelglatter See und die hatten wir ja, hätte man ohne Weiteres die 12 Stunden Fahrt nach Valencia machen können, so aber nicht.&lt;br /&gt;An dem Abend kam es, wie es kommen musste, der Agent erschien gegen 16 Uhr an Bord, um das Schiff auszuklarieren und kurz darauf rückte auch jemand von der Hafenbehörde an und der hinderte uns, der Gefährlichkeit der Ladungs-Verteilung wegen, auszulaufen.&lt;br /&gt;An dem Abend wurde es noch lustig.&lt;br /&gt;Der Mann vom Hafenkapitänsbüro verlangte auch noch ein Stabilitätsplan, zu sehen.&lt;br /&gt;Daraufhin setzte sich unser Kapitän an den Ladecomputer und in null Komma nix spuckte die Klitikliklick- Maschine einen positiven Stabilitätsplan aus. &lt;br /&gt;Der Resultat besagte, dass mit so und soviel Ladung in Laderaum verteilt, keine Gefahr für Leib und Seelen der Besatzung bestand.&lt;br /&gt;Nix da, Kameraden, Scheiße hoch 3 war angesagt ,denn der Mann vom Hafenamt war eine von der sturen Sorte und gar nicht auf lustig angelegt.&lt;br /&gt;Scheiße, blöd war er auch nicht, denn er ließ sich nicht beirren und akzeptierte, den vom Computer ausgearbeiteten Stabilitätsplan nicht. &lt;br /&gt;Weil er nicht nur ein Kerl der sturen Sorte, sonder auch noch eine von der verbohrten Sorte war, verlangte der uneinsichtige Beamte mit dem Hinweis, dass maschinell hergestellte Stabilitätspläne nicht akzeptabel sind, weil Computer Programmen, wenn auch zuverlässig, immer noch manipulierbar waren, einen von Hand geschriebenen Stabilitätskonzeptplan, zu sehen.&lt;br /&gt;Anatomisch gab’s in dieser letzten Hinsicht überhaupt kein Problem, denn die Hirnkaste des Kapitäns war zwar auf seinem, von Gott vorhergesehenen Platz, die musste aber leer gewesen sein, denn sonst hätte er von Anfang an, den Rat vom Steuermann befolgt und der Ladung im mittleren Bereich des Laderaums nicht berührt. &lt;br /&gt;Die Hände waren auch da, wo Gott es vorgesehen hatte, denn sonst hätte der Herr Kapitän sich nicht, ratlos, wie er war, an seiner leeren Zerebrumschatulle, kratzen können. &lt;br /&gt;Das war aber auch alles, was er in Anbetracht des Problems machen könnte.&lt;br /&gt;Katastropheneinsatz war also angesagt. &lt;br /&gt;Auf der einen Seite konnte der Alte nur mithilfe des Taschenrechners, keinen Stabilitätsplan für das Schiff zustande bringen, denn der Herr Kapitän hatte wohl nicht die geringste Ahnung wie man so einen Stabilitätsplan ausrechnet, ohne die Klitikliklick Maschine die, die Arbeit für ihn tat, war der Kapitän aufgeschmissen und hilflos wie ein neugeborenes Baby.&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite wollte der Hafenamtsmann etwas Handgeschriebenes aufs Papier sehn, Handgeschriebenes das der Kapitän ihm nicht geben konnte.&lt;br /&gt;Es war wirklich Kacke hoch drei, und die Blamage war perfekt. &lt;br /&gt;All die Mühe, all die Arbeit, all das Schwitzen und das Fluchen, was er, unter Beaufsichtigung eines erfahren Großfahrtkapitäns, wie seine herzkranker Steuermann war, während der Reise von Ostdeutschland nach den Balearen zu, vergeudet hatte, um das Ladungsprogramm des bestialisch querköpfigen Computers zu bedienen waren von der Katz gewesen. Hinzu kam, dass dem Hafenonkel von nix hören wollte und verlangte, mir nix dir nix, einen von Hand hergestellten Schiffsstabilitätsplan.&lt;br /&gt;In der Zwischenzeit aber waren es schon 17 Uhr geworden, und der Hafenamtsbeamte machte erstmal Feierabend und ging, mit dem Hinweis am nächsten Tag wieder zu erscheinen, erstmal zu Mama nach Hause.&lt;br /&gt;Es nütze alles nichts, der Steuermann nahm die Angelegenheit in die Hand und produzierte am nächsten Tag den gewünschten Stabilitätsplan, der, ja, einen für das Schiff mehr als gute Stabilität aufweisen konnte. &lt;br /&gt;Die Ladung aber war zu unüberlegt verteilt worden und entsprach nicht mehr den neuen Sicherheitsbestimmungen, denn falls wir auf See in einen Jahrhundertorkan hineingetappt wären, hätte die Ladung in Laderaum lag, sich verschieben können, und wir währen garantiert abgesoffen. &lt;br /&gt;Argumentierte der Hafenamtsmann, und hatte natürlich damit recht.&lt;br /&gt;Als der Agent und der Mann von Hafenamt von Bord gingen, stand ich neben der Gangway und rauchte, sehnsüchtig vom Schiff aus in die Gegend schauend, eine Zigarette. &lt;br /&gt;&gt;Kommt überhaupt nicht in Frage, das Schiff beleibt so lange hier, bis die Ladung gesichert ist, - &lt; hörte ich dem Hafenmann zum Agenten sagen, als die beiden an mir vorbei zogen und an Land gingen.&lt;br /&gt;Das ist alles, was ich verstehen konnte, mehr nicht, denn die beiden waren kurz darauf von Bord.&lt;br /&gt;Viel war es nicht, was ich da, mitbekommt, hatte, aber mehr als genug.&lt;br /&gt;Kurz nach dem Abendbrot, gingen der Kapitän und der Steuermann an Land, auch einige unserer Matrosen aus Kiribati marschierten los, so- dass am Ende nur der Wachsmann und ich an Bord geblieben waren.&lt;br /&gt;Angesicht dessen, ging ich auch kurz an Land, ich besorgte mir Ibero-Schinken und Chorizzowurst, Schafskäse und dicken schwarzen Oliven, die Bild Zeitung und Frischbrot, kaum eine Stunde später aber, so gegen 20 Uhr, war ich zurück an Bord. &lt;br /&gt;Unsere Ladungsburleske in Las Palmas dauerte über eine Woche. &lt;br /&gt;Verdammt noch mal, wegen der Scheiße, blieben wir über eine geschlagene Woche, fest an dem Stand-by Pier.  &lt;br /&gt;Denn am nächsten Mittag, nachdem der Hafenonkel unserem Kapitän mitgeteilt hatte, dass er aufgrund der bestialischen Verteilung seiner Getreideladung an Bord nicht auslaufen konnte, wies er ihn an, zu dem Stand-by Pier zu verholen, und das war’s. &lt;br /&gt;Der Herr Kapitän sagte nix, der Steuermann sagte auch nix, ich fragte nix, und die Jungs schauten dem ganzen Tag bis spät in die Nacht fern, und schliefen bis Mittag.&lt;br /&gt;Die Jungs schauten fern, und schliefen bis Mittag, weil die nix tun konnten, die könnte weder malen noch sonst was tun denn all die Farbe hatte der Rasmus in der Mitte der Biskaya, für sich beansprucht, und gleichmäßig dem Kabelgatt Aufgebauten, die Leinen, und alles was da herum lag, voll damit gekleistert.&lt;br /&gt;Nach zwei Tagen Dauerschlaf taten mir die Jungs so der maßen leid, dass ich dem Steuermann fragte, ob ich die für einen Tag mit mir in den Maschinenraum nehmen konnte. &lt;br /&gt;Er hatte nicht einzuwenden, so nahm ich die Jungs mit, und so während drei davon mit dem Waschen der Maschinenraum anfingen, fing ich an mit dem jüngeren von denen, der mit dem dritten Steuermannspatent auf großer Fahrt, fing ich dem Ruderraum Inventar aufzunehmen. &lt;br /&gt;An dem Abend gab ich die Jungs, zum Dank für ihre Hilfe eine Kieste Bier aus, und da ich im Maschinenraum noch eine vollen Eimer weißen Lachfarbe hatte, lies ich sie, um das Bier auszuschwitzen, am nächstem Tag der Bugstrahlraum damit malen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Unsere Festmacherleinen vorne, dank der Farbe, die das Wasser im Kabelgat hin und her geschleudert hatte, sahen so bunt, so grün, so braun, so signalrot und weiß und gelb, ja so lebendig aus, und schienen wie von einem sehr begabten Rasmus bemalt worden zu sein. &lt;br /&gt;Diesen so bunten Festmacherleinen, fast lebendig vom Schiff zum Land hängend,, sahen wie surrealistische Picasso Farbstrichen in der Hafenlandschaft aus, und passten und vermischten sich, wie dafür geschaffen, innig und anmutend in die Insulaner Landschaft hinein.   &lt;br /&gt;Alles war so richtig kreativ, so künstlerisch vielsagend, ja großer Gott, fast atemberaubend hinreißend und belehrend, und so feinsinnig und formvollendet zu gleich, dass einem, bei dem Anblick von solche fantasievollem Rasmussisechem malerisches können, gleich warm ums Herz wurde.&lt;br /&gt;Am nächstem Tag rührte sich bei uns an Bord immer noch nix und dem Herrn Kapitän schien abwesend, zu sein. &lt;br /&gt;Nicht anwesend im Geist meine ich, denn der löffelte mittags in der Messe brav und artig seine Suppe weg, aß zu Abendbrot und genau so wortkarg und abwesend,, wie er gekommen war, verschwand er wieder in seiner Bude. &lt;br /&gt;Am siebten Tag des Herrn, wo unser Aufenthalt an der Pier, mir langsam auf dem Geist ging, marschierte ich zum Agenten, und von dort rief ich bei der Reederei in Duisburg an. &lt;br /&gt; &gt;Ich höre nur von Ladungsproblemen, kein Mensch sagt mir genau, was los ist. Was zum Teufel wollen die Hafenbehörden, was ist mit der Ladung los, wann werdet ihr endlich auslaufen? &lt; &lt;br /&gt; Himmel, hatte der Reeder fragen an mich, und was schlimmer war, der wusste von gar nichts, denn so, wie ich ihn verstand, er war der Meinung, dass wir immer noch am Löschen, waren, es schien mir wirklich so, dass der Heer Kapitän, genau so wie der Agent auch, ihn über die gesamte Angelegenheit, ihm, im Dunkel gelassen hatte,&lt;br /&gt;&gt;Fünfzehnhundert Tonnen Getreide sind ungleichmäßig durch die drei Teilräume verteilt. Aufgrund dessen lässt uns dem Hafenkapitän, solange die Restladung nicht in einem einzigen der Teilräume umgeladen wird, nicht auslaufen. Lassen Sie den Agenten uns leere Säcke an Bord bringen, so können wir an einem Tag in alle drei Räumen die Säcke auffüllen und auf der Restladung legen. Wenn das nicht geht, dann werden Sie wohl leider ein Kran und einen Löschgang bestellen müssen, damit die der Ladung umschifften &lt;  &lt;br /&gt;&gt;Danke Meister wir übernehmen die Angelegenheit von hier aus&lt; &lt;br /&gt;Wie immer legte der Reeder auf, ohne auch nur „Guten Tag“ zu sagen. &lt;br /&gt;Bis zum Abendbrot hatte der Reeder von Deutschland aus alles organisiert, wir mussten aber noch drei Tage warten, denn da hatte sich ein Frachter gemeldet und der hatte, um die Zehntausend Tonnen Getreide zu löschen.&lt;br /&gt;Erst danach kamen wir eines schönen sonnigen Morgens wieder dran. &lt;br /&gt;An derselben Pier, wo wie gelöscht hatten, warteten an dem Morgen ein Kran und einigen Hafenarbeiters auf uns, und die gingen sofort bei, unsere Restladung umzuschlagen. &lt;br /&gt;Die Leute nahmen sich Zeit, es war ja ihr Geld, die arbeiteten nach dem Motto: More houers, More Dollars, und ich könnte denen es nicht verdenken. &lt;br /&gt;Am gleichen Tag liefen wir endlich gegen 16 Uhr aus, aber ohne den Kapitän, der wurde nämlich noch am selben Tag abgelöst von einem langjährigen Mitarbeiter der Reederei, der extra dafür aus dem Urlaub abgerufen worden war.&lt;br /&gt;Zwölf Stunden später liefen wir in den Hafen von Valencia ein, wo wir der Restladung mit einer elftägigen Verspätung ablieferten. &lt;br /&gt;Dieser Traurige „Opera buffa“ in Palma de Mallorca auf die Balearen, hatte insgesamt 10 tagen gedauert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-2813848136172228877?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/2813848136172228877/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=2813848136172228877' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/2813848136172228877'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/2813848136172228877'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2008/10/warum-wir-zu-erst-nach-palma-de.html' title=''/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-8673247125958217316</id><published>2008-09-04T09:11:00.000-07:00</published><updated>2008-09-04T09:14:47.492-07:00</updated><title type='text'>MASTER MARINER AND COMMANDER... MY ASS.</title><content type='html'>Aus:MSKR N° 5. VON ANDEREN GESCHCHTEN UND EPILOGE&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;fortsetzung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...Der Ablöser der Simulant war nun auf der Brücke der NEMUNA und wir liefen in der Bucht von Las Palmas dem Hafenlotsenboot entgegen. &lt;br /&gt;Der Kerl war, so weit ich es beurteilen konnte, kerngesund, er war aber auch ein Simulant.&lt;br /&gt;Er war aber noch gefährlicher und obenauf eíner von der übelsten Sorte, die ich kannte, denn er simulierte ein Schiffskapitän zu sein.  &lt;br /&gt;Nix, aber auch nix an Bord eines Schiffes ist schlimmeres, als ein Mann der simuliert, ein Schiffskapitän zu sein.&lt;br /&gt;Wenn der Arsch noch felsenfest der Meinung ist, auch noch ein guter Schiffskapitän zu sein, dann ist das Schiff mit Mann und Maus wirklich in unmittelbare Lebensgefahr.&lt;br /&gt;All der Scheiß fing in dem Biskaya an, eigentlich das Ganze fing schon in Wollgast beim Lade des Schiffes an, denn dort, innerhalb von 4 Stunden, bei einen bis zum Oberkantenlippe mit Getreide geladener Schiff, wurde mir dreimal der Ballastplan geändert &lt;br /&gt;Zu erst, so wie es sich gehört, bekam ich der Ballastplan von dem Steuermann und der war sehr einfach: denn es besah nur leeren Tanks, so machte ich mir daran die Ballast Tanks mit meine beide Lenzpumpen leer zu pumpen.&lt;br /&gt;Kaum eine halbe Stunde später, kam der Kapitän in Maschinenraum und fragte nach dem Ballast zustand des Schiffes, ich zeiget ihn der Ballast Plan und erklärte ihm, dass ich die Vore Peak und Tank Eins Mitte, grade am Lenzen war.&lt;br /&gt;Der Master Mariner and Commander, nahm dem Ballastplan an sich, und ohne ein Wort zu sagen, ging er, dreist und entschlossen dahin blickend, die Treppe hoch, aus dem Maschinenraum. &lt;br /&gt;Bis dahin hatte ich schon die ersten beiden Ballasttanks gelenzt, da keine anderen Anweisungen vorlagen, hatte ich die Pumpen abgestellt und war Kaffee trinken gegangen, denn mittlerweile waren 10 Uhr morgens geworden und es war Kaffeezeit.&lt;br /&gt;Wir später trafen wir uns wieder in die Messe, wo er mir, mit dem Hinweis das Er nun der Kapitän war und daher für die Sicherheit des Schiffes und Ladung zuständig, druckte mir der Herr Kapitän, ein neuer Ballastplan in die Hände. &lt;br /&gt;Der neue ausgearbeitete Plan vorsah, dass nur die Hefte von all den Ballasttanks, hätten, leer sein sollten, und das, bei 3500 Tonnen Getreide und bei vollem Laderaum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;Also die Vore Peak muss auch wieder vollgemacht werden, &lt; sagte ich, als ich mir die neue Ballast Anweisungen sah.&lt;br /&gt;&gt;Machen Sie aber erst all den Seitentanks leer und dann machen Sie Bitte die Vore Peak und dem N° 1 wieder voll Meister&lt; &lt;br /&gt;&gt;Geht klar, &lt; hatte ich geantwortete und an meinem Kaffee weiter geschlurft. Der Kapitän ging, der Steuermann kam gleich darauf auch, zu Kaffee trinken in die Messe.&lt;br /&gt;&gt;Ich habe hier eine neuer Ballastplan Steuermann, &lt; sagte ich und zeigte ihm dem Zettel. Er schaute sich in alle Ruhe dem neuen Plan am, murmelte er so was wie:&lt;br /&gt; &gt;Der hat keine Ahnung, &lt; er sagte aber nicht mehr dazu und ich ging in Maschinenraum dem Ballast, rauszuschmeißen.&lt;br /&gt;Gegen 15 Uhr war ich damit spielen fertig geworden, ich meldete das Ende der Ballast lenzerei auf der Brücke via Interkom weil komisch, wie es klingen mag, das Schiff ohne Telefon geboren war, und legte kurz danach dem Ballastzettel mit meiner Unterschrift in die Messe und der Fall war für mich gelaufen.&lt;br /&gt;Von Land aus, die Hafenarbeiter waren schon früh am Morgen mit dem Laden des Schiffes angefangen, die hatte aber wegen Ladungsmangel um die Mittagszeit mit dem Hinweis das die am Nächsten morgen um 6 Uhr, wieder anfangen wollten, aufgehört.&lt;br /&gt;Mein Ballast war raus, auf meine Arbeitszettel hatte ich nicht Wesentliches drauf und so machte ich, wie all die anderen an Bord auch, erstmals Sense.&lt;br /&gt;Der nächste Tag verlief ruhig, es mangelte an Ladung und daher wurden wir nicht fertig, ich hatte meinem Arbeitspensum erledigt und lungerte nur herum und vertrieb mir die Zeit  fast belanglose Aufräumungsarbeit in der Werkstatt und wünschte mir wir wären schon auf See. &lt;br /&gt;Lustig wurde es an dem Tag danach früh am Nachmittag, wo es um die letzen 50 Tonnen Ladung ging. &lt;br /&gt;Platz da für, im Laderaum Achter, hatten wir ja genug, des neuen Ballastplan wegen aber, waren wir laut Steuermann, auch schon überladen und das auch noch nicht mal wenig. &lt;br /&gt;Zuerst bekam ich vom Kapitän die Anweisung Tank Nummer 2, zu lenzen, ich tat es sofort.&lt;br /&gt;Danach bekam ich, immer vom Kapitän, die Anweisung beide Seitentanks Nummer 4 vollzumachen, dass tat ich auch auf der Stelle.&lt;br /&gt;Danach immer vom Kapitän, kaum eine halbe Stunde später, nachdem ich das Hafenwasser von Wollgast, wieder ein wenig umgewälzt hatte, bekam ich die Anweisung Seitentanks Nummer 3 aufzufüllen und den beiden 4 wieder leer zu lenzen, ich tat es ohne widerrede.&lt;br /&gt;Danach teilet eine völlig verstörte Kapitän mir mit, dass beide 4 doch vollzumachen wären und die 3 wieder leer, ich hatte nichts zu tun und ich fand das lustig, ich fragte noch nicht mal, was der Scheiß bedeuten sollte, ich tat es, basta.&lt;br /&gt;Als der Laderaum dann dichtgemacht wurde, trimmte ich mit meinen Brennstoffstanks das Schiff grade und wartete ab.&lt;br /&gt;Wir liefen gegen 15 Uhr aus, wir gingen in der Nordsee via Kielkanal, wo wir, um die 200-Liter-Schiffsfarbe und 50 Liter Farbverdünnung an Bord bekamen. Später, weil die von Deck in Wollgast Frischwasser zu bunkern vergessen hatten, in Brunsbüttel, wo es wirklich gutes Trinkwasser gibt, frischten wir auch unseren Frischwasservorrat auf  und ab ging die Post Richtung Balearen.&lt;br /&gt;Wir konnten zwar selbst Frischwasser an Bord produzieren, in der Ostsee setzte ich aber das Ding nicht in Betrieb, das Wasser dort ist, zu versaut.&lt;br /&gt;In der Nordsee ist das Wasser auch nicht gerade gut und nicht zum Frischwasser Produktion mit Bordmittel geeignet.&lt;br /&gt;Erstaunlicherweise gab es ja Argonuten die das nicht wahr haben wollten und mich drängten, auch in der Ost und Nordsee Frischwasser zu produzieren, ich hab’s nie getan und die ordnungsgemäß zum Teufel gejagt. &lt;br /&gt;Fuck them!&lt;br /&gt;Bis zu Mitte der Biskaya lief alles gut, dort aber bekamen wir einen auf den Sack, aber so einen auf den Sack, dass die gesamte Heide zu wackeln anfing.&lt;br /&gt;Es war kurz vor der Kaffeepause, als ich von der Mannschaftsmesse aus, an dem Tag nach vorne über die Luken schaute, wo grade ein Brecher überm Schiff brach, der Idiot fand nicht Besseres zu tun, als uns fast unter wasser zu drücken. &lt;br /&gt;Erst dann merkte ich, dass wir verdammt kopflastig waren, und dass der Kapitän auf einmal neben mir in der Mannschaftsmesse stand. &lt;br /&gt;Der Mann war kreidebleich und gar nicht gut zuwege, ihm ging´s sogar beschissen, er war nicht seekrank, der Mann hatte Angst verdammt noch mal, dem Onkel stand die blanke nackte Angst ins Gesicht geschrieben.&lt;br /&gt;&gt; Wir sollten lieber die Vore Peak rauswerfen, Kapitän, da kommt viel zu viel Wasser an Deck, und geben Sie bitte etwas weniger Fahrt, die Maschine arbeitet zu hart,&lt; sagte  ich so beiläufig und ruhig wie möglich.&lt;br /&gt;&gt;Gute Idee, Meister, ich wollte mir nur etwas zum Essen holen, aber machen sie das bitte, Pumpen sie die Vore Peak aus, &lt; antwortete der Arsch und ließ sich vom Koch ein paar Scheibenbrot mit Käse schmieren.&lt;br /&gt;Als ich eine gute halbe Stunde später, wieder von der Mannschaftsmesse aus, nach vorne schaute, war das Schiff etwas höher mit der Nase gekommen, der Kapitän hatte auch die Fahrt reduziert, und an Deck kam fast kein Wasser mehr.&lt;br /&gt;Erst am Tag danach, als wir an Finistère vorbei in Richtung sonniger Süden marschierten, beruhigte sich Rasmus, der Herr der Stürmer ein bisschen, er kam nun schräg von achtern und nicht mehr von vorne, die Maschine lief wieder mit 80 % Last und unsere Welt war wieder in Ordnung.&lt;br /&gt;Bei Aveiro dann war das Meer spiegelglatt und die Jungs gingen wieder ihrer gewohnten Arbeit an Deck nach.&lt;br /&gt;An dem Morgen aber lag etwas Ungewöhnliches in der Luft, die Jungs aus Kiribati gingen mir ungewöhnlich schnell aus dem Weg, und als eine von denen mich im Maschinenraum nach unserer elektrischen tragbaren Wasserpumpe fragte, wurde ich stutzig. &lt;br /&gt;Bevor ich aber die kleine Wasser- schleudere, hergab, fragte ich, warum die auf einmal so was brauchten, und etwas verlegen, antwortete mir der Junge, dass das Kabelgatt vorne abgesoffen war.&lt;br /&gt;Unterwegs zum Vorschiff traf ich zu meiner Überraschung, auch den Kapitän, der ebenfalls dorthin auf dem Weg war. &lt;br /&gt;Der Mann verließ während seiner Wache ein bisschen zu oft die Brücke. &lt;br /&gt;Wie`s am Tag davor der Fall gewesen war, als er sogar bei steifen acht Windstärken seine Wache verlassen hatte, latschte nun der Master Mariner and Commander, während das Schiff solo lief neben mir über die Decksluken, zu dem abgesoffenen Kabelgatt.&lt;br /&gt;Anscheinend hatte er noch nie gehört, dass Schiffe, zu jeder Zeit und ohne Vorwarnung, aus welchem Grund auch immer, was unter Umstände sogar tödlich enden könnte, aus dem Ruder laufen können, dachte ich mir, als ich unserem Wegweiser auf See, übers Deck latschen sah.&lt;br /&gt;Im Kabelgatt gab’s Land unter, aber so viel von Land unter, dass, das Wasser fast die Einstiegsluke zum Bugstrahlruderraum, die um die 80 Zentimeter über dem Boden war, erreicht hatte. &lt;br /&gt;Träge, fast gleichgültig schwebte das schmutzige Wasser im Kabelgat hin und her. &lt;br /&gt;Aus den unteren Fächern der Regalen hatte es all die Farbtöpfe die da waren für sich in Anspruch genommen. Während der Nacht, als Rasmus noch am Toben war, sozusagen aus lauter Tätigkeitslust, mit denen Fußball gespielt und aufgeschlagen. Nun also die 200 Liter weiße Farbe, die wir in Holtenau ein paar Tage davor bekommen hatten, schwabbelten mit dem Wasser hin und her, und alles sah äußerst bunt und irreal aus.&lt;br /&gt;Auch die 50 Liter Farbverdünnung hatte das Wasser mitgenommen und gleich verdünnt, man konnte in dem Raum kaum Atmen und die ätzenden Gase, brannten uns wie Feuer in den Atemwege und Augen, das es kaum auszuhalten war. &lt;br /&gt;Wortlos, während all die anderen sich unschlüssig sich umschauten, starrte ich von der Treppen zum Kabelgat, dem dortigen Raumlüfter, und ging wieder an Deck, weil mir die Augen schon zu Tränen anfingen.&lt;br /&gt;Beim Bau des Schiffes hatte man an Deck, um die Arbeit mit den Festmacherleinen zu erleichtern, neben der Ankerwinde, ein 140-Millimeter-Rohr, das drunter zum Kabelgatt führte, eingeschweißt. &lt;br /&gt;Dadurch konnte man die Festmacher- leinen an Deck hieven, oder in Kabelgatt drunter Fieren, ohne den umständlichen Weg über die Treppen damit zu gehen. &lt;br /&gt;Das Rohr war so um 1 Meter hoch und hatte eine schöne niedliche mit roter Farbe bemalte Verschlussklappe oben drauf verpasst bekommen.&lt;br /&gt;&gt;Diese Verschlussklappe ist da, damit man sie auf See auch verschließt. Die rote Signalfarbe ist da, damit die Verschlussklappe, wenn man hier an Deck kommt, einem sofort ins Auge sticht. Bleibt aber die Klappe auf See offen und wir geraten in Schlechtwetter und Wasser kommt an Deck, meine Herren, dann säuft uns das Kabelgatt ab. - &lt;&lt;br /&gt; Mehr, während ich die nur ans Rohr angelegte Verschlussklappe voll aufmachte, um die Luftzirkulation drunter im Kabelgatt zu erhöhen, wollte ich nicht sagen, dann aber doch. &lt;br /&gt;&gt;Und lasst uns hoffen, dass kein Wasser unten in den Bugstrahlruderraum eingedrungen ist, - &lt; sagte ich noch ergänzend, zu der betrübten Besatzung.&lt;br /&gt;Mittlerweile war auch der Steuermann an Deck gekommen, er war hinzugekommen, weil er, so wie er sagte, nicht schlafen konnte. &lt;br /&gt;Er hatte das muntere Treiben an Ankerdeck von seiner Kabine aus gesehen, neugierig und verwundert über die recht ungewöhnliche Volksversammlung an Deck war er also nach vorne gekommen, er stand auch nun, da wie Pik 7 und schaute von oben, konsterniert auf das bunte Aquarium im Kabelgatt.    &lt;br /&gt;Nun also, während der Koch ganz allein achtern in seiner Kombüse die Pfannen schwenkte und die NEMUNA mit 12 Knoten furchtlos und würdevoll über die heiligen spanische Fischerei- gründe glitt, jagten einigen Fischereikutters links und recht an uns vorbei, dass es eine wahre Wonne war, sie anzusehen.&lt;br /&gt;Währenddessen aber standen unsere furchtlose Argonauten mit Argos Augen vorne auf der Back und diskutierten konfus über das wie und mit was man, so schnell wie möglich das Wasser aus dem Kabelgatt raus holen könnte.&lt;br /&gt;&gt;Damals, wenn wir auf See einen Fischkutter kreuzten, schwenkte der Kapitän von der Brücke aus eine Whiskyflasche, meistens kam dann der Kutter längsseits und schon hatten wir Frischfisch zu Mittag, ob das heute auch so geht? &lt; Fragte ich die unerschrockenen Argonauten neben mir.&lt;br /&gt;Beiden schaute sich um und beide, wie vom Teufel getrieben, gingen flink und wortlos nach achtern zurück.&lt;br /&gt;&gt;Ihr habt alle schon gesehen, wo ich den Wasserstand in der Vore Peak im Kabelgatt peile, nehmt also die Verschlusskappe vom Peilrohr ab und lasst erstmal das Wasser dorthinein gurgeln. Nach dem Kaffee werde ich es vom Maschinenraum aus mit der Ballastpumpe die Vore Peak lenzen, den Rest werden wir dann mit der tragbaren Elektropumpe nachlenzen, &lt; erklärte ich dem jämmerlichen Rest der Deckbande, und ging angewidert von soviel Nachlässigkeit, nach achtern zurück.&lt;br /&gt;Das Wasser aus dem Kabelgatt konnte ich erst gegen 15 Uhr via dem Vore Peak lenzen, und kurz vor Feierabend dann, war der Boden des Kabelgatts wieder trocken. &lt;br /&gt;In dem Bugstrahlraum fand ich zum Glück kein Wasser so- dass alles in allem also, außer dem Verlust von 200 Liter Farbe und 50 Liter Verdünnungsmittel, keine allzu großer Schaden entstanden waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;fortsetzung folgt&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-8673247125958217316?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/8673247125958217316/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=8673247125958217316' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/8673247125958217316'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/8673247125958217316'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2008/09/master-mariner-and-commander-my-ass.html' title='MASTER MARINER AND COMMANDER... MY ASS.'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-3955846310023324305</id><published>2008-08-05T00:30:00.000-07:00</published><updated>2008-08-05T00:33:45.629-07:00</updated><title type='text'>LAVAMUS MANUS</title><content type='html'>Die Pontius -Pilatus Syndrome.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Er wollte nicht mehr.“&lt;br /&gt;„Er hat sich aufgegeben.“  &lt;br /&gt;„Man kann nicht für ihn tun, er will es so, gegen den menschlichen Willen sind wir als Seemannsmissionare machtlos. Wir können nur abwarten und hoffen, dass man uns aufsucht.“&lt;br /&gt;.Unsere Tür ist übrigens stets offen für ein Gespräch.“&lt;br /&gt;So etwas bekommt man von den Seemannspastoren der Welt zu hören, wenn ein Seemann als langjährige Bewohner des Seemannsheims einsam stirb und man fragt, warum der Mann allein gelassen wurde und man ihn einsam verwahrlosen ließ.&lt;br /&gt;Gewiss, der konsequente übermäßige Konsum von Alkohol spielt eine wesentliche Rolle in dieser allzumenschlichen Tragödie.&lt;br /&gt;Der Alkoholsucht ist letztendlich tödlich und der Weg dorthin ist lang und beschwerlich.&lt;br /&gt;Für älteren Alleinstehenden ehemalige Seeleute jedoch befindet sich der Anfang des Weges genau dort, wo die Ausflaggung der Handelsflotte begann. &lt;br /&gt;Am Ende des Weges steht wie im Fall unseren Freund Ricky seine einsames Kollabieren in der gemeinschaftlichen Küche des Seemannsheimes nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt, von wo er Tagen zuvor, als geheilt entlassen worden war und der tot nach der Weiterlieferung in Krankenhaus.&lt;br /&gt;Einigen Jahren davor verloren wie Manny, und kurz davor starb auch der schwerkranke Richard alleine in seiner Kammer.&lt;br /&gt;Auch Richard starb kurz nachdem er, als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden war.&lt;br /&gt;Den schwer an Krebs erkrankte und Zuckerkranke Richard wurde viel zu früh aus dem Krankenhaus entlassen, er war pflege bedürftig, leider ist das Seemannsheim keine Pflegeanstalt.&lt;br /&gt;Die Katakomben der ersten Etage des Hauses, dort wo wir, die Glorreichen 14 leben ist kein guter Ort, um zu sterben.&lt;br /&gt;Die Angestellten des Hauses sind, wenn auch sehr hilfsbereit und zuverlässig, keine Krankenpfleger und erstmal gar nicht für schwerkranke ältere Männer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischendurch auch Fischdampfer Werner, der durch Kreislauf und Asthma leiden schwer erkrankt Haudegen, starb auch nach seinem zweiten Herzinfarkt, alleine in seiner Wohnung.&lt;br /&gt;Auch er war ein paar Mal im Krankenhaus wegen Herz- und Kreislaufbeschwerden gewesen.&lt;br /&gt;Auch er wurde kurz vor seinem tot als geheilt entlassen. &lt;br /&gt;Auch hier war beängstigender Einsamkeit und Alkohol im Spiel. &lt;br /&gt;So erging es auch Manfred, Charly, Hans und all den anderen, an deren Namen man sich fast nicht mehr erinnert, am deren Gesichter und an deren Stimme und vor allem, an deren Geschichten aber schon.&lt;br /&gt;All dieser Männer hatten etwas gemeinsam, es waren alles alleinstehend ehemalige Matrosen, die im Laufe der Zeit von Bord ihrer ausgeflagten Schiffe irgendwann durch Billigeres, Bequemeres, nicht Kritisches personal aus Asien, abgelöst worden waren.&lt;br /&gt;Damals genau so wie heute war es nicht einfach für ausrangierten Matrosen, einen Arbeitsplatz an Land, zu finden.&lt;br /&gt;Heute zutage ist es sogar noch härter, wenn nichts schier unmöglich geworden.&lt;br /&gt;Dank dem blinden Gehorsam inkompetenter Politiker. &lt;br /&gt;Das Diktat des Verbandes deutscher Reeder und deren Lobby, ausgemacht aus Gefälligen spinn Journalismus und Scheißhausparolen-Patrioten, die sich kräftig in gewinnbringenden Anschreibungstransaktionen auf dem Rucken der Bevölkerung und des Landes eine goldene Nase verdienen, ist es heute sogar für jungen Schiffsoffizier fast unmöglich, einen Arbeitsplatz an Bord zu finden.&lt;br /&gt;Unsere verstorbenen Kameraden waren keine labilen Menschen, denn Seeleute sind nicht labil.&lt;br /&gt;Sie waren betrogene Menschen.&lt;br /&gt;Sie waren ausrangierte Menschen.&lt;br /&gt;Sie waren vergessenen Menschen, deren Existenz, nur als Vorwand für selbstgefälliges zweifelhaftes Missionierungsgeschwätz einiger christlicher Institutionen, die längst, zu anfechtbaren Lobbys in eigener Sache geworden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie litten und starben auf erbärmliche Weise mitten unter uns in Mitte Bremen, weil man sie zu früh aus dem Krankenhäuser als geheilt entlassen hatte.&lt;br /&gt;Die starben, weil sie, als sie fast nicht mehr zurechnungsfähig waren, aus dem Krankenhaus flüchteten um an der Theke ihre Stammkneipen, sogar wie in Fall unsere Freund, noch mit den medizinischen Kanülen im Arm, ein Refugium suchten.&lt;br /&gt;Hier haben alle versagt und nicht nur bei Ricky.&lt;br /&gt;Nicht nur die Krankenhäuser mit ihrem überforderten Personal.&lt;br /&gt;Nicht nur das gesamte Gesundheitswesen, das Mediziner und Krankenhäuser zwingt, zulasten der Patienten, sparsam zu sein.  &lt;br /&gt;Nicht nur die Politik, die, die in meinen Augen verfassungswidrige Handhabung der Seefahrtssubventionen durch den Verband der Deutschen Reeder, der Ausflaggung der Deutsche Handelsflotte und der Ablösung der deutschen Seemänner durch billigeres Personal, zu erst zugelassen hat, dann geduldet, und ja verdammt noch mal, sogar befürwortet hat.&lt;br /&gt;Auch und vor allem die Gewerkschaften haben hier einen großen Teil der Schuld an der Misere der deutschen Seefahrt und der Seeleute, mit zu verantworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir geben dem Hafen ein Gesicht, liest man in die Ausgabe N° 2 von „lass fallen anker“ der deutschen Seemannsmission zu Bremen.&lt;br /&gt;Toll!&lt;br /&gt;Wie wäre es wenn man endlich anfangen würde der Seeleute hierzulande, ein Gesicht und eine Würde zu geben und gefälligst aufhören wurde uns zu verarschen, verdammt noch mal.&lt;br /&gt;Es ist weder die Aufgabe der Kirsche noch die der Seemannmission dem Hafen ein Gesicht zu geben, das haben wir mit unserer Arbeit, unserem Können und unserem Engagement, schon längst getan. &lt;br /&gt;Zum Teufel noch mal, der Hafen braucht nicht sandgestrahlt zu werden. &lt;br /&gt;Die Seefahrtspolitik des Landes aber schon und zwar radikal. &lt;br /&gt;Vor allem weil ich immer noch der Meinung bin, dass hier manche Inhalte und Einlagen die Subventionen für die Seefahrt und der Bemannung von subventionierten Schiffen durch billiges Personal aus dem Osten Europas und Fernosten des Globus, unten Verfassungswidrige umständen stattgefunden hat. Deshalb bin ich der Meinung, dass es höchster Zeit ist, dass sich der Gesetztgeber langsam damit befasst.&lt;br /&gt;Von Nöten wäre auch eine Seefahrtsmission und einer Kirche gewesen, die nicht nur gratis urbi et orbi, unter den arbeitslosen Seeleute erteilt und bunten Billigtelefonkarten unter unseren, zu Seefahrenden asiatische Kollegen verhökerte. &lt;br /&gt;Man hätte vor allem engagierten Missionaren und Pfarrers gebraucht die von ihrer Kanzel aus, landesweit gegen die Seefahrtlobby, die, die deutsche Seefahrt als solche am zerstören war, und dem Land schaden zufügte, zu Kampf antraten, die hat es aber nie gegeben. &lt;br /&gt;Statt dessen hat man den dahin vegetierenden Seemann fast vernachlässigt und tröstende Wörter erteilt.: „... unsere Tür steht immer offen für ein Gespräch ...“ &lt;br /&gt;Es wurden sinnhafte gefällige Lobby-lobenden Analysen der Seefahrt veröffentlicht und manchem Verband deutscher Reedermitglieder der Hof gemacht und warme Luft. in deren Ärsche gepustet.&lt;br /&gt;Währenddessen durften, die, um die es wirklich geht, als Schwerkranken, mit notdürftiger medizinischer Versorgung, allein und verbitter, auf die Straße, in der Küche, des Seemannsheims zusammenbrechen oder in ihrer Kammer, auf sich allein gestellt, elendig verrekeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auszug aus MSKR N°5 VON ANDERN GESICHTEN UND EPILOGE.&lt;br /&gt;Aus die reihe: EIN HAUFEN VON VOLLIDIOTEN IST AM WERK.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Die Seemannshäuser der Seemannsmission sind voll von Menschen wie ich. &lt;br /&gt;Wir alle, als Restmüll einem einmal Blühenden Zunft, Leben nun als vergessener lästiger Überbleibsel des damaligen Deutschen Christliches Seefahrt fast am Rande der Existenz Minimum und werden bald alle verschwunden sein. &lt;br /&gt;Laut Statistik lebt ein Mann heute zutage 78 Jahre. &lt;br /&gt;So ein Scheiß, da habe ich also laut Statistik noch 15 einsamen Jahren vor mir abzuknabbern, das überlebe ich nicht, ganz bestimmt nicht. Genau so wenig wie einigen den Mitbewohnern und Kollegen von mir, die hier im Seemannsheim am Rande dem Existenzminimum ihrer Dasein fristeten, es nicht überlebt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir leben einen notdürftiges Leben, weil man uns belog und schamlos ausnutzte und danach, wie lästiger Müll wegwarf. &lt;br /&gt;Deswegen fristen viele ehemalige Seeleute ihr Dasein auf prekärer Basis in den Seemannshäusern des Landes oder in billigen Sozialwohnungen oder billigen absteigen und können keinen Fuß mehr im Leben fassen.&lt;br /&gt;Am Ende werden wir irgendwann alle irgendwo ganz allein, den Löffel abgeben. &lt;br /&gt;Der Seemannspastor wird dann in der Seemannsheimkapelle eine kurze Andacht halten, danach wird die kleine Trauergemeinde mit dem Minibus der Mission, zum Friedhof hinausfahren, wo eine Urne mit der Asche des Seemanns einsam in der Friedhofskapelle, stehen wird. &lt;br /&gt;Der Seemannspastor wird als Amtsperson der Name des verstorbenen Seemanns auf der Urne bestätige, denn es werden keine Familien-Angehörigen da sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es hoch kommt, werden gerade eine Handvoll Kameraden nach einem kurzen Gebet, einen Friedhofsangestellten das mit der Urne vorweg und dem Pastor hinterher, zu dem Namenlosen teil des Friedhofs gehen, wo einen Loch auf der Wiese, vielleicht 20 mal 20 Zentimeter und grade einen Meter Tief, auf die Überreste von einem von uns wartet.&lt;br /&gt;Man betet, man erinnerte sich noch ein Mal, vielleicht für das aller letzte Mal an den verstorbenen Kameraden, die Urne wird in das kleine Loch auf der grünen Wiese versenkt und von dem Friedhofangestellten in ein paar Minuten dicht geschaufelt. &lt;br /&gt;Grade zehn keine Spaten Erden sind genug um ein kleines Loch in der Wiese zuzuschaufeln, wo eine Urne mit der Asche einem Seemann drin liegt, mehr nicht. &lt;br /&gt;Das weis ich all zu genau, weil ich solchen Schippen Erde schon ein paar Mal gezählt habe, darum weis ich das! &lt;br /&gt;Erde zu Erde!&lt;br /&gt;Asche zu Asche!&lt;br /&gt;Staub zu Staub!&lt;br /&gt;Der Fall ist abgelaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;                             ENDE&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-3955846310023324305?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/3955846310023324305/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=3955846310023324305' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/3955846310023324305'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/3955846310023324305'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2008/08/lavamus-manus.html' title='LAVAMUS MANUS'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-1242792089317313844</id><published>2008-07-19T15:35:00.000-07:00</published><updated>2008-07-19T15:37:21.480-07:00</updated><title type='text'>MASTER MARINER AND COMMANDER MY ASS</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify" align="center"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;&lt;span style="font-family:Century Gothic;"&gt;                                                                 DIE KÜMO ARGONUTEN&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Auszug aus MSKR N° 5 VON ANDEREN GESCHICHTEN UND EPILOGEN.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Aus der Reihe “Ein Haufen von Vollidioten ist an Werk“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;...Las Palmas empfing uns an dem Nachmittag, wo wir gegen Fünfzehenuhr den Hafenlotsen übernahmen, mit einem strahlenden Sonnenschein und spiegelglatten See.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Während der Reise von Wolgast an der Ostsee nach Las Palmas war es nicht immer so gewesen, in der Biskaya hatte wir von Rasmus so einen auf die Mütze bekommt, dass ich rechtsfroh war, endlich im Hafen und kurz darauf, fest an der Pier zu sein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Die Reise war ein von diesen Reisen gewesen, von denen man nicht so gerne darüber spricht, weil so etwas eigentlich erstmals gar nicht geben sollte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Auf die NEMUNA, stieg ich zum dritten Mal an einem regenreichen Abend in Malmö ein und am Nächstem morgen gegen Zehenuhr hieß es: Maschine an, Leinen los und ab nach Wolgast in Ostgermanien, wo wir um die 3000 Tonnen Getreide als Teilladung für zwei Häfen in Südspanien laden sollten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Simulanten gib es überall, man kann fast alles simulieren, vom Hexenschuss bist zum weis der Kuckuck wat, vor allem die Herren Kapitäne, di Master Mariners and Commanders also,&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;stehen bei mir in die Skala der Simulanten, sehr Hoch in Kurs. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Das ein Kapitän aber auch einen Gehirnschlag simulieren kann das war für mich neu, da aber Kapitänen allwissend und all könnende „Jacks for all Trades“ sind,&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;nicht von all zu großer Überraschung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Der Krümmer Hund auf der Brücke fing kurz nach auslaufen Malmö über Unwohlsein zu Jammern und ein paar stunden später auch noch über seinen Rechtes Arm zu meckern. Angeblich war der Arm fast gefühllos geworden, er fühlte die Finger seine linke Hand fast nicht mehr und er machte sich Ernsthafte sorgen über seine Gesundheitliches zustand. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Am dem Abend gegen Elfuhr dann, wo ich meinen letzten Rundgang um Schiff machte, fand ich auf der Brücke einen Kapitän, der mehr tot als lebendig zu sein schien. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Er saß da in seinem Sessel, schaute teilnahmslos nach vorne in die Nacht hinein und sagte und rührte sich nicht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Der war aber noch am Leben, die Wache war also vorschriftsmäßig nach dem neuen Bestimmungen der Schiffbesetzungsordnung noch besetzt und das war erstmals für die Sicherheit des Schiffes sehr wichtig. Daher machte ich mir nicht allzu viele Sorgen, als er mir sagte, dass er seinen rechten Arm nicht mehr bewegen könnte. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;An dem Abend seine Stimme hatte auch eine ganz anderes klang als sonst, als er dann Aufstand und das Licht auf der Brücke einschaltete, sah ich der Grund der Umschlag seiner Stimme: Den unteren Lippen hängte etwas schlaff nach unten und dem Rechtenarm war fest an seinen Bauch gepresst, was ihn nicht allzu viel behinderte, weil er Linkshändler war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;So einen Schiefhängenden Fresse hatte ich wirklich noch nie gesehen, ich kannte der Mann nicht, er war neu an Bord, denn er machte grade seine zweite Reise bei der Reederei, daher wusste ich noch nicht, ob er einen Kapitän oder einen Argonut war, der tat mir aber desto zum Trotz, sehr leid.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Im stille ging ich die Prozeduren nach, wie man sich in dem Fall, dass der Kapitän aus See aus den Laschen Kippen würden verhalten sollte, was Angesicht der Tatsache, dass wir an Bord auch ein Steuermann hatten, gar nicht kompliziert war. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Das hisst also: Kapitän aus den Laschen gekippt und Tod, Steuermann sofort Wecken, der Alte im Proviant Tiefkühlschrank packen, und ruhig weiter fahren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Punkt, Basta, Finito.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Dass natürlich für den Fall, dass der Dampfer sich auf Höhe See befand, da wir aber in der Ostsee waren und an nächsten Tag gegen Fünfzehenuhr hätten einlaufen sollen, machte ich mir unser Proviant wegen, keine allzu großer Sorgen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Wir hatten ja eine gute Klimaanlage an Bord, die hätte ich falls nötig angeschmissen, der sehr Gute und sehr toter Herr Kapitän in seine Koje vorläufig aufgebahrt, die Klimaanlage in seiner Schlaffkammer auf volle Pulle gestellt und somit dem teueren Proviant gerettet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Trotzdem fragte ich ihn besorgt, ob es nicht besser wäre dem einem Kiribati Matrosen, von denen ich wusste, dass er, das dritten Steuermann Patent auf großer Fahrt in Australien erworben hatte, auf der Brücke mit auf Wache zu haben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Mit seinem Hinweis, dass seine Wache kurz vor der Ablösung durch den Streuermann stand, ging ich, ihm eine Guter friedliche Ruhe wünschend, nach unten in die Messe, wo ich mir, bevor ich schlafen ging, noch eine Scheibe Toastbrot mit Nutella und eine Tasse Kaffee genehmigen wollte. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Unseren Steuermann saß auch da und Trank in Ruhe sein Tee, er war auch nicht grade der Jüngste, der musste auch um die Sechzig gewesen sein, und als ich ihm mitteilte, dass den Kapitän, kürz vor einem Gehirn schlag oder Herzinfarkt stand, schien er nicht besonders allarmiert zu sein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Gefasst erklärte er mir das Er sich mit solchen Symptomen sehr gut auskannte, er versicherte mir, dass er sich der Kapitänszustand ansehen wollte und mir eventuell falls nötig bescheid geben würde, denn wie er sagte, er kannte sich in solchen fälle gut aus und war daher bestens dafür vorbereitet. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Er kannte sich sehr gut aus und war bestens dafür vorbereitet, weil er selbst vor ungefähr sechs Monaten seinem zweitem Herz Beipass bekommen hatte, erklärte er mir, demzufolge war er in diese Angelegenheiten gut in visier. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Daraufhin, da es mittlerweile kurz vor Mitternacht war, wünschte mir der Steuermann eine gute Nachtruhe und ging auf die Brücke, und ich, beruhigt von so viel Lebenserfahrung und Weisheit, sicher in guten Händen zu sein ging schlafen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Am Nächstentag liefen wir nicht wie vorhergesagt um fünfzehn, sonder dem Niedrigwasser wegen, um Siebzehnuhr in dem Hafen und waren kurz danach fest an der Pier.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Der zustand unser Kapitän hatte sich nicht wesentlich geändert, sein Arm saß immer noch wie abgegossen, fest an seinem Bauch, seinem rechte Lippe hängte immer noch schief wie an dem Abend zuvor, er war aber, wenn auch etwas angeschlagen, all dem Anschein nach noch am Leben. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Erst am Nächstentag wollte er zum Arzt gehen, da er auf mich nicht hören wollte und sich sofort in ein Krankenhaus zu begeben, sagte ich nicht mehr dazu und ging ich als letzte, nachdem ich dem Ballast rausgepumpt hatte, gegen Mitternacht schlafen, und der Tag war auch für mich abgelaufen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Am nächsten Morgen war der Kapitän verschwunden, der Steuermann wusste nicht viel, ich wusste von nicht, der Reeder hatte schon mit dem Steuermann gesprochen und nun, gegen Mittag, wollte der Reeder auch mit mir sprechen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Was war geschehen; gegen Einuhr nachts hatte sich der Kapitän einem Taxi kommen lassen und war damit in Krankenhaus gefahren.&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Mit dem Hinweis, dass man ihm in Krankenhaus einen ankommenden Gehirnschlag diagnostiziert hatte, war er gegen Fünfuhrmorgens wieder an Bord gekommen, schleunig hatte er dann das Schiff dem Steuermann übergegeben, seinen Siebensachen gepackt und mit demselben Taxi, geschwind wieder weg gefahren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Er wollte mit dem Taxi nach Lübeck, wo er Gute bekannten hatte und erst dort, zu Behandlung seinen Gehirnschlag, in einem Lübecker Krankenhaus vormarschieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Das war seinem Plan einen Gehirnschlag vorzubeugen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;„Der Mann ein Simulant, er ist nie in ein Krankenhaus in Wolgast gewesen, dort gibt es ja gar kein Krankenhaus, dem Agenten hat es mir gesagt.“ &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Schrie mir der Reeder ins Ohr. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;„Und sie haben nicht gemerkt, dass der Mann am Simulieren war, wie kommt denn dat Meister," wollte meiner aufgebrachter Reeder, von mir wissen, als ich seine Anweisung gemäß, gegen Mittag anrief, und ihn das alles erzählt hatte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Unter dem Hinweis, dass ich bis dato, weder zu einem Herzinfarkt, noch in dem Genus ein Gehirnschlag gekommen war und daher, alles was ich über solche Vorfällen wusste, nur aus Zeitung und Fernsehen stamm, entschuldigte ich mich bei dem aufgebrachten Reeder für meine Wissenslücken in puncto Gehirnschläge und Herzinfarkten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Geistgegenwärtig jedoch entlud ich das Ganze auf dem Steuermann, weil er als erfahren Herzkranker Mann, mit schon zwei Herz Beipässen und ein hauch von Diabetes am Arsch, in solche Sachen also, mit sehr viel mehr Erfahrung hinter sich als ich, er hätte deshalb und gerade deswegen aus eigener Erkenntnis wissen sollen, wie einen Mann aussieht, wenn er kurz vorm Abkratzen steht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Auf die andere Seite der Leitung wurde auf einmal totenstill, aber so von gespenstig ruhig das Ich in der Tat dachte das meinem Reeder einen fulminanten Hirnschlag, verursacht durch meine Erklärung, regelrecht erschlagen worden war und nun steif, wie Lazarus, neben seinem Schreibtisch liegen musste.&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Dann aber, ganz ruhig informierte er mir mit fast Engelstimme das am nächsten Tag einem neuen Kapitän an Bord kommen würde, danach machte in der Leitung Tütüt und das Gespräch war, ohne dass er mir nichts mal tschüss sagte, von seiner Seite aus, aber so von abrupt beendet worden, dass ich diesmal wirklich glaubte, dass er daraufhin, gleich tot umgefallen war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Der Ablöser von dem Simulanten war nun auf der Brücke der NEMUNA, und wir liefen in der Bucht von Las Palmas dem Hafenlotsenboot entgegen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Der Kerl war so weit ich es beurteilen könnte kerngesund, er war aber auch ein Simulant, sogar einer von den übelsten und gefährlichen Sorten, die ich kannte, denn er simulierte obwohl er ein jämmerlicher ARGONUT warf, ein Schiffskapitän ein MASTER MARINER AND COMMANDER also zu sein. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"&gt;Das ist aber eine andere Geschichte.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-1242792089317313844?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/1242792089317313844/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=1242792089317313844' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1242792089317313844'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1242792089317313844'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2008/07/master-mariner-and-commander-my-ass.html' title='MASTER MARINER AND COMMANDER MY ASS'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-2519233296986947296</id><published>2008-05-03T12:59:00.000-07:00</published><updated>2008-05-03T13:02:58.608-07:00</updated><title type='text'>MAGISTRA VITAE</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; mso-outline-level: 1"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt; &lt;/span&gt;&lt;?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: center; mso-outline-level: 1" align="center"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: center; mso-outline-level: 1" align="center"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;DIE; DIE SICH UNMORALISCH VERHALTEN.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify; mso-outline-level: 1"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"&gt;&lt;span style="mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Am Anfang der 60. Jahre. bei eine der vielen gewerkschaftliche Kundgebungen in NRW, ein sehr weiser und weit sehender Gewerkschaftsfunktionär sagte unter anderem, dass wichtig als Maschinen, wichtiger als Geld und Macht, am wichtigsten, sei der Mensch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"&gt;&lt;span style="mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Damals der Mensch als solche, war noch Mittelpunkt, der Anfang und das Ende einer Gesellschaft, das Land wuchs, war stark und einflussreich..&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Heute ist es anders, denn wenn auch ohne den Menschen es eine Gesellschaft einfach nicht geben würde, die Moderne Marktwirtschaft und das Diktat der Globalisierung, sehen den Menschen, solange er nicht von Roboter ersetzt werden kann, nur als mittel zum Zweck und weis Gott, nicht mehr als Mittelpunkt des Geschehens.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Folglich, der Mensch und seine gesellschaftliche Form als solche, ist also nur noch das Futter des Apparates zu betrachten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Der Zweck der Maschine ist Geld zu verdienen und sie kann nur Geld verdienen, indem sie Menschen verheizt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Profit zu generieren ist das oberste Gebot der Akteure der Marktwirtschaft und selbst die, als Erfinder des Systems, werden von der abstrakten Realität der Formel, die sie selbst im Gange gesetzt haben, als austauschbare Roboter fixiert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Die Globalisierung in seine heutigen Form, die nur sich selbst anerkennt und huldigt ist nur mit einen als Menschen und Länder verachtenden Ausplünderungsapparat gleich zu stellen der sich irgendwann zwangsläufig selbst zerstören wird.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Daraufhin aber, das ausgeplünderte Land verliert an Wohlstand und an Prestige in der Welt und erst dann, scheint das hintergangene Volk sich aus der gleichgültige Lethargie der Hammelherde zu lösen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Wohlgemerkt, sie tut es nur, und nur weil die allgemeine Unsicherheit, des generelle ausnahmslose Unwohlsein des Volkes, Harz IV und Wetten das zum Trotz, weit über die Schmerzgrenzen dem eigenen Arsch, hinausgewachsen ist.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Demgemäß das Volk bejammert und jagt nach dem geklauten Wohlstand mit jeder ihr zu Verfügung stehenden Mittel und wird dabei zunehmend aufgewühlter, gefühlsbetont irrational und abwegig.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Ganz zum Schluss, so als ob es zum Land nicht dazugehören würde, stirbt in so einer Gesellschaft die Demokratie und die Verfassung verkommt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Ab dem Moment, ist der Weg zu wirtschaftlichem Chaos und politischer Willkür ist somit geebnet und frei. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Denn, wenn die so genanten hohen Herren, die, die da oben irgendwo sitzen, geschützt von maßgeschneiderten Gesetzen und ministeriale Anordnungen, den Patriotismus und die Vaterlandliebe als solche, nur als Transitivsmittel zum eigenen politischen Zweck und nur für die persönliche und wirtschaftspolitische Interessen eine fragwürdige, so genante Wirtschaftselite anwenden, dann ist es um das Land geschehen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Ausländische Geldinvestoren wandern aus und kommen nicht mehr zurück, andersherum, manche anderen kommen überhaupt nicht.&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Demzufolge steigt die Arbeitslosenzahl, und wird nur durch Billigjobs verschönert, Vater Staat wird immer ärmer und handlungsunfähig und die Menschen immer ärmer. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Zu Guter letzt, all diejenige, und da sind Gotteslob sehr viele, die sich nicht in die Rhetorik der politische Hochmut, von einer Handvoll politische Chauvinisten und anachronistische Verbandmeierei sich nicht fangen lassen wollen, wandern in Scharen aus. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Menschen die solche Wirtschaft und sozialpolitische Katastrophen verursachen, sind keine Patrioten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Derartige Bazillen sind vielmehr als Gewöhnlichen vulgäre Schmarotzer, als Zuhälter des eigenen Landes und deren Mitbürger und nicht, als Vaterland liebende Patrioten zu betrachten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Unmoralisches benehmen dem eigenen Volk gegenüber sei es aus politische oder wirtschaftliche Interessen, ist einfach verwerflich und abscheulich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Derartige Gestalten sind billige geldabsahnende hochabgebrühten akademisches Gesindel, als alles was man will, aber weiß Gott, sie sind absolut nicht, als anständige Bürger anzusehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Das ist der fruchtbare Boden, wo politische Despoten ihren willigen Helfer finden. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Denn heutzutage sei es nur um die Rabiate, Selbstverherrlichungswille wegen, wenn auch mit andere Mittel, heute, genau so wie damals zu Göbbels Zeiten, die Grundlage scheint, sich nicht verändert zu haben. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Das Ziel der Wenigen über die Vielen, der gleiche, nämlich die Macht, diesmal aber die Macht des Geldes, denn die Macht des Geldes ist auch eine Form von Diktatur, vielleicht sogar die schlimmsten aller Diktaturen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Es war immer so auf dieser Welt, aber nur solange, bis ein Volk nicht die Courage fand, sich aus der Klammer der Demagogie der Wenigen zu befreien und solange ein Volk nicht in der Lage ist, sich die Zwangsjacke der puren lakaienhaften persönliches eigennütziges Denken der Verknechteten abzustreifen und klar und deutlich, gegen jeglich Form von Unterdrückung zu kämpfen, wird es immer so sein.&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Daher in diesem Retrospeck, die Urdummheit der Verbandmeierei ist in das Land von ihrem Urheber zurückgekehrt und spricht heute wiedermall Deutsch, sie tut es aber mit der Sprache und mit der Doktrin dem globalisierende Marktwirtschaft. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Sie spricht im Namen des Geldes und verheizt dabei das eigene Volk.&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Sie tut es nach Pax Romana Art und Weise, in dem sie Panem et Circénsés verspricht, und Almosen unten die immer ärmer werdende und leidende Bevölkerung verteilt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Sie tut es indem sie, die blindwütige Knechtung und Unterdrückung des eigenen Volkes durch die wirtschaftlichen Machenschaften einer Handvoll Wirtschaftskriminelle mit dem Band des Bundesverdienstkreuzes am Hals gewippt befürwortet, und mit Maßgeschneiderten ministerialen Erlässen fördert. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Sie tut es mit marktwirtschaftlicher Erpressung anderer Länder, nicht mehr mit fliegenden Bombergeschwadern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Sie tut es mit der Einschüchterung anderer Völker durch wirtschaftspolitische und politische bismarcksche Arroganz, nicht mehr mit Panzerbrigaden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Sie tut es mit gezielt eingesetzte, giftiger und gefährlichem journalistischer spinn, nicht mehr mit vernünftiger Argumentation und Dialog,&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Sie tut es wieder, nur diesmal tut sie es anders.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Das ist ein Sakrileg, eine infamer Anathema Angesicht dem Deutschen Volke, zu seinen Toden, zu seinen Hoffnungen und zu seinen Ängsten, zu seiner Anständigkeit. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Denn eine „Pax Urdummheit“ wird zwangsläufig nur zum totale politischer Chaos im Lande führen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Europa und die Welt haben es begriffen und sie wenden sich angewidert langsam ab und schauen teilnahmslos zu, denn diese „Pax Urdummheit“, sei es auf dem wirtschaftlichen oder auf dem politischen Flur, hat nur noch Suizid zur Hand.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Suizid, oder Wiederkehr zu dem aufrichtigen Schaffen, dass das Deutschland der Nachkriegszeit, zu dem Land machte, was sie heute leider nur noch als Schatten von sich selbst zu betrachten ist, nämlich nicht mehr Marktführer und Wegweiser der aufrichtiger weltanschauliches politisches Denken und wirtschaftliches Handel in Europa.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;So wie es aber aussieht, das wirtschaftliche und politische Deutschland hat dem Beispiel des Verband Deutsche Reeder und der Deutsche Seefahrt folgend, Suizid gewählt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Ein Suizid der Selbstbewunderer. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Ein selbstaufrichtiger Suizid.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Ein selbstglorifizierenden Suizid.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Es wird ein sehr langer, sehr schmerzlicher Suizid werden, vor allem aber wird es ein sehr einsames und beängstigendes Sterben sein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Saludos Amigoseilschaften.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"&gt;Gladio&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-2519233296986947296?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/2519233296986947296/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=2519233296986947296' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/2519233296986947296'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/2519233296986947296'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2008/05/magistra-vitae.html' title='MAGISTRA VITAE'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-1496862637731927134</id><published>2008-04-11T10:32:00.000-07:00</published><updated>2008-04-12T04:02:51.297-07:00</updated><title type='text'>MATER ET MAGISTRA</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;span class=""&gt;DIE, &lt;/span&gt;DIE SICH UNMORALISCH VERHALTEN&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;span style="font-family:Times New Roman;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die Seefahrt ist eine von viele Wirklichkeiten das der Mensch und seine Denkweise, in laufe dem Jahrtausend, geformt und geprägt hat.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ohne die Seefahrt gäbe es überhaupt keine Menschheit, auf jeden Fall nicht in dieser Form und weiß Gott, nicht in diesen Umfang. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Man sagt, dass Seefahrt Not täte, das stimmt sogar, denn Seefahrt ist Handel. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Seefahrt also führt Menschen und Kulturen näher zusammen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Seefahrt schafft Arbeit und Wohlstand für alle also. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wirklich für alle?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;In seiner Predigt, zum 150 Jahrestag der Seemannsmission zu Bremen, der Seemannspastor Peter Bick sagte unten anderen, dass die Seefahrt nicht nur Wohlstand und Segen mit sich bringt, sondern auch der Tod. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Der Tod, als ausrotte von vielen Volksstämmen und Nationen, kam nicht durch heimatliche Kriege, zwischen den verschiedenen Stämmen dieser Welt, denn solche Kriege, haben noch nie, zu der totalen Vernichtung der menschlichen Rasse geführt.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Damals, solchen Auseinandersetzungen brachte höchstens das Joch der Versklavung und später, die Verschmelzung der besiegten mit dem Sieger mit sich.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Daraus entsprangen neue Völker, neue Kulturen und auch neue Nationen denn solche Auseinandersetzungen damals, bedeuteten niemals die totale Vernichtung und Ausrottung von ganzen Völkern. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Der Untergang viele Völker auf dieser Welt, wurde durch eingeschleppte Krankheiten und aufgezwungene Bräuche durch die europäischen, zu See fahrenden christlichen Konquistadoren herbeigeführt. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es war ein, auf Leisen Sohlen dahin schleichender Tod, welcher da über Urvölker, dass in laufe vieler Jahrtausende, Naturgewalten aller Art überlebt hatten, herein bracht. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es war fast wie eine schnelle, tödliche Plage, so schnell und so zielgenau, dass im Laufe einiger Jahrhunderte, ganze Volksstämme, dass um sich zu entwickeln, Jahrtausende gebraucht hatten, von der Bildoberfläche der Geschichte, für immer verschwinden ließ. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Manche von uns nennen so was, die unverfälschte Selektivität von Mutter Natura. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Andere nennen es Evolution, oder Fortentwicklung, viele sagen einfach menschlichen Fortschritt dazu.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das ist nicht die menschliche Evolution, das ist weder Fortentwicklung oder Fortschritt.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das ist vielmehr unser Stillstand. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das ist viel mehr, der Niedergang des Menschen als solche, nicht seiner Entfaltung.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das Hemmnis der moralischer und christliche Werte, nicht deren Verwirklichung. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Der Rückentwicklung des Menschen, zu seinen bestialischen Instinkten darf nicht als selbst Entwicklung betrachtet werden. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Jenseits von Gut und Böse gib es keine weitere Entwicklung des Geistes, ab da gibt es nur noch maßlosen Trieb und Gier oder besser gesagt: einfaches Vegetieren.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das ist keine Evolution, das ist Abirrung, das ist her eine, im Namen des Geldes, angewandten Rückgang des schaffenden Menschlichengeistes zu Raubtiern Trieb. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Trieb, der nur durch das blinde Geld und Machtgier einigen wenigen über all den vielen Anderen hervorgerufen wurde, sonst nicht.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;An den Tag während seiner Predigt, sprach der Seemannspastor von jenen Timucuan Indianer Volk, das von Spanischen Seeleute, in dem heutigen Florida, zu erst entdeckt und später „zivilisiert" wurde. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Zu jener Zeit schrieb man das Jahr anno Domini 1565, gerade 200 Jahre später, nämlich in Jahre des Herrn 1729, starb der aller letzte dieser Menschen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wie seine Mitmenschen vor ihm, auch er starb an eingeschleppte Krankheiten und fremde Bräuche, an Willkürherrschaft und Ausbeutung, durch den zu See fahrenden, christlichen Eroberers. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das alles geschah natürlich in Name Gottes und des Königs. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Allein auf dem amerikanischen Kontinent, ohne die Verstorbenen der Versklavung und der Verschleppung ganze afrikanische Volksstämme mit zu zählen, kraft dem damaligen zu seefahrenden Zivilisationen aus Europa und dessen Folge, fanden damals um die 40 Millionen Menschen auf brutalste Weise, dem Tod.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es sieht wirklich so aus das damals die Überlebenden, die Verstorbenen beneideten. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Denn die Krieger auf den Schlachtfeldern starben schnell, manche von denen merkten noch nicht mal, dass sie starben. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die Überlebenden aber, ihre Frauen und Kinder, die Greise und die Schwachen, sie alle, sei es durch Hunger, oder durch Entbehrungen, sowohl infolge eingeschleppter Krankheiten, als auch durch Misshandlungen, mussten auf elende Weise, einfach krepieren.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Mit dem damaligen geklauten Gold und anderen eroberten Schätzen, legten die so genanten Konquistadoren, das Fundament für unsere heutige Industrie Gesellschaft und den heutigen Infrastrukturen nieder. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Somit bauten sie noch größere Schiffe, um noch mehr ferne Länder auszuplündern und noch mehr Menschen versklaven zu können.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;So war die Seefahrt bis Mitte des letzten Jahrhunderts: der Ausplünderung und Zerstörung der Erde dank der Europäischen Seefahrt hatte seit Kolumbus, kaum Sechshundertjahren gedauert. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Heute ist es anders.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wenn auch heute, währen der heutigen Seefahrt als solches, von vielen als Bindeglied zwischen Menschen und Kontinenten, als Brüche zwischen Kulturen, als nicht wegzudenkende Infrastruktur der modernen Marktwirtschaft betrachtet und mit Recht verstanden wird. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Betrachten viele der Dritter Welt Völker im Gegenzug, die Internationale Seefahrt, als der einzige Weg, von der kollektiven Armut und Elend der Mittellosigkeit sich loszureißen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Gerade dadurch und wahrscheinlich deswegen aber, werden manche von denen sich verändern und ihre Identität für immer verlieren.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ihre Lebensweise wird irgendwann für immer verloren sein, nicht weil die heutige Seefahrt als solches, für sie tödlich sei, nein, die Seefahrt ist heut zutage nicht tödlich, die Seefahrt ist unsere alle Lebensader. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sie werden vielmehr ihre Identität für immer verlieren, weil sie ihre uralten Lebensformen und Traditionen, ihre Lebensweise und Kulturen, mit den unseren vergleichen werden.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Danach werden sie sich von unserer viel bequemeren und illusorischer Scheinwelt blenden lassen, uns nachahmen wollen, und daran, wie jenen Timucuan Indianer, doch letztendlich zugrunde gehen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wir, wir werden aussterben, weil wir unsere Lebensgrundlage zerstört haben in dem wir andere Zivilisationen und dessen Habitat, aus blinder Besitzgier, ausgeplündert und zerschmettert haben.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wir werden aussterben, weil wir es zuließen, dass die Seefahrt unsere Meere und unsere Luft verpestete. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wir werden auch zugrunde gehen, weil unsere Industrien unsere Erde und unsere Umwelt, langsam aber sicher, für uns alle, unbewohnbar gemacht haben. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Am Anfang waren wir alle unwissend, willig und wissensdurstig. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Später dann, wurden wir unersättlich gierig und nur noch, nach Herrschaft und Stärke, nach Macht und Reichtum strebend, vergasen wir uns selbst. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Und zum guten letzten Schluss, als Bastler, als immer kreativ werdende machiavellistische selbsttäuschende Heuchler, bis zum bitteren Ende, nur noch vervollständigen und hemmungslose Beschleuniger, unseres eigenen Selbstzerstörungsapparates.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die Seefahrt wird ja als eine unsere Lebensader betrachtet, es ist aber eine illusorische Lebensader, das Wichtigste von allen unserer illusorischen Lebensadern sogar. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ohne die Seefahrt würden bei uns die Lichter ausgehen, danach würden wir aber ebenfalls aussterben, in diesem Fall aber, nur weil wir das Maß aller Dinge; nämlich die Genügsamkeit, einfach vergessen haben. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wir kennen keine Genügsamkeit mehr, keine Bescheidenheit. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wörter wie Nächstenliebe und Gegenseitigkeit sind uns fast zu Fremdwörtern geworden.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wir sind nur noch am Leben dank der Kraft des Geldes. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Nur unsere Gier nach Besitztum und Macht über den anderen treibt uns voran.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die Macht über andere zu bestimmen, befehligt unser Leben, danach Handeln wir.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wir bemessen unsere Stärke, nach unseren Bankkonten und nicht nach dem allgemeinen Wohlstand des Landes und der Allgemeinheit.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wir jaulen zwar patriotisch, mit Tränen der Rührung, ja, sogar ein Gänsehautzustand überfällt uns, wenn unsere Nationalhymne, zwischen nationale Embleme, in alle Winde, mit Trompeter und Blasmusik, fast theatralisch, in die Welt hinaus geschmettert wird. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Denn die Lust an der Berauschung mit edle eigennützige patriotische Gefühle, die Beharrlichkeit der Selbsttäuschung, die ist mächtiger als der angeborene Instinkt zur Selbsterhaltung.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Unsere Interessen für den allgemeinen Wohlstand, an unsere Bräuche und Traditionen, an das Vaterland und an unsere Geschichte, enden dort, wo unsere Bankkonten anfangen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es ist nicht die Angst von einer ungewissen Zukunft, die viele von uns diktiert, kinderlos zu bleiben, denn die Ungewissheit hat mit der Angst nicht gemeinsam.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Die, die es könnten, die Zeugen keine Kinder, weil sie, absurd wie es kilingewn mag, des Leben gierig sind. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das ist die Angst der Menschen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Viele von uns sind nicht anders als süchtige Menschen die gefangen in ihrem eigenen Narzissmus, das kein Ebenbild als den Eigenen zulässt, einfach vor sich in Vegetieren. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Unsere blinde unersättliche Gier ist unser Wegweiser, nicht unser Verstand.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das ist Angst. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das wahre christliche Leben zu Leben versetz uns insgeheim in Panik, den in Christus zu leben heißt auch mit den anderen Teilen und, das wollen wir nicht.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Darum berauschen wir uns, wir berauschen uns aber nicht, weil wir es schon finden, wir tun es, weil wir Angst haben.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wir haben Angst zu lieben, die wahre Liebe zu erleben, denn Leben zu geben und mit den andern teilen, heißt ja Lieben. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Darum berauschen wir uns mit Geld, mit Autorität über andere, mit besessener Wollust und halten das Maß aller Dinge, die Liebe als solche, weit weg von uns entfernt und ersetzen es mit Narzissmus.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Viele Betrachten die Seefahrt nicht nur als Zubringer von Wohlstand und Behaglichkeit.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sie sehen es ja, was der Seefahrt aus vielen von uns und aus unserer Erde gemacht hat.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sie betrachten die Seefahrt, her als Harald von Zerstörung eigenen Lebensraum, nahezu als Vermittler von Fremden Gebräuche und als quasi Zusteller von Tod und verderben, als Zerrüttung eigenen Lebensart und Tradition. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Uns hat eure Art von Seefahrt, einen falschen Wohlstand gebracht. Uns hat eure Art von Seefahrt, einen illusorischen Reichtum gebracht. Eure Seefahrt wird uns auch den Tod und die Verwüstung unserer Inselwelt bringen." Sagte mir eines Tages einer unseren Kiribati Matrosen in der Messe des MS NEMUNA, nachdem er mir einige Videokassetten über seiner Inselwelt mitten im Pazifischen Ozean, gezeigt hatte.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ja, er hatte mir Videos über seine Insel vorgeführt, von seiner Hütte aus Palmenzweige Marke Eigenbau, wo er mit seiner Frau und seine Kinder wohnte.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Er hatte mir Videos von kleinen Dörfern, die den elektrischen Strom noch nicht mal kannten, gezeigt. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Von Menschen die noch nach uraltem Gebrauch vor ihre Hütten, die Fische die sie aßen und nur so viele, wie sie für den täglichen Bedarf brauche, sich aus dem Meer holten. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Er hatte mir gezeigt wie sie, ihre Mahlzeiten in eine Mulde im Sande gegraben, über Heißsteine und gewickelt in Palmblätter, zubereiten.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Er hatte mir Videos von den weißen Stränden gezeigt, von seinem Ozean und seine Freunde, die dort auf Fischfang gingen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Er erzählte mir von deren uralter Einstellung dem Leben gegenüber, von Taifunen, von den Tsunamis das sein Volk im Laufe des Jahrtausends zwangsläufig erlebt und überlebt hat. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Danach erzählte er mir, wie bekannte von ihm, vom Wind und Seeströmungen getrieben, sechs Monate lang auf einem kleinen Fischerboot in den Pazifischen Ozean von den Winden und Strömungen herum getrieben wurden. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wie sie doch dank der Fische die sie fingen, überleben konnten und deswegen, ihre Odyssee im Guinness Buch der Rekorde verewigt wurde. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Das alles haben wir überleb, die Tsunamis, die Taifune und sonstige Naturkatastrophen haben wir durch unsere Art und Weise zu leben, überlebt." Erklärte er mir.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Danach zeigte mir der junge, nachdenkliche Mann Videos von ansteigendem Meeresspiegel und abgespülten Stränden. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Von Meereserosion gefällte Palmen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Von Salzwasser verseuchten Trinkwasserlöcher. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Von Plastikmüll, von Säcken voll verbrauchter Batterien, von Billig Radios und ausrangierte tragbare Stromgeneratoren, von leeren Schnapsflaschen und von Alkohol gekennzeichnete Männer.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Siehst du Meister, mein Volk hat im Laufe des Jahrtausends vieles überlebt. Wir haben sogar die Engländer überlebt. Sie kamen, die tauften unsere Welt kurzerhand in Gilbert Inseln um, und da es bei uns, außer uralte Lebensweisheiten und Bräuche, nichts Anderes zu holen gab, ließen die uns in Frieden. Euch und eure Seefahrt, eure Zivilisation, eure Denkweise, ihr alle, alle wie ihr da seid, euch überleben wir nicht. Eure Art von Leben hat viele junge Männer aus meinem Volk verwirrt und angesteckt. Eure Seefahrt und eure Industrie hat unseren Lebensraum ruiniert. Dadurch steigt der Meeresspiegel und meine Heimat wird in absehbarer Zeit als erste von vielen, in die Fluten der Ozeane für immer verschwinden. Das haben wir zum Größenteil nur euch zu verdanken. Mein Heimatland, meine Inselwelt wird in absehbarer Zeit, zu meiner Lebzeit noch, für immer weg sein. Manche Teile von euren Heimatländer aber auch, viele von euch, ihr die vielen, werdet mit uns, die wenigen, auch zugrunde gehen."&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Vor einigen Jahren auf dem MS. AMRUM, zwei russische Matrosen sagten mir, dass wir im Westen des Lebens verwohnt seien und daher zu bequem oder zu feige waren, das wirkliche Leben zu leben und zu erleben&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Nun hörte ich von einem aus Kiribati, dass das Übel aller Dinge auf Erden, die westliche Zivilisation sei. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;In seinen Gedanken ging er sogar so weit uns mit einem Schwarm Heuschrecken das zerstörend von blühendem Feld zum blühendem Feld zog zu vergleichen, wobei nun, wo es kein Feld mehr kahl zu fressen gab, sich selbst, langsam auffraß.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Der Mann aus Kiribati, an Bord des MS NEMUNA, genau so wie die beide russischen Matrosen vor ihn auf der AMRUM hatte mit seiner Behauptung, gewiss irgendwie recht, aber nur zum Teil. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Obwohl ich mir, mit Vorbehalt, zugeben musste, dass wir, die sogenannten Industrienationen, das Maß aller Dinge verdrängt hatten, und daher als die Hauptschuldigen zu betrachten waren. So konnte ich mir nicht verkneifen ihn daran zu erinnern das nicht ich, sondern er mit seinen Freunden die 1,5 Volt Batterien und sonstigen Kram zu sich nach Hause brachte und einführte. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Nicht ich.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Danach machte ich ihn auf die Tatsache aufmerksam, dass ich auf einen der Videos etwas Merkwürdiges bemerkt hatte.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;In einer der Sequenzen sah ich, wie er eine Hütte aus Palmzweigen baute, wie jeder im Dorf mithalf und wie schnell, gekonnt und routiniert, sie alle arbeiteten.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Dabei merkte ich, dass den Pfählen, welche die Struktur der Hütte definierten, nicht mit Palmgarn, vielmehr mit gewöhnlichem Plastik-Elektrokabelbinder, das er, zwangsläufig von irgendeinem Schiff mit nach Hause genommen hatte, zusammen verbunden waren.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Daher mahnte ich ihm, dass auch er zu der Homo- sapiens Gattung gehörte und das der drang nach Geld, nach sozialem Ansehen und Annehmlichkeiten, in uns Menschen gleich waren.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es fiel mir nicht schwer ihn klar zu machen, dass grade auf Grund dieser allzu menschlicher Eigenschaft, er sich an Bord des NEMUNA befand. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das gerade aus diesem Grund er mit dabei war, seine Inselwelt zu zerstören. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das nicht nur ich, nicht nur die westliche Welt, wir alle gemeinsam, er selbst hinzu gerechnet, waren dabei, uns allen Selbst zu zerstören.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Du bist genau so wie wir, denn du machst genau den gleichen Fehler, die wir gemacht haben. Denn du hast auch Blut geleckt und nun willst du mehr davon haben. Du siehst es ja, wo dir das hinbringen wird, du siehst es ja an deiner Inselwelt, an die von steigendem Meeresspiegel abgespülte Strände. An dem steigenden Salzgehalt deiner Wasserlöcher. An dem Müll hinter deiner Hütte. Du machst aber weiter, du fährst immer und immer wieder zu See, du tust das, weil du noch mehr Geld, noch mehr Macht, noch mehr Behaglichkeit für dich haben willst. Wir hier in Westen haben zu spät begriffen was wir, uns selbst und zu dem anderen angetan haben. Mit unserer Besessenheit nach immer höher, immer stärker, immer schnellere Industriekacke, wir haben uns und unsere Welt zerstört. Nun aber, jetzt wo du die Resultate unsere Blindheit siehst, machst du trotzdem weiter mit, warum tust du das?" Fragte ich.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Der Junge augagierten Vorkämpfer zum Erhalt, der eigener heimatlichen Sphäre, wurde, nach soviel eloquenter Argumentation auf einmal still. Es schien mir, so als ob er, all seine berechtigten Vorwürfe an unsere heutige Welt wie eine Seifeblase zerplatzen sah und dass, aufgrund meiner eigenen Vorwurfe an ihn, er mir gegenüber, keine Vorwürfe mehr zu Hand hatte.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Er hatte jedoch recht, denn, vom Entwicklungsgang der Erde abgesehen, wir hatten unser Wissen und Können, nicht zum Erhalt unser Lebensraum eingesetzt. Vielmehr, an Rande diese natürliche Evolution, zu Beschleunigung die für uns tödliche Veränderung unsere Umwelt, ohne uns viele Gedanken darüber zu machen, wesentlich, dazu beigetragen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Was hätte ich denn tun sollen, ich wollte zu Hause bleiben, ich wollte so leben wie meine Vorfahren, ich wollte nur Fischer sein, ich bin ja genügsam. Meine Frau aber hatte Musik aus einem Radio gehört. Sie hatte beim Nachbar via Satellit, das Fernseher kennergelernt. Sie hatte zum ersten Mal in ihren Leben das elektrische Licht gesehen und dabei gelernt, wie man mit Warmwasser das Essen zubereiten kann. Das alles wollte Sie, wie all die anderen Frauen im Dorf auch haben und da ich Sie und meine Kinder, über alles liebe, um denen das alles zu geben, bin ich hier. Die meisten von uns können nur zu See fahren, denn das Meer ist ein Teil von uns selbst. Es gibt bei uns mehrere deutsche Reedereien, die einer Seefahrtschule auf eine unserer Inseln aufgemacht haben, so meldete ich mir auch dort und wurde, nach einem Eignungstest, sofort angenommen." Erklärte mir der Junge fast sich entschuldigend.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Nun mal langsam mein Freund, was sind denn das für deutsche Seefahrtexperten gewesen, die Menschen die sich mit dem Meer von Geburt aus duzt, testen wollten, was sind das überhaupt für Tests gewesen?" Fragte ich volle Neugier, als ich das hörte.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Das ist eine Reederei aus Hamburg, Meister, die geben uns für ein Jahr Unterricht in Schiffsicherheitskunde. Man lernt uns zu marschieren, stramm zu stehen, man bringt uns bei an Bord eines Schiffes zu Arbeiten. Man erklärt uns die jeweiligen Komponenten die ein Schiff eben zur Schiff machen. Danach gehen wir los. Die vermitteln uns auch an anderen Reedereien, deswegen bin ich hier. Es geht alles über eine deutsche Reederei in Hamburg, oder ihre Mittelsmänner" antwortete er. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Unser deutsche Lehrerschafft geh sehr hart mit uns um, bei jeder Kleinigkeit werden wir bestraft. Ich habe zum Beispiel in Australien das dritte Steuermann Patent erworben und ich werde später dort weiter zu Schule gehen, solange bis ich das Kapitänspatent erworben habe. Als dritter Steuermann, auf großer Fahrt, bin ich auch schon gefahren. Zu erst beim Japaner und dann beim Australier. Jetzt aber muss ich ein Jahr als Matrose fahren weiter fahren, weil man mir bestraft hat," erklärte mir der junge Mann fast verschämt.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Wieso bestraft? Warum hat man dich bestraft? Wer hat dich bestraft und vor allem, warum bist du bestraft worden?" &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Zu jener Zeit, führ ich als dritter Steuermann auf einem deutschen Frachter unter Panama Flagge und der Herr Kapitän, war aus Deutscher. An dem Tag hatte ich meinen Geburtstag, ich hatte es vergessen das ich an dem Tag Geburtstag hatte, meine Fremden an Bord erinnerte mich aber daran. Es ist bei uns Brauch das dem Geburtstagskind mit seine Freunde etwas Trinkt, und daher ich hatte kurz vor Wachablosung nur ein einziges Bier getrunken, wirklich nur ein Bier. Gleich darauf ging ich auf Wache. Der Kapitän roch das Bier und verwies mich wegen Trunkenheit von der Brücke. Der hatte mich fast ruiniert, ich wurde im nächsten Hafen abgelöst und nach Hause geschickt. Nur durch meine Freunde an Bord konnte ich Monate später beweisen, dass ich wirklich nur ein Bier getrunken hatte. Der Herr Kapitän und Schulleiter in meiner Heimat, wollte mir sogar das Patent wegnehmen."&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Wie hieß das Schwein, kannst du dich an den Namen, diesem so genanten Kapitän erinnern?„&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Für uns war er nur der Herr Kapitän, sein Name aber war Herr Fischer, glaube ich. Er sagte mir, dass ich nun für ein Jahr als Matrose auf Kümos in Deutschland mich bewähren müsse, sonst würde er mir das Patent wegnehmen."&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Weder so ein Scheißkapitän, noch irgendeinem Sklavenhändler aus deiner Vermittlungsagentur in Deutschland kann dir das Patent wegnehmen. Nur das australischer Wasser- und- Seefahrtsamt kann das tun und das auch noch nur nach einem Gerichtsbeschluss, sonst niemand," erklärte ich ihm.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Die deutschen Reedereien haben es aber bezahlt," erwiderte er leise. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„So viel Geld hatte ich nicht, wir sind Arm, wir lebten nur von dem Meer und unsere Palmen. Mein Patent gehört denen, bis ich meine Schulden zurück bezahlt habe, so steht es ins Vertrag, ich hab’s aber fast geschafft, danach bin ich frei." Fügte er dann leise hinzu. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Verdammt noch mal, der junge Mann sagte mir genau das: "Danach bin ich frei" und ich fühlte wie ich vor Scham rot anlief.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;So weit sind wir also schon, man versklavt in Name der Entwicklungshilfe der Vereinten Nationen, der UNECFEA und des Commonwealth, für das wohl einiger deutsche Reedereien.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Persönlich kann ich mir kaum vorstellen dass deutsche Reederein teure Schulgänge in Australien oder Neuseeland für euch bezahlen, vielmehr glaube ich, dass dieses Geld aus dem Topf dem Topf der vereinigten Nationen kommt. Kann ich dieser Vertrag sehen, hast du ihm bei dir?" Fragte ich erwartungsvoll, voller Wut auf den Bastarden, die es gewagt hatten, eine Art moderne Sklaverei, unter und mit dem wohlwollenden Schutzmantel der VDR.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Den Vertrag hatte er nicht bei sich gehabt, jedoch er versicherte mir das es noch mehr Junge Männer aus Kiribati, so wie er, solche Verträge unterschrieben hatten.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Die bezahlen alles, wir bekommen auch genug Geld, damit wir unsere Familien ernähren können. Später zahlen wir es in Raten zurück," hörte ich noch, wie der junge Mann aus Kiribati mir sagte, aber nur halb, ich hörte nur halb zu, weil ich, obwohl ich maßlos verärgert war, doch lachen musste.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Großer Gott habe ich da aus voller Kehle über uns alle lachen müssen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es ging nicht anders, ich musste lachen, ich lachte über mich, über ihn, über uns alle, über unsere kurzsichtige Einfalt und über die maßlose unverschämte Unersättlichkeit, mancher Verband deutsche Reeder Amigos.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„So sieht bei euch die moderne Eva des alten Adams aus, also. Die alte Sau die hat sich sogar getarnt und sich in eine VDR-Reederei umgewandelt. Sie hat sogar ihren Namen geändert, die nennt sich nicht mehr Eva, stattdessen nennt sie sich nun VDR- Mitglied. Wie damals aber, wie ein Apfel aus Evas Hand für Adam und uns allen zu Verhängnis wurde, so wurden einige deutsche Reedereien für dich zum Schicksal, mein Junge. Wie du siehst, die Geschichte wiederholt sich doch in der Geschichte, damals soll es ein Apfel gewesen sein das dem Adam zum Fall brachte. Bei dir waren es einige deutsche Reeder, Warmwasser zum Kochen ein Radio und ein Fernsehgerät. Das ist technischen Fortschritt, das ist Evolution, um dir die Wahrheit zu sagen mein Freund, mir ist die Eva von damals viel lieber gewesen. Desto Trotz, ihr solltet das den vereinigten Nationen in Washington und dem Commonwealth in London melden was manche VDR- Mitglieder mit euch treiben grenzt ja fast, oder es ist ja schon eine regelrechter Sklavenhandel."&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Er schien für eine kurze Weile verwirrt zu überlegen was ich wohl damit meinte. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Sein Gesicht war gespannt, er dachte vielleicht, dass ich ihn auslachte oder verspottete. Dass ich mich möglicherweise, über seinen, in den Fluten des Ozeans sinkende Inselwelt lustig machte. Dann aber entspannte er sich wieder, langsam dämmert es in ihn hinein auf was ich hinaus wollte und fing selbst an zu lachen. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Das werde ich meine Frau erzählen Meister, die Frauen sind also an allem schuld, die Frauen und den Apfel damals, dem VDR und dessen Sklavenhändler heutzutage, denen haben wie unsere Misere zu verdanken also."&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Nicht nur das, wenn auch die heutigen Konquistadoren sich heute anders als damals nennen, dessen Ziele sind aber immer die gleichen, nämlich, sich zu bereichern durch Ausbeutung und Versklavung von anderen Menschen.„&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Von Vereinigungen mit dem Zweck von kriminellen Machenschaften, die in der Sprache der Wissender und der Weisen, ehrenwerter Gesellschaften, genannt werden, hatte ich schon gehört. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Von Irreführung der vielen durch TrickreichebErlässe und Verordnungen von Ministerial Beamten auch. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Von der Apathie und Angst der vielen, oder besser gesagt, von dem phlegmatischen Furchtsamkeiten, des Denkens und des Handelns, der Masse, insbesondere dann, wenn es darum geht sich aus der Anonymität der Gruppe abseits zu stellen und den eigenen Standpunkt, die eigene Wahrheit also, Gehör zu verschaffen, ebenso. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Man nennt heute die Kunst die Massen zu beeinflussen um sie besser in die Irre zuführen und in einer sehr heimtückische, erbarmungslose, sterilen Welt ohne Mitgefühl oder Mitleid anzulocken: Globalisierung oder Moderne Marktwirtschaft.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Vor allem geht es aber die Menschenmassen, zu Selbstverherrlichung anzuspornen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ihr Denken so zu meißeln, dass sie am Ende alle glauben, einen eigener Willen zu haben, und das Maß alle Dinge zu sein.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Lasst den Menschen immer glauben das Sie selbstständig und autonom, willensstark und gerecht sind. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Lass sie glauben dass sie frei handeln und denken können, denn dann, und nur dann, sind sie manipulierbar. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;In dieser Modernen Zeit, der Machtwillen den Wenigen über den vielen kann man ohne Weiteres, als demokratische Diktatur bezeichnen!&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wahlweise aber auch: Selbsttäuschung der vielen durch Induktionsdenken. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Je nach Bedarf aber auch: Eigennützige geistige Trägheit der Hammelherde. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Oder viel Volltreffliche: Gehörsame ichsüchtiger Selbsttäuschung!&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Oder Narzissmus, nicht wahr?&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Selbstsucht also.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;»Nicht die Frauen mein Freund, nicht der Apfel, wir sind an allem Schuld. Wir und nur wir allein, denn wir hätten es besser wissen müssen und die Finger von euch lassen sollen. Noch nicht mal jetzt wo unser Lebensraum, so wie jetzt deine Inselwelt, langsam aber sicher am Verschwinden ist, sind wir uns einig: Wir streiten uns immer noch, und während wir von Tag zu Tag nur noch mehr Macht und noch mehr geldgierig werden, versinken unsere Länder unter unseren Füßen hinweg in den Fluten des Meeres. Man wird dich, deine Familie und dein Volk nach Australien oder Neuseeland übersiedeln, die VN haben dafür schon ihre Programme fix und fertig zur Hand. Es wird alles strategisch uns stabsmäßig vorgehen. Ihr werdet, noch nicht mal nasse Füße bekommen, « erklärte ich ihm.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;»Interessant wird sein zu sehen, wie ihr dann manchen euren damaligen sogenannten Wohltäter in eure neue Heimat empfangen werdet," sagte ich zum Schluss noch mehr lachend.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Um Gotteswille Meister, wir sind Christen, wir sind doch keine Kannibalen für den Rest, meine Enkelkinder werden mit euren wertlos gewordenen Akten, kleine Papiertüten und bunten Hüttchen basteln und mit euren Diamanten, werden sie Murmel spielen. „ Erwiderte er eiskalt lächelnd.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;„Wir werden denen aber nicht beibringen wie man ohne elektrischen Strom, ohne Computers und ohne Supermärkte an Leben bleibt, von uns werden die es nicht erfahren, entweder die lernen es von selbst, oder sie werden alle verhungern." Fügte er noch knallhart hinzu.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Mittlerweile es war kurz vor Mitternacht geworden, der jungen Steuermann aus Kiribati der wegen die deutsche Zucht und Ordnung, vom dritten Steuermann auf Großer Fahrt für eine Weile, der erbärmliche Willkür einer deutschen &gt;Argonuten&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;&lt;/span&gt; wegen, als Matrosen fahren musste, sammelte seine Videos und ging schlafen, &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dort in der Mannschaftsmesse an Bord des MS NEMUNA, rauchte ich noch eine Zigarette, und trank mein Kaffee aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bevor ich dann schlafen ging, drehte ich noch eine letzte Erkundungsrunde in Maschinenraum und machte gleich danach, auch Feierabend.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Saludos VDR Amigos, saludos&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gladio.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-1496862637731927134?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/1496862637731927134/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=1496862637731927134' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1496862637731927134'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/1496862637731927134'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2008/04/mater-et-magistra.html' title='MATER ET MAGISTRA'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8748435414614906800.post-4016017110795719191</id><published>2008-03-30T09:04:00.000-07:00</published><updated>2008-03-30T09:07:43.101-07:00</updated><title type='text'>MT. PRESTIGE</title><content type='html'>&lt;p class="MsoSubtitle" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt" align="center"&gt;&lt;span lang="IT"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:180%;"&gt;BACIAMU&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;LI&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;MANI&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;A VOSSIA!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span lang="IT" style="FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: IT"&gt; &lt;?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;In der Ausgabe von Nov. 2004 seiner monatlichen Zeitschrift, der VDR, nah Stellung in dem Fall der &lt;/span&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 14pt; FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"&gt;MT &lt;/span&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 15pt; FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"&gt;PRESTIGE&lt;/span&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt; und berichtet ausführlich, über die Wirtschaftliche Verluste der Reedereien in allgemein, die in solchen Fällen, durch den dahin Schleppenden, viel zu langen, sehr komplizierten Gerichtsverfahrens entstehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Es ist nobel und Bemerkungswert zu sehn wie der VDR sich vehement auch gegen die Inhaftierung der Kapitän des Schiffes Herr Apostolas Marulas einsetzt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Wie sich diese Ehrenwerte Gesellschaft von Reedern sich in die Breche schmeißt und gegen das Kriminalisieren von Kapitänen, Offizieren und Besatzungen ringt, ist einfach einmalig auf dieser Welt.&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Denn der Kriminalisierung der Besatzungen, so der VDR, erfolgt in der Regel nicht durch Politische Entscheidungen der Regierungen oder Parlamenten, um Zuwiderhandlungen zu bestrafen, sonder, so schreibt das Blatt der VDR: ist nichts anderes als der Auswirkung öffentlichen Drucks durch die Medien, weil Politiker glauben damit politischen Pluspunkten in den Augen der Öffentlichkeit zu gewinnen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Der VDR Sonderling behauptet auch das mit der Kriminalisierung der Besatzung, die Politikern Druck auf die Reeder, bei der Durchsetzung von Schadenersatzforderungen ausüben wollen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Dem begabten VDR Analyriker ist in diesem letzten Punkt etwas nebulös, man begreift nicht so schnell was er sagen will, wahrscheinlich weist er selbst nicht so genau was er, wenn er meint die Politik&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;und die Medien, Schiffs Besatzungen Kriminalisieren um den Reeder bei der Abwicklung Rechtmäßige Versicherungsfälle, Wenn, rechtmäßig, zu behindern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Also, so wie ich es verstehe, unsere begabte VDR Analytiker will nur sagen, das die Politik, dem Reeder daran hindern will seine Rechmäßigen schaden Ersatz durchzusetzen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt; &lt;/span&gt;Wie das gehen soll, wird wahrscheinlich für immer einem VDR Mysterium bleiben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Es wird aber noch toller.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Dieser ehrenwerten Gesellschaft geht noch weiter, sie verdammt auch die Verfolgung von Besatzungsmitgliedern durch Staatliche Behörden in Fall von zufälligen Ölaustritten in Meer oder, weil die Vorschriften von MARPOL, verletz worden sind.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Also, hier wird es langsam kriminell, denn der VDR verlang Straffreiheit für sich selbst, denn eine Besatzung kann nur so effizient sein wie das Schiff es erlaubt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Nichts wahr? Oder wie wahr das noch?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Der erleuchtete Schreiberling, der auf die erste Seite, der monatlicher Zeitschrift des VDRs in November des Jahres 2004, über dem Kapitän der MT. PRESTIGE&lt;/span&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 14pt; FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-size: 12.0pt"&gt;, &lt;/span&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;berichtet, geht noch tiefer in das Problem hinein. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Ohne Wenn und Aber klagt er, dass der Kriminalisierung der Besatzung ob sie nun tatsächlich oder immanent ist, die Bekämpfung und Vermeidung von Verschmutzungsunfällen sogar glattweg behindere.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;So weit sind wir schon also, der VDR will hier praktisch ihrem eigenen, Modus operandi auf dieser Welt durchsetzen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Somit bestätigt er uns, die unersättlicher, unverschämte Gier, nach noch mehr Geld und Macht, sowie die Intelligenz Quotient und Seherfahrung, der Mitglieder der VDR.&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Es ist schlimm, wenn Fachverbände sich selbst nur verdrehte halbe Wahrheiten erzählen, wie zum Beispiel die, dass das in die November 2004 Ausgabe der Verband deutscher Reeder Zeitschrift, über der Freilassung aus dem spanischen Gefängnis der Kapitän der Gesunkenen Tanker PRESTIGE, Herr Apostolas Marulas, zu lesen ist. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Wenn dieser Fachverband aber, die halben Tatsachen auch noch so verdrehen, dass zum guten Schluss im wesentlichen selbst daran glaubt und diesen halben Wahrheiten dann, als eine einzige ganze Wahrheit und Tatbestand am Ende unter das Volk unterbreitet, dann ist es schon fast fünf NACH zwölf.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Dann ist es wirklich schlimm.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Denn, wenn der Dachverband, der Deutsches Reeder, der Courage hat, sich zu erheben und eine Lanze für den Kapitän des Havaristen zu brechen und die Schuld der Inhaftierung des Kapitäns in Spanien, auf dem Populismus den Politikern und der Tagespresse zurückführt, dann es nicht nur fünf NACH zwölf, dann hat, dass Ganze seit lange schon, nicht nur einem kriminellen Beigeschmack bekommt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Das ist in meinen Augen, schon Wirtschaftskriminalität.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;In dem spezifischen Fall des Herrn Marulas und dem Tanker PRESTIGE, sind mehreren Faktoren einzubeziehen, bevor man so vehement gegen den Gesetzgeber und die Presse, die in solchen Fällen, sowieso nicht zu Melden haben, zu Felde zieht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Denn in diesem charakteristischen Fall, so wie in vielen ähnlichen Fällen auch, kann man dem politischen Handeln der Regierungen und Parlamenten, nur als Nebenursache der Primäre allgemein Besorgniserregende zustand der Seefahrt bezeichnen, gleichzeitig aber denen auch, als Allumfassendem indirektem Komplizen betrachten, als indirekter Mitschuldiger und fast unfreiwilliger, gutgläubiger Urheber solchen Desastern sehen, mehr aber auch nicht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Denn Politiken Beschlusse, sind fast nur von Informationen der Jeweiligen ministerial Direktoren, abhängig.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Von dem Begehren der Reeder Verbänden, als sogenannten Fachverband motiviert und entspringen beileibe, nicht aus den Fantasien und Halbträumen, von irgendeinem Politiker in Berlin.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Das gilt natürlich, so weit man heute zu Tage, von einem unabhängigen von Politischen oder Markt wirtschaftlichen Interessen, wahrer freier Presse und von Angriffsjournalismus, sprechen kann, auch für Nachrichten aus der Tagespresse.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Zu erst muss man also, das Alter des Schiffes Berücksichtigen, der MT. PRESTIGE war 30 Jahre Alt, noch ein Mal, und diesmal, langsam zum mit Schreiben: dreißig Jahren Alt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;In Bestem Schrottreife, also.&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;      &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Es gehörte der Liberianischen Reederei Mare Shipping Inc. und man höre und staune, sie führ für ein paar Undurchsichtigen alten texanischen Rohölmarkt Gauklers in Rente, die aus laute Langeweile, ein Tanker betrieben, unter Bahamas Flagge.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Der Tanker war unter Beaufsichtigung dem American Büro of Shipping.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Auf See, so um die 27 Seemeilen westlich Cabo de Finisterre, fiel von der Steuerbordseite her, bei einem See mit Guten Acht bis Neuen Windstärke aus dem Nordwest, erst mal mir nix dir nix, einem Stück von dem Deck ab und der fiel im Bach, das war an Mittwoch dem 13 November gegen Mittag. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify; mso-outline-level: 1"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;OK? OK!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Da schnappe sich der chinesischen Schlepper DEDA, der zufällig in die Gegend war, (demselben Schlepper übrigens das den in Deutschland zu erst entwickelte und später illegal in China gebaut, und weiter an Deutschland verkauften Containerkränen, nach Deutschland, herbeischleppt) dem Havaristen am Hacken und tuckerte damit, (glücklich über den Zusätzliche Unerwarteten verdienst) dem schlechten Wetter und der Zustand des Havaristen wegen, brav und langsam gegen Wind und Wellen angehend, Richtung Nordwest. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify; mso-outline-level: 1"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;OK? OK! &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;An Freitag dem 15. ungefähr bei 10° W und 43° N und ein paar zerquetschte, änderte dem Schleppzug dem Kurs und ging, wahrscheinlich, weil das Wetter sich beruhigt hatte, in Südwestlicher Richtung. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Auch OK, nicht wahr?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Auch OK also!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Ab Montag dem 18. während dem Schleppzug, Richtung Südwesten, weit weg von der Küste also fuhr, gab es, begleitet von den Ratschläge von Experten und Pseudoexperten, dem, für solchen Situationen, üblicher Tauwauwau Geschrei und Trommel Tamtam, ein ständiges Tuch and Go zwischen dem Spanischen und portugiesischen Hoheitsgewässern. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Dem Havaristen jedoch, dass immer noch im Schlepptau den Chinesen war, blieb allezeit in Spanischen Hoheitsgewässer. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;An Dienstag dem 19. gegen 11: 45h bei 42–16,5 Grad Nördlichen breite und 12–06,9° Grad Westlichen länger, fast in portugiesische Hoheitsgewässer also, brach das Maltraktierten Schiff endlich in zwei und den, mit um die 70.000 Tonnen Rohöl geladen Achterschiff, sankt endlich in 3600 Meter tiefes Wasser. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Zu der damaligen Zeit befanden sich bei dem sinkenden Wrack, vier Hochsee Schleppers und die spanische Fregatte BALEARES. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Der Nase den Havaristen tauchte an dem gleichen Tag, um 16: 30h, grade eben zwei Seemeilen südlich davon, ab, aber immer noch in Spanischen Gewässer.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Ab dem Moment war anschließend, erstmals ruhe im Aquarium.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Was haben Politikern, Zeitungsreporters und TV Anstalten damit zu tun?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Welchem Seefahrtexperten, wagt es hier noch zu behaupten das es bei den Windstärken das zu der Zeit, bei dem verdammten Küste des Todes herrschten, es möglich war mit dem Havaristen in irgendeine Bucht Schütz zu suchen, wo denn Verdammt noch Mal, in der Bucht von Vigo vielleicht, verdammt noch mal. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Hat sich jemanden beim Verband der Deutsche Reeder, bevor er der Mund noch ein Mal in dieser Hinsicht aufmacht und noch einmal so ein Blödsinn erzählt, sich die Mühe gemacht die Seen das beim einem steifen, NW stürm, dort bei der Küste des Todes, (la Costa dela Muerte) herrschen, sich genau anzusehen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Wenn ja? Warum erzählte er dann, so ein Unfug? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Hätten diesen Experten und besser Wissers auch befürwortet, dass, (Gott bewahre) ein ähnlicher Tanker, unten denselben Umständen, in die Jade Busen, oder in die Weser, oder Elbe, oder Ems, unter Landschütz, geschleppt werden würde?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Die Kieler Bucht bietet auch Landschutz Möglichkeiten, und wenn nicht, wie wäre es mit Eckenförden, den da wäre dem Havaristen, noch besser geschützt. Oder?&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Ihr spinnt ja, alle wie ihr da seiht, ihr spinnt!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Warum zu Teufel versucht der Verband deutsche Reeder, den Politiker und den Journalisten, in Europa, fast zu kriminalisieren? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Servil einigen von denen sind sie ja, aber keine Kriminelle!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Opportunisten sind die ja, aber kleine Seefahrtsexperten, nah ja OK, als Badewanne Aquanuten, das auch vielleicht, Kriminelle aber ganz bestimmt nicht, nicht in diesem Sinn, auf jedem Fall.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Unter dem Dachverband der Verband deutsche Reeder gibt es aber genug Seefahrtsexperten, genug erfahrenen Sonderlingen der Seefahrt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Bei der VDR gib es ja genug obskure Seilschaften und zweifelhaften Entscheidungsträgers die wesentlich nicht nur, zu der Vernichtung der deutschen Seefahrt, dazu beigetragen haben, dem ungeachtet, auch noch die Küsten Länder und der Größter Teil der Bevölkerung, wirtschaftlich geschändet haben. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Warum berichten die denn, in ihrer drang nach Gerechtigkeit, nicht über solchen Bazillen? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Wie kommt, dass solche Leute noch frei herumlaufen und ihrer umwesen im Lande, imkern noch, weiter treiben können?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Davon sollte man berichten, und nicht mit unverschämter Überheblichkeit über dem Modus Operandi spanischen Seefahrtsbehörden, und so als ob die alle, beschränkten, verantwortungslosen, unfähigen Vollidioten wären, herziehen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;In eigener Sache sollte sich der Verband deutsche Reeder anfange sich ernsthaft, sehr ernsthaft und sehr schnell, sorgen zu machen und nicht, über dem Kapitän der MT. PRESTIGE. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Denn, falls der Herr Marulas in diesem spezifischen Fall, länger als drei Monate an Bord des Havaristen war, dann hätte er sich, über dem wahren Zustand des Schiffes voll bewusst sein müssen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Demzufolge Herr Apostolas Marulas, als Pflicht bewussten und verantwortungsvollen Kapitän, hätte nie und niemals mit dem Tanker, auslaufen sollen, vielmehr er hatte Port State Control Informieren und das Schiff, an der Pier festhalten müssen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Das wäre in diesem Fall sogar seine Pflicht gewesen, nicht wahr? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Oder wie war das noch, Verdammt noch mal!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Daher, falls das zutreffen sollte, ist er, zusammen mit all den Offizieren und Besatzungsmitglieder, mit dem Reeder und dem ABS. In meinem Auge schlicht und ergreifend nicht anders als schuldig und zu Recht, ein Fall für die Staatsanwaltschaft. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Sollte der Herr Marulas samt Besatzung aber, weniger als drei Monaten an Bord gewesen sein, dann trifft ihn und seine Männer, vorausgesetzt dass das Schiff homogen beladen worden war, keine Schuld, denn so lange braucht man ungefähr, um sich in ein Schiff, bis in Detail, einzuarbeiten und kennen zu lernen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Besonderes dann, wenn ein Schiff all den Zertifikaten up to date hat, ist es bei Dienst antritt verdammt schwer für Kapitäne und Offizieren das Gegenteil zu beweisen und den nötigen Schritten für die Reparaturen, notfalls mit Behördlichen beistand, durchzusetzen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Dafür aber, sind all dem anderen umso mehr schuldig, denn die alle, dem ABS vorweg, hätten somit bewusst und mit Absicht, nur des Geldes wegen, dem prekären Zustand des Schiffes absichtlich verschwiegen oder, aus lauter Betriebsgewohnheit, erstmal gar nicht gemerkt und so mit, dem gesamten Besatzung in unmittelbare Lebensgefahr gebracht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Auf diesen letzten Fragen kann nur ein Gerichtsverfahren eine Antwort geben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Hier sind die Staatsanwälte Europas gefragt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Soviel, zu den Tatsachen Bestand in Fall der Herr Apostolas Marulas und die MT. PRESTIGE, von meine seit aus. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'"&gt;Saludos Amigos!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Ein Ding ist mir und meinen Mitbewohnern, dass hier in den Katakomben dem ersten Etage des Seemannsheims, zu Bremen seit lange schon, bewusst.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Wir den Glorreichen Vierzehn wissen das schon seit lange.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt;Nämlich dass, der VDR wirklich alles tut, um in die Augen der zu See fahrender Welt und, nichts nur hier zu Lande, sich als ehrenwerte Gesellschaft, zu profilieren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="FONT-FAMILY: Arial"&gt; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span lang="IT" style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: IT; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"&gt;&lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt; &lt;/span&gt;Wie gesagt: Baciamu li Mani a Vossia.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8748435414614906800-4016017110795719191?l=francoparpaiola-gladio.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/feeds/4016017110795719191/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=8748435414614906800&amp;postID=4016017110795719191' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/4016017110795719191'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8748435414614906800/posts/default/4016017110795719191'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://francoparpaiola-gladio.blogspot.com/2008/03/mt-prestige.html' title='MT. PRESTIGE'/><author><name>franco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00671177244266378694</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='07470883336509707651'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry></feed>