martedì 6 aprile 2010

DIE REISE

Aus "DER FALL MS:EL CASTILLO" ISBN 3-86516-375-0



….Die wahrhaft lustige Party fing erst am nächsten Nachmittag gegen 18 Uhr an, als den beiden Inspektoren aus Holland bei uns am Bord kamen.
Keiner der beide schien sich außerordentlich für das Schiff zu interessieren, die fragten noch nicht mal, warum wir im Dunkel saßen.
Die Tatsache, dass am Bord kein Licht brannte, schien für dem beiden, kein Problem zu sein, den sie waren nur gekommen um uns die zu See Fahrenden wie die Seereise ihrem Vorstellung zu folgen, hätte verlaufen sollen, sonst nichts.
Also, wir, den zu seefahrenden Helden, samt Ratten und Klabautermann, nachdem wir, die zusätzlichen Brennstofftanks im Laderaum eingebaut hatten, sollten nur so viel Brennstoff hier in Sousa Bunkern, um mit dem Schiff nach Port Said in Ägypten verhohlen zu können. Dort, wo man schon auf uns wartete, hätte man uns voll gebunkert und von dort aus, durch dem Suez Kanal sollten wir dann, bis nach Oman Fahren, dort angelangt, würde man erneut, voll Bunkern würde.
Dort hätten wir auch unsere Ladung an Bord genommen.
Unsere Fracht bestand aus 300 Tonnen leichte Parabellum Waffen und Munition.
Meine Fresse, der Typ hatte in der Tat, Parabellum gesagt, laute geklauten oder sonst wie abhandengekommenen Flinten, aus General Norman Schwartzkopf kleiner Spaziergang durch Kuwait und dem Irak.
Wahre Freude kam bei mir auf, als ich hörte wie der Rest unsere Seereise hätte verlaufen sollten, denn der Extravagante Mosaik kam langsam so zusammen wie ich es mir neulich, auf dem Kartentisch auf der Brücke vorgestellt hatte und der Kapitän, uns schon angedeutet hatte.
Von dem Tankerhafen aus also wären wir weiter nach Osten gefahren bis an der Küste Indiens, von wo aus, wir die zu Seefahrenden, mit einem Elegante Scharfes 90° Schwung nach Steuerbord weiter nach Süden hätten fahren sollen.
So, von dort aus, immer hübsch geradeaus wären wir dann, ganz weit nach unten, immer schön dem Weg der 70. Längengrades entlang bis zur dem 40. Breitengraden, auf dem andere Seite der Globus, Down Under so zu sagen, nur etwas weiter nach rechts, weiter gedackelt.
Dass man im fachkundigen Kreisen, diesen 40, Breitengraden vorm antarktischen Polargebiet, auf Grund der Mörderischwetter die "Roaring Forties" nannte, hatte keinem diesen Vollidioten gehört oder geahnt, ansonsten hätte die zweifelsohne die Klappe gehalten.
Ich kannte diesem Gebiet aus meinem Tanker Fahrten aus, daher war es mir bestens bekannt, und ich musste mir krampfhaft zusammen nehmen, um denen nicht ins Gesicht lauthals, zu lachen.
Bei dem 40. Breitengrade dann, mit noch Mals einem eleganten Schwung von 90° nach Steuerbord und nach Sir Chichester spüren, wir, die Sagaumworbenen zu Seefahrenden, falls noch am Leben, diesmal westwärts, mit die über 30 Jahren alte El Castillo die nur noch vom Rost und die Hand Gottes zusammengehalten wurde, gegen die herrschenden Winden und stürmischen See gehend, hätte, weit weg von Schuss jegliche Zivilisation und indiskreten Radar Augen der Küstenwachen, die äußerste Süd Afrika spitze in einen abstand von mindestens 200 Seemeilen passieren sollte.
Danach, was mir äußerst vernünftig erschien, denn ansonsten wären wir glattweg bis zum Kap Horn gefahren, hätten wir wiedermal sehr elegant und gekonnt, um 90 Grad nach Steuerbord drehen müssen.
Man oh man, ich spürte langsam, dass bei diesem Ewigen ständig Recht um Kontinente und Weltmeeren drehen, wie mir langsam auch dem Kopf drehte und wie ich, was mir noch nie in Leben geschehen war, langsam seekrank würde.
Es nützte aber alles nicht, Seekrankheit hin oder her, um nicht am Nordpol zu gelangen, hätten wir dann, bei Gibraltar angelangt, nochmals, am einem nach unser Schiffsname, nach BESATZUNGSZAHL und art der Ladung, an unsren Ausgang und was noch am wichtigsten war, weil eine UNO-Blockade gegen Jugoslawien, am unserem Bestimmungshafen in Mittelmeer, total uninteressierten, Gibraltar Traffic Control vorbei, um mit 90° nach Steuerbord um die Kurve gehen um dem von uns allem, längst hersehnte triumphaler Einzug im Mare Nostrum, voll beladen mit Parabellum Flinten für die Bosniaken zu vollziehen.
Dem Rest, im Anbetracht den Bisherigen Geleistetes, wäre ja ein Kinderspiel gewesen, denn, kurz nach Malta, oder grade vor dem Otranto Kanal, zwischen Italien und Albanien, unten dem Augen verschlafenen UNO Radar Beobachters und den blinde Hubschrauber Fliegers.
Unbemerkt von den Küstenwachen Motorboote der Italiener und Kriegsmarine der halben Welt, die um die Zeit, gerade jeder Quadratzentimeter dieses Gewässers unten schärfste Beobachtung hielten, wir, dem unerschrockenen zu Seefahrenden und Meisters UNO Blockadebrechers, hätten dann, umringt von einer Schar kleine Fischerboote, all die Parabellum Flinten in ihrer Fischräumen umgeladen.
Von einem der Skipper eine der Fischerboote hätten wir dann unserem Geld erhalten, und mit unserem Schiff dann, weiter bis vor die Küste Sizilien gedampft, und dort, bei Nacht, den alten und abgekämpften El Castillo, in 3000 Meter Wasser, ersofften.
Danach, mit dem Zodiac Schlauchboot mit Außenborder, der ebenfalls im Port Said am Bord gekommen gewesen wäre, wären wir so schnell wie möglich am Land Fahren, von wo aus, jeder für sich, seiner eigener Weg, wie wahren Meeresfreischärler, zurück in die Heimat hätte finden sollen..
So im etwa, nach all den Andeutungen der letzten Wochen, so hatte ich mir die Reise auch vorgestellt, aber ins geheim, nicht wirklich daran geglaubt, denn ich wollte Wahrscheinliche es einfach nicht wahr haben, dass auf dieser Welt, Seefahrers geben sollte, die mit den alten El Castillo, so eine Reise Planen oder durchführen wollten.
Nun war es aber amtlich, und ich musste mir zugeben, dass ich mir, in meiner Haut nicht wohl füllte.
Das Unwohlsein in mir, bezog sich nicht auf die Tatsache, dass nach vorsichtigeren Schätzungen, den beide Inspektoren zusammengezählt, gut, und gern um die 20 Jahre Knast alt waren, denn, das war für mich uninteressant.
Der Fakt, dass unsere Eumel, auf Grund sehr dringend Geschäften und Terminen nicht mit uns mit, fahren könnten, war auch neben Sache, denn im Grunde genommen, jedem, aber auch jeder Trottel dieser Welt, der in die Lage gewesen wäre, Links vom Recht zu unterscheiden, der wäre auch in die Lage gewesen so eine Reise zu Argonutisieren, und erfolgreich zu Ende zu führen.
Was am dieser ganze Story mir nicht gefiel, war viel mehr die Tatsache das am Ende der Reise, das Schiff vor der Küste Sizilien, hätten versenken sollen.
Das war, was mir stank: Unser unvermeidlichem Ende am Grund des Mare Nostrum, und der ist am manchen stellen über 3000 Meter Tief.
Mehr nicht.
>Verdammt viel Wasser, auf, einen einfachen Seemannsarsch<, dachte ich.
>Viel zu viel Wasser Großer Meister und sehr ungesund sogar<, hätte mir Bernt, bestimmt darauf, geantwortet.
Dieses Mal zu meinem Erstaunen, anstatt wie immer fast teilnahmslos da zu sitzen und fast gelangweilt zuzuhören, dieses Mal der gute alte Bernt ergriff als Erstem das Wort,
>Es ist machbar Franco, es wird einer verdammt langer Reise, die ist aber zu schaffen<.
>Machbar ist es schon Bernt<, antwortete ich nachdenklich.
Und jeder der Anwesenden, wohl angetan von der einfachen Kühnheit und dreiste Genialität des Planes, nickte zufrieden in die Runde.
>Sie scheinen nicht so ganz überzeugt, zu sein, Chief, stimmt etwas nicht >So, jetzt habe ich dich Freundchen<, dachte ich mir, und legte los.
Ich enthielt mir zum ixten Mal zu erklären, dass wir immer noch, so zu sagen, quasi beim Kerzenlicht schlafen gingen und dass wir bis dato noch keinem einzigen Ersatzteil am Bord geliefert bekommen hatten, behielt ich auch für mich.
Ich fragte auch nicht, wo zu Teufel dem versprochenen Stromgenerator war, dem neuen Luftkompressor, die neuer Lenzpumpen und der Rest, nein dass fragte ich nicht, denn all das, in Angesicht unser Mammut vorhaben, schien bei den Bakaluten nebensächlich, zu sein.
Statt dessen fragte ich in alle Ruhe, wo ich, dass Frischwasser für unsere bevorstehende Weltreise, hätte, Bunker sollen, und erinnerte denen, dass unser Bordvorrat, sich nur auf maximal 5000 Liter beschränkte.
Man oh Meter, und ob das ein Knall war, es knallte so heftig und so Laut, dass dem Bernt vor lautem Schreck, seiner Zigarette nicht mehr drehen konnte.
Ohne zu einer vernünftigere Lösung zu kommen, drehte er am seiner Zigarettenpapier herum und starr, fast erschrocken, schaute er mich entgeistert an. >Mit einem peinlichen Umgang mit dem Kostbares und lebenswichtigem Nass meine Herren«, -fuhr ich unbeirrt fort-, >werden wir eine Tonne Trinkwasser pro Tag gebrauchen, es sind also insgesamt, 90 Tonnen Frisch Wasser, wohin damit meine Herren<, fragte ich rabiat in die Runde.
>Verdammt noch mal, wir haben unsere Trinkwasser vergessen, wie soll ich bloß Kochen<, fragte mich Joos, unsere Koch um seine Erbsensuppe besorgt.
>Wo hin damit<, fragte sich Hans unser Steuermann und nach der stand der Dinge, unsere angehenden Kapitän, nachdenklich.
>Ich hab’s<, meldete sich wieder Bernt - >wir bestellen uns zwei Extra Tanks a 45 Tonnen und setzen sie im Laderaum<.
>Das geht nicht Bernt, der Laderaum ist zu klein, wir hätten dann kein Platz mehr für die Flinten<, konterte ich, nicht grade freundlich.
>OK. , jetzt bloß nicht dem Kopf verlieren<, förderte unser ausscheidenden Kapitän, der aber noch dem obersten Boss der Gesamten Joint Venture, „Geklauten Ami Flinten für den Bosniaken“ war, in die nun aufgebrachte Meute hinein.
>Wir werden das Wasser in Flaschen bestellen, und in die leeren Kabinen Stauen, das ist die Lösung<, dekretierte der Trottel.
>Das ist einer sehr vernünftiger Vorschlag, das macht also 45000 Flaschen a Zwei Liter, oder 7500 Kisten a 6 Flaschen, und das alles sollen, wir in zwei kleine Kabinen von gerade 24 Kubikmeter, stauen? Zum Ersten sind die Kabinen dafür zu klein, und zum Zweiten, hat jemand von euch meine Herren an den Reise Proviant gedacht? Ich spreche, von jenen 1600 Mahlzeiten, dass Joos zubereiten wird, wohin damit, und noch was, meine Herren, den, ich bin, beim Leibe, noch lange nicht fertig<, - knurrte ich sie alle, rabiat an -, >wo zu Teufel noch mal, soll ich, die 4000 Liter Schmieröl die ich am Hauptmotor voraussichtlich verbraten werde, wohl Bunkern, unten wesen Koje soll ich die Ölfasser stauen meine HerrenAlleluja, dieser letzte Satz von mir klang, in der Stille des toten Schiffes, wie der finale Gnadenschuss, für das sterbende Schiff.
Keine der Anwesenden sprach ein Wort, Cesar schaute sich hilflos und verloren in die Totenstillem Runde um, denn wir hatte alle Deutsch gesprochen und er verstand kein Wort davon.
Bernt nach dem kurzlebigen Frohlocken seinem Gehirn von vorher war nach Meinen letzter Monolog wieder in sich gesunken, und apathisch, mit dem typische toten Blick einem halbvergammelten Rotbarsch saß er nun da und schien im Gedanken, wieder mal, bei Bier und reichlich Metaxa, bei Stella an der Theke, zu sein..
Der Joos sah auch, nicht gerade glücklich aus, er überlegte wohl, wie zum Teufel einen Koch ohne Wasser und ohne Proviant hätte Kochen könnte.
Den beiden Inspektoren, die so wie so, was wohl für eine Schiffsbesatzung ohne Trinkwasser am Bord, auf See zu sein keine Ahnung hatten oder was das bedeutet,, taten wenigstes so, als ob sie es doch wussten, und, um eine Losung suchend, sich wenigstens Mühe gaben, intelligent auszuschauen und hielten die Klappe.
Nun war der Herr, der Ganzes dran, er musste, nun langsam sich äußern, als Kapitän, ein Machtwort, zu sprechen, den alles und aller rettende Einfall, zu haben, der saß aber da, Kerzengrade auf seinem Stuhl, und gab keinen Ton vor sich.
Hans war meiner Meinung nach, der vernünftiger von denen alle, ich schätzte ihm sehr, denn was er im punkto Schiff sagte, war immer wohl überlegt, und hatte immer Hand und Fuß gehabt, denn er war weder Lebensmüde, noch war er ein Fantast, und er hatte einer Lösung parat.
>Was hältst du davon Franco, wenn wir über die Brennstofftanks im Laderaum einer Art zwischen Deck für die Ladung und der Proviant bauen würden, dann konnten wir ohne weiteres noch zwei oder drei zusätzlichen Tanks für das Frischwasser unten in Raum einbauen, oder>Das klingt vernünftig Hans, anderes geht es ja gar nicht, wir brauchen aber Zeit um es zu verwirkliche und bis heute wir haben gar nicht gemacht, dafür brauchen wir jeder Menge Stahlträgers, und Zeit Hans, viel Zeit, die Reise muss verschoben werden, anderes geht es gar nicht<, antwortete ich, und schaute zum Kapitän hinüber.
>Wat nun, KapitänDer Kapitän hatte der ganzen Zeit Kerzengrade da gesessen, regungslos, ohne ein Wort zu sagen, saß er da und schien im Gedanken abwesend zu sein.
Seine Seifenblasen Traum vom schnellen Geld schien mir, ohne noch nicht mal peng gemacht zu haben, in seinem Kopf geplatzt, zu sein und ihn die Sprache geraubt, zu haben, denn er gab immer noch keinem Ton vor sich.
Wie alle anderen hielt ich von da an auch die Klappe und wartete auf seine Erleuchtenden wegweisenden Satz, der nun zwangsläufig, aus solch erhabenem Mud, kommen musste.
>Der Chief hat recht, wir müssen die Reise verschieben, ja, verschieben, so geht es nicht, unsere Geschäftsfreunde würden mit uns kein einziges Wort mehr reden wollen, wenn wir dieser Operation vermasseln, wir müssen also<, -erklärte uns der Kapitän des Schiffes, nach reifer Überlegung, - >mit unseren Partnern in Oman reden, am besten fliege ich gleich Morgen selbst dort hin, während ihr beiden<, -sagte dann zu den Inspektoren - >ihr werden auch, morgen zurück nach Holland Fliegen, und dem Empfängers Vertreter für mindestens noch vier Wochen beruhigen. Sie Chief, sie werden ebenfalls den nächsten Tagen nach Rotterdam fliegen müssen, sie werden von mir ein paar Adressen und ein Telefon Nummer bekommen, besorgen sie sich alles was sie brauchen, um das Schiff, seeklar zumachen, dann kommen sie wieder zurück und Bauen die Anlage zusammen, und du Hans, du suchst dir, aus was du brauchst, und fängst mit der Bestellung an. Die Tanks werden bald hier sein, wir werden wohl Landhilfe nehmen und in ein paar Tagen alles zusammenbauen und dann werden wir endlich Auslaufen. Können.
Augh, der große Häuptling hatte gesprochen, jeder war zufrieden, und fieberte die lang ersehende Weltreise wohlgefällig entgegen.
Dieser niederträchtige nautische Affe, all wissend, unerschrockener Schweinehund.
Er der Gönner.
Er der großzügige Samariter gestrandeten Seefahrers.
Er, der ohne mit dem Wimpern zu zücken, auf Grund seiner persönliche Interessen, kaltblütig, ohne weiteres, ne ganze Besatzung im dem Sicherem tot geschickt hätte, auf Grund Unwiderrufliche ihm wohl bekanten technische Tatsachen, hatte er nun einer Entscheidung getroffen und erhaben und allwissend, seine unwiderrufliche Anordnung kundgegeben.
>Elegant<, dachte ich mir, meinem finsteren Gedanken zum Trotz, viel besser hätte das Ganze für mich gar nicht ausgehen können.
Meinem Geld hatte ich schon im Sack und in dem nächsten Tage auch einen Flugschein nach Amsterdam zurück noch dazu.
Toll, das Gespenst einer weiteren Aufenthalt, bei der Heils Armee, war, erst mal abgewehrt worden, denn ich hatte genügend Bares vorhanden, um mir in die Algarve Pension einquartieren zu können.
Mir, in alle Ruhe um ein besseres Schiff umzuschauen, und mit Karla, falls wir doch nicht vorher irgendwo absackten, und völlig angezogen, wie immer, in irgendein Hotel landeten, bumsen.
Mir zu überlegen, ob es doch, im Anbetracht der Seefahrt Lage, nicht besser gewesen wäre, wieder mal nach old Germany, sozusagen Heim im Reich, in das Land, wo Milch und Honig fließen, in das Land der Dichter und Denkern, wo noch Ordnung und Fachmännischen können das Land Souverän regieren.
Das alles stand mir auf ein Mal zur Wahl, schlagartig, von einem Moment zu dem andren hatte sich alles zu meiner Gunst geändert.
Vorher sah ich mir, falls ich doch mitgemacht hätte, noch auf See jämmerlich verrecken, oder bestenfalls auf Jahre hinaus irgendwo im Knast, zu landen und nun kaum ein paar Minuten später, wegen ein paar Lächerliche fällenden Tonnen Trinkwasser, dem Proviant für die lange Reise und lächerliche 4000 Liter Schmieröl, eine rosige Zukunftsperspektive, genauso rosig und einladend wie Karla, breitete sich vor mir aus, und wartete nur darauf angenommen, zu werden.

Der Meeting war zum Ende, der Erste, der wahrhaft Einzige aller Erste Meeting am Bord, der MS. El Castillo, wo zum ersten Mal, um alles oder nicht ging, wurde auch der Letzte sein, und ich fragte mir immer noch, warum ich, zu Teufel noch mal, nach Rotterdam, um etwas, dass ich auch im Dorf, bei der kleiner Eisenwarenhändler besorgen könnte, hätte Fliegen sollte.

sabato 27 febbraio 2010

Sehr geehrter Herr GUIDO WESTERWELLE

Moin, moin Herr Westerwelle.
Sorry old Chap, ein Tsunami sind Sie nicht, und ich glaube auch nicht, dass Sie in einem früheren Leben, von Caligula, zum Senator ernannt worden sind, so blöd können die Römische Imperatoren auch nicht gewesen sein.
Ein Esel mittendrin der Senatoren aber, der wäre während der Caligula Herrschaft, durchaus und ohne weiteres in guter Gesellschaft gewesen.
Big Mama Angelina hat Sie zu Außenminister und Vizekanzler ernannt, nach Ja, Nobody is Perfect, Weiber, und auf jedem Fall lange lebe Big Mama Angelina, und möge Sie uns zu mindestens erhalten bleiben, bis am ende ihre Legislatur Periode.
Sie wollen also Harz IV Empfängers unter die Lupe nehmen, toll.
Sie meine also dass vielen davon nicht arbeiten wollen und deswegen fördern Sie Lauthals, neue Gesetzte zu Kürzung der Leistungen, wo und wann der Fall treffen sollte.
Sagen Sie mal Herr Westerwelle, so Weltfremd, wie Sie mit solchen Äußerungen zu sein scheinen, sind Sie doch nicht oder?
Sagen Se mal Herr Westerwelle, in was für eine Welt leben Sie eigentlich?
Noch nicht mal der von Kaiser Caligula frisch ernannte römische Senator würde es wagen so etwas zu sagen, der würde an seine Karotte weiter knabbern und die Schnauze halten.
Merken Sie sich: Solche Gesetze gibt es ja schon lange, man braucht keine Neue.
Nun Big Mama Angelina sagte dass: Nicht für jede, Arbeit da ist, der auch Arbeit bekommen musste
Richtig?
Falsch!
Auf der Seefahrt bezogen dieser Wörter von Big Mama Angelina klingen wie eine Verarschung, wollen wir beiden gleich fast um die 100.000 (einhunderttausend) Arbeitsplatze schaffen?
Dan fangen Sie mal gleich an sich dem Beitrag den ich bereits in diesem Blog, und nicht nur, erst mal am zu lesen ich empfähle Ihnen Herr Guido Westerewelle als Vize Bundeskanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, die Sie natürlich an Ihren Herren Kollegen in Bundestag weiter empfehlen sollten, folgenden Lektüren, die Sie very easy in diesem Blog finden können.
1) Die, die sich unmoralisch verhalten. Veröffentlicht am 03-05-2008.
2) Non Demissun. Veröffentlicht am 05-o2.2008
Um es ihnen leichte zu habe dem habe ich Ihnen Herr Außenminister und Vizekanzler, gleich hier unten „mitjeliefert“, OK? OK!
Wenn Sie tatsächlich die Harz-IV Leute zu einem Arbeitsplatz verhelfen wollen, dann zwingen Sie all den Amigos der VDR zu erst deutsche Seeleute einzustellen und dann, da es auf den europäischen Arbeitsmarkt der Union kaum genügend Seeleute finden werden, auf den asiatischen und osteuropäischen Märkten weiter, zu furagieren.
Lassen Sie sich Bitte nicht täusche von dem Gelaber und wehklagen der armen Deutschen Reeder, den existierst nämlich gar nicht.
Viel mehr existieren Geldpatrioten die mir tatkräftige Hilfe einigen Gehirnamputierten aus dem Bundestag, Euch Bundesabgeordneter und Ministern und Bundeskanzlers, ministerialen Erlässen diktiert haben, dass aus der deutschen Seefahrt, eine Kloake aus Lobby Interesse und eine Schwarzgeldbeschaffungsmaschinerie gemacht haben und somit, nicht nur die Küsten Länder der Republik sonder auch Deutschland, erheblich verarmt haben.
Viel spaß beim Lesen.
Gladio.
PS.
Ach ja, bevor ich es vergesse, (man ist nicht mehr der Jüngste nicht wahr) falls die ehrenwerten Amigos der VDR ihnen sagen werden, dass der deutsche Seemann zu teurer sei, so glauben Sie mir Herr Westerwelle, die lügen wie gedrückt, denn hier in das Seemannsheim in Bremen, wo wir, die Glorreichen vierzehn leben, betreue ich seit fast einem Jahr einer spanischer Kollege der als zweite Maschinisten bei einen Ostfriesische „Deutsche“ Reederei, bis er schwer erkrankte, als zweiter Maschinist beschäftig war.
Der Mann verdiente brutto 4400 € monatlich, und 14 Tagen Urlaub dazu.
Unser Kollege aus Spanien ist ledig, gut für ihm, dass er Arbeit hat, ich bin aber überzeugt, dass ein deutscher Familienvater der zwei Kinder hat und Harz IV als langarbeitslose bezieht, mir Handkuss für 4400 € brutto zu See fahren würde.
Nun das Sie so ernsthaft bemüht sind die Harz-IV Empfängers zu Neuen wohl zu verhelfen und in voller Gewissheit das Sie niemals in der Lage sein werden all den Harz IV Beziehern des Landes zu einem Arbeitsplatz t zu verhelfen, tun Sie es wenigstens für die Seeleute.
Wie Sie es tun sollen, habe ich es Ihnen ja nun erklärt, eventuell sogar mir Hilfe der Staatsanwaltschaft des Bundes nicht wahr., denn manche Mitglieder der VDR haben Bundes Subventionen zum Bau von neuen Schiffen missbraucht und sich nicht an die Abmachungen gehalten.
Die haben nämlich ihren Schiffen nicht auf Deutsche Werften, viel mehr in Ausland bauen lassen, und keine Deutsches personal, sonder Asiatisches oder Osteuropäisches Seeleute eingestellt.
Da durch sind 100.000 Arbeitsplätze in der Seefahrt als solche und um die 30.000 (dreizigtausend) bei den Werften verloren gegangen.
Die sind nämlich dieselben Familienväter, die sie nun als zu faul zum Arbeiten verhonen.

NON DEMISSUS
GESUCHT WERDEN EINHUNDERTTAUSEN SEELEUTE.

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft, von Experten und politischen Söldnern, von dem VDR, von Seefahrtscharlatanen und Seefahrtszuhälter alle Gattungen und Credo, von Gewerkschaftlern und sonstigen Demagogen, man hört seit einiger Zeit, immer das gleiche Lied.
In Deutschland mangelt es an Fachkräfte.
Meine Güte, das ist wirklich eine Cassandra Botschaft, die da herumgeschmettert wird.
Das mag auch so sein, vielleicht ist es sogar so.
Nur das Horizontale Gewerbe scheint hierzulande, nicht unter Nachwuchsmangel zu leiden und sich eine Vollbeschäftigung zu erfreuen.
Ohne Furcht vor Arbeitslosigkeit, mit klarem Blick in die Zukunft schauend und nicht unter chronischen Geldmangel leidend.
Das ist aber auch nur zum Schein so, denn diese Werte sind statistisch auch verschönert worden und dienen nur als Augenwischer und Schönwetter Verbreiters.
Denn die Dame des Horizontalen Gewerbe, wenn man den Annoncen der Tagespresse glauben schenken darf, scheinen auch nicht voll ausgelastet zu sein.
Denn, nur wer nicht viel zu tun hat, nicht vollausgebucht ist und wenig Geld in der Tasche hat, der sucht zwangsläufig nach Arbeit, um über die Runde kommen zu können.
Eine befreundete Nutte von mir beklagte sich vor einigen Tagen über die Knauserigkeit ihre Kunden.
»Arbeit gäbe es ja genug.« Erklärte sie mir, nur richtig bezahlen, wollten all die alten Ferkel nicht mehr.
»Nur du bist einigermaßen großzugig Franco, aber auch nur ein oder zwei Mal im Jahr, Du alter fauler Sack.«
Sie beklagte, dass viele ihre Kunden nicht mehr bereit waren für gerechte Leistung den gerechten Lohn zu zahlen, und manche von denen hatte seit langen schon auf Einmannbetrieb umgestellt und waren kurze Hand, auch in diesem spezifischen Fall, selbstständig geworden.
Ihre Kunden wollten nicht mehr viel Geld ausgeben, aber sie wollten immer mehr Leistung für wenig Geld haben.
Das war ihr Problem, ihr tagtäglicher Kampf um die Miete, um das tägliche Brot, ums Überleben.
Hinzu kam natürlich die erbarmungslose Konkurrenz der osteuropäischen Damen, die aufgrund offener Grenzen und kompetenter marktwirtschaftliche Führung, sich flächendeckend über das ganze Land verbreitet hatten.
»Die Nutten aus Asien und Osteuropa, sie bumsen uns mit ihren Dumpingpreisen fast an die Wand und wir haben nicht zu beißen! Ich habe aufgegeben und lebe nur noch von dem Wohle, und um besser über die Runden zu kommen, bumse ich nur noch Schwarz ein bisschen herum und damit hält sich das, « erklärte Sie mir eines Tages, als wir uns rein zufällig in eine Kneipe trafen.
Großer Gott, hierzulande neuerdings, treibt man sogar die Nutten in den wirtschaftlichen Ruin, indem man sie, zu Schwarzarbeit und zu Sozialhilfe zwingt.
Man hat also nicht nur Deutschland ausgeplündert, große Teile der Bevölkerung in die Insolvenz und in die Armut getrieben, nein, das wäre nicht deutsch gerecht gewesen, es wäre nicht deutschperfekt.

Man hat um es richtiger, zu machen, den Menschen als solchen, jeder Enthusiasmus genommen, ihn am Boden zerstört, ihn in eine Zwangslage getrieben, ihn in die Schuldenfalle gelockt und mit dem Versprechen, ihn bald schuldenfrei zu machen, auf Jahre hinaus, einfach versklavt.
Das ist deutsch gerecht, das ist deutschperfekt.
Um es noch bessere als richtig zu machen, denn das wäre sonst, nicht deutsch genug gewesen, hat man auch die altgedienten Nutten des Landes zu Leibeigenen erklärt und ihnen jeder Würde genommen und in Wirtschaftsruin getrieben,
Den Harz IV Leute können sich nicht ne Nutte leisten.
Das ist bismarckdeutsch, das ist deutsche Effizienz!
Während aber meine befreundete alte Nutte, sich über der immer groß werdenden Konkurrenz, über sinkende Honorare und längere Arbeitszeiten sich beklagt, in anderen Gewerben des Landes scheint es an Fachkräften zu mangeln.
Eine zurechtgemachte Anthologie aus verschiedenen Meinungen und Theorien, aus der sogenannten Fachpresse, feinsäuberlich präsentiert, posaunt in die Welt dass in Deutschland nicht genügend qualifizierten Fachkräften zu finden sind.
Sogar im kaufmännischen Bereich, so hört man, mangelt es an angehenden, führenden Köpfen, an Akademiker des Wissens und des Könnens.
Noch nicht mal mehr in Dienstleistungsbereich findet man qualifizierte Pizzalieferanten und Fensterputzer mehr, denn Abiturienten sind auch Mangelware geworden und Fastfood ketten immer zahlreicher.
Namenhafte Analytiker und Prognostiker des Landes geben sogar kund, dass der totale Zusammenbruch der bestehenden Infrastrukturen des Landes unmittelbar bevorsteht.
Das Degenerieren der Werte, der moralische und geistige Zerfall der Bevölkerung,
die Überfremdung Deutschlands und Zerfall der Christlichen werten, sich naht.
Fuck, was vor Apokalyptischen Perspektive, unsere Zukunft uns waltet.
So zusagen, pro Vita Futura, lässt man also den heutigen Menschen in die Armut und ins Elend, einen Harz IV Diktat, ohne Aussicht auf Besserung, einfach vegetieren.
Man lässt sie vegetieren, damit die noch nicht geborenen Generationen, falls sie jemals geboren werden, genau so weiter und ohne Perspektiven, auch ohne Zukunft also, wie die meisten ihre Vorfahren heute, auch nur vor sich hin, in der behördlichen Versklavung, dahinleben können.
Das klingt doch irgendwie bekannt, oder?
Denn all die heutigen Sparmaßnamen sollen ja nur der weiteren Fortzahlung von Harz IV, für zukünftige Arbeitslose sichern sonst würde die alle buchstäblich am Hungertuch nagen, nicht wahr?
Den Herolden solche sinistere Prophezeiungen und befürworte härtere Sparmaßnahmen aber, sind die gleichen, die diese Zustände, sei es durch Inkompetenz, sei es durch kurzsichtige Ignoranz, oder persönlichen Interessen, ermöglicht haben.
Denn in den letzten zwanzig und mehr Jahre, sei es an Land, so wie in der Seefahrt, gab es, aus Geldsucht und wohlüberlegtes Kalkül der Betriebe und Reedereien, nur Kosten dämpfende, eigennützige Entscheidungen und Sparmaßnahmen.
Am Angang, in den oberen Industrieetagen zum Beispiel, dort wo das politische und sozialwirtschaftliche Schicksal Deutschlands beschlossen wird, entschwand nämlich die Lust neue Fachkräfte auszubilden.
Die Elite Schulen, die Alma Mater des Landes, sie scheinen auch nur noch Wirtschaftstrottels und politischer Gehirnamputierten, die das Land in der Wirtschaft Ruin treiben und zu großteils, schon getrieben haben, zu gebären.
Folge dessen also: Es fehlt angeblich überall an geeigneten und aufrichtigen Fachkräften, nicht wahr?
Gleichzeitig aber können vielen Jugendlichen die eine Lehrstelle suchen, keine finden, und landen, von der Langeweile getrieben, auf die Straße, in der Gosse der Kleinkriminalität.
Que pasa Amigos?
Persönlich versuche ich immer noch zu begreifen, warum um die Zehntausend voll ausgebildete Facharbeiter, monatlich nach Übersee, auf nie mehr Wiedersehen aus Deutschland abhauen, wenn hierzulande gute Fachkräfte gesucht werden.
Ich versuche immer noch zu begreifen, wie es kommt, dass hierzulande, die von euch, Amigos der politischen Zunft und Gewerbe, schlecht ausgebildeten Fachkräften, in Ausland begehrte hoch qualifizierte Fachleute sind.
Habt ihr eine Erklärung, wie es dazu kommt, dass, innerhalb weniger Flugstunden, so eine Metamorphose stattfinden kann?
Überdies, hierzulande gibt es auch regelrechte Kopfjäger aus Übersee, die, auf der Suche nach noch mehr angeblich schlecht ausgebildeten Fachleute, quer durch das Land gierig weiden.
Sogar auf Jahrmärkte und auf ländliche Kirmesfesten haben die Kopfjäger, wie den Zuckermandeln und Marktschreiers Verkäufer es auch tun, ihren Stände aufgebaut.
Sie bieten ihre Informationsbroschüre an, sie fragen nach den angeblich schlecht ausgebildeten Arbeitskräften, die hierzulande keine haben will und siehe da, sie werden fündig.
Mit hervorragenden Karrieren und besseren Lebensqualitätsversprechungen im Ausland jagen die Kopfjäger aus Übersee, nach alles, was an aufrichtige und anständige Fachleute hierzulande, noch herumläuft.
Und das sogar auf den Kirmesplätzen des Landes, verdammt noch mal.
Was dem Kopfjäger, an wissenschaftlichen, kaufmännischen, handwerklichen und medizinischen Fachkräften, vor das Lasso kommt, wird gefangen und nach Übersee verfrachtet.
Denn die brauchen gute Leute, und hierzulande gibt es (noch) jede Menge davon, und viele, zu viele junge Familien lassen sich bereitwillig einfangen.
Warum wird denn die deutsche Industrie nicht fündig?
Que pasa Cabroncitos?
Persönlich scheint mir, dass in dem Land der Dichter und Denker, ein zeitgemäßer, eine verfeinerte, sibyllinische, moderne Version der bismarckschen Massensklaverei wieder entstanden ist.
Oder, je nach Betrachtungsweise oder Gesinnung, immer noch gegenwärtig ist.
Nämlich, die das Unterdrücken der Masse, im Namen des persönlichen Besitztums und Ansehen für eine kleine, fragwürdige sogenannte, elitäre Minderheit.
Oder viel genauer formuliert: im Namen des Geldes und des Reichtums, für eine Handvoll Edelmänner, Großgrundbesitzer und Politikaster, damals unten Bismark; und einem, als Reedern oder Industriemanagers, als Akademiker und Schwarzgeldwäscher oder als Politiker getarnten Wirtschaftsgondolieri, heute.
Frei nach dem Motto: Man nehme ein wenig, von jedem Einzelnen den vielen weg, und man gebe das Weggenommene viel, zu den Wenigen; werden hierzulande neuerdings, immensem Geldsummen eingebunkert und im Ausland am Fiskus vorbeideponiert.
Arbeit gibt es ja in Deutschland genug, für Langzeit, hoch qualifizierten arbeitsloser Fachkräfte und Spezialisten, sehr viel Arbeit sogar, aber fast nur, Beschämende und entwürdigenden, 1 Euro-Jobs und das auch noch auf Zeit.
Erwachsene Männer werden somit im Herzen Europas, in dem Sogenannten hoch industrialisierte Export Kanone Deutschland, fast zu Sklavenarbeiter degradiert, wobei, die, die es können, die wandern aus.
Was ist das eigentlich für ein Land, das seine besten Leute auswandern lässt und nicht in der Lage ist denen, zu Hause im eigenen Land, eine gebührende Arbeit zu bieten?
Sogar den jüngeren Freundinnen meiner befreundeten alten Nutte glauben, dass es an der Zeit ist, auszuwandern und ins Ausland bumsen zu gehen.
Es ist absurd und töricht, es ist sogar tödlich für ein Land, wenn die besten Fachkräfte des Landes, um sich zu verwirklichen, auswandern müssen.
Gleichzeitig aber, wenn auch tödlich für die alte Heimat, neuen Lebenselan und bessere Zukunftsperspektiven bringend für die Menschen die es schaffen, aus dem sterbenden, alten Heimatland, sich abzunabeln und auszuwandern.
Man weiß aber wo all diese Menschen, diese Männer, samt ihrer Frauen und ihrer Kinder sind, für ihre Angehörigen in Deutschland sind die jederzeit erreichbar.
Man kann den Ausgewanderten sogar in ihrer neuen Heimat besuchen und sich mit denen, über ihrem neuen Umfeld und deren gut bezahlten Job, mitfreuen.
Mir kommt es hier in Deutschland, langsam so vor, dass zum ersten Mal in die Gesichter der Menschheit, man erlebt, die Schlange der sich selbst auffrisst.
Davon abgesehen man weiß aber wo all diese Wirtschaftsimmigranten aus dem sterbenden Deutschland sind, die Leben, die sind physisch da.
Bei uns in der Seefahrt ist es anders.
Bei uns sind urplötzlich um die Einhunderttausend und mehr Seeleute einfach verschwunden.
Sie sind aus nirgendwo her, nach irgendwo abgedampft, die sind nirgendwo angekommen, die sind nirgendwo zu finden, und keine Sau kümmert sich darum.
Die sind einfach verschwunden, kein Schwein weiß wohin, oder weiß zu erzählen, oder zu sagen, was mit denen geschehen ist oder wo die geblieben sind.
Noch nicht mal in dem Computer der Heuerstelle Hamburg, als arbeitsuchende Seeleute, sind sie ausfindig zu machen, die sind einfach aus dem bundesrepublikanischen Mikrokosmos verschwunden.
Sie sind weg und niemand weiß, wo oder wann meine Seefahrtskollegen und Kameraden verloren gegangen sind.
Seit geraumer Zeit schon veröffentlicht die Heuerstelle Hamburg im Internet die Verfügbarkeit des seemännischen Arbeitsmarktes in Negative, denn laut Bundesanstalt für Arbeit, gibt es ja keine arbeitslosen Seeleute mehr.
Es gib auch keine freien Stellen mehr, seit Langem schon, telefonische Anfragen nach offenen Stellen für Offiziere und Mannschaften der Seefahrt, an den Heuerstall Hamburg, werden mit einem klaren Nein, abgespeist.
Die Positionen, die mit einem Ja im Internet markiert sind, erhalten keine Arbeitsangebote, man findet nur noch Hinweise für Arbeitsuchende in Ausland und laute nutzlose lauwarme Hirngespinste Ratschläge, von irgendeinem Onkel vom Verband deutsche Reeder Clique.
Nicht nur das von den Amigos der Verband deutsche Reeder, werden auch keine Deutsche Seeleute mehr gesucht.
Tote Hose vom feinsten also!

Diesen ehrenwerten Mitgliedern vom Verband deutscher Reeder, (manche davon sind ehemaligen Waterclerks, Schiffagentenlaufburschen also, die über Nacht zum Reeder wurden) kontrollieren insgesamt, eine der modernsten Seehandelsflotten der Welt, dass über 6 Millionen Tonnen, verfügt.
Das sind um die Dreitausend Schiffen.
Diese Flotte wurde fast ausschließlich mit öffentlichen Steuergeldern finanziert Vater Staat wollte damit Arbeitsplätze auf See sowie an Land schaffen und gleichzeitig auch die Existenzen der Werften sichern.
Das war die Ursprungsidee, und die hätte, wenn richtig angewandt, auch einwandfrei funktioniert und hätte Wohlstand und Arbeit für hunderttausend von Menschen gebracht.
Sogar das politische Rückgrat des Landes wäre dadurch verstärkt in die Welt rausgekommen.
Eine Handelsflotte kann und sollte man auch als einen Teil von nationaler Sicherheit und Abwehrpotenzial betrachten, nicht wahr?
Die Amigos der Verband Deutsche Reeders Clique ließen aber ihre, von dem Steuerzahler bezahlten Gurken, fast ausschließlich im billigeren Ausland bauen, und brachten den ganzen Zirkus unten Billigflaggen.
Das alles, wenn auch im Ausland, weil billig gebaut, bei gleich bleibender, nach den Deutschen Standards berechnetem Endpreis der Gurke, nichts wahr?
Während gleichzeitig die deutschen Werften, so wie reihenweise in dem Konkurs gingen, so wie die Vulkanwerft in Bremen zum Beispiel, schmückten sich die Mitglieder der VDR mit neuen Schiffen, Made in China, Korea, Polen und der Slowakei.
Neuerdings auch aus dem Vietnam, warum denn eigentlich nicht?
Die vietnamesischen Werften, die sind ja gerade ein paar Flugstunden von Deutschland entfern und sind, näher dran, als man denkt.
Weil keine Sau sich die Mühe macht nach die verschwundenen Seeleute zu suchen, heuerte der VDR, aus Teufel komm raus, immer mehr Schiffsoffiziere und Mannschaften, aus Ost Europa und aus dem Pazifik an.
Dabei gaben sie die Suche nach ihren ehemaligen, verschollenen Mitarbeitern einfach auf und kümmerten sich nicht mehr darum.
Nicht nur das, im Laufe der letzten fünf oder sechs Jahre, bis auf die 800 oder 1000 Seeleute, die noch da sind, verschwanden auch noch all die anderen, einheimische Seeleute.
Nicht nur das, einige VDR Mitgliedern, anstatt nach den verschwundenen Seeleute, zu suchen, bewiesen sie in ihrer not, bestes deutsches organisatorisches Talent und Scharfsinn.
In ihre Misere und von vaterländlichen Gefühlen getrieben, errichteten sie sogar Ausbildungsstätten für Schiffsarbeitskräfte in einigen den Pazifik Inseln an, um gleich vor Ort, ihren zukünftigen Schiffsbesatzungen auszubilden.
Nicht nur das, diese als VDR Mitglieder getarnte Seefahrtskorsaren und Wirtschaftsfreibeuter, ausbildeten so gut und so viele, dass die sogar an anderen VDR Reedereien, für Bares natürlich, ganzen asiatischen Besatzungen weitervermitteln könnten.
Für mich persönlich ist das moderne Sklavenhandeln, verdammt noch mal.
Gewollt von eine demokratisch gewählte Regierung, auf Kosten der Steuerzahler, und ohne, immer und immer wieder, dem Malltraktierten und Verratenen, deutsche Verfassung in Betracht zu ziehen, einfach deutschlandunwürdig und beschämend.
Das heißt aber auch, dass hierzulande, ohne aufzumucken, der Steuerzahler auch noch zahlt, damit man ihn arbeitslos macht, nur in Deutschland ist so was möglich, nur hier und sonst nirgendwo anders auf der Welt.
So ganz nebenbei gesagt, ob dieses gesamte Paket aus Subventionen für die Seefahrt, so wie von dem VDR Mitglieder Clique gewollt angewandt und vergeudet worden ist, als verfassungskonform zu betrachten wäre, vermag ich zu bezweifeln.
Ich bin sogar der Meinung das all diese Subventionen für die Seefahrt, ein Fall für den Staatsanwalt wegen Missbrauch von Staatliche Zuschüsse wären.
Da kümmert sich sowieso keine Sau drum, jemand sollte sich aber drum kümmern, und zwar schnell!
Andere Mitgliedern der ehrenwerter Verein die sich Verband deutsche Reeder nennt, machten es sich nicht so unanständig, denn sie sind heimatverbunden.
Heimatverbunden und vor allem, viel intelligenter und viel studierter, als all die einfachen Waterclerks, die Courage haben, sich als Reeder zu schimpfen.
Manchen diese neuen Großreeder bekundeten in alle Winde, ihren Patriotismusgeist, indem sie, eine als „Sea Academy“ verschleierte und von Staat subventionierten, Suppenkaspertheater, ins Leben riefen.
Eine andere heimatverbundene Gattung des bekennenden Homo sapiens hatte da eine bessere Idee, um seine Verwurzelung in seinem heimatlichen ostfriesischen Boden kundzugeben.
Er, der, weil heimatverbunden, sich zu seinen heimatlichen Wurzeln noch mehr bekennt, und gerade eben, weil er, so verwurzelt in seine heimatlichen Wurzeln ist, packte das Problem anders, als all die anderen und direkt an den Wurzeln an.
In Gilde mit einigen anderen Zeitgenossen bekam der Herr eine geniale Idee, ein Geistesblitz also.
Um das Vaterland aus der Patsche zu helfen, kauften sie, mit der verpflichtenden patriotischen Macht des öffentlichen Geldes, ein Schiff.
Nämlich die „Walter Herwig“ und bildeten am laufenden Band an Bord des ehemaligen Fischereischutzbootes, junge Asiaten in der Zunft der Seefahrt, für die deutsche Handelsflotte aus.
Es geschah gleich in Deutschland, oder besser gesagt in Ostfriesland, um genau zu sein, in Leer, selbstverständlich in Leer/Ostfriesland, nicht wahr?
Nun aber, nachdem so viele asiatische Seeleute, hierzulande und in ihren Herkunftsländer, von deutschen Kapitänen ausgebildet worden sind, laut Fachpresse sind die Havarien auf See fast ins Unendliche gestiegen und die Versicherungen sind langsam an Stöhnen.
Ja was denn? Wer hat denn all den Seelords aus dem Pazifik ausgebildet?
Der Heilige Geist vielleicht?
Oder waren etwa, nicht von den VDR ausgesuchte neumodische deutschen Kapitänen so wie zum Beispiel in Kiribati inmitten des Pazifisches Ozean, der Fall ist.
Was soll das Gejammer und Gelaber also?

The Blind is leading the Blind, or what the Fuck is all of the sudden, going on around here?
Von dem Tag an und auf Jahre hinaus fingen viele meinen Kameraden noch schneller, noch Rasante und unheimlicher als vorher, zu verschwinden.
Von einem Kameraden weiß man zu berichten, dass als er nach einem langen Seetörn, mal kurz zur Reederei zu Berichterstattung ging, sehr freundlich und mit viel Lob für seinen Einsatz, empfangen wurde.

Dort sagte man ihm aber nicht dass auch er bald zu den als verschollen zählende und geltende Seeleute zählen würde.
Man sagte ihn auch nicht, dass die schriftliche Benachrichtigung über seine baldige Verschollenheit schon zu ihm nach Hause mit der Post unterwegs war.
Bevor der Mann nach Hause in den Urlaub fuhr, sagte man ihn auch noch, wann er wieder an Bord seines Schiffes hätte sein sollen und man wünschte ihn eine gute Heimreise und einen erholsamer Urlaub.
Als er zuhause ankam, lag seine Kündigung im Briefkasten.
Er klagte auf Wiedereinstellung, weil seine Kündigung durch Nichts zu rechtfertigen war.
Er gewann, er wurde wieder eingestellt.
Ich hätte nicht geklagt, ich hätte, so wahr ich hier sitze und schreibe, ohne Wenn und Aber, das gesamte verdammte Reedereigebäude in Leer/Ostfriesland, bei grellem Sonnenschein in die Luft gejagt.
Der VDR rühmt sich auch, neue Generationen von angehenden Schiffsoffizieren, dass von Vater Staat, mit bis zu 25.000 € pro Nase subventionierten Auszubildenden, so wie man neulich in der Glotze sah, auch am Laptop, ausbilden.
Die gleichen Menschen also, die nicht in der Lage waren asiatische Seeleute, welchen von Haus und von Geburt aus mit dem Meer und der Seefahrt verbunden sind, richtig auszubilden, versuchen nun ihr Glück, an die deutsche Jugend.
Persönlich würde ich meinen Sohn, in die Hände solcher Versager nicht geben.
Hier aber, um den Wahrheitswillen wäre auch zu sagen, dass nach der Ausbildung zum Schiffsmechaniker fast keine, der vom Staat subventionierten Auszubildenden, nach bestandener Prüfung, ein Heuer Vertrag als Schiffsmechaniker bekommt.
Ab dem Moment also, wo Vater Staat nicht mehr zahlt, werden osteuropäische oder asiatische Schiffsfachkräfte, weil viel Billiger, angeheuert.
Ab dem Moment also, wo die jungen angehenden Schiffsoffizieren ihre erste Hürde, den Sprung zum Schiffmechaniker geschafft haben, werden sie, weil die für die Amigos der VDR zu teuer, nicht eingestellt.
Dem gemäß, vielen von denen, als junge Steuerleute oder Ingenieure ohne allzu viel Berufserfahrung, aber mit einem Seesack voller Guten vorsetze und Hoffnungen, nach ihrer Schulzeit werden Probleme haben, eine Ersteinstellung zu finden.
Denn auch für Jungkapitäne und leitende Ingenieure gilt hier das alte Lied.
Osteuropäische oder asiatische Schiffsoffiziere sind zum Ersten billig, und zum Zweiten (und ab hier, meine ehrenwerten Amigos der Deutsche Reeder Clique, der Teufel, der sollte euch wahrhaftig und tatsächlich holen) sie haben mehr Erfahrung.
Und die VDR-Bande hat auch noch die verwerfliche Unverschämtheit zu sagen, dass keine gut ausgebildete Seeleute, mehr gibt.
What the Fuck is all of a sudden going on around here?
Die paar Seefahrtschulen, die hierzulande noch übrig geblieben und noch offen sind, gebären auch nur noch so um die Zweihundert neue Offiziere pro Jahr, wenn überhaupt.
Mit dieser Handvoll Hochstudierte angehende leitende Offiziere, ohne praktische Erfahrung zur Verfügung, falls noch ein (Kalten) Krieg ausbrechen sollte, könnte man nicht viel tun.
Die VDR-Clique wäre in so einem Fall, noch nichts mal imstande genügend Schiffstonnage dem Bund zur Verfügung zu stellen, um das Land mit Klopapier, für die Scheißhäuser des Landes zu versorgen, das steht jetzt schon fest.

Und lasst uns hoffen, dass zwischen Deutschland, Russland, oder Polen bloß nicht Böses geschieht, sonst klauen uns noch die Russen oder die Polen auch noch die gesamte verdammte Flotte weg, denn die sind nämlich schon an Bord, dann gib es überhaupt kein Klopapier mehr, verdammt noch mal.
Sie sind nämlich schon lange, da, denn sie sind an die Plätze der Einhunderttausend Seeleute, die ich seit lange schon vermisse, zu finden.
Nicht nur das, einer der VDR Mitgliedern, hatte sogar einem russischen Personalchef bei sich’s ins Haus geholt.
Nicht gegen russische Seeleute, denn die sind wahre Fachleute, gut vorbereitet und nicht arbeitsscheu, in dieser Hinsicht sind sie alle in Ordnung.
Kein Seemann hat etwas gegen einen anderen Seemann, es ist immer so gewesen, und solange es Meere und Schiffe auf diesem Planeten geben wird, wird es immer so sein.
Mit einigen russischen Kameraden bin ich sogar gut befreundet gewesen, viele davon sind aber auch russische Marineoffiziere in leitender Stellung gewesen.
Einige sind es immer noch; ja, so ist es, daher so glaube ich, dass es hier doch; etwas des Gutes zu viel seihe, denn gegenseitigen Respekt und Anerkennung ist ein Ding, nationale und europäische Sicherheit ist ein anderes, denn ab da hört nämlich der Spaß auf.
Damals ende der 90er Jahre an Bord eines deutschen Schiffes unter Antigua Flagge, mit Heimathafen Hamburg, hatte ich eine Pioniereinheit Offizier aus der russischen Armee, als Motormann bei mir im Maschinenraum gehabt.
Er war aber auch ein Diplom Ingenieur noch dazu, und so ganz nebenbei, ein sehr guter Mensch, war er auch noch.
Einer russischer noch aktiver Fregatten Kapitän in Urlaub als erster Steuermann kenne ich auch.
Den habe ich an Bord eines Schiffes, das zwischen Houston Texas und dem Osten Südamerika fuhr, kennengelernt.
Er pflegte auf deutsche Schiffe während seiner Ferien, denn er hatte, daheim in Sankt Petersburg sehr gute Beziehungen, Geld für sein neues Haus, das er bald bauen wollte, zu verdienen.
Während seiner Dienstzeit bei der russischen Marine war er anderswo beschäftigt, er pflegte nämlich, pro forma natürlich, in dem Nord Atlantik nach NATO oder US Navy U-Booten, auch deutsche, zu jagen.
Einem russischen U-Boot Kommandanten und einen Korvetten Kapitän, habe ich auch als erste Steuermänner auf deutschen Schiffen gekannt.
Einige ehemalige Mitarbeiter aus dem russischen Ministerium des Inneren, meistens Fahrer und sonstiges „low Level“ Personal, aber auch.
Vergiss dem blöden Ivan, dem gib es nicht, der Ivan ist, nicht blöd, der ist groß im Denken, genau so groß wie der Amerikaner, und verdammt noch mal, genau so bescheuert.
Die russischen Geheimdienste, dank der geldgierigen Kurzsichtigkeit manchen VDR ehrenwerten Amigos und deren politischen Helfershelfer, die wissen nun alles.
Der Irrsinn an der ganzen Geschichte ist, das dem Ivan, um an dieses geballte Industrie Spionagewissen zu gelangen, der würde sogar von den VDR „Amigos Patrioten“, auch noch, dafür bezahlt.
Dann habe ich recht also, wenn ich, in meine Bücher sage: Ein Haufen von Vollidioten ist am Werk!

So gesehen ja, nicht wahr?
Der Ivan, so bin ich mir sicher, hat dieser Art von Industriespionage, bestimmt nicht als all zu spannend gefunden, dafür aber, ganz bestimmt, umso lustiger.
Besonders dann, wenn man auch noch von einem Haufen von Vollidioten, noch dafür einigen Maßen gut, bezahlt wird!
Insofern weiß der Ivan also, nun alles über die Logistik der deutschen Seefahrt, der weiß, wo wer was kauft, und welche Kanäle und Verbindungen man da benützt.
Welche Kanäle, benützt werden würden, und wie die aktiviert werden, und bei wem, und warum, der weiß wer, wo was bezahlt, und wo das Geld in Ausland fließt.
Der Ivan, der kennt auch die Schwulen und die Lesben unter euch, sehr geehrte Damen und Herrn der Deutsche Reeder Verband Clique.
Er weiß auch, wer von Euch fremd geht und mit wem, seit wann, und wie ihr es am liebsten treibt.
Denn der hat nun, die gesamte Infrastruktur der Seefahrtindustrie, und somit, das Herz des deutschen Transportwesens samt euren, Fremdenbetten, Bars und Puffbesuche, kartografiert und fotografiert.
Der einstige russische Personalchef einer deutschen Reederei, der weiß nun auch all das Wissenswerte, von vielen Mitarbeitern aus vielen Reedereien, und er kennt auch all das Wissenswerte, über Reederei-Infrastrukturen hierzulande.
Auch der Dienstgrad als Offizier der Reserve und möglichen Spezialausbildung bei der Bundeswehr, den Deutschen Kapitäne und Offizieren des Reeders, sind dem Ivan, dank der Gedankenlosigkeit einiger VDR Amigos, bestens bekannt.
Macht euch keine Illusionen ehrenwerte Amigos, denn der Ivan der weiß wirklich alles über euch.
Der weiß, wer unter euch korrupt ist und wer seine eigene Suppen, im Rahmen eine Reederei von Kommanditisten, für sich selbst kocht.
Der weiß auch, wofür das Geld verwendet wird, wo es bleibt, und bei wem.
Deswegen jeder von euch VDR Clique Amigos, ihr alle, alle wie ihr da seid, ihr das einer Schlüssel Stellung in der Seefahrtindustrie, und nicht nur dort, habt, ihr seid infolgedessen, alle erpressbar.
Demgemäß, für Schlüsselstellungen, die zu dem nationale Sicherheit zugeordnet werden können, nicht geeignet, und weil erpressbar, äußerst gefährlich!
Soviel zu Verfassungskonformität der chaotischen Zustände, die ihr, VDR Clique- Amigos, durch eure Geldgier und unverschämte Unersättlichkeit, über das Land, die Bewohner und der Seefahrt, gebracht habt.
So viel zu nationaler Sicherheit, was habt ihr denn euch eigentlich dabei gedacht, ihr VDR-Patrioten!
Eine Frage hätte ich noch!
Wo zum Teufel nochmal sind meine Kameraden, die noch nicht in Rente gehen können, weil noch zu jung, geblieben, bei dem Heuerstall in Hamburg gemeldet, sind die nämlich nicht?
Wo sind sie denn?
Hier auf der ersten Etage des Seemannsheims hier in Bremen sind sie auch nicht, denn hier, hausen nur wir, die „Glorreiche vierzehn“.
Auf der Zweiten und der dritten Etage des Hauses gastieren gelegentlich Ost Europäer oder Asiaten auf dem Weg nach Hause oder zu den Schiffen, aber kein Einziger der Einhunderttausend verschwundene deutsche Seeleute.

Manchmal sehen wir ein paar Touristen oder irgendeinen Kegel Verein auf Entdeckungstour durch Bremens Kneipen, hier vorbei schauen, meine einhunderttausend Kameraden aber nicht.
Oder sind sie vielleicht alle, als ewige Gäste, bei euerem Kompagnon, dem Onkel Harz IV gegangen?
Wo sind die denn, habt ihr vielleicht, eine Ahnung, wo die sein könnten?
Saludos Amigos der Verband deutsche Reeder Clique.
Ssa voscenza Benedica, Baciamu li mani a Vossia
Galdio

domenica 31 gennaio 2010

DER FALL MS. CASTILLO

Auszug aus dem Manuskript N° 1 „Der Fall MS EL CASTILLO“
ISBN 3-86516-375-0


... »Sag mal, Franco, bist du schon mal auf der Brücke gewesen?«, fragte mich Bernt nach einer kurzen Pause.
»Ja, aber nur ganz kurz, lass uns mal eben nach oben gehen und sehen, was es da alles so gibt«, schlug ich vor und stand gleich auf.

Auf der Brücke probierten wir alles: Das Radio gab nur Geräusche von sich und machte noch nicht mal Pieps, im Gegenzug ließ der Funkpeiler sich erst mal gar nicht andrehen, so verrostet und fest vergammelt war der. Nur der UKW-Empfänger war noch einigermaßen zu gebrauchen, der Rest war einfach − wie alles hier an Bord − nur noch Schrott.
»Kein Kreiselkompass, kein Autopilot, nur der Magnetkompass und das Handruder, alles nach dem Motto: Immer schön die Küste längs, ohne die auch nur für ein paar Stunden aus den Augen zu verlieren, sonst bist du verloren«, kommentierte ich fast teilnahmslos.
»Es könnte aber auch sein, dass der Kapitän ein tragbares GPS hat«, erwiderte Bernt nach kurzer Überlegung.
Meine Neugier aber galt dem Navigationstisch und dem dort aufgeschlagenen Navigationskartenatlas, so antwortete ich ihm nicht.
Der Kapitän hatte auch den Zettel, auf den er neulich bevor er zurück nach Hause flog, eine lange Reihe von Zahlen aufgeschrieben hatte, neben der uralte Schreibmaschine liegen lassen.
»Komm mal einen Moment her, Bernt, es gibt was Interessantes zu sehn«, bat ich.
»Was denn?«, fragte er, und schon stand er neben mir am Kartentisch.
»Auf diesem Zettel hier sind all die Navigationskarten, die der Alte für das Schiff bestellen will, es sieht also so aus, dass diese Zahlen nichts anderes als unsere Reiserroute sein werden«, erklärte ich.
Wir suchten uns aus dem Navigationskartenatlas die zu den Zahlen gehörenden Navigationskarten heraus und standen, als wir sie alle beisammenhatten, da wie der Ochs vorm Berg.
»Verdammt, was soll denn das hier? So was gibt's doch nicht! Hier sind nur Karten von dem Roten Meer, dem Indischen Ozean samt Arabischem Meer, die südliche Spitze Afrikas, die gesamte westliche afrikanische Küste bis Gibraltar und sonst nichts«, bemerkte ich erstaunt.
»Und du meinst, dass wir mit diesem Schiff so eine Reise unternehmen sollen? Wie denn, Großer Meister?«
»Dein „Großer Meister“-Gelaber geht mir langsam auf den Sack.«
»Ich weiß, Großer Meister, ich weiß und ich liebe es, Großer Meister.«
»Fick dich, Bernt, ich weiß es selbst nicht. Alles, was ich weiß, ist, was ich hier sehe, und was ich hier, sehe gefällt mir nicht. Und noch was, mein Junge, hier, schau mal hierher, all diese Karten hier sind alle Großmaßstabskarten, alle bis auf eine einzige, Bernt. Nur für dieses Gebiet hier hat sich der Kapitän eine detaillierte Karte ausgesucht.«

»Wo ist denn das, Franco? Bist du schon mal dort gewesen?«, wollte er noch wissen.
Ich zeigte ihm auf dem Katalog einen Punkt längs der Küste Muskat, am Arabischen Meer.
»Hier ist es«, sagte ich ihm und zeigte auf einen Punkt auf der Karte des Atlas, »ich bin schon einmal dort gewesen, vor Jahren, mit einem Tanker. Wir fuhren dort ein Mal, um Brennstoff zu bunkern, es ist ein ganz normaler Tanker, Laden- und Löschhafen, dort kann man wie gesagt Bunker, Wasser und Proviant übernehmen. Sehr, sehr teures Wasser und noch teureren Proviant, sonst nichts, dort gibt's ansonsten nur noch Sonne und Sand«, erklärte ich ihn noch,

»Und was sollen wir dort mit dieser Seifenkiste dort tun? Nicht etwa Brennstoff bunkern, oder? Der Eumel sagte doch, dass wir am Anfang der Reise genug Brennstoff für drei Monate an Bord haben würden. Wozu denn dort einlaufen? «
»Keine Ahnung, Bernt, es sieht aber verdammt danach aus, dass das Ganze hier unsere Reise sein soll, und wenn das stimmt, sollten wir danach mit diesem Schiff um die halbe Welt schippern, um irgendwann, wenn überhaupt, im Mittelmeer zu landen. Ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll, Junge. «

Während Bernt sich den Atlas weiter ansah, suchte ich zwischen den alten Lotsenbüchern, in der Hoffnung, dort die Schiffspiere zu finden, und Bingo, ich wurde fündig.
Zu meinem Erstaunen war das Schiff nach den „Lloyds Register of Shipping“-Bestimmungen gebaut und gewartet worden, und das ließ mir sofort einen bitteren Geschmack im Mund aufsteigen. Denn obwohl ich noch nicht nach der Lademarke gesehen hatte, an alles hätte ich gedacht, sogar auf den ABS hätte ich aufgrund meiner Erfahrung in der Nordsee mit manchen der amerikanischen Inspektoren ruhig tippen können. Auf den LR aber nicht, denn diese Klassifikationsgesellschaft war die älteste und traditionsreichste Schiffsklassifikationsgesellschaft der Welt. Ihr Name stand und steht heute noch für das Wissen und Können der Seefahrt. Mit ihrer umfassenden Organisation kontrollierte eine Schar von hochspezialisierten Experten alle Bereiche der Seefahrt und das alles im Dienste der Schiffssicherheit und zum Schutz von Menschenleben auf See.
Wie gut und gewissenhaft einige Lloyds-Inspektoren gearbeitet hatten, war hier gleich aus der Schiffszertifikaten- Mappe, die vor mir auf dem Navigationstisch der MS El Castlllo lag, zu ersehen.
»Bernt, sag mal, erinnerst du dich an das leerstehende Fundament Vorkante Maschinenraum?«, fragte ich.
»Ja, klar doch, was ist denn damit?«, fragte Bernt zurück, über meine Frage etwas überrascht.
»Und an die verrottete alte Kolbenlenzpumpe an Deck? Die mit der gebogenen Kolbenstange und dem aufgerissenen Pumpengehäuse?«, bohrte ich weiter, ohne seine Frage zu beantworten.
»Ja, klar, Mann, irgendein Trottel muss ja mal vor Jahren probiert haben, mit geschlossenen Außenbordventilen zu pumpen, es gab deswegen ein Wasserschlag, und da machte die gute alte Pumpe peng«, antwortete er, immer noch etwas verwirrt über meine Fragerei. »Aber sag mal, Franco, was hat die alte Pumpe mit all dem hier eigentlich zu tun?«, wollte er noch wissen.
»Nix Spezielles oder Spezifisches, hier aber steht nur Schwarz auf Weiß geschrieben, dass die Pumpe in Cabo Verde total überholt worden ist und daher sollte sie eigentlich für die nächsten vier Jahre in Ordnung sein«, gab ich trocken zurück.
»Sag mal, Großer Meister, hast du eine Macke? «
»Nein, Bernt, ich nicht, aber der Schweinehund, der das hier eingetragen hat, der ja«, antwortete ich rabiat und zeigte ihm die schmierige alte LRoS- Mappe, die geöffnet auf dem Kartentisch vor mir lag, »und die beiden Hilfsdiesel, die Ankerwinde, der verbrannten Notgenerator vorne unter Deck, alles, die verrosteten kaputten Lukendeckel, der verrostete Schiffsrumpf mit all den tiefen Beulen und Leckagen, alles, Bernt, das gesamte verdammte Schiff ist für die nächsten vier Jahre klassifiziert worden! Nicht zu fassen, Bernt, nicht zu fassen, Junge, ich könnte vor Wut fast kotzen, verdammt noch mal!«
»Die alten verpissten Lords in London, die schlafen wohl oder die sind alle besoffen«, bemerkte ich noch verbittert.

»Was zum Teufel geht hier eigentlich vor, Großer Meister?«, fragte Bernt, nachdem er selbst einen Blick in die Mappe geworfen hatte.
»Geld, Bernt, bares Geld, es geht nur noch um Dollars, und für Dollars sind auch einige LRoS- Inspektoren bereit, über Seemännerleichen zu gehen, mein Lieber, es geht nur noch ums Geld.«
»Leider kann man in Ländern wie Cabo Verde mit einer Hand voll Dollars alles Kaufen«, kommentierte er ziemlich gefasst
»Nein, verdammt noch mal, nicht nur in Cabo Verde kann man das, in Spanien bei den hochnäsige Caballeros anscheinend auch«, antwortete ich wütend, »und diese Mappe hier ist der Beweis dafür! Hier, schau mal wieder her, Bernt«, fuhr ich fort, »alle Ballasttanks, die Decks, der Laderaum, alles, sowohl in Cabo Verde dieses Jahr als auch in Spanien vor vier Jahren, alles wurde angeblich kontrolliert und ordnungsgemäß abgenommen. Dieses Schiff hätte aber schon damals, allerspätestens vor vier Jahren dort in Spanien, verschrottet werden müssen. Du warst doch im Laderaum, Bernt, in was für einem Zustand ist der?«
»Falls du nach unten gehen solltest, dann lauf lieber auf den Rippen der Spannten. Die siehst du sofort, denn das Deck ist nach unten gewölbt, so schwach ist das. Sonst findest du dich gleich in einem der Ballasttanks wieder«, antwortete er monoton, fast emotionslos und teilnahmslos.
»Bernt, du spinnst, der Tanktop im Laderaum ist in Ordnung, dies wurde vor vier Jahren in Spanien und vor ein paar Monaten in Cabo Verde gemessen und für in Ordnung befunden. Die LRoS- Inspektoren haben dies doch mit ihrem Stempel und ihrer Unterschrift beglaubigt«, konterte ich in aller Ruhe.
»So das auch noch und der Rostfraß vorne in der Vore Peak, dort, wo das Ballastwasser langsam aus dem Tank ausläuft?«, wollte er danach wissen.
»Vergiss es, Junge, das existiert nicht, du musst wohl heute Nacht einen Albtraum gehabt haben.«
»So, einen Albtraum hab ich also gehabt? Und die Spannte, die ich gestern im Laderaum mit den bloßen Fingern ein Stück abgeknabbert hab, muss wohl auch in meinem Halbtraum geschehen sein, nicht wahr, Großer Meister?«
»Klare Sache, Junge, du hast schlecht geträumt, es steht doch hier in der LRoS- Mappe, dass hier an Bord alles in Ordnung ist. Ich weiß nicht, was du willst, Bernt?«
»Leben, Franco, ich möchte leben und weiter zur See fahren mit der Gewissheit, dass alle Seefahrtsbehörden und sonstigen Mitbeauftragten auch ihre Arbeit machen, das möchte ich.«
»Bernt, so hör jetzt verdammt noch mal gut zu, junger Mann: So lange korrupte Klassifikationsgesellschaftsinspektoren sich solche Scherze erlauben können, ohne Angst zu haben, kontrolliert zu werden, so lange Hafenbehörden angesichts Schiffen wie diesem hier auf die andere Seite der Pier schauen, so lange Banken und Versicherungen bereit sind, Schiffe wie dieses hier zu tragen, so lange gewissenlose Kapitäne bereit sind, mit solchen Schiffen in See zu stechen − und vor allem, Bernt, so lange Du bereit bist, freiwillig als technischer Offizier mit darauf zu fahren, wohl wissend, wie der wahre Zustand des Schiffes wirklich ist, dann hast Du die Klappe zu halten oder mit deinem fetten Arsch an Land zu bleiben, und falls Du bei den Behörden auf den Tisch hauen würdest, mein Junge, würde dir keiner glauben. Egal, mit wem Du sprichst., kein Mensch wird dir zuhören, denn keiner will sich die Finger verbrennen, denn alle leben davon. Die leben sogar gut davon, und alle wollen, dass es so bleibt. Die Arbeiten alle an ihren eigenen Karrieren, die wollen alle ihre berufliche Genugtuung und Prestige. Berufliche Macht ist mit Geld verbunden, und für Geld und Macht gehen die alle über Leichen. Diese Mappe hier, Bernt, ist ein klassischer Fall für den Staatsanwalt, aber gibt es überhaupt Staatsanwälte, die die Courage haben, sich mit solcher Art von Wirtschaftskriminalität zu befassen? Ich sage nein, Bernt, es gibt keine, denn kein Staatsanwalt, der noch frisch in der Birne ist, würde es wagen, sich mit den Klassifikationsgesellschaften anzulegen, kein einziger, Bernt.
Ich frage mich nur, wie viele Seefahrer noch auf See sterben müssen? Wie viele Schiffe noch im Sturm auseinanderbrechen sollen und mit Mann und Maus untergehen, bevor endlich mal jeder der maßgebenden Schweinehunde an Land auch seine Pflicht erfüllt und denkt, bevor er ein Schiff zur Weiterfahrt freigibt, dass er für ein paar Dollars Schweigegeld eventuell eine komplette Besatzung zum Tode verurteilt? Und vor allem, Bernt, wann werden wir, die zum Tode Geweihten, endlich mal die Courage finden, Nein zu sagen?«
Bernt schwieg.
Er stand da fassungslos neben mir und schaute regungslos auf die LRoS- Mappe.

Es wird zunehmend gefährlicher, zur See zu fahren.
Obwohl ich nicht der Mann bin, der mit Wehmut auf das "Damals" zurückblickt und gerne die damaligen Zeiten mit den heutigen vergleicht.
So muss ich mir zugestehen, dass damals, zumindest bis zu den Siebziger Jahre, wo die moderne Seefahrt mit Containerschiffen, riesigen Bulkcarriers, Tankern und Spezialschiffen noch in den Kinderschuhen stand, und wir alle, auf See sowie an Land, fast in einem „Learn by doing“-Verfahren zusehen mussten, wie wir mit Monstertankern und Bulkcarriers klarkamen, solche Zustände wie hier auf der El Castillo einfach nicht möglich gewesen wären.
Denn damals waren die Menschen weder besser noch schlechter als die heutigen, sie waren anders, vor allem waren sie, zumindest was ihre Arbeit betraf, gewissenhafter.
Um sich ein Bild zu machen, wie die Lage bei uns an Bord der El Castillo war, man braucht sich nur all die Komponenten, die ein Schiff eben zu einem Schiff machen, zusammenzudenken, denn all diese Teile, die Stromaggregate, all die Pumpen, das gesamte Rohrwerk samt Ventile, die Decksmaschinen und Lukendeckel, der Schiffsrumpf, kurzum das Ganze, alles war seit vielen Jahren hinüber und hätte seit Langem schon erneut werden müssen.
Mir war auch klar, dass die El Castillo nicht mehr zu reparieren war und dass die einzige Route, die dieses Schiff nehmen sollte, die zu der nahe gelegenen und nächstbesten Schrottwerft gewesen wäre, aber auch nur unter Schlepp und im Totenschiffszustand ,und nichts anderes als das.
So schlimm bei uns an Bord, war die Situation damals.
Einfach kriminell.
Mir lagen aber als gegenteiliger Beweis dieses Zustands, Zertifikate des LRoS vor meiner Nase, die den wahren Zustand des Schiffes widerlegten und das Schiff für die nächsten vier Jahre für die weltweite Fahrt Freigaben.
Angewidert von der Korruptionsbereitschaft dieses einen LRoS- Inspektors in Cabo Verde und der Sorglosigkeit des Mutterhauses in London, das alles ohne Kontrollen akzeptierte, stellte ich die Mappe wieder ins Bücherregal zurück und folgte Bernt, dem großen Schweigsamen, der gerade die Brücke verlassen wollte, nach unten und ging mit ihm an Land in die Alexandra Bar zu Stella, zu der jungen und netten Bedienung, die wir zu unserer guten Dorffee erkoren hatten denn dort wollten wir uns zur Feier des Tages, einen ballern.

lunedì 14 settembre 2009

UND SIE SCHÄMEN SICH NICHT MAL.

Die gute Nachricht ist, dass man beschlossen hat, mit vereinigten Kräften einen Plan zur Rettung der Deutsche Werften auszuarbeiten.
Toll!
„Man“, das sind EU-Kommissar Herr Günter Verheugen als eventueller Geldesel des Bundes und der Europäischen Union für die leidgeprüfte deutsche Werft-Industrie, die Werftmanager Deutschlands und der Manager der Fincantieri aus Italien, der zu seiner Zeit bei der Lloyd Werft in Bremerhaven hätte einsteigen wollen.
Von italienischem Knowhow nach vorne getrieben, schnappten sich die pfiffigen Werft- und Seefahrtexperten Deutschlands aber die Idee meines geistreichen und wortgewandten Landsmannes und machten es sich zu eigen.
Am Tag danach meldeten die „Bremer Nachrichten“, dass sogar der Bremer Wirtschaftssenator nun erwartete, dass die Bundesregierung endlich handele.
Es ist uns nicht zu wissen gegeben, was der Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg oder die maritime Koordinatorin des Bundes, Frau Dagmar Wöhrl, zu sagen hatten, man hat aber gehört und gelesen, dass die an dem Tag in Bremerhaven mit von der Partie waren.
Leider haben es weder „buten und binnen“, das regionale Programm der ARD für das bremische Land, noch die „Bremer Nachrichten“ als lokales Presseorgan Bremens, für nötig gehalten, danach zu fragen, wie hoch die Abwrackprämie pro Schiff sein sollte - schade, jedoch uns ist klar geworden, dass die sogenannten hohen Herren gar keine so hohen Herren sind und dass die da oben überhaupt keine zivilen Schamgefühle mehr kennen.

Denn in der Tat, im Kielwasser der Abwrackprämie für die leidgeprüfte Autoindustrie schlug der ausgefuchste Fincantieri-Manager das Gleiche für die Seefahrtindustrie vor.
Demzufolge also sollte Vater Staat gefälligst für jedes abgewrackte Schiff eine Prämie zahlen, wie viel, das hat uns der illuminierte Werftmanager aus Italien nicht wissen lassen wollen, es dürften aber nach vorsichtigen Schätzungen und kühnem Kalkül etwas mehr als 2.500,- € pro Schiff sein, nicht wahr?
Nun will man also die alten Fähren und Pötte und alten Gurken abwracken und der Bund, sprich der Steuerzahler, soll dafür wieder mal zur Kasse gebeten werden.
Der deutsche Michel hat aber schon einmal für die Schiffe bezahlt, nämlich mit den Subventionen für die Seefahrt, die am 31. Dezember 2000 auf UE gehisst in Deutschland abgeschafft worden sind, nicht wahr?
Der deutsche Steuerzahler zahlt nämlich heute noch für alle Schiffe, die bis zu dem damaligen Zeitpunkt auf Kiel gelegt worden sind, und heute noch im Ausland gebaut werden, während die Werften hierzulande reihenweise Pleite gehen oder zu einem späten Zeitpunkt, höchstwahrscheinlich nachdem die gegenwärtige Wirtschaftskrise vorbei ist, gebaut werden sollen.
Oder wie war das noch?
Wobei natürlich hier noch zu prüfen wäre, ob der Dreh mit der Auslandsbauerei überhaupt verfassungskonform gewesen wäre.
Ich glaube, dass der gesamte Subventionszirkus in vielen Fällen, besonders dann, wenn die Schiffe im Ausland gebaut worden und nicht zuerst deutsches Personal (sprich Hartz-IV-Empfänger) an Bord angeheuert worden sind, sogar verfassungswidrig war.
Deutschland hat um die 3.300 Schiffe, wobei über 85 % davon unter den so genannten „Billigflaggen“ fahren, hierzu zählt natürlich auch das zweite deutsche Seefahrtregister.
Italien ist mit seinen 2.900 Einheiten auch nicht weit davon entfernt.
All die Schiffe sind kaum älter als 15 Jahre, nun aber sollen viele davon abgewrackt werden, um eine eventuelle Abwrackprämie vom Bund einzusacken.
Zuerst also bietet man durch den Bund den Michel zur Kasse.
Der Bund zahlte, damit Arbeitsplätze für die Werften und die Seefahrt geschaffen werden.
Es wurden aber Unsummen deutscher Steuergelder ins Ausland exportiert und tausende Arbeitsplätze hierzulande vernichtet, nicht wahr?
Die Amigos des Verbandes Deutscher Reeder baute vorliegend seine subventionierten Schiffe im Ausland und anstatt Deutschen heuerten sie asiatisches und osteuropäisches Seefahrtpersonal an.
So war es doch, oder?
Nun soll der gleiche deutsche Michel für das Abwracken von Schiffen noch einmal zur Kasse gebeten werden - sag mal, spinnt ihr alle oder was zum Teufel glaubt ihr eigentlich tun zu können?!
Und das soll verfassungskonform sein?

Ihr habt um die 100.000 Arbeitsplätze in der Seefahrt zerstört.
Ihr habt um die 25.000 Arbeitsplätze bei den Werften vernichtet und manchen, nämlich fast alle, in die Insolvenz getrieben.
Ihr habt all die Schiffe, die der deutsche Michel euch fast geschenkt hat, im Ausland bauen lassen und somit um die 25.000 Werftarbeiter arbeitslos gemacht - wie viele davon wieder einen Job gefunden haben, sei erst mal dahingestellt.
Ihr bildet fernöstliches Seepersonal aus und schert euch einen Dreck, dass tausende Seeleute hierzulande von Hartz IV leben müssen, gleichzeitig, ohne euch zu schämen, habt ihr auch noch die Courage, nach Abwrackprämien zu fragen.
What the fuck, Wahnsinn!

Kürzlich sagte ein Reeder aus Ostfriesland, dass die Werften in Vietnam näher dran seien, als man denkt.
Sicher, mit dem Flieger aus Bremen ist man fast schneller in Vietnam als ein alter Mann mit dem Fahrrad von Leer zur Lloyd Werft in Bremerhaven, zum Beispiel.

Siehe hierzu auch folgende Posten:
NON DEMISSUS von 02. 08. 07
HIC MANEBIMUS OPTIME von 13. 07. 07
HIC MANEBIMUS OPTIME II von 22.10. 07

lunedì 31 agosto 2009

QADRUVIUM TRE

Aus MSKRPT N° 5 „DIE WERFT“

Wie dämlich manche Menschen waren bei mir im Dorf, das nun kein Dorf mehr ist, weil es auf dem Papier eine Stadt geworden war, bekam ich abermals zu spüren, als ich die Clique der Tocai eines schönen Mittags in unserem Stammlokal traf.
»Von dir sagt man nun, dass du für die CIA in Jugoslawien arbeitest, Franco«, begrüßte mich einer von meinen Tocai freunden an dem Tag kurz vor Mittag, als er mich sah.
»Ach, wo denn, das stimmt doch gar nicht, denn ich habe gehört, dass Franco als Freischärler für den Bosniaken tätig ist«, sagte ein anderer.
»Gut für mich, dass ihr die Geschichte von El Castillo nicht kennt«, dachte ich grinsend.
»Du fährst mit dem Zug immer nur bis Wien, und dort wirst du von einem slowakischen Taxi abgeholt, das beflügelt die Fantasie der Idioten hier im Dorf. Darum darfst du dich nicht wundern, wenn die anfangen, Geschichten über dich zu erzählen«, erklärte mir der Dritte im Bunde.
»Nanu, wer hat euch das gesagt?«, fragte ich überrascht
»Einer aus dem Dorf hat dich am Hauptbahnhof in Wien erkannt und zugesehen hat, wie du von einem Mann dort erwartet wurdest und wie du mit ihm in ein Taxi aus der Slowakei eingestiegen und weggefahren bist.«
»Warum hat er denn mir nicht‚ Guten Tag gesagt, wenn der Idiot mich gefragt hätte, dem hätte ich gesagt, was ich dort zu suchen hatte. Wer ist er denn?«, fragte ich neugierig.
»Den kennst du bestimmt nicht, Franco, denn er kommt aus dem Süden, er ist Vertreter und erst seit ein paar Monaten hier bei uns. Er ist irgendein Feldwebel in Rente, der als Lebensmittelvertreter seine Rente aufbessert.«
»Am Fiskus vorbei und daher schwarz natürlich, das sind die Richtigen, die Schweinehunde, die schmecken mir am besten«, verbesserte der TH-Professor in Pension, schimpfend, der am liebsten, alles, was mit Polizei und Staatsmacht zu tun hatte, in der Hölle schmoren lassen würde.
Mit ein paar Wörtern erklärte ich denen, was ich in die Slowakei tat und warum ich in Wien immer das Taxi aus Komárno kommen ließ.
Sie alle hörten aufmerksam zu, sie sagten auch nichts dazu, dafür aber sprachen ihre Gesichter Bände, denn keiner von denen glaubte mir ein Wort.
Wie denn auch? Wie könnte ich denen und all den anderen Helden klarmachen, dass die Scheißhausparolen, die über mich seit einigen Jahren schon im Dorf kursierten, mir bestens bekannt waren? Dass solche Geschichten nur aus dem faulen Humus, der von einige trübsinnigen Dorftrotteln als Gehirnmasse bezeichnet wird und in ihrem Kürbis spazieren getragen wurde, entsprangen?
Wie denn?
Als ich bei dem Holländer war und monatlich nach West Afrika flog, ging ich oft und noch öfter meine Eltern besuchen.
In Lagos, wo ich unsere Schiffe betreute und aufpasste, dass alles mit rechten Dingen vor sich ging, hatte ich immer genügend US-Dollars bei mir, um den Agenten und sonstige Unkosten zu bezahlen.
Dort bei der KLM Nigeria bestellte ich auch all die Flugtickets, die mein damaliger Arbeitgeber mir aufgelistet hatte, und zahlte sie mit der landesüblichen Währung, in Naira also, die ich vorher in dem Bristol Hotel, von unserem Valuta Schwarzmarkthändler für einige Hundert Dollars, je nach Bestellung und Bedarf, zu mir ins Hotel gebracht bekam.
KLM Holland war zwar natürlich nicht allzu begeistert davon, konnte aber nichts dagegen tun, denn es war alles bestens und legal, weil ich als Käufer immer unsere nigerianische Niederlassung angab, und die offizielle Währung in Nigeria ist nun mal die Naira und nicht der US-Dollar.
Als ich dann eines Tages im Reisebüro bei mir im Dorf einen Flug von Triest nach Amsterdam via Mailand buchte und ein Flugticket, das mich von Lagos aus nach Amsterdam via Mailand und Triest und wieder via Triest und Mailand nach Amsterdam zum Weiterflug nach Lagos in Nigeria zurückbeförderte, auf den Tisch legte, da wurde die junge Dame hinter der Theke des Reisebüros, zumal das Flugticket cash und in nigerianischen Naira bezahlt wurde, erst mal blass.
Sie war fast unter Schock, sie schaute mich mit weit geöffneten Augen an, und ich war so von ihrer Überraschung amüsiert, dass ich mir nicht verkneifen könnte, ihr noch ein paar solche offenen Tickets zu zeigen, die mich immer „within the mileage“ von Lagos aus via Amsterdam, in alle Himmelrichtungen befördert hätten.
Solche Flugtickets hatte sie noch nie gesehen, auch die anderen Angestellten nicht, wie denn auch, von wem denn?
Nur CIA-Agenten, Freischärler und Söldner konnten an so etwas rankommen, normale Seeleute nicht, sagten alle Dorfdeppen, als sich die Geschichte mit den Flugtickets herumsprach, denn ich war der einzige zwielichtige Mensch in dem Scheißdorf, der für so etwas in Frage kam.
Man munkelte zwar schon seit Langem, dass mit dem Franco etwas nicht ganz astrein sein konnte, dass er doch in dunkle internationale Waffengeschäfte verwickelt sein musste, aber für wen, wenn nicht für die Amis? « dachten die Dämlichen und die Deppen des Dorfes.
Damals, als ich noch bei den Amis in der Nordsee tätig war, fingen die Idioten schon an zu munkeln und dämlich zu labern.
Als ich dann bei derselben Reederei, aber diesmal in der mexikanischen Bucht anfing, wurde das Gelaber noch schlimmer und lachhafter und noch dämlicher als üblich.
»So etwas gibt’s nicht, es kann nicht angehen, dass ein Emigrant bei den US-Amerikanern in den Vereinigten Staaten auf US-amerikanischen Schiffen als leitender Maschinist beschäftig ist.«
Hätte es einen Sinn gehabt, all den Dorfbanausen zu erklären, dass die Schiffe zwar in den VS waren, dass die zwar irgendeiner US-Reederei oder Firma gehörten und dass sie, wie sie da lagen, unter Bahamas Flagge fuhren?
Nein, es hätte keinen Sinn gehabt, denn die hätten es nicht geglaubt.
Die hätten es nicht geglaubt, weil die in ihrer geistigen Kurzsichtigkeit als eingebildete, böswillige, besserwissende und blasierte Arschlöcher es nicht glauben wollten, so einfach war das.
Hinzu kam, dass mich mein Personalchef an einem Morgen, als ich bei meinen Eltern zu Besuch war, kurz bevor ich zum zweiten Mal nach Komárno fahren sollte, anrief und mich bat, für ein paar Tage schnell nach Miami in Florida rüber zu flattern.
Dort als Chief auf einem unserer Schiffe war ein junger Mann tätig, man hatte in Ostfriesland aber nicht gemerkt, dass sein Patent kein Jahr alt war, also nicht voll ausgefahren; die US-Hafenbehörden aber schon und hatte infolgedessen das Schiff kurzerhand festgehalten.
Es war 9 Uhr morgens, als er anrief und um halb zwölf ging an dem Tag mein Flug von Venedig nach Amsterdam, von wo aus ich nach Miami hätte weiterfliegen sollen.
Das Kuhdorf, das kein Dorf mehr ist, sondern eine Stadt und keine Dorfkirche, sondern eine Kathedrale vorweisen kann, hatte kein Taxi und das war Scheiße.
Beziehungsweise ein einziges Taxi kann die Stadt Codroipo schon vorweisen, dem Fahrer war aber die schnelle Fahrt nach Venedig so früh am Tag zu lang, und er lehnte es gerade deswegen ab, mich dorthin zu fahren.
Die blöde Kuh, die meine Schwägerin ist, erklärte vorweg, dass sie keine Zeit hätte, mich zum Flughafen zu fahren. Umsonst hätte sie es nicht tun müssen, denn ich hätte ihr die Fahrt bezahlt wie einem Taxi, denn es war ja Reederei Arbeit, aber so ist es nun mal im Leben: Ein Mann kann sich seine Freunde aussuchen, seine Verwandten aber nicht; so stand ich da mit meinem Talent, in einem Dorf, das zur Stadt samt Kathedrale hochstilisiert wurde, und ich kam nicht weg, weil die Stadt nur ein einziges Taxi vorweisen konnte, das angeblich so viel und so gut verdiente, dass er sogar eine gute Taxifahrt von 120 km abschlagen konnte.
Die Zeit rannte mir davon, und keiner wollte mich nach Venedig zum Flugplatz fahren. Zuge fuhren um die Zeit auch nicht, denn nur regionale Züge halten in der Stadt Codroipo an, aber nicht um die Zeit, wer will schon aus einer modernen Stadt um 9 Uhr morgens wegfahren?
Zum Glück kannte ich einen Mann, der manchmal Taxifahrer spielte, und den rief ich an, er erklärte sich bereit, mich nach Venedig zu fahren und kam auch sofort zu mir nach Hause, und wir fuhren gleich los.
Eine Woche später, nachdem die Fahrtzeit des Kollegen ausgefahren war und sein Patent somit gültig wurde, war ich wieder im Dorf.
»So was gibt es gar nicht, ist doch sonnenklar, dass er ein CIA-Agent ist! Den haben sie heimgerufen, um ihm neue Einweisungen für Jugoslawien zu geben; von wegen hier auszufahrende Patente und solche Scherze, wir sind doch nicht blöd«, blökten all die neuerkorenen Städter im Chor.

Gerade wegen des blöden Gelabers der Helden des Dorfes und nur deswegen wurden die anständigen Frauen und christlichen Mütter der Stadt auf mich aufmerksam; die sahen in mir etwas Übersinnliches, etwas Sublimes, etwas exquisit Raues, süß und derb, bestialisch wild, zügellos wüst, abenteuerlich hemmungslos, in der Tat sie fanden mich, meiner Bierwampe und Glatze zum Trotz, unheimlich sexy, Begehrens- und Bumswert zugleich.
Scheiße!
Meine Fresse, Kinder, gerade dank der böswilligen Dämlichkeit der Neustädter hätte ich schon mit der Hälfte der Damen der Stadt bumsen können.
Aber wie in Teufelsnamen soll ein anständig versauter Seemann, wie ich es nun mal bin, anständige Damen bumsen, deren Herren Ehemänner den Autostrich der Nutten aus Albanien und Jugoslawien, oder, je nach sozialem Status, den etwas billigeren Strich der Viados und Zwitter aus Brasilien hinter den Böschungen längs den Tagliamento Fluss zu besuchen pflegen?
Daher bumst ein Seemann nicht die Ehefrauen von Männern, die auf den Billigstrich der Nutten aus Albanien und Jugoslawien oder zu den brasilianischen Tunten gehen, der will sich doch nicht an Ehefrauen, deren Männer fremdgehen, die Pest an den Hals holen, oder?
Das Tollste an dieser ganzen Geschichte über meine CIA- oder Söldner- oder weiß der Kuckuck, was für eine Tätigkeit mir die Makaken des Dorfes je nach Laune oder Tocai Pegel im Blut mir andichteten, bekam ich einmal mehr mit, als ich den Zug nach Udine nahm, um von dort wieder über Wien nach Komárno auf die Werft zu fahren.
Mitunter war am Bahnhof ein Oberfeldwebel der Carabinieri, ein Maresciallo, also, mit einigen seiner Untergebenen in Kampfuniform und Stahlhelm auf dem Kopf.
»Da ist er, Signor Maresciallo, der fährt bestimmt nach Jugoslawien zurück«, bemerkte einer der Feldjäger, als er mich sah.
»Warum verhaften Sie ihn nicht?«, fragte erstaunt ein anderer von den Helden.
»Es gibt keinen Haftbefehl gegen ihn, sobald es einen geben wird, werde ich es tun«, antwortete der Maresciallo leise.
Meine Augen sind etwas schwach geworden, darum trage ich seit einigen Jahren eine Brille, meine Wampe ist gar nicht mal so schlecht geformt, und meine Knabberleiste, die wackelt ein bisschen, mein Gehör aber ist in bestem Zustand, ich sagte jedoch nichts dazu.
In vorbei gehen grüßte ich sie brav und artig, ich grinste denen ins Gesicht und zog weiter, ich fuhr zurück zu meinem Schiff nach Komárno in die Slowakei, und die Welt war für mich wieder in Ordnung.

Non ti curar di loro ma guarda e passa.
Dante. Inferno.

lunedì 1 giugno 2009

DIE SCHULD DER UNSCHULDIGEN

IN DUBIO PRO REO?

Schuldig oder nicht schuldig und wenn schuldig, wie schuldig ist schuldig?
Der Fall der MS Coral Sea, wo in Griechenland bei einer Routinedurchsuchung Drogen an Bord gefunden worden waren und der Kapitän, der Erste Offizier und der Bootsmann des Schiffs verhaftet und erst fast zwei Jahre später aus der Untersuchungshaft entlassen worden waren, zwingt uns über diese Frage nachzudenken und obendrein, darüber zu sprechen.
Gerade in Fällen, bei denen Drogen an Bord im Spiel sind, hat einer es leider immer sehr schwer, seine Unschuld zu beweisen.
Im Grunde genommen man ist an Bord immer der Dumme, daher stellt sich wieder die Frage, wie schuldig eigentlich die Unschuldigen sind.
Der Fall der MS Coral Sea bringt dieses immer wiederkehrende Dilemma der Seefahrt aufs Neue auf die Tagesordnung und alle Propheten der Seefahrt, insbesondere die der Gewerkschaften und die des VDR, stehen Schlange, um ihre Meinung unisono zu verkünden und die lautet: nicht schuldig.
Inwiefern nicht schuldig? Bessere wäre zu sagen: „in dubio pro reo“, denn so lange die Schuld der einen oder der anderen nicht bewiesen worden ist, ist man, wenn auch noch unschuldig, zumindest verdächtig, schuldig zu sein.
Insbesondere dann, wenn Geld, viel bares Geld, im Spiel ist, liegt es nah, jeden der Beteiligten als schuldig zu betrachten und nicht pauschalisierend die ermittelnden Behörden, Drogen- und Zollfahnder zugleich, als irrational und abwegig abzustempeln, oder wie war das noch?
Sind wir denn tatsächlich so weit, dass man nun, nachdem die Gewerkschaften samt der Seemannsmissionen der Welt, es sang- und klanglos zugelassen und tatenlos zugesehen haben, wie die Reedereien die Seefahrt hierzulande ruiniert haben, nun auch noch sang und klanglos wie immer, es einfach zulassen, dass manche Amigos hier zu Lande, nun auch noch die ermittelnden Behörden und internationalen Drogenfahnders, als irrational abstempeln?

Und was war da mit der „Hebel Spirit“, dem Tanker, der irgendwo längs der südkoreanischen Küste von einem Schleppzug gerammt und leckgeschlagen worden war?
Wo war da die Brückenwache an Bord der Tanker, zum Beispiel?
Ein Schiff, wenn am Anker, auch einen großen Tanker, kann man auch, „fast“ wie auf dem Teller drehen, nicht wahr?
Eine Hauptmaschine, wenn sie, wie es sein sollte, ordnungsgemäß und vorschriftsmäßig auf Stand-by gehalten wird, kann in wenigen Sekunden gestartet werden, sodass ein Ausweichmanöver eingeleitet werden kann, oder wie war das noch, verdammt noch mal!

In Fällen wie Drogenschmuggel oder blinden Passagieren an Bord ist es verdammt schwer, die Schuld oder die Unschuld einiger Besatzungsmitglieder festzustellen.
Denn jeder ist käuflich und alle haben, wenn es um Geld geht, eine Schmerzensgrenze, die mit dem nötigen Kleingeld schnell gefunden und quacksalbert werden kann.
Dies gilt sowohl für Kapitäne als auch für seine Offiziere, bis unten, zum allerletzten Tellerwäscher an Bord.
Es ist jedoch tragisch, ansehen zu müssen, wenn Schiffoffiziere von den ermittelnden Behörden, die im Grunde genommen im Rahmen der gesetzlichen festgelegten Normen nur ihre Pflicht ausführen, wie Verbrecher behandelt werden.
Dies zeigt nur, wie gefährdet der Beruf des Seemanns wirklich ist.
Solche Justizexzesse nützen keinem Menschen, weder Justitia noch dem Staat, der sie anwenden muss. In solchen Fällen scheint ein sicherer Hausarrest angemessener zu sein, bis die Frage der direkten Schuld oder Unschuld geklärt worden ist oder das Maß einer eventuellen Schuld festliegt und ein eventuelles Urteil rechtskräftig geworden ist.
Es ist nicht genug, dass die Heuer der betroffenen Seeleute auch während der Untersuchungshaft weiter bezahlt werden, internationale Regelungen müssen her, um solchen Fällen absolute Priorität zu geben damit sie in Zukunft schneller bearbeitet werden können.
Vielleicht wäre ein internationales Seegericht hierfür eine Lösung.
Dies wäre eine der vielen sich hier bietenden Möglichkeiten, den zu See fahrenden Menschen einen besseren juristischen Beistand zu leisten und ihn nicht pauschal zu kriminalisieren.
Die IMO-Mitgliedstaaten, die verschiedenen P&I und VDRs sollten sich endlich auf internationaler Basis einigen um ein pauschales Kriminalisieren der Seeleute sowie die Zerstörung deren Existenzen, zu vermeiden.
Problematisch finde ich auch, wie die Presse hier zu Lande mit der Seefahrt im Allgemeinen zu Werke geht und mit welcher unverfrorenen Sorglosigkeit halbe Wahrheiten Spinartig synthetisiert und verdreht werden.
Die Presse hat in der Tat als Ersatz für berufliche Ethik, die bequeme und massenbewegende, emotive Welle des blinden Servilismus den   Seefahrtschlawinern gegenüber, zu reiten gewählt, ohne die Probleme rational und fachmännisch zu betrachten und das ist peinlich, fast unerträglich.
Es ist schwer zu sagen, woher diese Pauschaljustiz und dieser Waschweiberjournalismus den Seeleuten gegenüber kommt, der in der Lage ist, die labilen Gehirne der Masse negativ zu beeinflussen und die kriminelle Machenschaften der Amigos der VDR, zu huldigen und verehelichen.
Man kann auch nicht feststellen, wie gefährlich solche journalistischen Computertastatur-Masturbationen wirklich sind, dessen Wirkung aber, sieht man, an dem erbärmlicher desolaten Zustand der Internationale und ins Besonderen der Deutsche Seefahrt.
Wahrscheinlich ist es nur die Folge von reiner Ignoranz und beruflicher Zwiespalt und Entfremdung, oder der drang zu Lakaientum der Beteiligten „Newsgauklers“, dass solche blasphemische und unethische benehmen mit sich bringt, schlimm wäre es, wenn das angeboren ist..
Time will Tell.

Die Musik ändert sich auch nicht, wenn wir das Verhalten mancher hochpatentierten „Gondolieri“ bei schwerwiegenden Havarien oder Schiffskatastrophen mit menschlichen Opfern und schwerer Umweltverschmutzung auf See unter die Lupe nehmen.
Schuldig oder nicht schuldig? Und, wenn ja, inwiefern man an Bord für die heutigen katastrophalen Missstände und Miseren der Seefahrt schuldig oder nicht schuldig ist, das ist schwer zu sagen.
In meinen Augen war der Kapitän des MT Exxon Valdez unschuldig, der des MT Prestige oder der des MT Torry Canyons, dagegen nicht.
Schuldig ist der Kapitän, der in fremden Gewässern eine Abkürzung ohne Lotsenbeistand nimmt, wie im Fall der Torry Canyon.
Der schneidige Gondoliere knallte mit der Gurke gegen die sieben Schwestern, wie man die Klamotten, bei Lands End an der westliche Südspitze Englands benennt, und indem er das tat wurde aus der Gurke Kleinholz, der wiederum die nette Gefälligkeit prompt erwidert und in null Komma nichts die erste Umweltkatastrophe in der Geschichte der Tankerfahrt verursachte, zum Beispiel.
Schuldig ist der Kapitän der MT Prestige, der wohl wissend, dass sein Schiff reparaturbedürftig und marode war, trotzdem damit weiter zu See fuhr.
Er führ solange, bis eines Tages bei grellem Sonnenschein und spiegelglatter See schlicht und einfach ein Stück vom Schiff in den Bach fiel, und schon war es wieder mal so weit, die Nordspanische Stränden versanken in Öl und keine füllte sich schuldig.
Sie nannten es, Act of God.
Bessere wäre es, an Act of the Amrican Buro of Shipping, zu nennen.
Schuldig ist der Brummifahrer, der mit seinem Lastwagen losfährt, wohl wissend, dass die Bremsen an seiner Kiste nicht richtig funktionieren oder die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert und gestaut worden ist.

Unschuldig ist der Kapitän, der Exon Valdez der beim Manövrieren aus einer engen Bucht in Alaska, ohne Schlepperbeistand, eben weil aus Kostengründen dort keine Schleppboote Stationiert waren, mit sein Schiff auf Grund lief und eine Umweltkatastrophe vom Zaum brach.

But then again: Warum hat der gute Hochseegondoliere ohne Schlepperbeistand die vollbeladene Exon Valdez in Alaska in kniffligen Gewässern überhaupt bewegt?

Denn so wie der Brummifahrer, der ohne Bremsen, aber wohl wissend der Gefahren und Konsequenzen, trotzdem losdonnert und einen Unfall verursacht, und daher als schuldig in den Knast wandert, hätte es auch der erhabene Gondoliere besser wissen müssen und auf Schleppboote beistand bestehen sollen.
Agieren nach dem Safety-First-Prinzip aber, wenn es dem Reeder oder dem Charterer zu hohe Kosten verursacht, das bedeutet, entlassen zu werden.
Kann aber das Gespenst eine bevorstehende Entlassung, so einen groben Unfug und die dadurch entstandene, noch nie da gewesene Umweltkatastrophe rechtfertigen?

Therefore: Wenn ein Schiffsoffizier an Bord Opfer der induzierten fahrlässigen Handlung ist, kann man ihn dann immer noch als unschuldig betrachten, und wenn nein, wie hoch ist die Schuld des Unschuldigen?

Sind Kapitäne schuldig, die, wie im Fall der Kapitän des MS Zim Mexico im Hafen von Mobile in Alabama zum Beispiel, der, um ein Schiff von über einhundert Meter Länge zu wenden und dabei, um Hafenkosten zu sparen, konträr der Lotsenempfehlung, keinen Schlepper zu Hilfe nahm und während des Wendemanövers beim Bugstrahlruderausfall mit dem Bug des Schiffes einen Kran an der Pier umwirft, (ja, so was gibt es auch), der wiederum einen Mann in den Tod mitriss? Oder liegt die Schuld nur in den Händen des Reeders in Hamburg, der de facto zu sparsamem Umgang mit Reederei- und Chartergeldern mahnt? Oder sind sie alle schuldig?

Von kriminellen Handlungen wie Drogen oder Menschen Schmuggel abgesehen aber, man darf niemals vergessen, dass technische Havarien auf See, insbesondere die heutigen und gerade in solchem Umfang wie in dieser Zeit, immer ihren Ursprung an Land und niemals auf See haben.
Ein akkurater und gewissenhafter Brummifahrer aber, der während der Fahrt merkt, dass die Bremsen an seinem TIR nicht funktionieren, der parkt irgendwo, der fährt nicht weiter und leitet die nötige Reparaturen ein.
Warum fahren dann Schiffsoffiziere weiter, wenn sie merken, dass ihr Schiff nicht Seetüchtig ist?

Wie schuldig sind die Unschuldigen?

venerdì 1 maggio 2009

1.MAI 2009

ICH HATT' EINEN KAMERADEN

Bei uns in die Katakomben der Erste Etage des Bremer Seemannsheims, wo wir die Glorreichen vierzehn wohnen, vor einige Zeit war trauer angesagt.
Unser langjähriger Freund und Mitbewohner Richard Deutsch hat uns nach langer schwerer Krankheit für immer verlassen.
Wer war dieser Richard Deutsch?
Richard, von uns Richy genannt war ein Seemann wie aus dem Bilderbuch.
Ein erfahrener Vollmatrose wie man sie nur aus dem „damals“ kannte.
Echte Seeleute, wie Richy konnten ihr Wissen und Können, nicht an die folgenden Generationen weiterleiten, denn, erfahrenen deutschen Matrosen wir er eine war, wurden im Laufe der Zeit durch wesentlich billigere Arbeitskräfte aus dem Fernen Osten ersetzt.
Deswegen in der heutigen Zeit sind solche Fachkräfte wie Richy , an Bord deutsche Schiffe sehr rar geworden und der Beruf der Matrosen ist deswegen faktisch, als ausgestorben zu betrachten.
Die Flatulenzen ähnliche Lamentos der VDR und dessen ehrenwerten Amigos, über mangel an qualifizierte Fachkräfte an Bord, obwohl gerade die, die Hauptschuldigen an die gegenwärtige Misere der Deutsche Seefahrt und weit über 100.000 verloren gegangenen Arbeitsplätzen klingen daher, wie die reinste Blasphemie und Verarschung.
All, dem wirtschaftlichen Schäden für Land und Leute, dass die Personalpolitik der VDR an Bord Deutschen unter Billigflaggen, aber von dem Deutsche Steuerzahler subventionierten, (sprich bezahlte) Schiffen verursacht haben, sind der beste beweis dafür.
Der mangel an qualifizierten Personal on Bord ist die Hauptursache von steigenden Unfälle und Schiffshavarien auf See.
Was P&i Klubs und Versicherungen neulich beklagen, lassen und Düsteres erahnen, denn die nächste Schiffskatastrophe oder einen durch Inkompetenz an Bord, verursachte Supergau auf See, schaut ohne weiters schon um die Ecke.

Nach seiner Ablösung durch Billigpersonal aus dem Fernen osten, war Richy, noch zu jung, um in Rente zu gehen, aber auch schon zu alt um einer vernünftigem Arbeitsplatz, an Land zu bekommen.
Für einen voll ausgebildeten Berufsmatrosen konnte an Land keine Verwendung gefunden werden und wenn ja, höchstens als Tagelöhner, mehr aber auch nicht.
In Hafenbetriebe ist es eventuell anders, aber auch dort, können Matrosen fast nur als Gelegenheitsarbeiter manchmal Arbeit finden, somit ist aber auch hier in diesem Bereich, das Ende der Fahnenstange schon erreicht worden.
Dies führte dazu, dass Richard, wie auch Tausende seiner Kollegen auch, mit gerade einmal 40 Jahren, keine Arbeit oder handfesten Zukunftsperspektiven, mehr hatte.
Er, so wie tausenden deutsche Matrosen und Schiffsoffizieren vor ihm, ging vom Schiff, während die VDR Amigos immer reicher und fetter wurden, direkt in die Arbeitslosigkeit, danach zum Arbeitslosenhilfeempfänger und später bis zum Tode, als Sozialhilfe Empfänger durch Leben.
Man kann sich also nicht wundern wenn Menschen wie er, wenn allein gelassen und auf sich selbst angestellt, und seinem eigenen Schicksal wie lästigem Ballast aus dem Schiff des leben, sozusagen über Bord geworfen , zu Flasche greifen.
Somit hat man nicht nur das Berufswissen einem ganzen Berufsstand das ruhig und ohne Sinn für Allüren, als tragender Säule der Deutsche Industrie betrachtet werden kann, zerstört.
Man hat auch feine aufrichtige Männer, die noch vieles für das Land hätten tun können, einfach verschwändet und in Vergessenheit, gleiten lassen.
Das akademische Wissen der Seefahrtschulen kann auf gar keinem Fall der Beruf des Seemanns zu junge Leute vermitteln oder beibringen, wie denn auch?
Die Hochschulen der Seefahrt können nur technisches Wissen, an angehenden Schiffsoffizieren erfolgreich weiter vermitteln, nur dann, wenn die Studenten es schon in dem praktische Arbeit an Bord erlebt und geübt haben was die verschiedenen Dozenten in den Unterrichtsstunden denen erklären, anderes geht es gar nicht.
Seefahrtschulen sind nicht da um Seeleute auszubilden, sondern Fachleute, zu unterrichten damit sie eines Tages, ihr Mitarbeiters an Bord besser und konsequent, ohne Unnötige gefahren leiten können, mehr nicht.

Im Laufe seines Lebens bewies Richy nur zu oft, dass er ein zuverlässiger Kamerad war, auf dem man sich jederzeit stützen konnte.
Er war wortkarg, aber nicht mürrisch.
Er war ruhig und wirkte manchmal distanziert, aber keineswegs gefühls- oder teilnahmslos seinen Mitmenschen gegenüber.
Der Mensch Richard Deutsch war ein ruhiger Mensch, der aufgrund seiner ihm geklaute Zukunft, irgendwann aufgehört hatte, zu hoffen und zu erstreben.
In einer solchen Situation, wo keinen haltenden Händen und keinen Horizonten mehr in Sicht sind, lassen sich Menschen wie Richy gehen und geben auf.
Ihr letzter Zufluchtsort ist dann meistens die Theke, wo sie sogar aus dem Krankenhäuser fluchten, um bei eine allerletzten Glas Bier, fern von all den Heuchlern dieser Welt, in Würde und mit Hochachtendem bedacht, in ruhe sterben zu können.

Es ist egal, wer Richard Deutsch war und es ist ebenfalls, egal wie er war.
Richy war einer von uns und er hat inmitten unter uns einen leeren Raum zurückgelassen, denn er war einer der Besten unter uns.
Ein andere wird seinem Platz in unsere Reihen suchen und finden, daher werden wir, die Glorreichen 13 aus den Katakomben dem erste Etage des Seemannsheims zu Bremen bald wieder vollzählig sein.

Es ist unbedeutend wer von uns, wer als Nächste ins Graß beißt und geht, denn es wird immer, der Besten von uns gewesen sein und seinem leeren Platz, die er zurück gelassen hat, wird für eine weile noch, wieder sofort besetzt werden.


DIE DREI FREMDEN

Normalerweise gehen wir sonntags nicht in di Kirche.
Wir, die glorreichen 14 aus der erste Etage des Seemannsheim, schlafen am tag des Herren länger als sonst, denn es ist ja schließlich Sonntag ,und so war ich ziemlich überrascht, als ich an einem Sonntagnachmittag, mich unterwegs zum Sankt-Petri-Dom befand.
Was ich da genau beabsichtigte, war mir nicht klar, denn den lieben Gott, den kann ich überall finden, dafür brauch ich nicht, in eine Kirche zu gehen, trotzt dem war ich auf dem weg dorthin.
Das Würde des Doms war überwältigend.
Die Stille einfach himmlisch berauschend und Ehrfurcht und Güte einfliesend, zu gleich.
Ein junger Mann kniete auf eine der Bänke, tief versunken in seinem Gebet, neben ihm eine junge Frau und ein Kind, welche sich gelangweilt in der Gegend umschaute.
Hier und dort saßen auch ein paar ältere Damen und einige Herren.
Es herrschten Ruhe, Demut und friedliche, respektvolle Gelassenheit.
Fast wäre ich mir in so eine friedliche Weltbild wie ein Ruhestörer vorgekommen und wollte nach dem kurzen guttuenden besuch gerade gehen, als ich drei gestalten, die sich langsam im Dom bewegte, meine Aufmerksamkeit erweckten.
Neugierig und unauffällig nährte ich mich dem Trio und folgte ihnen aus sichere Entfernung.
Die drei waren Asiaten und wie di angezogen waren, kamen sie mir vor wie, Seeleute auf Landgang.
Ich war auf alles vorbereitet, denn man hört immer öfter, dass Überfälle, Besonders auf ältere Menschen an der Tagesordnung sind.
Darum war ich bei mir Vorsicht angesagt, denn man kann nicht der Dom, wegen ein paar Diebe, gleich auf dem Kopf stellen, nichts wahr?
Einer von denen sah mich und nährte sich lächelnd, sofort ging ich mental in Kampfstellung und auf alles gefasst, wartete ich gespannt, auf wohl da geschehen wurde.
Nett und freundlich, der junge Mann erklärte mir auf Englisch, dass er von den Philippinen stamme, dass er Seemann war und mit seine freunden auf Entdeckungstour durch Bremen sei.
Das Trio sucht die Kirchenmaus im Dom und fragte mich ob ich wüsste wo sie sei.
Ja, mit vereinigten kräfte, fanden wir die Maus in Dom und währen sie freudestrahlend einige Erinnerungsfotos knipsten, schämte ich mich ein wenig, denn ich hatte mich von ihrem äußerlichen Erscheinung verleiten lassen und sie falsch einzuschätzen, nur weil sie anders waren.
Es waren keine Fremden, es waren Seeleute, wie ich es einmal war und im Grunde genommen, immer noch bin.

mercoledì 1 aprile 2009

MARITIME KONFERENZ

MAß HALTEN

Wenn es hochkommt, so gibt gerade ein paar hundert Menschen auf dieser Welt, die uns, unterstützt von der rosaroten Blindheit der Politikanten, diese Wirtschaftskrise aufgetischt haben.
Die Sümpfe der Hedge-fonds, die dubiosen Geschäfte der credit default swap, der Warentermin Geschäfte, die der Aktien, wurden sogar ahnungslosen Kleinsparern von fragwürdigen Bankberatern und Angestellten, sogar alten Omas und Opas aufgeschwatzt, und haben tiefe Wunden in der Bevölkerung interlassen.
Viele ältere Ehepaare wurden sogar von denselben Banken und Sparkassen, wo sie ein Leben lang treue Kunden waren, um ihr Sterbegeld gebracht, so weit ist man schon.
Es ist nicht nur schlimm, in meinen Augen ist es auch bewusste Irreführung und in vielen Fällen sogar strafbar, besonderes dann, wo bei ganz alten Menschen der gute Herr von der Bank, der, der immer so nett und zuvorkommend gewesen ist, der, der das Vertrauen der Leute missbraucht hat, ihnen durch Vorspielung halber Tatsachen faule Geldanlagen aufgeschwatzt hat.

Hierzu passen die folgenden Seiten „EIN HAUFEN VON VOLLIDIOTEN IST AM WERK“
Aus MSKR N° 5: VON ANDEREN GESCHISTTEN UND EPILOGEN – März 20003

… denn das bedeutet aber auch, dass die Demagogie des eigennützigen Denkens schon in den Gehirnen des kleinen Mannsbildes ungezügelt herumläuft.
Das selbstische unterwürfige und meistens blauäugige Denken vernebelt aber das Urteilsvermögen des einfachen Volkes und es verliert somit jeden Horizont, so etwas kann man auch Sybillinische Zentralsteuerung nennen.
Das Tor zu der Degenerierung der wirtschaftlichen Grundlage ist somit weit offen und die fundamentalen Werte der Gesellschaft verkrümmen außerhalb jeglicher menschlicher Vernunft zu den primitivsten Eigennützigkeiten des Denkens und des Handelns.
Denn die Heuschrecken der Menschheit gedeihen nur, wenn die opportunistischen Lakaien gesättigt sind und die naiven Massen mit patriotischen Scheißhausparolen und machiavellischen Onkel Göbbels ähnlichen Einflüsterungen und Versprechungen von schnellem Geld in Schach gehalten und ausgeplündert werden.
Heutzutage aber, gerade weil fast kein Schwein mehr auf Scheißhausparolen hören will, macht man’s, wie die römischen Kaiser es damals taten: Im alten Rom gab es für das Volk jede Menge „Panem et Circenses“, und das Volk war happy.
Hartz Vier und Wetten, dass also!
So kann man auch Gehirne wie am laufenden Band waschen, blank reiben und abstumpfen, wobei dann als logische Folge das Tor zur Wirtschaftsanarchie weit offen und ungeschützt bleibt.
Der Auftakt zur Ausplünderungsorgie an dem Reichtum des Landes kann somit eingeläutet werden, und der Schafferschmaus kann beginnen.

Daraufhin verliert das beklaute und betrogene Land an Wohlstand und an Prestige in der Welt und erst dann scheint das hintergangene Volk sich aus ihrer gleichgültigen Lethargie zu lösen, wohlgemerkt aber nur und nur, weil die allgemeine Unsicherheit und das Unwohlsein, Hartz Vier und Wetten, dass zum Trotz, weit über die Schmerzensgrenzen ihrer ausgemergelten Ärsche hinausgewachsen ist, und nur deswegen.
Demgemäß bejammert das Volk und jagt dem geklauten Wohlstand mit jedem ihm zur Verfügung stehenden Mittel nach und wird dabei zunehmend aufgewühlter, gefühlsmäßig irrational und abwegig.
Ganz zum Schluss, so, als ob es in das Land nicht hingehöre, stirbt in so einer Gesellschaft die Demokratie, und die Verfassung verkommt.
Ab dem Moment ist der sehr gefährliche und selbstzerstörerische Weg zum politischen Despotismus somit geebnet und frei.
Denn wenn die so genannten Hohen Herren, die, die da oben irgendwo sitzen, geschützt von maßgeschneiderten Gesetzen und ministerialen Anordnungen, Patriotismus und Vaterlandliebe nur als transitives Mittel zum eigenen politischen Zweck und für die persönlichen wirtschaftspolitischen Interessen einer fragwürdigen so genannten Wirtschaftselite anwenden, dann ist es um das Land geschehen.
Ausländische Investoren wandern aus und kommen nicht mehr zurück, andersrum kommen manche anderen überhaupt nicht.
Demzufolge steigt die Arbeitslosenzahl und das Land wird immer ärmer und handlungsunfähig.
Zu guter Letzt wandern all diejenigen, und es sind Gottlob sehr viele, die sich nicht in der Rhetorik des politischen Hochmuts von einer Hand voll politischer Chauvinisten und neu gegründeten Parteien fangen lassen wollen, in Scharen aus.

Menschen, die solche wirtschafts- und sozialpolitischen Katastrophen verursachen, sind keine Patrioten, sondern gewöhnliche vulgäre Schmarotzer, Zuhälter ihres eignen Landes und ihrer Mitbürger, Geld absahnendes, hochintelligentes akademisches Gesindel, alles, was man will, aber beileibe keine anständigen Bürger.
Das ist der fruchtbare Boden, wo politische Despoten ihre willigen Helfer finden.
Denn heutzutage, sei es nur um des rabiaten Selbstverherrlichungswillens wegen, wenn auch mit anderen Mitteln, heute genau so wie damals zu Onkel Göbbels Zeiten, scheint die Grundlage dieselbe geblieben zu sein, die Ziele der wenigen über die vielen die gleichen, nämlich Macht, diesmal aber die Macht des Geldes, denn die Macht des Geldes ist auch eine Form von Diktatur.

Daher spricht die Urdummheit der Vereinsmeierei heute wieder mal Deutsch, sie tut es aber mit der Sprache des „Panem et Circen“ und nicht mit der blindwütigen Verknechtung des eigenen Volkes, durch Gestapo ähnliche Behörden.
Sie tut es mit der markwirtschaftlichen Erpressung anderer Länder und nicht mehr mit fliegenden Bombergeschwadern.
Sie tut es mit der Einschusterung anderer Völker durch wirtschaftspolitische Arroganz, nicht mehr mit Panzerdivisionen.
Sie tut es wieder, nur diesmal sie tut es anders.
Das ist ein Sakrileg, ein infames Anathema angesichts des deutschen Volkes zu seinen Toten, zu seinen Hoffnungen und zu seinen Ängsten, zu seiner Anständigkeit.
Denn eine „Pax-Urdummheit “ würde nur zum totalen politischen Chaos im Lande und in Europa führen.
Europa hat das begriffen und es wendet sich langsam angewidert ab und schaut teilnahmslos zu, denn diese „Pax-Urdummheit“, sei es auf wirtschaftlicher oder politischer Ebene, hat nur noch Suizid zur Hand.
Suizid - oder Wiederkehr zum aufrichtigen Schaffen, dass, das Deutschland der Nachkriegszeit, zu dem Land machte, das heute leider nur noch als Schatten von sich selbst zu betrachten ist, nämlich nicht mehr marktführend ist und Wegweiser des europäischen Denkens und Handelns.
So wie es aussieht aber, hat dieses wirtschaftliche und politische Deutschland der flotten Manager und happy open Cashcounter, dem Beispiel des Verbandes Deutscher Reeder und der Deutschen Seefahrt folgend, Suizid gewählt.
Ein Suizid des Wichtigtuers gewählt.
Einen selbstaufrichtigen Suizid gewählt.
Einen selbstglorifizierenden Suizid gewählt.
Es wird ein sehr langer, sehr schmerzlicher Suizid werden, vor allem aber wird es ein sehr einsames und beängstigendes Sterben sein.

ENDE